Wird die Bevölkerung der EU endlich kriegsbereit?

14. Juli 2026von 5,8 Minuten Lesezeit

Es soll hier ein Thema angesprochen werden, das die Psychologie der permanenten Dämonisierung Russlands in der EU betrifft — eine Kampagne, die anscheinend nicht die gewünschten Früchte trägt. Trotzdem könnte die Bereitschaft zum Krieg steigen. Nur vollkommen anders, als die selbsternannte Elite der EU sich das vorstellt. Was sagen die nackten Zahlen?

Wer mit Menschen in der EU spricht, hört mehrheitlich Ablehnung — gegen Sanktionen, gegen die Eskalation gegenüber Russland, gegen die Fortsetzung des Ukraine-Kriegs mit europäischem Geld und Material. Auch die anderen Fronten, auf denen die USA und ihre Verbündeten bombardieren, sanktionieren oder wie im Fall Kubas seit über sechs Jahrzehnten total blockieren, finden immer weniger Zustimmung. Verschiedene Umfragen sprechen eine deutliche Sprache. Die Propaganda scheint eher das Gegenteil dessen zu erreichen, was sie bezweckt. Und doch könnte die Kriegsbereitschaft wachsen — nicht weil die Menschen überzeugt wurden, sondern weil sie zermürbt sind.

Was die Zahlen verraten

Eine im Dezember 2025 veröffentlichte Neun-Länder-Umfrage zeigt eine tief gespaltene europäische Öffentlichkeit: Während 77 Prozent der Polen ein „hohes Risiko“ für einen Krieg mit Russland sehen, sind es in Italien nur 34 Prozent. im Durchschnitt gaben aber 69 Prozent der Befragten an, ihr Land wäre nicht in der Lage, sich gegen Russland zu verteidigen, darunter 85 Prozent der Italiener und 69 Prozent der Deutschen. Bemerkenswert ist, wie wenig diese Angst in persönliche Kampfbereitschaft übersetzt wird: Laut einer Spiegel-Erhebung wäre nur etwa jeder zehnte befragte Deutsche im Angriffsfall bereit, zu den Waffen zu greifen. Die Gallup-International-Erhebung zur globalen Kampfbereitschaft zeichnet dasselbe Bild in noch schärferen Farben: Der Präsident des Instituts stellte fest, dass die Bürger des Westens deutlich weniger geneigt sind, Waffen zu tragen, als die Bürger der übrigen Welt — das offizielle Narrativ, wonach der Ukraine-Krieg auch der eigene Krieg der G7- und EU-Staaten sei, korreliert kaum mit der tatsächlichen Kampfbereitschaft der dortigen Bevölkerungen.

Kurz: Die Zustimmung zur Bedrohungserzählung wächst stellenweise, die reale Bereitschaft, für sie in den Krieg zu ziehen, tut es nicht. Genau das ist das Problem, an dem Brüssel seit Jahren arbeitet.

Wenn Zustimmung zur Managementaufgabe wird

Wer glaubt, es handle sich hier um einen spontanen Meinungsbildungsprozess, sollte einen Blick in die eigenen Papiere der Institutionen werfen. Ein Policy-Brief des Centre for European Reform beschreibt unverblümt, wie eine skeptische Bevölkerung von steigenden Verteidigungsausgaben „überzeugt“ werden soll. Zustimmung falle nicht automatisch an, sie müsse aktiv gewonnen werden; Regierungen sollten Verteidigungsausgaben gezielt als Sicherheitsinvestition darstellen, Bedrohungen stärker betonen und die Debatte aus dem Expertenzirkel in die breite Gesellschaft tragen. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist eine offen formulierte Kommunikationsstrategie für ein Publikum, das man erst noch auf Linie bringen muss.

Parallel dazu wird das Ausmaß der Aufrüstung sichtbarer: Die europäischen Verteidigungsausgaben stiegen laut SIPRI-Jahresbericht 2025 um 14 Prozent auf 864 Milliarden US-Dollar — der höchste Wert, den SIPRI je für den Kontinent erfasst hat. Das „Weißbuch Europäische Verteidigungsbereitschaft 2030“ der Kommission formuliert das eigentliche Ziel dabei selbst kaum verklausuliert: Es gehe darum, dass Europa nicht zum „passiven Empfänger“ einer neuen internationalen Ordnung wird, sondern bis spätestens 2030 so aufrüstet, dass die eigenen ökonomischen und geopolitischen Interessen militärisch durchgesetzt werden können— mit der Ukraine als „zentralem Kampffeld“ dieser Neuordnung. Wie glaubhaft ist bei solchen Texten „Verteidigung“?

