
Der Kult der modernen medizinischen Expertise
Ein gesunder Mensch ist ein toter Markt, ein geheilter Patient ein verlorener Kunde. Durch „Disease Mongering“ – die Ausweitung von Diagnosen und die Erfindung von „Vorstufen“ – werden normale Lebenserfahrungen pathologisiert. Der Kult der Expertise behandelt nicht nur Krankheiten – er erfindet die Notwendigkeit seiner eigenen Existenz.
Der US-Journalist Michael Bryant diskutiert in einem Essay die Veränderung der Medizin in den letzten hundert Jahren. Ärzte, Spitäler und die Gesundheit haben völlig neue Bedeutungen bekommen.
Hier eine leicht gekürzte deutsche Fassung:
Für ältere Generationen war der „Hausarzt in der Stadt“ ein respektierter, aber unauffälliger Nachbar – vergleichbar mit Lehrern oder Postboten. Er arbeitete in kleinen Praxen, traf man ihn im Supermarkt oder bei Schulveranstaltungen. Vertrauen entstand durch persönliche Nähe, nicht durch elitäre Titel.
Heute ist das radikal anders. Der Arzt gehört oft großen Krankenhauskonzernen oder Versicherungen und folgt starren Leitlinien. Seine primäre Loyalität gilt dem System, nicht dem Patienten. Aus dem nahbaren Heiler wurde ein „medizinischer Experte“, dem man bedingungslos gehorchen soll.
Diese Entwicklung begann nicht organisch. Der Flexner-Report von 1910, finanziert von Rockefeller- und Carnegie-Stiftungen, war der Wendepunkt. Er erklärte „unwissenschaftliche“ Heilweisen – Homöopathie, Naturheilkunde, Kräutermedizin – für illegitim und forderte ihre Verbannung. Mit Millionenbeträgen wurden nur jene Universitäten gefördert, die dem neuen, laborbasierten, pharmaorientierten Modell folgten.
Die Folge: Hunderte alternativer und günstiger Medizinerschulen schlossen, darunter viele, die Frauen und Afroamerikaner ausbildeten. Die Zahl der Homöopathie-Colleges sank von 22 auf null. Der Arztberuf wurde künstlich verknappt, elitär und hochbezahlt. Gleichzeitig entstand eine enge Allianz mit der aufkommenden Pharmaindustrie – zum Vorteil der Rockefeller-Interessen an Petrochemie und Medikamenten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte sich der Wandel. Krankenhäuser mutierten von Armenasylen zu Hightech-Tempeln. Der ganzheitliche Generalist verschwand; an seine Stelle traten Spezialisten, die den Körper wie Frankenstein als Sammlung isolierter Teile behandelten. Die weiße Kittel-Uniform wurde zum Symbol unfehlbarer Autorität und schuf eine Hierarchie, in der Patienten zu gehorsamen Empfängern degradiert wurden.
Die American Medical Association (AMA) und die Medien betrieben gezielte Öffentlichkeitsarbeit. In den 1950er-Jahren kontrollierte die AMA TV-Serien wie „Dr. Kildare“ und ließ Schauspieler als Ärzte in Anzeigen für alles Mögliche werben – sogar Zigaretten. Schulen vermittelten Kindern, dass der Arzt unfehlbar sei und elterliche Autorität übertreffe. Alternative Heilweisen wurden als „Quacksalberei“ bekämpft; ein späteres Gerichtsurteil (Wilk v. AMA) bestätigte den kartellartigen Charakter dieser Strategie.
Ab den 1990er-Jahren kam die Mediatisierung hinzu. 24-Stunden-Nachrichten und die Lockerung der Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente machten den „Celebrity-Doctor“ zum Dauerbrenner. Heute treten Ärzte als Social-Media-Influencer auf und bekämpfen „Desinformation“, um institutionelle Konformität zu erzwingen.
Das wirtschaftliche Motiv ist klar: Ein gesunder Mensch ist ein toter Markt, ein geheilter Patient ein verlorener Kunde. Durch „Disease Mongering“ – die Ausweitung von Diagnosen und die Erfindung von „Vorstufen“ – werden normale Lebenserfahrungen pathologisiert. Traurigkeit wird zur „chemischen Unbalance“, kindliche Lebhaftigkeit zum „neurologischen Defizit“. Gesundheit wird zum spekulativen Finanzprodukt privater Equity-Firmen, Versicherungen und Pharma-Konzerne.
