Deutschland: Epidemie der Geisteskranken

24. Juni 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) erhielt im Jahr 2024 fast jeder zweite Deutsche eine psychische Diagnose. Die Zahlen steigen massiv.

Aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zeichnen ein dramatisch Bild der psychischen Gesundheit in Deutschland, oder besser gesagt: der psychischen Krankheit. Im Jahr 2024 erhielten 40,9 Prozent der gesetzlich versicherten Erwachsenen, die ambulante ärztliche oder psychotherapeutische Leistungen in Anspruch nahmen, mindestens eine Diagnose einer psychischen Störung (ICD-10 F00–F99). Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung entspricht das rund einem Drittel – etwa 25 Millionen Menschen.

Schauen wir uns zunächst die zahlen an:

Frauen sind mit 44,3 Prozent deutlich stärker betroffen als Männer (36,8 Prozent). Der Anteil steigt mit dem Alter stark an: Bei unter 30-Jährigen liegt er bei 28,9 Prozent, bei Menschen ab 80 Jahren bei 51,2 Prozent.

Regional fällt Sachsen-Anhalt mit bis zu 40 Prozent besonders auf. Die häufigsten Diagnosen sind affektive Störungen (vor allem Depressionen, ca. 17 Prozent), somatoforme Störungen (ca. 14 Prozent), Angststörungen und Anpassungsstörungen (je ca. 7–8 Prozent) sowie substanzbezogene Störungen.

Wichtig ist die genaue Definition: Es handelt sich um eine administrative Prävalenz – also um dokumentierte Diagnosen in der vertragsärztlichen Versorgung bei Personen, die überhaupt zum Arzt gegangen sind. Die Dunkelziffer könnte also noch höher liegen. Das RKI selbst weist darauf hin, dass die Zahlen durch veränderte Inanspruchnahme, Kodierpraxis und mögliche Über- oder Unterdiagnostik beeinflusst werden. Dennoch ist der Anstieg seit 2012 (damals 35 Prozent) um fast sechs Prozentpunkte eindeutig.

Auch andere Daten zeigen diesen Trend: Der DAK-Psychoreport 2025 hält fest, dass psychische Erkrankungen 2024 17,4 Prozent aller Fehltage bei Beschäftigten verursachten – mit durchschnittlich 342 Ausfalltagen je 100 Versicherte und langen Krankheitsdauern. Depressionen sind dabei die mit Abstand häufigste Ursache. Beim RKI-Panel 2024 berichteten 22 Prozent der Erwachsenen von depressiven Symptomen und 14 Prozent von Angstsymptomen. Bei 10- bis 19-Jährigen waren psychische Störungen 2024 sogar Ursache für 18,9 Prozent aller stationären Krankenhausbehandlungen.

Immer mehr Menschen haben psychische Probleme. Die Gründe dürften vielfältig sein: Nachwirkungen der Covid-Politik – Lockdowns, soziale Isolation und radikale Disruption des Alltags, dazu steigender wirtschaftlicher Druck und Leistungsdruck (nicht nur in der Arbeitswelt), Vereinsamung, demografische Entwicklungen.

Allerdings muss man noch etwas ins Auge fassen: eine mögliche Ausweitung diagnostischer Kriterien. Antidepressiva gelten nicht mehr als tabu, werden untereinander empfohlen, wenn es nicht so läuft, und schnell findet sich ein Arzt, der das Medikament verschreibt. Für Big Pharma ein tolles Geschäft, denn problematisch wird es, wenn man die Pillen absetzen will.

Die Zahlen zeigen jedenfalls eine reale und wachsende Belastung für das Gesundheitssystem, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Lange Fehlzeiten, steigende Therapienachfrage und hohe Prävalenzen bei Jüngeren und Älteren stellen eine immer größere strukturelle Herausforderung dar.

Die Politik schiebt diese Epidemie vermutlich auf den Klimawandel und erlässt dann neue Klima-Verbote….


