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Politik

Starlink über Russland: Musk verweigert Ukraine die Freigabe

11 Kommentare 24. August 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Selenskyj bestätigte, dass SpaceX-Chef Elon Musk die Nutzung von Starlink für ukrainische Operationen über russischem Staatsgebiet ablehnt. Das Netz darf für Drohnenangriffe in Russland nicht genutzt werden, trotzdem gehen die Angriffe weiter.

In einem Interview am Wochenende hat Selenskyj bestätigt, was bisher bereits gemutmaßt wurde: Starlink darf für ukrainische Operationen über russischem Staatsgebiet nicht genutzt werden. Laut Kiew laufen die Gespräche mit der US-Seite und Präsident Donald Trump weiter, doch der aktuelle Stand ist klar.

Starlink ist für die Ukraine unverzichtbar. Musks Unternehmen – dem Oligarchen, den die pro-ukrainische Elite der EU hasst – hat insofern ziemlich viel für die Ukraine getan. Zehntausende Terminals ermöglichen gesicherte Kommunikation an der Front, wo terrestrische Netze zerstört sind.

Besonders entscheidend wurde das System für Drohnen: Die sogenannten „Middle-Strike“-Drohnen (Reichweite 50–300 km) nutzen Starlink-Mini-Terminals für nahezu unstörbare Echtzeit-Steuerung. Damit treffen ukrainische Kräfte präzise Logistikziele, Treibstofflager, Kommandoposten und Luftabwehr in den besetzten Gebieten – Donbas, Cherson, Saporischja und vor allem der Krim. Es ist vor allem der Drohnenkrieg, der erklärt, warum Russland seit Jahren de facto feststeckt.

Im Winter (Februar 2026) stellte sich SpaceX noch deutlicher in den Dienst der Ukraine und blockierte unautorisierte russische Terminals. Das schwächte die russische Drohnenoffensive spürbar. Russland experimentiert seither mit Alternativen und Jamming-Systemen, doch Starlink bleibt der ukrainische Vorteil, sagt zumindest die westliche Kriegspropaganda.

Für tiefreichende Schläge über die Grenze hinaus ist Starlink noch kritischer. Ohne es müssen Langstreckendrohnen auf ungenauere KI-Navigation oder vorprogrammierte Routen setzen. Mit Starlink wäre Echtzeit-Kontrolle möglich; die bisherigen tiefen Schläge laufen aber offenbar ohne Starlink.

Selenskyj schilderte den Ablauf: Das Verteidigungsministerium hatte signalisiert, SpaceX habe grünes Licht gegeben – nur die politische Freigabe durch Trump fehle noch. Bei einem Treffen übermittelte er das so. Später warf Trump ihm vor, ihn irregeführt zu haben, weil Musk abgelehnt habe – aus Sorge vor Eskalation. Selenskyj ließ nachprüfen und bestätigte die Ablehnung.

Parallel führt die Ukraine weiterhin massive Drohnenangriffe auf Russland durch. Mitte August 2026 war einer der größten: Über 800 Drohnen flogen in Richtung Moskau und weiterer Regionen, trafen Raffinerien, Logistikzentren und Rüstungsanlagen. Auch in der letzten Nacht wurde ein Logistikzentrum des zweitgrößten russischen Online-Händlers getroffen. Russland nennt die Angriffe „Terrorismus“.

Diese Schläge zeigen die ukrainische Reichweite – doch ohne Starlink bleibt die Trefferquote bei mobilen Zielen begrenzt. Musk sieht eine Ausweitung als Eskalation; Selenskyj argumentiert, sie würde den Krieg verkürzen.

Beide Seiten entwickeln Alternativen: Russland mit China, die Ukraine mit der EU. Doch bislang bleibt Starlink der entscheidende Faktor – und seine Grenzen ein politisches Hebelinstrument.


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11 Kommentare

  1. Sting2
    Antworten

    Krieg gegen Russland mit Millionen Toten: Und die Kirchen machen erneut mit

    https://www.mmnews.de/politik/255465-krieg-gegen-russland-mit-millionen-toten-und-die-kirchen-machen-erneut-mit

    Die Evangelische Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz haben ein 26-seitiges „Rahmenkonzept für den Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“ veröffentlicht.

    Was machen die Pfaffen da schon wieder? Wieder Panzer segnen?

    August 2026 Von Meinrad Müller

    In dieser Anweisung rechnen sie ausdrücklich mit einer hohen Zahl Verwundeter und Gefallener. Pfarrer und Pastoren sollen im Vorfeld geschult werden, wie den Hinterbliebenen Todesnachrichten über gefallene Soldaten schonend überbracht werden sollen. ALLES LESEN!!

    Die deutschen Kirchen sind schon längst dem Satanischen anheim gefallen, da ist jede Hoffnung vergebens!!

  2. Sting2
    Antworten

    Asow-Vertreter mit SS-Symbolik in Deutschland – Bundesregierung windet sich und verweigert Stellungnahme

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=129606

    März 2025 um 13:26 , Ein Artikel von: Florian Warweg

    Die 12. Spezialbrigade „Asow“ der ukrainischen Nationalgarde hatte im Februar ihr internationales Bataillon in Schloss Diedersdorf bei Berlin einquartiert.

    Bei einem Interview der BILD-Zeitung mit dem Asow-Pressesprecher sah man in den Hintergrundbildern das Wolfsangelsymbol auf den Uniformen der Einheit, ursprünglich das Wappen der SS-Panzerdivision „Das Reich“.

    Die NachDenkSeiten wollten vor diesem Hintergrund wissen, wer diese nach wie vor offen mit NS-Symbolik agierende Spezialbrigade nach Deutschland eingeladen und deren Aufenthalt finanziert hat sowie ob die zuständigen Ministerien die gerichtliche Einschätzung teilen, dass dieses Symbol in Deutschland als „grundsätzlich verbotenes Kennzeichen“ gilt.

