Die EU-Kommission hat in einer offiziellen Anfragebeantwortung an den freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser die Umweltverschmutzung durch Mikroplastik aus Windkraftanlagen nicht bestritten — und die norwegische Studie, wonach jährlich bis zu 62 Kilogramm Mikroplastik pro Windrad in die Umwelt gelangen, unwidersprochen stehen lassen.
Am 5. Juni 2026 reichte Gerald Hauser, EU-Abgeordneter der Patrioten für Europa (PfE), eine schriftliche Anfrage (E-002323/2026) an die EU-Kommission ein. Der Titel ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:
„Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch Mikroplastik aus Windkraftanlagen“
Hauser legte dar, was jeder, der schon einmal vor einem dieser industriellen Giganten stand und das Sirren der Rotorblätter hörte, längst ahnte: Bei Rotorgeschwindigkeiten von deutlich über 300 km/h wirken Regen, Wind, Hagel und Saharastaub wie Schleifpapier auf die Rotorblätter. Das Ergebnis: kontinuierlicher Abrieb von Kunststoffpartikeln, die ungefiltert in Luft, Böden, Gewässer und letztlich in die Nahrungskette gelangen.
Als Beleg führte Hauser eine norwegische Studie an, die zu einem alarmierenden Ergebnis kommt: Bis zu 62 Kilogramm Mikroplastik pro Windrad und Jahr können durch Erosion der Rotorblätter in die Umwelt freigesetzt werden. Bei den Tausenden Windrädern, die inzwischen Europas Landschaften und Küstengewässer zieren, summiert sich das auf Tonnen von Kunststoffabrieb — Jahr für Jahr.
Die Anfrage Hausers: Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-002323/2026 an die Kommission
Die Antwort: Roswalls heikles Eingeständnis
Am 12. August 2026 traf die Antwort von EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall ein. Und die hat es in sich.
Was Roswall nicht tat, ist mindestens so bedeutsam wie das, was sie schrieb: Die norwegische Studie wurde an keiner Stelle bestritten. Kein Dementi, keine Gegendarstellung, kein „das ist wissenschaftlich widerlegt“ — nichts dergleichen. Stattdessen verschanzte sich die Kommission hinter Modellierungsstudien, die die Emissionen von Windkraftanlagen im Vergleich zu anderen Quellen wie Reifenabrieb oder Farben als „viel geringer“ darstellen. Zwei Studien werden zitiert:
- Mishnaevsky et al. (2024), Microplastics Emission from Eroding Wind Turbine Blades: Preliminary Estimations of Volume, Energies 17, 6260
- Caboni et al. (2025), Estimating microplastic emissions from offshore wind turbine blades in the Dutch North Sea, Wind Energy Science 10, 1123–1136
Doch genau hier liegt der Hund begraben: Beide Studien arbeiten ausschließlich mit Modellierungen. Keine Feldmessungen, keine Bodenproben, keine Untersuchungen an realen Standorten. Die Kommission vergleicht also hypothetische Zahlen mit hypothetischen Zahlen — und tut so, als wäre damit alles geklärt.
Die Antwort von Roswall im Wortlaut: E-10-2026-002323-ASW_DE
Das entscheidende Eingeständnis: Horizon Europe erforscht jetzt die Gesundheitsschäden
Die Kommission erklärt in ihrer Antwort:
„Die Bewertung der Umweltauswirkungen durch die Gewinnung von Offshore-Windenergie [wurde] in einer kürzlich veröffentlichten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen von Horizont Europa thematisiert.“
Konkret verweist Roswall auf drei EU-Forschungsprojekte, die jetzt plötzlich — nach Jahrzehnten des ungebremsten Ausbaus — die Folgen untersuchen sollen:
- HORIZON-HLTH-2026-01-DISEASE-03: Erforschung gesundheitlicher Langzeitfolgen bestimmter Umwelt- und Expositionsfaktoren — in direktem Zusammenhang mit Windkraftanlagen.
- HORIZON-HLTH-2025-03-ENVHLTH-02: Untersuchung der Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die menschliche Gesundheit.
- HORIZON-CL5-2026-02-D3-0: Umfassende Untersuchung der Umweltschäden durch Offshore-Windanlagen — darunter die Verdrängung von Arten, Unterwasser- und Luftschall (also Infraschall!), Verlust von Lebensräumen, Auswirkungen des Rückbaus alter Anlagen und die Verseuchung durch Mikroplastik.
