Emmanuel Todds Analyse der heutigen konfessionellen Kriegsbegeisterung

25. Mai 2026von 9,9 Minuten Lesezeit

Eine Spurensuche, warum der Westen in den Krieg zieht — und was das mit Luther, leeren Kirchen und der Zerstörungswut eines germanischen Donnergotts zu tun hat.

Wer verstehen will, warum die transatlantische Allianz derzeit mit einer solchen Inbrunst auf Aufrüstung und Konfrontation setzt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Emmanuel Todd. Der französische Historiker, Demograph und Anthropologe — bekannt geworden durch seine 1976 getroffene Vorhersage des Zusammenbruchs der Sowjetunion in La Chute Finale — liefert in seinem jüngsten Werk La Défaite de l’Occident eine Analyse, die tiefer gräbt als die üblichen geopolitischen Oberflächenbetrachtungen. Todd blickt auf das, was übrig bleibt, wenn Religion verschwindet. Und was er findet, ist ein Vakuum — ein Vakuum, das sich mit Krieg füllt. In einem ausführlichen Interview mit Le Point, aufgegriffen von UnHerd, spricht Todd von der „Verdampfung des Protestantismus“ als Kernursache des westlichen Niedergangs.

Darauf bin ich kürzlich wieder gestoßen bei eine Klage der Zentralrat der Konfessionsfreien in Österreich gegen die Bevorzugung insbesondere der 2,6% Anhänger der Evangelischen Kirche bei der Besetzung des „Publikumsrates“ des ORF. Thomas Fazi befasst sich wie berichtet mit der stärkeren Ausprägung von Russophobia bei Protestanten. Seither hat sich die Kriegshetze in der EU nochmals beschleunigt und ich finde es interessant, einen Blick auf dem Teil der Hintergründe zu werfen, wie sie Todd in seinen Analysen beschreibt.

Die drei Stufen des religiösen Zerfalls

Todd operiert mit einem Dreistufenmodell, das ebenso einfach wie erhellend ist:

  1. Aktive Religion — Glaube und Praxis sind lebendig, Werte und soziale Normen werden getragen.

  2. Zombie-Religion — Der Glaube ist erloschen, aber die moralischen und sozialen Werte wirken nach, wie ein Untoter, der nicht weiß, dass er bereits gestorben ist.

  3. Null-Religion — Nichts bleibt. Kein Glaube, keine Werte, kein moralischer Kompass, es verbleibt nur mehr das unethische Substrat der Religion.

Für Skandinavien beschreibt er die Sequenz: aktiver Protestantismus → Zombie-Protestantismus → Null-Protestantismus. Für die USA während ihrer größten Blütezeit unter Roosevelt bis Eisenhower diagnostiziert er bereits das Zombie-Stadium — äußere Religiosität ohne echten Glauben. Heute, so Todd im Interview mit International Affairs, sind die angelsächsischen Mächte im Nullstadium angekommen: „Die protestantische Matrix liegt nicht mehr der Auswahl der Leute in den höchsten Rängen der amerikanischen Macht zugrunde.“

Thor’s Hammer: Wenn das Nichts einen Gott braucht

In einem bemerkenswerten Essay auf seinem Substack mit dem Titel Thor’s Hammer führt Todd den Gedanken zu Ende: Wenn das Christentum — insbesondere der Protestantismus — vollständig verdampft ist, entsteht kein friedlicher Säkularismus. Es entsteht ein Nihilismus, der das Nichts selbst vergöttert.

„Die Leere, die auf das Christentum folgt, erzeugt eine Vergöttlichung der Leere, einen Nihilismus, der die Zerstörung von Dingen, Menschen und Wirklichkeit sucht.“

Todd identifiziert die neue Massenreligion des Westens als einen Kriegskult. Und er findet den passenden Gott dafür: Thor, den germanischen Donnergott, dessen Hammer nach dem Wurf in die Hand seines Meisters zurückkehrt.