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25 Kommentare

  1. audiatur et altera pars 25. Juni 2026 um 10:16 Uhr - Antworten

    „Man“ kann den wie überwiegend wirtschaftlich bedingten Oysmüller-Boulevard (Schule Pilz oder gar Corona – vgl. „die Zahlen“) mit Fug und Recht kritisch sehen. Doch wenn er damit ob gewollt oder per Zufall überwiegend lohnenden Kommentare triggert – Why not? Chapeau ;-)

    • Thomas Oysmüller 25. Juni 2026 um 10:32 Uhr - Antworten

      Mir ist schon klar, dass ich in den meisten (nicht immer!) Artikeln einen boulevardesken Stil pflege, aber wie Sie schon richtig anmerken, hat das auch etwas mit der gesamten Internetaufmerksamkeitsindustrie zu tun, der man eben nicht entkommen kann. Glauben Sie mir: Ich würde liebend gerne nur 10 Artikel im Monat verfassen, tief recherchiert, wohl überlegt formuliert und ganz ohne zugespitzter Rhetorik. Wobei, auf die Dauer wäre das auch langweilig vermutlich und würde etwas auf der Strecke lassen. Die Mischung machts. Liebe Grüße

      • audiatur et altera pars 25. Juni 2026 um 11:38 Uhr

        Schöne Antwort. Ich weiß doch eh, dass Sie kein Schwammerl sind.

  2. LMohikan 24. Juni 2026 um 19:47 Uhr - Antworten

    Wenn man jahrelang keinen direkten Gegner hat gegen den man sich wehren kann und viele Informationen über den erbärmlichen Zustand der Welt erhält, bekommt man über die Zeit einen „Knaks“ und wird zum „Sonderling“.
    Misstrauen gegen andere Mitmenschen wachsen.
    Insbesondere wenn man selbst denkt die „Anderen“ handeln wider gegen die Vernuft bzw. gegen die Logik des Zusammenlebens.
    Aber genau das ist ja gewollt.

    Liebe, Fröhlichkeit und Genuss ist angesagt!

  3. cwsuisse 24. Juni 2026 um 15:21 Uhr - Antworten

    Auf ärztliche Diagnosen gebe ich nicht so viel. Aber Bürger, welche die Deindustrialisierung ihres Landes durch Uschi, die Sprengung der Industrieinfrastruktur durch USA/UKR und die finanzielle Aushöhlung Deutschlands durch Finanztransfers an ukrainische Oligarchen durch unseren Fritze zulassen, sind für mich Opfer einer Massenpsychose und zwar zu 100%.

    • 1150 24. Juni 2026 um 16:01 Uhr - Antworten

      sie sind keine opfer, sie sind einfach eine folgsame herde ohne verstand, bis auf ein paar wenige

  4. Tabascoman 24. Juni 2026 um 14:31 Uhr - Antworten

    Könnte es sein, dass die Bürger sich durch geisteskranke Politiker so belastet fühlen?
    Vielleicht sollte man Maßnahmen anstreben, die den Bürgern einen Einfluss auf die Politik erlauben,
    z.B. eine jederzeitige Abwahlmöglichkeit von Figuren dieser parasitären Kaste?
    Und eine Art Politiker-TÜV vor einer Kandidatur damit Psychopaten und Sprechpuppen vermieden werden?
    In einer Demokratie die den Namen verdient, sollte das der Fall sein!

    • Waldgaengerin 24. Juni 2026 um 15:32 Uhr - Antworten

      In dieser „Demokratie“ kann man nichts abwählen, deshalb heißt es ja so.

      Als ich damals noch politische Werbung gemacht habe (im Westen, über zehn Jahre her), war die häufigste Antwort derjenigen, mit denen man sprach: „da kann man nichts machen“.

      Resignation damals schon auf der ganzen Linie.
      Das führt natürlich in die Depression.
      Wer nicht resignieren will, muß kämpfen.

  5. Daisy 24. Juni 2026 um 14:29 Uhr - Antworten

    Psychologie ist ein „Orchideen-Fach“. Damit kann man mit möglichst wenig Aufwand einen Titel holen. Außerdem jeder tut es und die meisten konnen es sogar besser. Zumeist sind Psychologen selbst nicht gesund…

    Es gibt zu viele Psychologen. Heute gilt sicher jedes normale Verhalten als Krankheit. In England werden Dreijährige zum Psychlogen geschickt, wenn man sie des Rassismus verdächtigt… Die Leute glauben dran und meinen, dass sie wirklich krank sind. Dann lassen sie sich bedauern und arbeiten nichts mehr.

    D.h. durch die Diagnose der Störung entsteht erst eine…denn der Mensch ist von Natur aus ein fsuler Hypochoder. Es gibt Psychhypochonder, die anderen ihre Störungen neidig sind…

  6. Andreas_Sch. 24. Juni 2026 um 13:59 Uhr - Antworten

    Was nützen Diagnosezahlen für psychische Erkrankungen, wenn die Norm an psychischen Defekten ausgerichtet ist? 🤔 So eine Diagnose sollte als Auszeichnung gelten, denn: In einer kranken Gesellschaft möchte man doch nicht als „normal“ beleidigt werden.

