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Wissenschaft

Die große Hitzetoten-Show: Wenn aus Sommerwetter eine Apokalypse wird

8 Kommentare 9. August 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Ein Experte auf der Hitzetoten-Orgel: Prof. Volker Quaschning, seines Zeichens Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und selbsternannter Klima-Mahnmal-Betreiber.

In einem aktuellen X-Post vom Juli 2026 warnt er vor über 5.000 zusätzlichen Todesfällen in der letzten Hitzewelle — und garniert das Ganze mit dramatischen Vergleichen: 40 abgestürzte Flugzeuge, 80 verunglückte Busse, die erste Corona-Welle. Seine Forderung: „Ich klage an, wegen Nichthandeln!“ Der Vergleich mit Corona ist gut: Mit  Corona oder wegen Corona, war ja die  Frage – mit Hitze oder wegen Hitze ist die Frage jetzt.

Hier Quaschnings lichtvolle Ausführungen:

Man kennt das. Quaschning verglich das Klimaschutz-Tempo Deutschlands schon 2019 im Deutschlandfunk Kultur mit einer „Konterrevolution“. Die Bundesregierung mache Fehler „bewusst“, der Ausbau sei eine Katastrophe, die Politik versage auf ganzer Linie. Immer dieselbe Leier.

Doch was steckt wirklich hinter diesen Zahlen? Und was richten die ständigen Hitzewarnungen an?

Wie viele Hitzetote gibt es wirklich?

Die Zahl von 5.000 „zusätzlichen Todesfällen“ klingt eindrucksvoll — aber sie verdient einen genaueren Blick. Quaschning selbst postete im September 2025 auf Mastodon von 16.500 Hitzetoten in Europa, beruhend auf einer ZEIT-Meldung. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich diese Zahl als statistische Modellierung, nicht als Zählung.

Die entscheidenden Fragen, die Quaschning nie stellt:

  1. Wie wird ein „Hitzetoter“ definiert? Es handelt sich um Übersterblichkeit — ein statistisches Konstrukt, das vergleicht, wie viele Menschen mehr starben als in einem Referenzzeitraum. Ob jemand tatsächlich an Hitze starb oder mit Hitze, bleibt offen.
  2. Wer stirbt? In der Regel hochbetagte, multimorbide Menschen. Die Frage ist: Starben sie wegen der Hitze oder starben sie während der Hitze? Das ist ein fundamentaler Unterschied, den die Alarmindustrie konsequent verwischt.
  3. Was ist mit dem Harvesting-Effekt? Nach einer Hitzewelle folgt regelmäßig eine Phase mit weniger Todesfällen, weil ein Teil der Verstorbenen ohnehin in den kommenden Wochen gestorben wäre. Dieser Effekt wird in der medialen Berichterstattung systematisch unterschlagen.
  4. Kälte tötet mehr. Während über Hitzetote debattiert wird, sterben jährlich ein Vielfaches an Menschen durch Kälte — auch in gemäßigten Klimazonen. Eine Studie, publiziert im Lancet, zeigte: Kälte verursacht etwa das 10- bis 20-fache an Todesfällen im Vergleich zu Hitze. Davon hört man bei Quaschning nichts.

Man muss kein Statistiker sein, um zu erkennen: Die Zahlen sind politisch instrumentalisiert. Sie dienen nicht der Information, sondern der Panikmache.

Die psychologischen Folgen der Dauerwarnung

Was machen ständige Warnungen vor „tödlicher Hitze“ mit den Menschen? Die Antwort ist unbequem, aber klar: Sie schaden.

  • Angststörungen und Nocebo-Effekte. Wer permanent hört, dass Hitze lebensgefährlich sei, entwickelt Ängste. Das kann zu realen körperlichen Symptomen führen — der Nocebo-Effekt ist wissenschaftlich gut dokumentiert. Menschen fühlen sich schlecht, weil man ihnen sagt, sie müssten sich schlecht fühlen.
  • Erlernte Hilflosigkeit. Die Botschaft lautet: Du bist dem Klima ausgeliefert, die Politik muss handeln, sonst stirbst du. Das fördert nicht Eigenverantwortung, sondern Passivität und Abhängigkeit von staatlichen Maßnahmen.
  • Abstumpfung. Wenn jede Hitzewelle zur „tödlichen Katastrophe“ erklärt wird, stumpft das Publikum ab. Ähnlich wie bei den unzähligen Corona-Warnungen, die sich im Nachhinein als übertrieben herausstellten.
  • Soziale Isolation. Besonders ältere Menschen werden durch Hitzewarnungen verunsichert und bleiben zu Hause — mit allen negativen Folgen für Bewegung, soziale Kontakte und psychische Gesundheit.