Liest man zwischen den Zeilen, ist das ein Offenbarungseid ersten Ranges. Die EU-Kommission gibt damit erstmals in einem offiziellen Dokument zu: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Windkraftanlagen und potenziellen Gesundheitsschäden — und zwar einen, der so ernst ist, dass er jetzt mit Steuergeldern erforscht werden muss.
Die Frage, die sich jedem denkenden Menschen aufdrängt: Warum erforscht man diese Schäden erst jetzt, nachdem Zehntausende Windräder gebaut wurden — und nicht vorher?
PFAS: Die „Ewigkeitschemikalien“ in jeder Anlage
Damit ist die Mikroplastik-Frage aber nur die halbe Wahrheit. Der eigentliche Skandal liegt eine Schicht tiefer — buchstäblich. Denn die Rotorblätter sind nicht nur Kunststoff, sie sind chemisch imprägnierter und lackierter Kunststoff.
Wie TKP bereits im April 2026 dokumentierte, sind Windparks riesige Industrieanlagen, die ihre Umgebung systematisch mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) kontaminieren. Diese „Ewigkeitschemikalien“ stecken nicht nur in den Blattbeschichtungen, sondern in praktisch jeder Komponente:
- Blattbeschichtungen: Um Erosion durch Regen, Eis und Schmutz standzuhalten, werden die Rotorblätter mit hochentwickelten Polymeren beschichtet, die oft Fluorpolymere auf PFAS-Basis enthalten. Genau diese hydrophoben, vereisungshemmenden und UV-beständigen Eigenschaften machen die Beschichtungen gleichzeitig zu einer tickenden Umweltbombe.
- Getriebe und Lagersysteme: Hochleistungsschmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten in den Gondeln basieren vielfach auf PFAS-Verbindungen. Durch Leckagen und Wartungsarbeiten gelangen sie direkt ins lokale Ökosystem.
- Kabelisolierungen: Auch hier kommen fluorierte Kunststoffe zum Einsatz.
Wie TKP in einem weiteren Beitrag ausführte, ist die offizielle Erzählung simpel: Windkraft sei sauber, grün und alternativlos. Wer an dieser „Energiewende“ zweifelt, werde schnell in die Ecke des Fortschrittsfeindes gestellt. Doch hinter der glänzenden Fassade der Rotoren verbirgt sich die schleichende Vergiftung unserer Umwelt.
Der Abrieb: Ein toxischer Chemiecocktail, kein harmloser Staub
Was bei 300 bis 400 km/h von den Rotorblättern abgeschliffen wird, ist kein harmloser Staub, sondern ein toxischer Chemiecocktail, der sich über Quadratkilometer verteilt. Die Rotorblätter bestehen aus:
- Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und Carbonfasern (CFK) — die berüchtigten „fiesen Fasern“
- Epoxidharz, das zu 30 bis 40 Prozent aus Bisphenol A (BPA) besteht
- PFAS-haltigen Beschichtungen auf der Oberfläche
BPA ist ein endokriner Disruptor und Neurotoxin, der von der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wegen seiner hormonellen Wirkungen als gefährlich eingestuft wurde. Die Carbon- und Glasfasern werden vom Umweltbundesamt sogar mit Asbest verglichen.
Wie TKP im Juli 2025 berichtete, ist es fatal, dass solche Partikel und Fasern, die weniger als 2 Millimeter messen, die schützende Blut-Hirn-Schranke überwinden und ins Gehirn vordringen können. Dort lagern sie sich in bestimmten Nervenzellen ab, den Mikroglia, beeinflussen die Immunabwehr und führen zu lebensgefährlichen Entzündungen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit von Hengstmann et al. (2025) im Marine Pollution Bulletin listet über 200 potenzielle chemische Emissionen aus Offshore-Windparks auf — darunter zahlreiche PFAS-Verbindungen.
Mikroplastik in der Nahrungskette: Die tickende Zeitbombe
Was die Kommission geflissentlich verschweigt, ist die Dimension des Problems an Land. Hauser brachte es in seiner Anfrage auf den Punkt: Mikroplastik aus Windrädern gelangt nicht nur ins Meer, sondern direkt in landwirtschaftliche Böden, Weideflächen, Wälder und Grundwasser.