Der Kult der Expertise behandelt nicht nur Krankheiten – er erfindet die Notwendigkeit seiner eigenen Existenz. Geburt, Altern, Trauer und Tod verlieren ihren kulturellen Sinn und werden zu klinischen Defiziten, die lebenslange Betreuung erfordern. Echte Wissenschaft braucht Skepsis und Debatte; ein Kult verlangt Gehorsam gegenüber dem Konsens. So wird der Mensch zum permanenten Kunden und das Medizinsystem zu einem der lukrativsten Geschäftsmodelle der Moderne – abgeschirmt durch die Aura unangreifbarer Expertise.
Bild KI
Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.
Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Medizin – ein Geschäft mit Ängsten
Medizin auf Wegen und Irrwegen“ – Aus alten Büchern lernen
Die größte Vertuschungsaktion der Medizin
Wenn man an Behandlungsmethoden wie Aderlass und Schwitzen und Gabe von Arsen etc. denkt, ist das, denke ich, keine Medizin, die wir zurück haben wollen, Big Pharma hin oder her.
Ein Schlüsselsatz aus Peter C. Gøtzsches Artikel von heute “Systematic drug industry corruption and what you can do to protect yourself against drug harms“ bringt seine Haltung perfekt auf den Punkt. Er schließt mit den Worten:
„Obwohl ich Facharzt für Innere Medizin und bereits im hohen Alter bin, nehme ich nur dann Medikamente ein, wenn ich ernsthaft erkrankt bin – meist bei einer lebensbedrohlichen Infektion.
Ich treibe viel Sport und genieße das Leben; mein Motto lautet: „Mach dir keine Sorgen, sei glücklich.“ Da wir alle sterben müssen, sollten wir keine Angst davor haben, sondern das Leben genießen.
Medikamente können uns dabei nicht helfen, aber sie können uns daran hindern – und das tun sie oft auch.“
https://pgtzsche1.substack.com/p/systematic-drug-industry-corruption
Im Grunde ist dieser Weg langsam gewachsen. Aber mit der Zeit, erkennt man das Muster und wie hier keine Gesundheit, sondern Patienten angestrebt werden.
Was sagte so ein Pharmariese mal in seinem Zukunftsprognosen.
In 20 Jahren haben wir x % mehr KUNDEN… Die sehen die Sache mit der Gesundheit und krankheit aus einem ganz anderen Blickwinkel..
Bereits 1960 glaubten die Menschen, die Medizin würde in Zukunft Wunder vollbringen können…
und so ist es gekommen.
Heute glauben Sie es umso lieber…
Darum gehe ich so gerne zu Doktor Wald. Ist rund um die Uhr gratis erreichbar. Terpene, Bodenbakterien und co müssen nicht extra beworben werden. Sie wirken von Natur aus sicher und ganzheitlich.
Und bei Hitzewellen weht ein laues Lüfterl durch die Gegend, sodass selbst das Laufen leicht fällt.
Millionen Jahre mehr Expertise halt, nicht auf schnellem Geld aufgebaut, sondern auf nachhaltiger Erfahrung.
Im Wald geht es einem nach ca. 30 Minuten spürbar besser, vor allem ohne Technik dabei. Wenn man da drin paar Stunden ist, hat man das Gefühl einen kleinen Erholungsurlaub gemacht zu haben. Merkt man beim Pilze sammeln z.B.
Aber es könnte sein, das Ihr und mein CO2 Budget in der Zukunft nicht mehr reicht und eine Drohne ihnen Strafpunkte verteilt, wenn sie in einen Wald gehen wollen. Alles privat und tokinisiert und so..
Und die Menschen lieben nichts mehr, als Diagnosen und Therapien. Besonders wenn sie „smart“, neuartig und bequem sind (Hauptsache, selber nichts tun müssen außer Mund auf oder Spritze rein…). Null Selbstverantwortung – aber das war ja schon immer ähnlich. Sie brauchen den „großen Ärztegott“, den sie anbeten können… das dürfte sich nie ändern.