Dass das Pentagon seine Operation gegen den Iran ausgerechnet „Midnight Hammer“ nannte, ist für Todd kein Zufall, sondern ein Bekenntnis. Der Hammer ist das Symbol der Neonazis, der Hammer gehört Thor, und Thor, so Todd trocken, „ist jetzt der wahre Gott Amerikas und Israels.“ Sein Vorschlag: Ersetzt die Sterne auf der amerikanischen und israelischen Flagge durch Thors Hämmer — dann stimmt die Symbolik wieder mit der Realität überein.

Die deutsche Übersetzung und Besprechung bei Multipolar fasst Todds Nihilismus-Begriff präzise zusammen: Er umfasst sowohl die physische Dimension — den Trieb, Dinge und Menschen zu zerstören — als auch die begriffliche Dimension, die den Wahrheitsbegriff selbst auflöst und jede vernünftige Beschreibung der Welt verbietet.

Protestantismus vs. Katholizismus: Der entscheidende Unterschied

Hier kommt Todds eigentliche Pointe ins Spiel — die konfessionelle Spaltung als Erklärung für unterschiedliche Kriegsbereitschaft. Der Artikel auf evangeliques.info dokumentiert Todds Hiroshima-Vorlesung vom Oktober 2025, in der er diese These detailliert ausführt.

Der protestantische Weg ins Nichts

Der Protestantismus, so Todd, ist eine Religion der radikalen Transzendenz:

  • Bildersturm und Ablehnung der Kunst

  • Die Welt als bloße Durchgangsstation, nicht als Ort der Schönheit

  • Luthers Prädestinationslehre, die eine fundamentale Ungleichheit der Menschen postuliert (erinnert an die Auserwähltheit in einer früher entstandenen Eingott-Religion)

  • Eine „Obsession mit Transzendenz“, die das Diesseits entwertet

Wenn eine solche Religion verschwindet, bleibt nichts übrig. Die Welt war nie interessant, nie schön, nie wertvoll. Also kann man sie auch zerstören. Der Nihilismus des Null-Protestantismus ist total — er will die Vernichtung. Todd, zitiert bei evangeliques.info:

„Wenn solche Religionen, besessen von Transzendenz, verschwinden, bleibt nichts. Die Welt ist an sich nicht interessant, leer. Diese intensive Leere eröffnet eine besondere Möglichkeit des Nihilismus.“

Und weiter:

„Das Bellizistische und die Russophobie konzentrieren sich im protestantischen Europa — Großbritannien, Skandinavien, große Teile Deutschlands.“

Es sind die ehemals protestantischen Mächte, die heute am lautesten nach Waffen rufen. Die UnHerd-Rezension zitiert Todd mit der Feststellung, dass der „derzeitige Kriegswahn der Engländer sicherlich einen sehr schlechten Einfluss auf die Amerikaner gehabt hat.“

Der katholische Puffer

Der Katholizismus hingegen, so Todd, ist eine inkarnierte, menschlichere Religion:

  • Er hat die Kunst bewahrt — Bilder, Musik, Architektur

  • Die Welt ist nicht wertlos, sondern Trägerin von Schönheit

  • Das Diesseits hat einen Eigenwert unabhängig von der Transzendenz

Das bedeutet: Wenn der Katholik seinen Glauben verliert, bleibt ihm die Schönheit der Welt. Der Zombie-Katholizismus und selbst der Null-Katholizismus haben einen Puffer gegen den totalen Nihilismus. Todd in der Hiroshima-Vorlesung, dokumentiert bei evangeliques.info:

„In einem katholischen Land, wenn Sie Gott verlieren, bleibt Ihnen das Gefühl für diese Schönheit der Welt.“

Daher, so seine Beobachtung, sind die katholischen Länder — Italien, Spanien, Teile Frankreichs — in der aktuellen Kriegsfrage deutlich moderater. Sie haben weniger Interesse daran, die Welt in Schutt und Asche zu legen, weil sie die Welt nie vollständig entwertet haben.