Die Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik ist eindeutig: Die Partikel durchdringen Zellmembranen, reichern sich in Organen an, transportieren Umweltgifte als „Taxi“ in den Körper und stehen im Verdacht, Entzündungen, hormonelle Störungen und langfristig Krebs zu verursachen. Dass die EU-Kommission ausgerechnet bei der ach so „sauberen“ Windenergie beide Augen zudrückt, während sie gleichzeitig Plastikstrohhalme verbietet, ist an Absurdität kaum zu überbieten.
Die Forschung zu den Auswirkungen auf marine Ökosysteme zeigt zudem, dass der Abrieb nicht nur physische Belastungen darstellt, sondern auch eine Anreicherung von Metallen wie Barium und Chrom begünstigt. Die Wissenschaft warnt bereits vor möglichen langfristigen Störungen des Stoffwechsels und des endokrinen Systems — sowohl bei Tieren als auch potenziell beim Menschen, der diese Organismen verzehrt.
Wie TKP im Dezember 2025 berichtete, verbindet eine neue Studie PFAS im Trinkwasser mit schweren Gesundheitsproblemen bei Säuglingen — und die Quelle der Kontaminierung sind immer mehr die wachsende Zahl von Windrädern.
Hausers nächster Schritt: Die Landfrage
Hauser kündigte in seiner Pressemitteilung bereits die logische Konsequenz an:
„Warum erforscht man diese Schäden bei Windkraftanlagen in der EU bisher nur auf dem Meer und nicht auch an Land, wo Luft, Menschen, Böden, Wasser, Landwirtschaft und Wälder direkt betroffen und verseucht werden? Offenbar wollte man das bisher ‚vermeiden‘. Dazu werde ich eine Folgeanfrage an die EU-Kommission einbringen. Denn das Thema nimmt gerade erst richtig Fahrt auf.“
Damit verlangt Hauser die Untersuchung von Auswirkungen der Windkraft auf terrestrische Ökosysteme. Während Offshore-Windparks wenigstens jetzt — wenn auch viel zu spät — untersucht werden sollen, bleibt der Abrieb über Wäldern, Äckern und Wohngebieten ein blinder Fleck der EU-Politik.
Der Todesstoß für den Windkraft-Mythos
Die EU-Kommission hat:
- Die norwegische Studie über bis zu 62 kg Mikroplastik pro Windrad und Jahr nicht widerlegt
- Eingeräumt, dass die Umweltauswirkungen der Windenergie jetzt erforscht werden müssen
- Erstmals in einem offiziellen Dokument Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen als mögliches Szenario anerkannt
- Forschungsgelder für die Untersuchung von Infraschall, Mikroplastik und Artenverdrängung bereitgestellt
Dazu kommt die PFAS-Dimension, die die Sache vollends zuspitzt: Windparks sind keine sauberen Energiequellen, sondern industrielle Schadstoffquellen, die ihre Umgebung über die gesamte Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren kontinuierlich mit Ewigkeitschemikalien, toxischen Fasern und Mikroplastik belasten.
Das Narrativ der „sauberen, sicheren und ungefährlichen“ Windkraft hat einen irreparablen Riss bekommen. Wer jetzt noch behauptet, Windräder gefährdeten die Gesundheit der Menschen nicht, argumentiert gegen die eigene EU-Kommission.
Oder wie Gerald Hauser es formulierte: „Diese offizielle Anfragebeantwortung ist für mich der Todesstoß für die Windenergie in der EU.“
Die Frage ist nicht mehr, ob Windkraftanlagen Umwelt und Gesundheit schädigen — sondern nur noch, wie lange die Politik der Bevölkerung diese Fakten noch vorenthalten will.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Bild: Screenshot YouTube Video
5 Kommentare
Die EU-Kommission hat auch 2020 publiziert, dass Risiken bezūglich Glückimpfe bestehen. Es waren die Dumpfbacken, die gar nicht warten konnten, sich Kill Bills Dämonen opfern zu lassen, um seine Macht zu nähren. Die haben das mit dem Opferlamm falsch verstanden!
