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Gesundheit

Vitamin C in DMSO wirksam gegen Hautkrebs

5 Kommentare 7. Oktober 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Eine offene klinische Studie mit einer einfachen 30-prozentigen Ascorbinsäure-Lösung in DMSO berichtet über eine vollständige histologische Clearance bei mehr als der Hälfte der behandelten Läsionen eines frühen Hautkrebses.

Die Ergebnisse passen zu dem Mechanismus, den wir auf TKP bereits mehrfach beschrieben haben: Hochkonzentriertes Vitamin C wirkt im Tumorgewebe als Pro-Oxidans und erzeugt Wasserstoffperoxid (H₂O₂), das kranke Zellen bevorzugt schädigt. Nicolas Hulscher fasste die Arbeit am 28. September 2026 auf The Focal Points zusammen. Die zugrunde liegende Preprint-Studie von Patricia Miller, Jon Ward, Michael Morgan und Briant Burke erschien am 16. Oktober 2025 auf medRxiv (DOI: 10.1101/2025.10.13.25337920). Sie untersuchte 17 Patienten mit insgesamt 27 bioptisch gesicherten Plattenepithelkarzinomen in situ (SCCIS), also Karzinomen, die auf die Epidermis beschränkt sind.

Die Teilnehmer trugen zweimal täglich über zwölf Wochen eine 30-prozentige Ascorbinsäure-Lösung in 95 Prozent DMSO und 5 Prozent destilliertem Wasser mit einem kleinen Pinsel direkt auf die Läsionen auf. DMSO dient dabei primär als Penetrationsverstärker: Es verändert vorübergehend die Lipidstruktur der Hautbarriere und ermöglicht dem wasserlöslichen Vitamin C den Zugang zum Gewebe. Die Autoren weisen darauf hin, dass DMSO selbst biologische Effekte haben kann, sehen es jedoch vor allem als Träger.

Nach zwölf Wochen erfolgte eine erneute Biopsie. Die zentralen Ergebnisse:

  • Bei 15 von 27 Läsionen (56 Prozent) war histologisch kein Karzinom mehr nachweisbar.
  • 44 Prozent der Läsionen schrumpften um mehr als 85 Prozent.
  • Die mittlere Läsionsfläche sank um 71 Prozent, von 1,06 cm² auf 0,30 cm².
  • Nur zwei Läsionen (7 Prozent) sprachen nicht an.
  • 16 von 17 Patienten (94 Prozent) konnten eine chirurgische Exzision vermeiden.
  • Die Behandlung wurde gut vertragen; niemand brach sie wegen Nebenwirkungen ab.

Verbleibende Veränderungen entsprachen häufig nur noch aktinischer Atypie ohne Karzinom und ließen sich anschließend kryotherapeutisch behandeln. Die Autoren sehen darin eine mögliche nicht-invasive Alternative zur Operation und fordern größere, kontrollierte Studien.

Bekannte Wirkmechanismen

Der vorgeschlagene Wirkmechanismus deckt sich mit dem, was bereits 2024 und Anfang 2026 auf TKP ausgeführt wurde. In dem Beitrag „So wirken Vitamin C und sein Metabolit H2O2 lebenserhaltend“ wurde beschrieben, dass Ascorbinsäure in hohen lokalen Konzentrationen als Prooxidans Wasserstoffperoxid bildet.

Tumorzellen verfügen oft über geringere Mengen an Katalase und anderen antioxidativen Enzymen und sind dadurch anfälliger für den oxidativen Stress. Gesundes Gewebe baut H₂O₂ rascher ab. Derselbe Zusammenhang steht im Mittelpunkt des Artikels „Vitamin C richtig verwendet heilt Krebs“ vom 31. Januar 2026: Intravenös erreichte Plasmakonzentrationen über etwa 13 mmol/l erzeugen extrazelluläres H₂O₂, das selektiv maligne Zellen schädigt, während orale Dosen diese Schwelle nicht erreichen. Die topische Formulierung mit DMSO zielt darauf ab, genau solche hohen Konzentrationen lokal im Hauttumor zu erzeugen, ohne eine systemische Infusion zu benötigen.