Auch die zivile Seite der Vorbereitung nimmt Formen an, die über Aufklärungsbroschüren hinausgehen. In Hamburg trainierte die NATO-Übung „Red Storm Bravo“ nicht nur Truppenbewegungen, sondern nach Berichten auch den Einsatz gegen Antikriegsdemonstranten — ein Hinweis darauf, dass es der Militarisierung nicht nur um äußere Abschreckung, sondern auch um die Verwaltung innenpolitischen Widerstands geht. Deutschland hat unterdessen sein Rekrutierungsmodell verschärft: Ab 2026 erhalten alle 18-Jährigen einen Fragebogen zur Bewertung ihrer Bereitschaft zum Militärdienst, ab 2027 werden 18-jährige Männer medizinisch untersucht — der Aufbau einer Mobilisierungsdatenbank, den Verteidigungsminister Pistorius offen als „Kriegstüchtigkeit“ bezeichnet.

Der Widerspruch: Sanktionspolitik verliert weltweit an Rückhalt

Während die EU zu Hause um Zustimmung wirbt, bröckelt ihre außenpolitische Erzählung international sichtbar. Bei der UN-Abstimmung über das US-Embargo gegen Kuba im Oktober 2025 stimmten 165 Staaten für die Aufhebung der Blockade, nur sieben dagegen — darunter neben den USA und Israel auch die Ukraine, Ungarn, Argentinien, Paraguay und Nordmazedonien. Das trotz intensiven diplomatischen und wirtschaftlichen Drucks durch die USA. Zum 33. Mal in Folge stellt sich damit die überwältigende Mehrheit der Weltgemeinschaft gegen eine über sechzig Jahre alte Zwangsmaßnahme, die vor allem die Zivilbevölkerung trifft. Bezeichnend ist, wer sich diesmal auf die Seite der sieben Neinstimmen und der Enthaltungen schlug: mehrere osteuropäische EU-Staaten, deren Position sich erkennbar aus der eigenen Sicherheitsarchitektur gegenüber Russland erklärt, nicht aus einer inhaltlichen Bewertung der Kuba-Frage selbst.

Das ist die eigentliche Pointe: Sanktionspolitik als Instrument wird international zunehmend geächtet, während sie innerhalb der EU als alternativlos verkauft wird. Der Widerspruch zwischen dem, was die eigene Bevölkerung und der Globale Süden für legitim halten, und dem, was die EU-Kommission für notwendig erklärt, wird größer, nicht kleiner.

Was man sich fragen kann

Wenn also offensichtlich weder Sanktionsdruck noch Feindbildpflege die erhoffte Kriegsbereitschaft erzeugen — woher soll sie dann kommen? Die naheliegende Antwort ist unbequem: nicht aus Überzeugung, sondern aus Erschöpfung. Menschen, die seit Corona, Energiekrise, Inflation und einer endlosen Kette von „historischen Zeitenwenden“ in einem Dauerzustand der Ausnahme leben, entwickeln keine Begeisterung für den nächsten Konflikt — sie entwickeln Fatalismus. Ein Teil der Bevölkerung scheint sich innerlich bereits damit abgefunden zu haben, dass „es sowieso kommt„, und wünscht sich vor allem, dass die Ungewissheit endet, damit wieder so etwas wie Normalität einkehren kann. Das ist keine Zustimmung zum Krieg, sondern Kapitulation vor der eigenen Zermürbung.

Das könnte schief gehen

Genau diese Verwechslung ist der blinde Fleck der europäischen Sicherheitsstrategen. Sie messen Kriegsbereitschaft an Umfragewerten zur „Bedrohung durch Russland“ und Verteidigungsausgaben in Milliardenhöhe, aber sie übersehen, dass eine Bevölkerung, die den Krieg nur noch „hinter sich bringen“ will, keine mobilisierbare Ressource ist, sondern eine erschöpfte.