Der deutsche Sonderfall

Besonders interessant wird Todds Analyse mit Blick auf Deutschland. Deutschland ist konfessionell gespalten — der Norden protestantisch, der Süden katholisch. Und Todd sieht hier eine unheilvolle Dynamik, die bereits in seinem älteren Werk angelegt ist. Der deutsche Blog Froschgesänge zitiert Todd ausführlich zu den familiären und religiösen Strukturen:

  • Die protestantischen Regionen lieferten dem Nationalsozialismus die Massen der Wähler

  • Die katholischen Regionen lieferten die Führer — allen voran Hitler selbst

  • Nach dem Verschwinden des Protestantismus bleiben in Deutschland „mentale Gewohnheiten von Disziplin, Arbeit und Ordnung“ — die Zombie-Stammfamilie, die tiefer sitzt als jede Religion

In einem Interview mit The 21st Century vom März 2026 warnt Todd vor einer „perversen Synthese zwischen Russophobie und der durch den Krieg verursachten Wirtschaftskrise“, die Deutschland nun durch Aufrüstung zu lösen versuche.

Merz‘ CDU nennt er „die Partei der Amerikaner“, die „die Russophobie der Deutschen angeheizt“ habe. Der Kanzler schaffe eine „perverse Synthese zwischen Russophobie und der durch den Krieg verursachten Wirtschaftskrise. Er will die Krise durch Militarisierung der Industrie überwinden. Das ist die neue deutsche Doktrin für Europa.“

Die Frage, die Todd umtreibt: Was passiert, wenn deutsches Nationalbewusstsein auf deutschen Militarismus trifft? Dass ausgerechnet Deutschland, das Land der autoritären Stammfamilie und des lutherischen Obrigkeitsgehorsams, nun Europa in die Konfrontation führt, ist für ihn die logische Konsequenz der konfessionellen Tektonik des Kontinents.

Historische Tiefenschärfe: Die Kirchen und der Krieg

Dass Todds Analyse nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Blick in die Geschichte. Die Dokumentation auf theologe.de belegt, wie die evangelischen Kirchen Deutschlands sich in den vergangenen 200 Jahren immer dann als besonders kriegsbegeistert erwiesen haben, wenn sie selbst in der Krise steckten. Im Ersten Weltkrieg funktionierten die evangelischen Kirchen den Krieg um zu Gottes ureigenem Auftrag. Der Evangelische Oberkirchenrat schrieb 1914:

„Mit hoher Freude sehen alle, die unser Volk lieb haben, wie unter der Not des mit ungeheurem Frevelmut uns aufgezwungenen Krieges das religiöse Bedürfnis in unseren Gemeinden erwacht.“

Kaiser Wilhelm II., oberster Bischof Preußens, verstand sich als „Instrument Gottes“ und „auserwähltes Rüstzeug“. Die Kriegspredigten erklärten den Tod auf dem Schlachtfeld zum „schönsten aller Wege zu Gott.“ (Auch hier gibt es interessante Parllelen zu einer anderen etwas früher entstandenen Eingott-Relgion.)

Die Evangelischen Aspekte zitieren die fatale Logik der Kriegstheologie: „Wenn wir dem Staat gehorchen, gehorchen wir Gott. Denn Gott hat den Krieg befohlen.“

Die Katholiken zogen mit — weniger aus theologischer Überzeugung als aus dem verzweifelten Bedürfnis, ihre nationale Zuverlässigkeit zu beweisen. Sie wollten nicht länger als „romhörig“ gelten und übertrafen sich gegenseitig in patriotischen Beteuerungen. Die deutschen Bischöfe erklärten noch 1917: „Jeder, der sich der obrigkeitlichen Gewalt widersetzt, stellt sich der Anordnung Gottes entgegen.“

Doch der strukturelle Unterschied blieb: Die evangelische Kriegsbegeisterung war theologisch grundiert — Luther selbst hatte geschrieben, dass Gott „henkt, rädert, enthauptet, tötet und Krieg führt.“ Die katholische war politisch motiviert — ein verzweifelter Integrationsversuch in den protestantisch dominierten Nationalstaat.