Eine frühere, peer-reviewte randomisierte Studie derselben Arbeitsgruppe stützt die Richtung. Burke und Bailie verglichen 2022 in Biomedicine & Pharmacotherapy (DOI: 10.1016/j.biopha.2022.112710) dieselbe 30-prozentige Ascorbinsäure-DMSO-Lösung mit 5-prozentigem Imiquimod bei Basalzellkarzinomen. Nach acht Wochen zeigten 13 von 15 Läsionen (86,7 Prozent) in der Vitamin-C-Gruppe eine vollständige histologische Resolution, gegenüber 8 von 14 (57,1 Prozent) unter Imiquimod. Die Differenz war statistisch signifikant; langfristig traten unter Vitamin C keine Hypopigmentierungen auf, unter Imiquimod hingegen häufig.

Die neue SCCIS-Arbeit ist methodisch schwächer: Sie ist offen, einarmig, klein und bislang nur als Preprint verfügbar. Eine Kontrollgruppe fehlt, und der Beitrag von DMSO allein ist nicht isoliert. Dennoch ist die histologische Endpunktbestimmung ein klarer Vorteil gegenüber rein klinischen Beurteilungen.

Onkologie im Dienst der Pharmaindustrie

Die Ergebnisse fügen sich in ein Muster ein, das die etablierte Onkologie seit den grundlegenden Studien und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen von Chemie-Nobelpreisträger Linus Pauling und Ewan Cameron weitgehend ignoriert.

Hochdosiertes Vitamin C ist nicht patentierbar, billig und wirkt über einen physiologischen Metaboliten. Ob die topische Anwendung bei oberflächlichen Nicht-Melanom-Hautkrebsen eine belastbare erste Linie wird, müssen größere randomisierte Studien klären. Die vorliegenden Daten geben jedoch einen konkreten Anlass, den H₂O₂-Mechanismus nicht nur bei intravenöser Gabe, sondern auch lokal weiter zu prüfen.

Die Wirksamkeit und die Wirkmechanismen des aprotisch polaren Lösungsmittels DMSO ist ebenso seit Jahrzehnten bekannt und tausendfach belegt. DMSO ist ebenso billig und ebensowenig patentierbar wie Vitamin C, die Kombination daher noch unerwünschter als jedes der beiden allein.

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Über Protokolle für die Anwendung:

DMSO für verschiedene Anwendungsgebiete:

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5 Kommentare

  1. Jan
    Antworten

    Langsam müssten junge Ärzte auf die Barrikaden steigen, welchen Unsinn sie im Medizinstudium lernen mussten!

  2. Jurgen
    Antworten

    Selbst Rhizinusöl könnte schon dagegen helfen… Außerdem würde mich interessieren was kolloidales Silberwasser da macht…

  3. K Kaefer
    Antworten

    Super anschaulicher Artikel und auf den Punkt gebracht. Es macht Hoffung dass soche Forschungen überhaupt noch veröffentlicht werden (dürfen) und nicht sofort von der Mafia versenkt werden.

    „DMSO ist ebenso billig und ebensowenig patentierbar wie Vitamin C, die Kombination daher noch unerwünschter“
    Das ist der Schlüsselsatz. Wo kommen wir denn hin wenn sich Menschen in großem Umfang selbst behandeln würden? Ganze Industriezweige würden zusammenbrechen.
    Eine treffende Interpretation von „alternativ“ ist „nicht kommerzialisiert“. Nicht alles Alternative funktioniert (und schon gar nicht bei Allen) aber es gibt 0 Anreiz das weiter publik zu machen da es geschäftsschädigend ist. Einfach zu verstehen und völlig nachvollziehbar.

    Mit der toxischen CV modRNA Geninjektion wurde die Büchse der Pandora endgültgig geöffnet.
    Ein Glück.

  4. Nurmalso
    Antworten

    Guter Artikel. In diesem Beitrag sieht man, dass Big-Pharma wirklich der letzte Hustensaft ist.

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