Trotz der eindeutigen Stimmungslage, die Aufrüstung, Sanktionen und Krieg widerspricht, bildet sich keine massive Gegenbewegung, wie seinerseits gegen den Raketendoppelbeschluss in Deutschland, oder den Vietnamkrieg in den USA. Was anderes als Resignation kann man daraus schließen?

Wer aus Resignation nicht widerspricht, ist noch lange nicht bereit, für eine von oben verordnete „neue internationale Ordnung“ das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. Die Elite mag das eine für das andere halten — bis der Ernstfall zeigt, wie groß der Unterschied tatsächlich ist.

Bild: Screenshot aus Video über „Kriegsbereitschaft der EU“

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21 Kommentare

  1. Peter-Schmidt-News 16. Juli 2026 um 7:46 Uhr - Antworten

    Bitte immer im Sinn behalten, dass die immer noch Mächtigen dieser Welt, die ich als „Tiefen Staat“ [auch Globalisten, Eliten] bezeichne, als Ziel Geld, Macht und Kontrolle haben, Russland zerstören [oder wenigstens schwächen] und China verhindern [keine Multipolarität].

    Die zugedachte Position Deutschlands / der EU ist die eines Vasallen [einer Kolonialregion] mit [auch über das Young Global Leaders Programm] eingesetzten Vasallen in [Bundes-]Regierung, Wirtschaft und Medien.

    Das ist auch die Erklärung, warum es bei Entscheidungen der Regierung in Deutschland [und der EU] nicht um das eigene Wohl geht, sondern um die Erfüllung der Vorgaben [der Ideologie] der Bosse des Tiefen Staats.

    Stärkung, Fortschritt und selbst das Überleben Deutschlands sind kein Ziel, sondern der Niedergang ist sogar Teil der Pläne.

  2. Jurgen 15. Juli 2026 um 14:22 Uhr - Antworten

    Es wird in ehemals deutsche Land im Handelsrecht nur eine freiwillige Kriegspflicht geben können… oxymoron ahead…

  3. Jakob 15. Juli 2026 um 12:41 Uhr - Antworten

    Die Finn-Emils (Zitat Monika Gruber) unserer Tage verbringen diese mit der exzessiven Nutzung der diversen Social Media Plattformen.
    Die meisten von diesen Finn-Emils haben virtuelle Freunde, ihre Kontakte laufen über die Wolke, direkte Kontakte sind eher selten.
    Über diese Welt werden Gedanken, Gefühle, Interessen und was sonst noch ausgetauscht.
    Das ist die eine Komponente.
    Dazu kommt die andere, die von der Frau Uschi von der Heide.
    Sie will, schnellstmöglich, eine Identitätsprüfung für alle Social Media Nutzer (ehrenwerterweise natürlich nur zum Schutz der Kinder).
    Wird diese Überprüfung umgesetzt, können alle eifrigen Finn-Emils direkt angesprochen werden.
    Die bereits vorhandenen Algorithmen der eingesetzten KI’s kennen jeden einzelnen Nutzer besser als die sich selbst.
    Ab da ist es nur ein kleiner Schritt jeden Anwender mit einer persönlich auf ihn zugeschnittenen Propaganda zu beglücken.
    Jeder denkverzögerte Finn-Emil kann damit gezielt mit seinen Ängsten, Vorlieben, Neigungen, Wünschen, Kontakten zu seinen virtuellen Freunden, usw. bearbeitet werden.
    Wie lange wird es dann dauern, bis diese Personen mürbe gemacht sind und sich widerstandslos für den Kriegsdienst einspannen lassen?

    Ich hoffe ich irre mich.

  4. Sting 15. Juli 2026 um 11:19 Uhr - Antworten

    Die Kriegsprofiteure hetzen uns in den Krieg hinein weil sie noch mehr Profit haben wollen und Mr. Blackrock verdient sicher gut dabei!

    Und es geht dann wieder aufwärts mit der Konjunktur die die Umwandlung von friedlichen Industrien in Kriegsindustrien wie im 2. Weltkrieg!