Schon aufgefallen, wie viele jetzt – angeblich – Krebs haben, dann eine „Therapie“ bekommen und diese so gut vertragen, dass man meinen könnte, es gibt gar nichts Schöneres. Sie arbeiten weiter wie immer und treten im Netzt als Helden auf. Das ist Kalkül und so geplant – möchte nicht wissen, wer alles da in Wahrheit gar keinen Krebs hatte. Aber die „Geheilten“ fungieren dann gerne als Zeugen für den „Fortschritt“ der Medizin – und in dem Moment, wo sie ihre Diagnose bekommen (oft mit null Symptomen) erstarren sie in Angst und Ehrfurcht….und machen alles, würden sich sogar verdünnten Kuhfladen spritzen lassen. Alles Teil eines großen perfekten Plans….
Die Menschheit hat eben Krebs – faktisch fast jeder einmal im Leben – und wir, die großen Götter in Weiß heilen ihn im Handumdrehen…
Amen.
-Das moderne Gesundheitssystem pathologisiert zunehmend gesunde Menschen, indem es durch verschobene Grenzwerte und Disease-Mongering eine dauerhafte Verschreibungskaskade erzeugt, die den Patienten in pharmakologischer Abhängigkeit hält.
Die veröffentlichte Studie von Atiya K. Mohammad et al. “Identifying and quantifying potentially problematic prescribing cascades in clinical practice: A mixed-methods study“ untermauert genau diese besorgniserregende Realität wissenschaftlich.
Eine Verschreibungskaskade beginnt immer dann, wenn die Nebenwirkung eines Medikaments fälschlicherweise als neue, eigenständige Krankheit interpretiert und mit einem weiteren Medikament therapiert wird, anstatt das erste Medikament abzusetzen oder anzupassen.
Am Ende dieser Kette steht die dauerhafte Einnahme von mehr als 10 Medikamenten am Tag. Der Körper wird zum chemischen Versuchsfeld, auf dem sich die Wechselwirkungen der Substanzen kaum noch kontrollieren lassen.
Die fortschreitende Institutionalisierung des Patienten ist das Resultat des medizinisch-industriellen Komplexes, der von chronischer Behandlung statt von endgültiger Heilung lebt. Durch die willkürliche Absenkung von Grenzwerten und das Verkennen von Medikamentennebenwirkungen werden gesunde Menschen in lebenslang behandlungsbedürftige Kunden verwandelt.
-Ich habe diesem organisierten Sterben nach Richtlinien eine Absage erteilt und meine Hypertonie-Medikation seit Jahren abgesetzt..
Höhere Blutdruckwerte korrelieren im hohen Alter mit einer besseren Überlebensrate. Jede Pauschaltherapie, die versucht, diese Menschen auf die Werte z.b. eines 30-Jährigen herunterzuprügeln, ignoriert die Realität einer gigantischen Datenbasis von 415.000 Menschen in der Studie: „Blood pressure in frail older adults: associations with cardiovascular outcomes and all-cause mortality „
Durch die systematische Absenkung von Grenzwerten und das blinde Vertrauen in statistische Raster entsteht eine Form der organisierten Übertherapie, die für ältere Menschen nachweislich lebensgefährlich ist.
Der französische Kardiologe Dr de Lorgeril hat eine Analyse dieser Studie veröffentlicht.
Der Link zu der Übersetzung des Artikels ins Deutsche.
https://michel-delorgeril-info.translate.goog/hypertension-arterielle/faut-il-traiter-avec-des-medicaments-lhypertension-arterielle-des-seniors/?_x_tr_sl=fr&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp
Bei der Tätigkeit des Arztes gibt es eine Parallele zu den armen Kinderopfern vom Epstein: Die Mächtigen dringen in den Körper des Opfers ein und verändern oder verstümmeln ihn. Natürlich wird dem Opfer erklärt, dass dies jetzt sein müsse.
Das hat im Spirituellen seine Entsprechung bei der Aneignung von Körpern durch Dämonen.
Viele Senioren sind dauerhaft medikamentiert. Auf die Spitze getrieben wird das durch die genverändernde Spritze.
Wenn man daran überlegt, dass der Bioverband mit den schärfsten Regeln und den reinsten Nahrungsmitteln von der Okkultistin Blavatsky für ihre Anhänger gegründet wurde, versteht man, was das spirituell bedeutet.
ein jugendfreund und erfahrener praktischer arzt sagte immer:
es gibt keine gesunden, nur schlecht untersuchte
ebenso schubladisierte er seine standeskollegen in drei kategorien:
60% meiner kollegen sind idioten, 30% sind kriminelle aber nur 10% sind ärzte
unter seinen berufskollegen hat und hatte er nur wenige °°freunde°° …..