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Politik

5 geplante Windkraftzonen im Waldviertel – Kritik

7 Kommentare 26. August 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Fünf neue Windkraftzonen im Waldviertel sind geplant, obwohl zwei davon bereits ausgeschieden waren und zwei bereits eine negative Volksbefragung gebracht haben. Nun sin dort teilweise XXL-Windräder geplant. Die IG Waldviertel übt Kriitk.

Eine aktuelle Pressemitteilung der IG Waldviertel:

Im Zuge der ersten Novelle des sektoralen Raumordnungsprogramms Windkraft wurden im September 2024 von der NÖ Landesregierung fünf neue Windkraftzonen im Waldviertel ausgewiesen: WA101 und WA102 Bärnkopf, WA105 Predigtstuhl, WA107 Sasswald und WA109 Burgschleinitz. Die Auswahl dieser Standorte wirft zunehmend Fragen auf.

Bereits bei den Flächen um Bärnkopf (WA101 und WA102) bestehen erhebliche Natur-, Arten- und Landschaftsschutzkonflikte. Auch die übrigen neuen Zonen werfen Fragen auf. Besonders bemerkenswert: Die Standorte Predigtstuhl (WA105) und Sasswald (WA107) waren bereits im Zuge der Zonierung 2014 ausgeschieden. Die Zone Burgschleinitz (WA109) wurde nach einer negativen Volksbefragung bereits wieder gestrichen. Beim Predigtstuhl (WA105) führte eine ebenfalls negative Volksbefragung zu einer Verkleinerung der Zone.

„Fünf neue Zonen, davon zwei bereits 2014 ausgeschiedene Standorte, zwei negative Volksbefragungen sowie erhebliche Natur-, Arten- und Landschaftsschutzkonflikte – das wirft grundlegende Fragen zur Qualität der Standortwahl auf“, kritisiert die IG Waldviertel.

Die IG Waldviertel fordert deshalb eine umfassende und transparente Aufarbeitung des Auswahlverfahrens. Offenzulegen sei, nach welchen Kriterien die fünf neuen Waldviertler Windkraftzonen ausgewiesen wurden, wie bekannte Konflikt- und Ausschlussgründe berücksichtigt wurden und weshalb mit Predigtstuhl und Sasswald zwei bereits 2014 ausgeschiedene Standorte neuerlich in die Zonierung aufgenommen wurden. Ebenso müsse nachvollziehbar sein, welche Rolle Natur-, Arten- und Landschaftsschutz sowie die Akzeptanz der unmittelbar betroffenen Bevölkerung bei der Entscheidung spielten.

„Die Landesregierung muss erklären, wie Standorte mit einem derartigen Konfliktpotenzial ausgewiesen werden konnten. Die Folgen dieser Standortwahl dürfen nicht auf Gemeinden und Bevölkerung abgewälzt werden. Aus den erkennbaren Fehlentwicklungen müssen Konsequenzen für künftige Planungsentscheidungen gezogen werden“, fordert die IG Waldviertel.

Dabei geht es der IG Waldviertel nicht um eine grundsätzliche Diskussion über erneuerbare Energie, sondern um die Verantwortung des Landes für eine nachvollziehbare und fachlich belastbare Raumplanung: „Wer Zonen für bis zu 260 Meter hohe Windkraftanlagen festlegt, muss deren tatsächliche Eignung vor der Ausweisung umfassend prüfen. Ein ‚Weiter wie bisher‘ darf es nicht geben.“

Bild © European Union, 2009, The island of Samsoe- an example of a self-sufficient community in renewable energy (P-015696-00-10), CC BY 4.0

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7 Kommentare

  1. Jurgen
    Antworten

    Die grassierende Verlandung des Neusiedler Sees sollte Warnung genug sein…

  2. Elias O.
    Antworten

    Auf der Koralm kärntner Seite wird derzeit auch groß ausgebaut. Von der steirischen Seite angeliefert auf 1800m rauf.
    Bei den ersten Windrädern ist das Moor dadurch kaputt gegangen und alles ringsum ausgetrocknet. Rotes Blinken da wo früher klarster Sternenhimmel war.
    Mit dem Hubschrauber – fliegende Säge – wurde die Landesstraße freigeschnitten am Rand, Äste gekürzt, die in die Strasse hingen – Forstgebiet, Wälder soweit das Auge reicht.
    Seit Wochen täglich Transporte auf die Alm rauf – Schwerstbetrieb, jeder Flügel ein stundenlanges Manöver.
    Einige Almen weiter wurden 50ha Wald geschlägert für ein paar Windräder.
    Die Betreiberfirma rühmt sich auf ihrer HP über 50 Umweltauflagen zu erfüllen: zB. werden ein paar Ameisenhäufen umgesiedelt und Fledermäuse. Oh! Dann kann ja nur alles gut sein und voll für Natur und Umwelt!
    Auf 1800m schaut es derzeit aus wie im urbanen Raum – Großbaustelle mit zig LKWS, Caterpillar, Containern, etc. etc.

    1. Jurgen
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      Je weniger Wald in den Alpen, umso weniger Niederschläge in der Zukunft…

  3. Der alte Marxist
    Antworten

    Tja, der Windkraft-Wahn bzw. Klima-Wahn geht in NÖ mit der FPÖ ungebremst weiter. Wieder zeigen sich die Blauen als willfährige Vollstrecker schwarzer Politik. Im Grunde sind sie eigentlich – nicht nur in NÖ – Schwarze mit blauen Kapperln. Schon Norbert Hofer träumte von der nachhaltigen Kohlenwasserstoff-Wirtschaft: noch viele weitere Windkraftwerke bauen, die dann per Elektrolyse Wasserstoff produzieren. Dieser sollte dann mit abgeschiedenem CO2 zu Kohlenwasserstoffen umgesetzt werden. Und diesen sollten sowohl zur Treibstoffproduktion verwendet werden als auch ins Gasnetz eingespeist werden. Der Norbert war grüner als die GrünInnen. An die Kosten und die Effizienz der Verfahren hat er wohl nicht gedacht. Vielleicht sollte man sie zur Schulung bei der AfD in Deutschland schicken. Die haben wesentlich mehr Sachverstand in dieser Angelegenheit.

  4. VerarmterAdel
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    Und niemand spricht über die große Lüge, mit der all der geisteskranke Wahnsinn gerechtfertigt wird.

  5. 1150
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    man könnte ja da mit einigen brandrodungen nachhelfen, funktioniert ja anderswo auch

  6. GeBa
    Antworten

    Sind diese Schwarzen nicht fähig, einzugestehen dass es neue Erkenntnisse gibt zu den Windparks???

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