Die ständige Alarmierung ist kein Service, sondern ein psychologisches Experiment an der Bevölkerung.

Was schadet Menschen bei Hitze wirklich?

Natürlich gibt es reale Risiken bei sommerlichen Temperaturen. Aber sie sind differenzierter, als die Alarmindustrie suggeriert:

  • Flüssigkeitsmangel. Der Klassiker. Alte Menschen trinken oft zu wenig, weil das Durstgefühl nachlässt. Die Lösung ist simpel: Wasser, Tee, verdünnte Säfte — kein Hitzeschutzplan der Bundesregierung nötig.
  • Medikamente. Blutdrucksenker, Diuretika, Psychopharmaka — viele Medikamente beeinflussen die Temperaturregulation und den Flüssigkeitshaushalt. Die Polypharmazie bei Hochbetagten ist ein massives, aber gern übersehenes Problem. Statt die Pharmaindustrie und die mangelnde Aufklärung durch die verschreibenden Ärzte zu kritisieren, wird lieber das Klima verantwortlich gemacht.
  • Vereinsamung. Wer allein lebt und niemanden hat, der nach ihm sieht, ist gefährdet. Das ist ein soziales Problem, kein klimatisches.
  • Fehlende Klimatisierung in Pflegeheimen. Während Quaschning auf Wärmepumpen und Klimaschutz pocht, fehlt es in vielen Einrichtungen an simpler Klimatechnik. Dafür Geld auszugeben wäre wirksamer als jedes CO₂-Reduktionsziel.
  • Übergewicht und Bewegungsmangel. Die metabolische Gesundheit der Bevölkerung ist ein entscheidender Faktor für Hitzeresilienz. Darüber spricht freilich niemand, weil es nicht ins politische Narrativ passt.

Die gute Nachricht: Die allermeisten dieser Faktoren sind individuell beeinflussbar. Sie erfordern keinen Umbau der gesamten Energieversorgung, keinen Verzicht und keine staatliche Gängelung.

Cui bono? Die wirtschaftlichen Interessen hinter den Warnungen

Warum wird so exzessiv vor Hitze gewarnt? Die Antwort liegt wie so oft im Geld:

  1. Die Klimaindustrie. Klimaforschung ist ein Milliardengeschäft. Forschungsgelder, Subventionen, Beraterverträge — je dramatischer die Lage dargestellt wird, desto mehr Geld fließt. Quaschning selbst ist Teil dieses Systems: Er lebt von der öffentlichen Finanzierung seines Lehrstuhls und der medialen Verwertung seiner Apokalyptik.
  2. Die Wärmepumpen-Lobby. In Quaschnings LinkedIn-Post geht es — Überraschung — um Wärmepumpen. Die Botschaft: Hitze ist tödlich, aber Wärmepumpen können kühlen (theoretisch). Praktisch scheitert es angeblich. Die Lösung? Noch mehr Förderung, noch mehr Subventionen, noch mehr staatliche Eingriffe. Der Mann verkauft keine Lösungen, er verkauft Abhängigkeiten.
  3. Die Medien. Schlechte Nachrichten bringen Klicks. Eine Schlagzeile wie „Sommerwetter: Temperaturen über 30 Grad“ generiert weniger Aufmerksamkeit als „Tödliche Hitzewelle: Tausende Tote befürchtet!“ Die Medien leben von der Eskalation — und Quaschning liefert ihnen das Rohmaterial frei Haus.
  4. Die Politik. Hitzewarnungen rechtfertigen politische Eingriffe. Wer vor Gefahren warnt, kann Maßnahmen fordern. Wer Maßnahmen fordert, kann Budgets beanspruchen. Es ist ein perfektes System der Selbstalimentierung.
  5. Die Pharmaindustrie. Nicht zu vergessen: Wer bei Hitze krank wird oder sich krank fühlt, greift zu Medikamenten. Kreislaufmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel — die Hitze ist ein stiller Umsatztreiber. Fazit: Sommer ist Sommer

Die gute Nachricht: Sommerliche Temperaturen sind normal. Menschen haben Jahrtausende ohne Klimaanlagen und staatliche Hitzeschutzpläne überlebt. Ein Glas Wasser, ein schattiges Plätzchen und ein nachbarschaftlicher Blick auf die ältere Dame von nebenan sind wirksamer als Quaschnings apokalyptische Szenarien.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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8 Kommentare

  1. LmaA
    Antworten

    Sie können davon ausgehen das mit Geoengeneering kräftig nachgeholfen wird.
    Das Klima Narativ muß ja unbedingt aufrecht erhalten werden. Zumal sich immer mehr Wissenschaftler von der menschengemachten Klimakatastrophe abwenden.