Nihilismus als geopolitische Kraft

Was Todd beschreibt, ist mehr als eine religionssoziologische Kuriosität. Es ist der Schlüssel zum Verständnis der gegenwärtigen Kriegspolitik des Westens. In Thor’s Hammer schreibt er:

„Die wirkliche neue Massenreligion heute ist ein Kriegskult. Paradoxerweise — oder logischerweise — führt uns das zurück in die Zeit vor dem Monotheismus.“

Der Nihilismus, den Todd diagnostiziert, hat zwei Dimensionen, wie die Multipolar-Besprechung herausarbeitet:

  1. Die physische Dimension — der Trieb, Dinge und Menschen zu zerstören. Das erklärt die Bereitschaft, immer neue Waffen zu liefern und Konflikte zu eskalieren.

  2. Die begriffliche Dimension — die Zerstörung des Wahrheitsbegriffs selbst. Das erklärt das „Imperium der Lüge“, als das Todd im 21st Century-Interview das westliche Mediensystem beschreibt, „unfähig, die Wirklichkeit zu beschreiben.“

Beides gehört zusammen: Wer die Wahrheit zerstört, kann Kriege führen, ohne dass die Bevölkerung versteht, was eigentlich geschieht.

Das International Affairs-Interview zitiert Todd mit der pointierten Zusammenfassung:

„Amerika fällt in den Nihilismus und in die Vergöttlichung unbedeutender Dinge — tatsächlich in die Vergöttlichung der Leere.“

Und diese Leere sucht sich ihren Inhalt. Sie findet ihn im Krieg.

Was bedeutet das für die Gegenwart?

Todds Analyse ist nicht pessimistisch um des Pessimismus willen. Sie ist ein Versuch, zu verstehen, was geschieht — damit man vielleicht noch gegensteuern kann.

Die Implikationen für das Jahr 2026 sind klar:

  • Die protestantisch geprägten Mächte — USA, Großbritannien, Skandinavien, das protestantische Deutschland — werden weiter auf Eskalation setzen, weil ihr Nihilismus keine andere Richtung kennt als die Zerstörung.

  • Die katholisch geprägten Länder — Italien, Spanien, Teile Frankreichs — könnten zu einem Bremsfaktor werden, weil ihnen ein Minimum an weltlicher Wertschätzung geblieben ist.

  • Russland, das Todd als „autoritäre Demokratie“ bezeichnet, spielt in diesem Drama eine paradoxe Rolle: Es ist der Feind, den der nihilistische Westen braucht, um seinem Zerstörungstrieb ein Ziel zu geben.

Im 21st Century-Interview bringt Todd die gegenwärtige Dynamik auf eine beunruhigende Formel: Die EU „ist in einer Sackgasse und hat ihre ursprünglichen Ideale durch das Feindbild Putin ersetzt.“ Und weiter: „Die Weigerung, den russischen Sieg anzuerkennen, kommt der Verleugnung der deutschen Niederlage gleich.“ Bei manchen EU-Politikern kommt das mittlerweile sogar in jedem Posting in sozialen Medien ungeschminkt zum Ausdruck. Der Nihilismus kann nicht akzeptieren, dass er besiegt wurde — also muss er weitermachen, bis nichts mehr übrig ist.