  7. therMOnukular 24. Juni 2026 um 13:31 Uhr - Antworten

    Ein gutes Zeichen! Wir wissen jetzt, dass es noch viele Menschen in D gibt….

    So wie das Fieber anzeigt, dass sich der Körper gegen eine Erkältung wehrt, so bedeutet eine Depression dasselbe auf seelischer Ebene. Deutschland hat also noch Seele übrig, ich war mir da nicht mehr so sicher.

    Grundsätzlich denke ich aber, der Großteil dieser Zuwächse geht auf Diagnostik zurück. Heute wird ja quasi jedes aufgeweckte Kind als krankhaft hyperaktiv diagnostiziert, jede seelische Belastung ist eine Depression, Misstrauen in Politik und Institutionen nennt man „Social Anxiety“ etc.

    Auch die Psychologie (bzw ihre „Experten-Liga“) ist vom allgemeinen Mind-Virus befallen.
    Und wie krank eine Gesellschaft wirklich ist, erkennt man an zahlreichen Kennlinien. Einfach mal Deutsche Bahn fahren…..

  8. Gabriele 24. Juni 2026 um 13:15 Uhr - Antworten

    Eigentlich muss man dankbar sein, wenn man unter den „politischen Gegebenheiten“ inklusive der Geschehnisse bei Corona nicht „geisteskrank“ geworden ist. Wobei man heute unter geisteskrank wohl eher das Befinden normaler gesunder Menschen zählen müsste, die noch die mindeste Kraft aufbringen, sich all dem Wahnsinn entgegenzustellen. Denn sie gelten natürlich in der „neuen Normalität“ als krank.

    • Glass Steagall Act 24. Juni 2026 um 13:30 Uhr - Antworten

      Und wir können froh sein, dass wir mit Gleichgesinnten über diese Themen noch diskutieren können, denn die geistig kranke Gesellschaft kann das nicht (mehr)! Die winken ab, wollen nicht mehr zuhören oder sind gleich überfordert!

      Und was in der „neuen Normalität“ als krank bezeichnet wird, kommt vom Einfluss des S@tanismus, der alles verdreht! Hier wird Krieg als Frieden bezeichnet, gut als schlecht, Genderismus und Geschlechterwechsel ist hipp, der Querdenker oder Corona-Leugner ist ein böser N@zi, wobei der Querdenker immer eine Auszeichnung war!

      • therMOnukular 24. Juni 2026 um 13:59 Uhr

        Ich würde zwar nicht vermuten, dass Satan mit im Spiel ist, aber ansonsten stimme ich Ihnen beiden zu.
        Es wird immer schwerer, sich selbst seelisch resilient zu halten („gesund“ will ich an dieser Stelle bewusst nicht sagen) und muss ständig auf der Hut sein, ob eine für einen selbst harmlose/alltägliche/natürliche Handlung nicht doch letzte Nacht zum absoluten NoGo erklärt wurde.

        Hannah Arendt beschreibt diesen Vorgang so ausführlich und wunderbar – und man sieht derzeit, wie es sich exakt so entwickelt.
        Die Basis für den Totalitarismus ist das Verschwinden des eigenen Denkens. Ohne eigenes Denken auch keine Vernunft. Wir steuern auf sehr schwere Zeiten zu.

  9. Pusteblume 24. Juni 2026 um 12:52 Uhr - Antworten

    Aktuell wird in einem Wohnheim (aka Pflegeheim) des Arbeiter- und Samariterbundes in Chemnitz eine 90-jährige Dame mit den Tabletten namens Pipamperon sediert. Das kann bis hin zum Tode der hochaltrigen, geistig regen Dame führen. Körperlich war diese alte Dame am Dienstag, den 23. Juni 2026 bereits sehr geschwächt.
    Die Aussage der Pflege“fachkraft“ (Biodeutscher) an mich auf meine Frage hin an ihn war: „Die Frau XXX (Name hier von mir geändert worden) ist jetzt viel ruhiger und schreit nicht mehr so herum.

    Beschwerde an das menschenrechtsverletzende Seniorenheim wurde von mir heute per E-Mail denen gesandt, vorab des Fax-Schreibens, das von mir nachher dem Einrichtungsleiter noch gesandt wird.

    Immerhin hat der Einrichtungsleiter mir eine automatische Empfangsbestätigung gesandt, meine E-Mail von heute erhalten zu haben. Direkt auf meine E-Mail (meine Beschwerde) hat der Einrichtungsleiter indes mir noch nicht.