  2. Wolliku
    Antworten

    Zunächst sollten wir einmal die aus kardiovasculärer Sicht optimale Temperatur des Menschen bei 23,2° C kennen. Eine ganze Autorenschaft um Salerno et al. hat in Nordamerika über 800 counties nach statischen Gesundheitsdaten ausgewertet. Wenn dann Badetote die Statistiken von Hitzetoten bei uns „pimpen“ wird der Braten trotzdem nicht fett. Zu eindeutig ist die Relation um das 10-20 fache höher bei Kälte- als bei Hitzetoten. Übrigens: Beim Wetter haben wir noch lange nicht die Rekorde des Jahrtausendsommers in 1540 gebrochen. Nicht einmal die Rekorde (Top10) bei den sommerlichen Niedrigwasserabflüssen beim Rhein liegen im 21. Jahrhundert. Alle Rekorde stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Warm ist es trotzdem. Und die gut bezahlten Apokalyptiker der Klimakirche wie Quaschnigg haben Hochkonjunktur.

  3. Jurgen
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    Zur Zeit sterben in BRDien so 1,3 Millionen Menschen pro Jahr. Das sind 300 Tausend mehr als vor Corona. Auf den Monat runtergebrochen sind das durchschnittlich knapp über 100 Tausend. Was soll also das Gerede über angebliche 5000 Hitzetote? Im Winter sterben deutlich mehr an Vitamin D Mangel induzierter Grippe… just my 2 cents…

  4. BAG ZEPHRODATEV
    Antworten

    HEAT 🌅❗

    Dass es mitten im Sommer heiß und trocken ist, stellt ein absolutes Novum dar. So etwas hat es bis dato noch niemals in der Erdgeschichte gegeben. Jeden Tag – JEDEN Tag Temperaturrekorde! Die Tiere sind völlig außer Rand und Band. Die armseligen Kreaturen begreifen ja gar nicht, was um sie herum geschieht, und sind total verunsichert. Wer kann es ihnen verdenken! Glücklicherweise sind die mental überlegenen Menschen – als Krone der Schöpfung – natürlich ganz anders! Ruhig, sachlich, mit sicherem Blick nach vorn meistern sie diese Herausforderung! Welch ein Glück! Welch ein Segen, dass SIE die Geschicke dieser Welt lenken! Halleluja 🙏❗

    1. Jurgen
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      Sarkastisch bis ins Mark…

  5. Andreas N.
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    Zuviel Alarm ist nicht gut, richtig. Aber das Ausmaß dieser Hitzewelle und Dürre in ostösterreich ist schon enorm. Wir hatten diese Woche eine megawaldbrand (föhrenwald), ausgelöst durch kriegsrelikte einer ehem. munitionsfabrik. Bäche trocknen reihenweise aus, wildtiere haben ein echtes wasserproblem. Wein trocknet im burgenland an den Stöcken aus, feldfrüchte wie mais wurden aufgegeben und geshreddert.
    Dieser El niño 2026 kann schon was, es gibt viel zu tun um die Folgen abzufedern. Sinnvoller Klimaschutz wäre lokal und regional anzupacken, da könnte einiges mehr passieren. Hirnlose architektur im häuser-, Straßen- und städtebau verschlechtert die situation drastisch. Früher war man klüger, man dachte Beschattung und Bepflanzung mit. Heute: Beton, Glas, pflasterung, zierschotter, viel Glas und somit enormer hitzestress. Die Allmacht der Technik wird immer noch zelebriert, zulasten des Energieeinsatzes und der Schönheit.
    Sorry wenn ich zueeit vom Thema abschweife- schönen Sonntag alles tkp-lern!

    1. Daisy
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      Jo, ich erleb das auch. Im Bachbeet verblieb in der Mitte ein Rinnsal, ansonsten wächst dort jetzt eine fette Wiese…den Tieren stell ich Wasserkübeln auf. Heuer hab ich eine Rehmutter mit zwei Jungbockerln hier.
      Wenn es jetzt nicht bald regnet, stirbt mein Wald. Div. Ankündigungen, dass es regnen würde, erwiesen sich seit Wochen als falsch, nicht ein Tropfen.

      Das hat natürlich nichts mit dem CO2 zu tun, aber ich frage mich, ob vielleicht Geoengeneering dahintersteckt?

      1. 1150

        @pipi gänseblümchen,
        für geoengeneering sind die russen mit ihren gestohlenen waschmaschinenchips nicht in der lage,
        wenden sie sich mit anfragen, beschwerden, informationen, etc. an das zuständige salzamt

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