Die entscheidende Frage lautet, ob die katholische Restsubstanz Europas ausreicht, um den protestantischen Nihilismus zu bremsen — oder ob Thor’s Hammer alles zerschlägt, was noch steht.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild von Nico Wall auf Pixabay

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11 Kommentare

  1. Jan Mueller 26. Mai 2026 um 13:41 Uhr - Antworten

    Todds Erklärungen wirken auf den ersten Blick plausibel, wenn man aber genauer hinschaut erweisen sie sich als zum großen Teil nicht tragbar. Dies gilt bereits für die theologischen Grundlagen des Protestantismus. So hat sich zum Beispiel Luther immer gegen Bilderstürme ausgesprochen und in rein lutherischen Gebieten sind viele sehr wertvolle gotische Kunstwerke in Kirchen erhalten geblieben, so z.B. in Nürnberg und Rothenburg ob der Tauber. Zwar ist die Prädestinationslehre in Luthers Theologie schon angelegt, aber erst Calvin zog daraus die radikale Schlussfolgerung, dass einige Menschen zum Heil, anderer dagegen zur Verdammnis vorherbestimmt seien. Diese Vorstellung radikalisierten die Puritaner weiter.
    Das heißt, von einem absoluten Nihilismus kann man nur in den USA sprechen, die tatsächlich von Puritanern begründet und lange Zeit dominiert wurden.
    In Europa dagegen passen Russenhass und Konfession nicht so zusammen, wie dies Todd behauptet. Es ist keinesfalls so, dass sich Russenhass in protestantischen Regionen konzentriert und in katholischen gemäßigter ist. Extremste Formen des Hasses auf alles Russische findet man in der Ukraine, in den Baltischen Staaten und in Polen. Diese Gebiete sind konfessionell gemischt und reichen von einer tatsächlich protestantischen Dominanz in Lettland und Estland über den Katholizismus in Polen und Litauen bis hin zum Orthodoxen Glauben in der Ukraine.
    In Deutschland wiederum sind rein protestantische Gebiete Ostdeutschlands weitaus weniger kriegsgeil als z.B. das gemischt konfessionelle Baden-Württemberg (erkennbar an den letzten Wahlen 2026, die die Kriegsparteien Grüne und CDU souverän gewonnen haben.
    Propaganda und geschürte Hysterie erklären die Kriegsgeilheit vieler europäischer Länder besser als der konfessionelle Hintergrund. Bekanntlich haben die USA und die Milliardärsstiftungen mit Milliardenbeträgen diesen Hass auf Russland besonders in der Ukraine und im Baltikum geschürt und Neofaschisten gefördert.

  2. Hausmann_Alexander 25. Mai 2026 um 18:13 Uhr - Antworten

    Hat Emmanuel Todd die Avengers
    (Marvel‘s) gesehen?
    Thor ist der Gott des Donners und brauch den Hammer gar nicht.
    Und als als Thor gegen Thanos
    scheiterte, hatte er den „Sturmbrecher“.
    Sturmbrecher wurde dann (fünf Jahre später) als Bieröffner zweckentfremdet…

    Thor hielt dann noch ein Referat über den Äther, Hawkeye fiel die Kinnlade runter und als Thor fragte, was ihm durch die Adern fließt, kam der Kommentar: Käsesoße
    (Handlung—>Infinity War, Endgame).

    Auch ist die Handlung aus Battlefield 6
    (Kampagne, Ego Shooter) sehr interessant, Kincaid: „Für‘ne Zukunft. Weil’s nur einen Weg auf dieser Welt gibt, jemand zu sein
    und der ist nicht zu dienen.“

    Ich persönlich halte das für etwas überzogen aber man sollte nicht blind dienen (Regeln einhalten).