    Statt Autos für die Bevölkerung, Panzer für die Ukraine, statt Maschinen für die heimische Industrie,

    Waffen für die Ukraine ich meine, dass der Krieg soll weitergehen weil die Ukraine eine riesige Geldwäschemaschine ist für die korrupten Politiker in allen EU Ländern, in den USA und insbesondere im EU Parlament!!

    90 Milliarden überweisen und — wer kontrolliert wo das alles hinfliesst??? .. KEINER !!!

    Die Politiker sind nichts anders als PRIMITIVE GANGSTER die dir dein hart erarbeitetes Geld lachend und teuflisch grinsend dir aus die Tasche ziehen weil du so blöd bist ihm/ihr das zu erlauben!!

  5. Daisy 15. Juli 2026 um 3:27 Uhr - Antworten

    Sobald Putin Schland angreift – und das wird schon lange provoziert, indem sich D immer wieder direkt am Krieg beteiligt und daher Kriegspartei ist – gibt es sicher mehr „kriegswillige“ Deutsche bzw. das, was da halt jetzt zur Bundeswehr strebt – Psychos und Gewaltaffine.

    Ich hoffe, Putin tut das nicht und hört stattdessen endlich mit dieser sonderbaren „Sonderaktion“ auf. MMn soll er das Ende verkünden, sobald er die vier Oblaste zum Schwarzmeer erobert hat. Aber das hat er noch immer nicht…ein Deal mit Trump wäre sinnvoll gewesen, aber dafür ist es jetzt auch zu spät. Trump hat stattdessen mit der NATO und den EU-Wiligen gedealt, wie es scheint. Jedenfalls unterstützt er jetzt die Ukraine wie sein Vorgänger.

    Die meisten Regierungen in der EUdSSR kamen mit Wahlbetrug an die Macht, besonders in Österreich spricht man von „Verliererampel“, weil die Verlierer sich gegen den Wahlsieger zusammenrotteten. Der Bundeskanzler Stecker wurde von niemandem gewählt. Die Umfragewerte sind entsprechend verheerend, weil man vollkommen am Volkswillen und entgegen den Interessen der Bevölkerung handelt, rein für die Globalisten, die auch Brüssel dominieren. Die Unbeliebtheit ficht diese Leute nicht an. Sie leben in einer Scheinwelt. Ähnlich auch Schland. Die Regierung hat kaum Unterstützung vom Wähler, wobei man sagen muss, die restlichen Unterstützer sind immer noch zu viele, denn um für Mörds zu sein, muss man gestört und total geistesschwach sein.

    Was ich sagen will…wenn man von Ländern spricht, meint man nicht das jeweilige Volk, sondern die Marionettenregierungen. Trotzdem könnten sie ja mal aufstehen. Ich meine, die Zeichen sind ja mehr als deutlich. Was lässt man sich denn noch alles gefallen? Deswegen werden die 10sur-Gesetze immer mehr verschärft. Und keiner hats gesehn…

    • Varus 15. Juli 2026 um 5:28 Uhr - Antworten

      Sobald Putin Schland angreift – und das wird schon lange provoziert, indem sich D immer wieder direkt am Krieg beteiligt und daher Kriegspartei ist

      Sicherlich kann er sich erst mal irgend ein Aua-Aua ohne offenen Krieg einfallen lassen. Röper brachte neulich einen Artikel, doch hätten die Russen Lindsey Graham erwischt – ein Nuklearkrieg brach nicht aus. Der Westen vertuscht alles stattdessen.

      • Daisy 15. Juli 2026 um 6:57 Uhr

        Heimliche Auas könnten Abhördaten sein, die man veröffentlicht, Cyberattcken auf Drohnenfabriken, die dort Stromausfälle verursachen…aber Putin könnte sich mal mit einer Sonder-OP à la Delta Force dan Klavierclown dort rausholen. Er kônnte auch die Versorgungswege ruinieren…

        Putin könnte auch sehr rasch den Donbas erobern..

        Graham hat in der Kiewer Partyszene hôchstwahrscheinlich nicht nur gekokst, sondern auch spezielle Sxxarbeiter:innen erhalten…das warn nicht die Russen, sondern sein eigener bösartiger Charakter.

