WEF als Hohepriester der Plutokratie

11. April 2022von 4.1 Minuten Lesezeit

Der WEF wird in Kreisen der Kritiker der Pandemie immer wieder als eines der Masterminds in der Vorbereitung und Durchführung der Pandemie angesehen. Der Einfluss des WEF ist unbestreitbar groß, allerdings nur durch seine Verbindungen zu den US-Oligarchen oder vielleicht besser der Plutokratie.

Im Jänner 2020, als die Pandemie noch nicht ausgerufen war und der britische Guardian noch nicht die Rolle eines Förderers und Ideologen von Covid spielte, gab es einen interessanten Artikel mit dem Titel: „The high priests of plutocracy all meet at Davos. What good can come from that?“ (Die Hohepriester der Plutokratie treffen sich alle in Davos. Was kann dabei Gutes herauskommen?)

Im Text wird eine gute Charakterisierung des WEF vorgenommen:

„Im Grunde genommen ist das Weltwirtschaftsforum der Hohepriester der Plutokratie, d. h. der Herrschaft der Superreichen. Es ist ein gutes Beispiel für das dauerhafte ideologische Erbe des Neoliberalismus, ein oft ignorierter Aspekt der neoliberalen Hegemonie. Während die Staaten die Kontrolle über ihre Volkswirtschaften behalten haben, haben die nationalen Politiker weitgehend auf ihre Macht über Wirtschaft und Politik verzichtet. In dem Glauben, dass „der Markt“ der beste Mechanismus zur Lösung aller Probleme ist, von der Beschäftigung bis zur Gesundheitsversorgung, werden Ökonomen und Unternehmer nun als die besten Problemlöser für unsere politischen Probleme angesehen.

Ob durch den „Stakeholder-Kapitalismus“ – das offizielle Thema des WEF 2020, das zwar sinnvoll klingt, aber so vage ist, dass es bedeutungslos ist – oder durch die Philanthropie von Milliardären wie Bill Gates und George Soros, die Plutokraten setzen die Prioritäten des sozialen Wandels und Aktivisten wie „Greta“ und Prominente wie „Bono“ können bestenfalls am Rande mitmischen.“

Hier ist die Definition von Plutokratie laut Wikipedia:

„Die Plutokratie ist eine Herrschaftsform, in der Vermögen die entscheidende Voraussetzung für die Teilhabe an der Herrschaft ist, also die Herrschaft des Geldes (Geldherrschaft; sinnähnlich auch „Geldadel“ genannt). Sie kann institutionalisiert sein (z. B. über das Zensuswahlrecht) oder indirekt ausgeübt werden durch die Abhängigkeit der gewählten Entscheidungsträger von den Plutokraten.“

Gibt es diese „Abhängigkeit der gewählten Entscheidungsträger von den Plutokraten“ tatsächlich? Offensichtlich, denn es gibt eine Art Drehtür zwischen hohen politischen Ämtern und fett bezahlten Posten bei den Plutokraten. Jüngstes Beispiel in Österreich ist der Abgang von Sebastian Kurz als Bundeskanzler und das Antreten des Jobs bei einem der US-Oligarchen. Auch die vorigen Bundeskanzler sind umgehend in mehr oder weniger offensichtlichen und hochbezahlten Positionen gelandet. Auch in Deutschland und anderen Ländern lässt sich das beobachten. In den USA gibt es beispielsweise eine schnell rotierende Drehtür zwischen der Zulassungsbehörde FDA und Spitzenpositionen in der Pharmabranche.

Interessant ist auch der Satz, dass „Ökonomen und Unternehmer nun als die besten Problemlöser für unsere politischen Probleme angesehen“ werden. Seit Margret Thatcher ist diese Behauptung zum Glaubenssatz der europäischen Politik mutiert. Massive Privatisierungen von gesellschaftlich wichtigen Unternehmen und Bereichen wurden mit der Behauptung vorangetrieben, dass Private „besser wirtschaften“ könnten. Stimmt, allerdings in die eigene Tasche.