    Für Schloss Diedersdorf, 27 Kilometer von Berlin-Mitte entfernt, wird sonst mit „größtes Oktoberfest der Region“ sowie „Kindergeburtstag in einem Schloss feiern, ist das nicht ein Traum?“ geworben und dessen Besitzer, Thomas Worm, erklärt gegenüber der Presse:

    „Ich vermiete keine Räume an die AfD“.

    Aber im Gegensatz zur AfD scheint der Schlossherr mit der 12. Spezialbrigade „Asow“ der ukrainischen Nationalgarde, die bis heute offen Symbolik mit SS-Referenzen auf ihren Uniformen trägt, keine Probleme zu haben. ALLES LESEN !!

  3. local.man
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    Was mir eher Kopfschmerzen bereitet ist, dass wenige Menschen bis hin zu vorgezeigten Einzelpersonen, so eine Macht haben.
    Das alles hat immer mehr etwas mit Käfighaltung gemein als eine freie Menschheit.
    Sollten nicht wir alle über solche Dinge bestimmen, sie maximal kontrollieren, transparent für jeden halten und es für Kooperation als für gegenseitig Bedrohung, Spionage usw. einzusetzen?

    Jetzt lassen Besitzende Satelliten über uns fliegen, von denen man weiß, wie gut man damit beobachten kann und einen weltweit punktgenau finden, vor allem wenn man ein Handy in der Tasche hat, oder Nano-Roboter im Blut…

    Ob sich hier 2 oligarchische Strukturen gegenseitig an die Gurgel gehen, halte ich da für zweitrangig.. Die eigentliche Gefahr muss gebannt werden und dazu muss diese ganze Technologie ab Punkt x in die Hände der Menschen, also vergesellschaftet und absolut transparent gehalten sein.
    Jeder kann zu Hause seinen PC nutzen, aber sobald die Technik zu mächtig wird in den Händen weniger, kann sie nicht privatisiert oder verstaatlicht sein, weil wir ja wissen was der „Staat“ in Wirklichkeit ist..

  4. cwsuisse
    Antworten

    Kein guter Artikel, offensichtlich hat der Author keine Kenntnisse von der Lage in der Ukraine. “ Die Russen stecken fest….“, dass ist eine Kernaussage der UK/UKR Propaganda, welcher von der Frontentwicklung täglich widerlegt wird. Die Auswirkungen russischer Attacken auf die Ukraine werden ausgeblendet. Das ist einseitige Berichterstattung.

  5. therMOnukular
    Antworten

    Dieser Artikel ist tatsächlich voll mit Westpropaganda….

    Russland hat vor wenigen Wochen ein neues System zur elektronischen Störung von Satelliten vorgestellt. Russland hat in diesem Zusammenhang betont, dass man dadurch auch in der Lage sei, sie physisch zu zerstören (Ortung/elektr. Überlastung).

    Mausikatze hat amS daher völlig recht: Musk will seine Satelliten behalten.

    PS: Russland hat sein eigenes Navigationssystem Glonass. Seit jeher orientieren sich russische Raketen und Drohnen danach, der Westen hat bislang wenig Gegenmittel gefunden. Russland hat auch dieser Tage wieder milit. Satelliten ins All geschossen – man braucht Starlink nicht. Die gewohnte wertewestliche Selbstüberschätzung.

    1. Varus
      Antworten

      Dennoch wäre nach Tausenden Analysen in russischen Medien ob des baldigen Banderastan-Zusammenbruchs an der Zeit, dass es in Berichten aus realer Welt bemerkbar wird.

      Zumindest gibt es aus der anderen Weltkrieg-Front Optimistisches – es mehren sich Berichte, dass der Iran dem Mekka-Abkommen beitreten wird. Larry Johnson sieht bereits „post-amerikanische Sicherheitsarchitektur“ im Nahen/Mittleren Osten.

      1. peru3232

        die große Frage bleibt für mich, ob dies nicht unerwünscht ist. Denn mit dem „Zusammenbruch“ einher geht, der aufgestaute und konzentrierte Russenhass der westlichen Eliten. Und hochgefahrene Rüstung – die Spielzeuge müssen einfach gegen diese Untermenschen eingesetzt werden – also entweder wird es in andere Krisenherde gesteckt und dort weiter gezündelt, oder es erfolgt wirklich die direkte NATO Konfrontation. Da ist es Russland sicher lieber, es auf die Kokaine zu begrenzen zu können und dort die EU/NATO weiter zu schwächen/unter Kontrolle zu halten… es wird nicht ewig gehen können, aber eventuell lange genug bis bei uns die Lichter ausgehen

      2. Varus

        bis bei uns die Lichter ausgehen

        Für mich keine tolle Perspektive – schon lieber wäre mir, wenn Kiew wie Gaza aussieht und überall weiße Fahnen hängen.

  6. Mausikatze
    Antworten

    Ich vermute eher, dass Russland vor der Freigabe von Starlink über russischen Gebiet gewarnt hat und damit gedroht hat ggfs. ein paar Sateliten runterzuholen, falls Musk nicht kooperativ sein sollte.

  7. Daisy
    Antworten

    Musk soll es endlich ganz abdrehen, damit endet der Krieg umso schneller…

  8. peru3232
    Antworten

    War nicht mal ein Thema, dass der IRAN es schaffte diese eingeschleusten Starlink Terminals wirksam zu stören und deswegen die orchestrierten Proteste nicht so gut funktionierten? Und eben auch kaum mehr direkte Infos in und aus dem Land kamen. Das wäre doch die richtige Antwort zu diesem Problem. Hmmm

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