„Das Narrativ der „sauberen, sicheren und ungefährlichen“ Windkraft hat einen irreparablen Riss bekommen“
Die Windenergieindustrie ist gut drei Jahrzehnte alt. Die Faserverbundhersteller und Rotorblattbauer kennen die Eigenschaften der verwendeten Glas- und Carbonfasern und die hochtoxischen Substanzen in ihren Epoxiharzmixturen und ‚Gelcoatings‘ (windschlüpfrige und UV-beständige Beschichtungen der Rotorblätter). Sie müssen Sicherheitsdatenblätter erstellen, die der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 entsprechen („Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“) und bei der ECHA (Europäischen Chemikalienagentur) eingereicht werden müssen, also dort bekannt sind.
Die Frage war immer, ob diese Stoffe in die Umwelt gelangen, durch Abrieb der Rotorblätter während ihrer Lebensdauer oder durch die Entsorgung nach ihrer Lebensdauer. Diese Frage wäre durch eine Risikoanalyse zu klären gewesen, für deren Erstellung die Hersteller die Verantwortung tragen. Das ist aus „guten“, „geschäftsbedingten“ Gründen nicht oder nicht der Sachlage adäquat geschehen.
Dafür waren nicht Politiker zuständig, die kaum das dafür erforderliche Wissen besitzen. Aber es gibt eben die nötigen Einrichtungen für solche Fragen, und diese haben aus Gründen, über die ich nicht weiter spekulieren möchte, zugeschaut. Jetzt aber ist natürlich der im Artikel formulierte Punkt erreicht: „Die Frage ist nicht mehr, ob Windkraftanlagen Umwelt und Gesundheit schädigen — sondern nur noch, wie lange die Politik der Bevölkerung diese Fakten noch vorenthalten will“
Bekanntlich ist diese Frage mittlerweile auch in Österreich äußerst brisant, und es wird interessant, welche Antworten die bisher dazu schweigsame „Wind-Lobby“ findet, und ob die ihr hörigen Politiker und Medien aufwachen oder weitermachen wie bisher. Mit heftigem Widerstand der betroffenen Menschen ist jedenfalls zu rechnen …
„dass solche Partikel und Fasern, die weniger als 2 Millimeter messen, die schützende Blut-Hirn-Schranke überwinden und ins Gehirn vordringen können.“ Das ist so nicht korrekt: Während „Mikroplastik“ per Definition Teilchen bis zu einer Größe von 5 Millimetern umfasst, können Partikel im Millimeterbereich biologische Barrieren nicht durchwandern. Um die engmaschige Blut-Hirn-Schranke zu passieren, müssen die Fremdkörper im Nanometerbereich liegen (in der Regel deutlich unter 1 Mikrometer bzw. unter 0,001 Millimetern).
„EU-Kommission bestätigt: Windräder verseuchen die Umwelt mit Mikroplastik – bis zu 62 kg pro Anlage und Jahr“
Ja gut, aber besser die Umwelt wird verseucht, und alles Leben geht vor die Hunde, als dass das Heilige Klima stirbt.
Werden wir die Kurve noch kriegen, bevor diese Irren alles zerstört haben?
https://opium-des-volkes.blogspot.com/2026/08/wir-werden-nicht-wie-gotter-sein.html
Irgendwie war es schon immer so, dass zuerst eine Erfindung gefeiert und jahrelang eingesetzt wurde, bis die ersten Schäden oder Umweltsünden sichtbar wurden. Das war aber meist nicht ein Grund, diese Entwicklung einzustellen, weil in der Zwischenzeit damit viel Geld verdient wurde! Wie üblich, war die Lobby inclusive Bestechung der Politik für das Produkt so groß, dass weitere Jahre nichts geschah! Erst permanenter Druck aus der Bevölkerung oder politischen Vertretern und große Schäden haben erst viele Jahre später ein langsames Umdenken ermöglicht. Auch unzählige Klagen vor Gericht hat es gedauert. Bei der Windrad-Industrie wird es wohl genauso sein. Hier wird sich die Geschichte leider wiederholen. Zuerst muss hier das Klima-Narrativ fallen, bevor sich die Denkweise ändern wird. Wie es aussieht, wird das noch ein bis zwei Jahrzehnte in Europa dauern! Bis dahin heißt es, lernen durch Schmerz!
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