So funktionieren auch die PPPs – Private-Public-Partnerschaften. Am Beispiel von Covax ist das Muster deutlich erkennbar. Betrieben wird die COVAX Facility von der WHO zusammen mit den privat-öffentlichen Impfstoff-Allianzen Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunizations, federführend) und CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations). Ein Plutokrat spendet 50 Millionen Dollar und gründet damit eine NGO oder startet die „Facility“. Die Staaten zahlen für den edlen Zwecke einige Milliarden. Anlässlich des digitalen G7-Gipfels am 19.02.2021 kündigte etwa die EU an, ihre Unterstützung für die COVAX Facility auf 1 Milliarde Euro aufzustocken, nachdem sie zunächst 500 Millionen Euro zugesagt hatte. Deutschland kündigte bei diesem Gipfeltreffen zusätzliche 980 Millionen Euro für Covax an und legte am 22.05.2021 weitere 100 Millionen Euro drauf. Mit einem Gesamtbetrag von fast 2,2 Milliarden Euro für die weltweite Pandemiebekämpfung zählt Deutschland zu den größten Förderern.

Covax kauft dann Medikamente ein bei Unternehmen in denen die Oligarchen große Aktienpakete halten. So gelangen die Steuergelder dank PPP zu den Unternehmen und Milliardären, die „besser wirtschaften“ als die öffentliche Hand.

Das WEF erfüllt die praktische Funktion als jährlicher Treffpunkt der Superreichen mit den Spitzen der Politik. Die Plutokraten bestimmen in der Zwischenzeit über so ziemlich alles, nicht nur über die Wirtschaft, sondern auch über soziale und gesellschaftliche Trends, wie der Guardian Artikel richtig anmerkt. Und genau das ist das Ziel von Klaus Schwab.

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8 Kommentare

  1. Andreas I. 15. April 2022 at 20:34Antworten

    „Sie werden nichts besitzen und darüber glücklich sein.“

    Das wurde schonmal versucht und ich habe noch miterlebt, wie man in der DDR (bzw. innerhalb des Ostblocks) tatsächlich kein Auto brauchte, weil man Straßenbahn, Bus und Zug fahren und fliegen konnte zu Preisen, wenn man die von DDR-Mark zu Westmark zu € umrechnen würde … und mit heutigen Preisen vergleichen … :-))))
    Aber die Mehrheit der Leute wollte ein Auto privat besitzen und lieber einen Lada als einen Trabbi, aber am besten ein Westauto – und so haben die bei der letzten DDR-Wahl auch gewählt.

    Also Kommunismus – „nichts besitzen und darüber glücklich sein“ – ging schonmal in die Hose und für die Masse die nichts besitzt, ist weniger wichtig, ob andere millionenfach mehr besitzen (Liberalismus) oder nicht (Kommunismus), sondern was sie selber besitzen oder nicht.

  2. Schachmatt 12. April 2022 at 3:10Antworten

    Schwab ist der Sohn von Fred und Marianne Schwab (geborene Rothschild). Und jetzt dürfen sie drei mal raten, warum in der Wkifedia ein Elternteil keine weitere Erwähnung findet. Schon crazy, oder?

    • Andreas I. 15. April 2022 at 20:13Antworten

      Die zweite Chefin der deutschen Treuhand – nach 1990 die ehemals staatlichen, „volkseigenen“, Betriebe der DDR an privat verscherbeln – war auch nicht nur Mitglied in Atlantik-Brücke e.V., sondern auch Bankierstochter. Das kam in den damals verfügbaren Medien auch nicht vor.
      Es ist wie Monarchie, nur dass es nicht mehr der „Adel“ ist, sondern der „Geldadel“, wobei das wiederum aufs selbe rauskommt, denn wenn Megageldhaufen vererbt werden, dann sind es auch wieder die leiblichen Nachkommen, alles wie vor 300 Jahren … das muss dieser Fortschritt sein. :-)

  3. Enka 12. April 2022 at 0:18Antworten

    Herr Schwab konnte über viele Jahre hinweg mit Hilfe eines enormen, quasi unerschöpflichen, finanziellen Fundus unter dem Radar sein Weltwirtschaftsforum ungestört aufbauen. Er hat nach eigener Aussage Kabinette penetriert und mit seinen Leuten Schlüsselpositionen besetzt. Ich unterstelle ihm, dass er und seine Familie überhaupt nicht vor hat 2030 nichts zu besitzen. Eher will er mit dem ehemaligen Besitz und weiterhin auf Kosten der nichts mehr Besitzenden selber glücklich sein. Im übrigen ist der schwäbischer Akzent in seinem Englisch alleine schon schwere Körperverletzung.