  6. Varus 15. Juli 2026 um 2:11 Uhr - Antworten

    Es soll hier ein Thema angesprochen werden, das die Psychologie der permanenten Dämonisierung Russlands in der EU betrifft

    Nachdem das Internationale Olympische Komitee nicht mehr ganz so doll Russland hasst, hetzen einige EUdSSR-Satrapien gegen das IOC: Zuerst Estland als Hysterie-Spitze und anschließend: Niederlande, Litauen, Lettland, Polen, Schweden, Rumänien, Finnland und Dänemark. So sieht man, wo die Psychopathie sich ganz besonders entfaltet – wie so oft insbesondere im Norden Europas.
    TKP zitierte mal Emmanuel Todd, es solle am Protestantismus liegen (Polen ist mehrheitlich katholisch, dennoch befallen).

  7. Glass Steagall Act 14. Juli 2026 um 23:47 Uhr - Antworten

    Prof. Rainer Mausfeld hatte in vielen seiner Vorträge die Mächtigen als „parasitäre Machteliten“ bezeichnet und dieser Begriff trifft den Nagel auf den Kopf! Sie sind in der Tat ein echter Parasit dieser Gesellschaft und was muss man mit Parasiten machen, die einen stören, belästigen und aussaugen wollen? Sie beseitigen!

    Anstatt uns auf einen falschen Feind lenken zu lassen oder unsere Gesellschaft spalten zu lassen, sollten wir uns alle zusammen tun, um die wahren Parasiten dieser Gesellschaft zu benennen und zu beseitigen! Und wo sitzen diese Parasiten? In den Bankenebenen, im Club of Rome, in der Atlantikbrücke, in der City of London, im Counsil of Foreign Relation, im WEF, bei den Bilderbergern und bei den Freimaurern! Hinzu kommen die parasitären Großfamilien wie Rockefeller, Rothschild und weitere, wie auch Einzelpersonen wie neuerdings Peter Thiel und seine KI-Kollegen! Und natürlich dürfen auch unsere korrupten Politiker in Brüssel und im eigenen Land nicht fehlen! Das sollten wir unsere Zielpersonen sein und nicht in Russland, China oder der Iran!

    • Varus 15. Juli 2026 um 2:15 Uhr - Antworten

      Anstatt uns auf einen falschen Feind lenken zu lassen

      Vermutlich für diesen Zweck hetzt „Zionistischer Einblick“ ständig gegen den Islam-Islam-Islam – es soll wohl von Rockefeller, Rothschild, CFR, WEF und dem Rest ablenken. Viele Michels mit bescheidener neuronalen Ausstattung lassen sich gerne hetzen.

  8. Konrad Kugler 14. Juli 2026 um 21:14 Uhr - Antworten

    Nur ein wenig Senf auf das Ganze.
    Die NATO wurde 1949 gegründet als „Verteidigungsbündnis“ gegen die UDSSR.
    Anders formuliert von einem nicht unwichtigen Mann war das Ziel, die Russen draußen, die USA drinnen und die Deutschen unten zu halten.
    Als sich Rußland vom Kommunismus bekehrte, als christliches Land St. Georg ins Staatswappen einfügte, den Streitkräften der russischen Föderation eine schöne, große Kirche baute und den Warschauer Pakt auflöste, war die NATO schlagartig überflüssig. Ab da ist ihr wahrer Charakter sichtbar als Kriegsbündnis.

  9. Bernhard 14. Juli 2026 um 20:06 Uhr - Antworten

    Erzählungen selbsternannter Eliten mit der Vision von einem Extremen Westen zählen nicht, auch nicht deren Fragestellungen. Was zählt, ist real.
    Die Erschöpfung von Teilen der Gesellschaft ist z.B. real, lässt sich aber nicht mit Kriegstrommeln therapieren, sondern nur über den Glauben an etwas Aufbauendes und Lebendiges. Billigere Energie – z.B. auch aus Russland – würde echte Hoffnungen wecken.
    Jede weitere Investion in Aufrüstung schwächt noch mehr und macht das Dilemma der Kriegstreiber nur größer.
    Das gibt Anlass zur Hoffnung, wie auch die weltweit wachsende Stimmung gegen dieses Auslaufmodell der konstruierten Feinbilder.