    • Hausmann_Alexander 26. Mai 2026 um 17:35 Uhr - Antworten

      Für das Titelbild könnte man auch Joker aus dem Film The Dark Knight abbilden.
      Er hat Pläne geschmiedet, Menschen gegeneinander aufgebracht und war an Chaos interessiert (sogar Menschenopfer, siehe Handlung auf Booten und Entstehung von Two Face).
      Oder Joker gemeinsam mit der „Gesellschaft der Schatten“ (Batman Begins).
      Der Butler sagte:
      „Es gibt Menschen, die die Welt brennen sehen wollen.“

  3. Jurgen 25. Mai 2026 um 15:49 Uhr - Antworten

    Oops, da bin ich aber baff. Es hat wohl eher nichts heute mit Kirche an sich zu tun. Gott hat noch nie einen Krieg befohlen, auch der Wotan/Thor Komplex nicht. Kriege entstehen nur aus Neid, Gier oder akutem Mangel. Die Oligarchen leiden darunter besonders…

  4. Andreas_Sch. 25. Mai 2026 um 13:20 Uhr - Antworten

    Glaube und Religion sind voneinander verschieden zu betrachten. Nehmen wir Henry VIII – Begründer des protestantischen Anglikanismus – der auf dem Sterbebette beteuert haben soll, immer Katholik geblieben zu sein. Oder die Hohenzollern, die Oberhäupter der lutherisch-evangelischen Landeskirche, die selbst calivinistischen Bekenntnisses waren, auch nur um Herrschaft (Jülich / Cleve) abzusichern. Man sieht Religion ist Politik! Folgt nun die Politik der Religion – oder Vice versa? Religion ist, für mich, eine Teilmenge der Politik. Bspw. Napoleon (I) – ein großer Förderer der Religion, ohne jegliche eigene Bindung an einen Glauben …
    Die dargestellten Schritte – also 1) Aktiv; 2) Zombie; 3) Null – sind demgemäß politisch motiviert und liefern keinerlei Aussagen über den Glauben der Protagonisten oder gar der handelnden Akteure. Was sie allerdings liefern, ist eine Möglichkeit, sich über den Stand der gesellschaftlichen Entwicklung ein Bild zu machen.
    Der Protestantismus diente vom Anfang her der Loslösung weltlicher Macht von der Bindungskraft der Religion. Somit verlor die Religion allgemein ihre Bindungskraft, was man allein schon daran sehen kann, wie zersplittert und zerfasert – teilweise einander widersprechend – sich das Christentum entwickelt hat … Was stand nochmal im dicken Buch darüber, wer die Verfügungsgewalt über die Reiche der Welt hat?
    Langer Rede kurzer Sinn: Der dargestellte Sachverhalt ist Symptom nicht Ursache!

  5. Daisy 25. Mai 2026 um 12:59 Uhr - Antworten

    Es gibt heute drei große Religionen…der Glaube an den Klimawandel, an Gaia, Mutter Erde (was Windräder ihr antun, ist aber wurst), der Murxismus (das Kapital ist die Wurzel allen Übels und muss enteignet werden, wir verteilen es dann gerecht an uns selbst – Hauptertreter sind die WEFler um Schwab, samt Hohepriester:innen) und der Islxm. Der Glaube an die Hl. Spritze ist eine Sekte analog The Holy Bomb, s. Planet of Apes.

    Ich persönlich glaube nicht nichts, sondern halte so Einiges fur möglich. Ich bin agnostisch. Und ob mans glaubt oder nicht, auch ich habe eine Moral, denn als mal die Zeugen Jehovas bei uns anleuteten, erklärte ich den Hausierern: Wir brauchen keinen Gott. Gott bin ich selbst. Ich bin das Maß aller Dinge.

    Ich halte mich an die Naturgesetze. Am besten gefallen mir übrigens die griechischen Götter, denn das ist gelebte Demokratie und würde vieles erklären, nämlich, dass die untereinander auch ständig streiten. Wisse, der Murxismus duldet keine Religion neben sich, denn diese ist „Opium für das Volk“. Sie ist die Konkurrenz…;-)

    Warum lieben so viele Linksgrüne und Linksextreme den Islam? S. Sinead o Connor etc… Nun, weil sie den Westen hassen. Sie sind oikophob… Aber das allein kann es nicht sein. Sie vermissen strenge Regeln, die religiösen Riten, den Zusammenhalt in der Gruppe…das macht sie nach außen stark. Es ist daher die Religion/Ideologie der Schwachen. Und sie ist sehr streng….