  4. Taktgefühl 11. April 2022 at 22:01Antworten

    Plutokratie, Oligarchie – ich war immer der Meinung, daß die Römischen Verträge schon den Ausschlag hätten geben sollen, um dahinter zu kommen, daß hier keine neue Sowjetunion entstanden sein könne, sondern der Widergänger des anitken Roms. Im antiken Rom war die Größe des Besitzstandes das Maß für einen Posten im Senat.

    Nach der Ratifizierung der Verträge sagten die Unterzeichner, man sei sich vollkommen über die historische Dimension einer Neuauflage des Römische Reichs bewußt gewesen. Panem et circensis.

    Für die Pandemie bedurfte es keines Masterminds. Man hat einfach auf den Verfassungen herumgetrampelt, Datenschutz, Schweigepflicht der Ärzteschaft und das Strafrecht außer Kraft gesetzt, so daß Erpressung, Verleumdung, Herabsetzung und Nötigung als strafbare Handlungen nicht mehr relevant sind.

    In den Verfassung steht drinnen, welche 4 oder 5 Grundrechte auf Basis eines temporären Gesetzes im Notstand eingeschränkt werden dürfen. Zudem ist ein solches Gesetz nur verfassungskonform, wenn es für alle gilt.
    Die ärztliche Schweigepflicht gehört auch nicht dazu. Untergraben der Schweigepflicht und Mißbrauch des Datenschutzes waren das Tor für die G-Regeln, mit welchen man schön diskriminieren kann.

    Man brauchte keinen Mastermind, sondern kriminellen Instinkt. In dem Zusammenhang könnte erwähnesnwert sein, daß ein Großteil der Abgeordneten Juristen sind.

  5. jhkua43wt8oklgj 11. April 2022 at 20:05Antworten

    Das schlimme an solchen Kreaturen ist, sie bestimmen als eingesetzte Vasallen über das Schicksal der Menschen aller Völker mit. Sie haben dafür außer das sie für diesen Job bezahlt werden keine Legimitation durch die Völker. Und genau bei diesen Leuten und ihren Geldgebern müssen wir ansetzen wenn wir was ändern wollen. Und das heißt wer wirklich was ändern will muss mit helfen diese Einrichtungen zu zerschlagen. Ansonsten können wir unsere Kritik stecken lassen.

  6. Thorste Maverick 11. April 2022 at 19:34Antworten

    Die Großunternehmen versuchen immer, Wettbewerb zu verhindern. Amazon hat z. B. auf Gewinne verzichtet zugunsten der Expansion. Microsoft ist auch so ein Fall. Privatwirtschaft funktioniert immer besser als der Staat solange es genügend Wettbewerb gibt. Staatswirtschaft und Sozialismus führen immer zur Verarmung (bis auf die Nomenklatura). Es ist Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, daß es nicht zu Monopolen kommt sondern immer ein scharfer Wettbewerb herrscht. Da aber in den Parteien kaum noch jemand von Wirtschaft Ahnung hat und es kaum Unternehmer gibt, versagt der Staat auf breiter Linie. Eigentlich wäre das genau das Thema der FDP, aber der geht es nur noch um Posten.

  7. Jens Tiefschneider 11. April 2022 at 17:42Antworten

    Der Guardian beweist die Wendefähigkeit der Mainstream-Medien. 180 Grad? Kein Problem. Und wenn es nur zu 90 Grad reicht, dann helfen spendierfreudige Stiftungen eben etwas nach. Was unsere Geld verwöhnten Politiker überzeugt, dürfte ein paar Agenturabschreiber in regelrechte Verzückung versetzen (s. Spiegel).

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