    • K Kaefer 24. Juni 2026 um 13:11 Uhr - Antworten

      Wenn das Midazolam ausgepackt wird naht der Exitus der alten Dame. Bei 60.000 Bewohner von UK Altersheimen zu Coronazeiten erprobt, sofern man den Berichten Glauben schenken möchte.

      • Pusteblume 24. Juni 2026 um 13:33 Uhr

        Vielen Dank für ihren wichtigen Hinweis. Nicht, dass diese Verwahranstalt noch auf Midazolam heimlich umschwenkt.
        Ich habe erst einmal Akteneinsicht beantragt; dies im Beschwerdeschreiben von heute mit angegeben.

      • K Kaefer 24. Juni 2026 um 16:58 Uhr

        Midazolam wird – völlig regulär – z.B. auch in der Palliativmedizin als Beruhigungsmittel eingesetzt und sogar pflegenden Verwandten in die Hand gedrückt. Die Dosis machts.

  10. K Kaefer 24. Juni 2026 um 12:45 Uhr - Antworten

    Wie stand es doch im Deutschen Ärzteblatt 2002; 99 A 2462-2466 [Heft 38] mit erfrischender Offenheit:

    „Der Wettbewerb zwing zur Erschließlung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, …
    Das gelingt im Bereich der körperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich der psychischen Störungen aber noch besser….

    a) Das Sinnesorgan Angst ist zwar unangenehm aber vital notwendig; nur am falschen Umgang mit Angst kann man erkranken. In den 70er und 80er Jahren jedoch hat man die Angst als Marktnische entdeckt und etliche neue, selbstständige Krankheitseinheiten konstruiert – mit vielen wunderbaren Heilungsmöglichkeiten für die dafür dankbaren Patienten.

    b) Seit den 90er Jahren ist die Depression weltweit als unzureichend vermarktet erkannt…
    Entscheidend für die fast Vervierfachung der wegen Depression Behandelten von 1,7 auf 6,3 Millionen in den USA zwischen 1987 und 1997 war die suggestive Aufklärungskampagne und aggressive Werbung für Antidepressiva..

    • Glass Steagall Act 24. Juni 2026 um 13:18 Uhr - Antworten

      Deswegen wird auch Lithium unterdrückt!

    • Pusteblume 24. Juni 2026 um 13:35 Uhr - Antworten

      Das wurde so offen im Deutschen Ärztedarstellerblättchen veröffentlicht(?) Da fällt man vom Stuhl, wenn man diese (sicher vom Deutschen Ärztedarstellerblättchen unbeabsichtigte) Äußerung liest.

      • Glass Steagall Act 25. Juni 2026 um 11:10 Uhr

        Ja doch, dieser Text ging schon vor vier oder fünf Jahren durch das Netz und wurde heiß diskutiert. Ich hatte ihn mir auch irgendwo abgespeichert.

  11. 1150 24. Juni 2026 um 12:36 Uhr - Antworten

    der mensch ist, wie alles in der natur, ein mangelwesen.
    denn nicht durch den mangel schläft die vernunft ein, sondern der überfluss schläfert sie ein ….

  12. Glass Steagall Act 24. Juni 2026 um 12:32 Uhr - Antworten

    Aus der Sicht der Pharmaindustrie, ist diese Entwicklung durchaus gewünscht! Hier lässt sich unglaublich viel Geld mit verdienen, indem man die Patienten in einem Dauerzustand hält! Aus der Sicht der Politik und der Machteliten ist dieser Zustand ebenfalls erwünscht, da man eine psychisch kranke Gesellschaft leichter steuern kann, sie weniger protestiert und keinen Widerstand leistet (was man täglich beobachten kann) und gleichzeitig neue politische Ziele leichter durchbringen kann!

    Wenn man sich einmal die epigenetische Auswirkung anschaut, also die Beeinflussung und Veränderung des genetischen Erbguts durch die Einflüsse von außen, dann dürfte sich eine kranke Gesellschaft zur nächsten Generation noch einmal verschlechtern, sofern keine positiven Impulse von außen mehr dazukommen! Und wenn man bedenkt, dass Deutschland zwei Weltkriege hinter sich hat, aktuell in der Rezession steckt, eine weitere Kriegsplanung vor der Tür steht, die Industrie abwandert, das Land von Psychopathen regiert wird, alle Lasten und Abgaben immer höher werden und viele die schädliche Covid-Spritze erhalten haben, dann dürfte sich der Zustand noch auf viele Jahre deutlich verschlechtern! Und wie gesagt, die epigenetische Auswirkung könnte das über Jahrzehnte in den genetischen Code schreiben, so dass jede junge Generation noch mehr Angstzustände zeigt, als die Vorgängergeneration!

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