  6. Glass Steagall Act 25. Mai 2026 um 12:58 Uhr - Antworten

    Sicherlich ein interessanter Artikel, der aber die grundlegenden biblischen Ursachen und Zusammenhänge nicht berücksichtigt! Das tatsächliche „Ende“ der derzeitigen Welt, wird genau im Offenbarungsbuch beschrieben und vor allem wer betroffen ist! Aus der biblischen Geschichte heraus lassen sich sämtliche Gründe der heutigen Zeit genau erklären!

    Der zentrale Punkt zieht sich von Adam Und Eva bis in die heutige Zeit und auch in die nahe Zukunft! Satan der Teufel und was er auf dieser Erde mit den Menschen macht, ist von großer Bedeutung! Er versucht nämlich die Menschen von Gott zu entfernen, mit falschen irreführenden Religionen, falschen und verdrehten Lehren (die wir heutzutage besonders oft beobachten), mit der Zerstörung der Familien und sogenannten Ersatzreligionen wie Klima, Krieg, Pandemien, Geld, Gier und Materialismus! Satans einziges Ziel ist es, die Menschen von Gott zu entfernen! Das ist sein Schlüssel für die Zerstörung der von Gott geschaffenen Welt. Jeder der ihm folgt, wird die Folgen zu spüren bekommen. Steht alles in der Bibel und das Ende steht im Offenbarungsbuch. Jeder Mensch hat heute noch die Wahl, wofür er sich entscheiden möchte, für Gott oder dem Bösen. Übrigens, falsche Götter wie Thor, gehören auch zu der Erfindungskiste von Satan.

  7. Hello 25. Mai 2026 um 12:41 Uhr - Antworten

    Wenn man eine bestimmte Meinung hat und danach sucht, sie zu bekräftigen, findet man bestimmt genug Zusammenhänge., die die eigene These stützen.

    Der Protestantismus ist nur dann gegen die Kunst, wenn die Musik nicht zur Kunst gezählt wird. Luther selbst verfasste viele Lieder und die Musik Bachs zB wird auch in katholischen Kreisen gehört.

    Die Kreuzzüge waren ziemlich kriegerisch. Katholiken zerstörten und plünderten dabei gleich einmal das christliche Konstantinopel.

    Im Islam gibt es „Glaubenkriege“

    Wenn man Krieg will, gibt es immer Möglichkeiten zuerst einmal zu spalten. Das kann auf Grund von verschiedenen Ethnien, verschiedenen Religionen, Reichtumsaufteilung, Rassen , „Menschenrechte“ und wahrscheinlich verschiedenes mehr sein.

    (So wird zB Papst Johannes Paul II von vielen sehr geschätzt, weil er den Kommunismus in Polen zu Fall gebracht hat – zumindest weitgehend dazu beigetragen hat. Ich frage mich allerdings, was die christliche Religion mit politischen Regierungssystemen zu tun hat. Heißt es nicht: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist? und: Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert zieht, wird durch das Schwert umkommen?)

    Das sind aber alles nur vorgeschobene „Ursachen“. In Wahrheit geht es vermutlich immer nur um Macht und Geld.

  8. Gabriele 25. Mai 2026 um 12:34 Uhr - Antworten

    Zum Nachdenken ein wichtiges Buch lesen: Erich Maria Remarque: „Im Westen nichts Neues“.

    • Jurgen 25. Mai 2026 um 15:50 Uhr - Antworten

      08/15

  9. Der Zivilist 25. Mai 2026 um 12:01 Uhr - Antworten

    Aber der Glaube an den Profit ist ungebrochen

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