  10. therMOnukular 14. Juli 2026 um 19:58 Uhr - Antworten

    Danke für die guten Gedanken – ein paar davon halte ich leider trotzdem für falsch.

    Stelle dir vor es ist Krieg und keiner geht hin…..das passiert amS gerade.

    Aus der großen Masse ist eine träge Masse geworden. Nur mit Schwung erhält diese Masse jene Energie, die sich die Kriegstreiber wünschen.
    Diese Masse will sich also weder zum Krieg noch zu großen Protesten bewegen lassen, das lässt auch noch andere Schlüsse zu, als „Zermürbung“.
    Wie wäre es zB mit der Gewissheit, dass man damit eben nicht alleine ist, sondern Teil der Masse, die einen zu dem Gedanken verleitet, dass der Plan der Kriegstreiber so nie aufgehen wird. Wozu also das Verhalten ändern?
    Mir persönl. wäre es sowieso ziemlich recht, wenn der Russe Österreich übernimmt, Wien ein 2. Mal ordentlich entnazifiziert (diesmal bitte wirklich) und den Staat (nicht die Menschen!) daran erinnert, warum er ist was er ist und warum das seinen Sinn hat(te). Wenn die meisten Österreicher so denken wie ich, dann läuft das auch ohne viele Opfer ab (weil dann der Russe an der Front nur höflich zu fragen braucht „wollt ihr sterben“ – und der gastfreundliche Österreicher antwortet „eigentlich ned“).

    Es wird nicht das erste Mal sein, dass Hinterfrauen gegen eine zähe Masse an Skeptikern angehen müssen – sie sollten darin Übung haben und die haben sie auch.
    Ich befürchte daher einen weiteren Schockmoment, der das Denken erneut vollständig deaktiviert. Und ich bin mir sicher, diesen Schockmoment (und seine Folgen) fürchtet auch Putin und hütet sich daher, rein militärischer Logik zu folgen (und westl. Rüstungsfabriken anzugreifen).

    Für mich ist jedenfalls klar: sollte es denen gelingen, die Masse in Schwung zu bringen, dann aber beide „Hälften“ davon, also auch die aktive Ablehnung und Widerstand.
    Ich bin 50+, und nicht nur darum kann man mir einfach keine Waffe in die Hand drücken, um auf Menschen zu schießen, die ich nicht kenne. Daran besteht für mich nicht der geringste Zweifel, dass ich das verweigern werde. Dieselbe Waffe aber gegen jene zu richten, die sie mir gegeben haben um Andere zu töten und die ich kenne – und die diese Scheisse heraufbeschworen haben – ist für mich nicht gleichermaßen unvorstellbar.

    Die Militarisierung geht ergo amS HAUPTSÄCHLICH nach innen – dass man den Krieg nicht gewinnt ist leicht auszurechnen und genau darum ist für die noch leichter auszurechnen, dass sie ohne militärische Gewalt auch nach innen nicht an der Macht bleiben werden. Es geht also schon jetzt darum, die Nachkriegs-Macht zu sichern, innenpolitisch.

    Ich verachte diese/solche Menschen.
    (Und Proteste & Demonstrationen sind gegen die wirkungslos und lediglich zur Überzeugung anderer Mitmenschen geeignet, die es hierzu aber bislang zum Glück noch nicht braucht, da man sich in seiner Trägheit ja bereits einig ist)

  11. Informationsbefreier 14. Juli 2026 um 19:04 Uhr - Antworten

    Jedem großen Krieg geht eine große Verarmungskampagne voraus. Wenn die Menschen nichts mehr zu beißen haben, wählen sie gerne einen Arbeitsplatz in der Nähe der Gulaschkanone. Und eine Beschleunigung des Verarmungsprogramms wird ja gerade an allen Fronten in Gang gesetzt.

  12. Hello 14. Juli 2026 um 17:40 Uhr - Antworten

    In Deutschland haben zuletzt deutlich mehr Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt: Die Zahl lag in der ersten Jahreshälfte 2026 bereits über dem Wert für das Gesamtjahr 2025 und höher als im Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht 2011. Das teilte eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit.

  13. VerarmterAdel 14. Juli 2026 um 17:26 Uhr - Antworten

    All Wars are Bankers Wars, by Michael Rivero

  14. Thomas Moser 14. Juli 2026 um 16:51 Uhr - Antworten

    Folgenden Draft würde ich empfehlen als internationaler Standard. Damit würden Firmen wie Krauss-Maffay die Gerichtskosten nicht mehr bezahlen können. Statt für Panzer sollte der Stahl für zivile Gebäude etc. verwendet werden.

    1 Zweck. Dieses Gesetz regelt die Verantwortung für Technologien, die sowohl als Werkzeuge des zivilen Alltags als auch als Waffen eingesetzt werden können.

    2 Definitionen
    (1) Werkzeug ist ein Gegenstand oder System, dessen primärer Zweck der friedliche Gebrauch ist, etwa ein Küchenmesser zum Brotschneiden oder eine KI zur Erstellung von Texten.
    (2) Waffe ist ein Gegenstand oder System, dessen Einsatz darauf gerichtet ist, Menschen zu verletzen oder zu töten, etwa ein Messer im Angriff oder eine KI zur Zielerfassung, Steuerung oder Optimierung von Gewaltanwendung.

    § 3 Verantwortlichkeit. Wer eine Technologie entwickelt, herstellt, bewirbt oder in Verkehr bringt, trägt die volle Verantwortung für deren vorhersehbare Nutzung als Waffe.

    § 4 Gerichtliche Prüfung. Wird eine Technologie nachweislich zum Töten eingesetzt, ist die verantwortliche Person oder Organisation vor ein unabhängiges internationales Gericht zu stellen, das die Vereinbarkeit des Handelns mit dem humanitären Völkerrecht prüft.

    § 5 Keine Ausreden. Die Berufung auf „eigentlich war es zum Brotschneiden“ oder „eigentlich war es zum Gedichte schreiben“ entbindet nicht von der Verantwortung, wenn die Technologie objektiv als Waffe eingesetzt wurde.

  15. 1150 14. Juli 2026 um 16:42 Uhr - Antworten

    also, ich wüsste nicht, für welches österreich, geschweige welcher eu, ich zur waffe greifen würde.
    damals nicht, trotz abgeleisteten wehrdienstes und heute noch viel weniger.

  16. Pusteblume 14. Juli 2026 um 16:28 Uhr - Antworten

    Wer Kriegszündler ist, gehört ins Gefängnis. Krauss-Maffay und die anderen Kriegsgerät-Produzenten sowie deren Aktionäre gehören bis auf die Unterhosen entschädigungslos enteignet, vor ein Tribunal gestellt und für den Rest ihres Lebens dürfen diese Verbrecher, außer, sie produzieren Waffen zur Selbstverteidigung (die Grenzen wurden von Merkill gekillt, also geht es um Angriffswaffen), gesiebte Luft atmen und ihre auf sich geladene Schuld von 9 bis 9 Uhr abarbeiten. Fronarbeit für Massenverbrecher!

    • D-Emigrant 14. Juli 2026 um 18:15 Uhr - Antworten

      Das sind wohlfeile Forderungen. Was tun Sie denn Ihrerseits dafür, dass sie umgesetzt werden?
      Auf andere brauchen Sie wohl kaum zu hoffen. Ich zitiere aus dem obigen Text: „Trotz der eindeutigen Stimmungslage, die Aufrüstung, Sanktionen und Krieg widerspricht, bildet sich keine massive Gegenbewegung (…). Was anderes als Resignation kann man daraus schließen?“ Und ohne Volksaufstand wird es leider keine Anklagen geben.

      • Hello 15. Juli 2026 um 3:24 Uhr

        „Was tun Sie denn Ihrerseits dafür, dass sie umgesetzt werden?“

        Das ist genau das, was ich auch bemängele. Da wird gefordert, was alles zu tun sei; über den blöden Michel geschimpft, der sich das alles gefallen lässt. Aber was man selbst tut, darüber wird nicht berichtet. Vermutlich wartet man darauf, dass es endlich jemanden gibt, der das alles umsetzt, was man selbst nicht willens oder in der Lage ist zu tun. Hauptsache man schimpft und fordert und fühlt sich dabei erhaben.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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