Die WHO im Panik-Modus

19. Mai 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Seit Montag läuft die 79. jährliche Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation. Ob die jüngsten „Krisen“ von Hanta bis Ebola damit zusammenhängen? Geht es nur ums Geld oder auch um eine Agenda?

Bis Samstag versammeln sich die WHO-Delegierten aller Staaten um globale Gesundheitspolitiken und Prioritäten festzulegen. Erstmals werden USA und Argentinien fehlen. Die WHO muss dringend erklären, wie wichtig sie ist. Und das ist wohl der Hauptzweck dieser Veranstaltung.

Indes wütet das Hantavirus. Fünf Todesfälle alle zwei Monate. Es ist eine erschreckende Geschwindigkeit mit dem dieses supertödliche Virus die Menschheit dahinrafft. Und fast gleichzeitig: In Afrika ist das Ebola-Virus von null auf „Notfall“ in Rekordzeit hochgeschnellt, sodass das African CDC keine andere Wahl hatte, als in den Panik-Modus zu schalten.

All das kommt kurz vor der Weltgesundheitsversammlung. Fast ein Glück, dieses Timing. Sonst müsste die WHO noch ein Virus erfinden. Kit Knightley vom Off-Guardian hat im Vorfeld der Versammlung die Vorgänge in und um die WHO kommentiert:

Ein neuer Stamm des Ebola-Virus wurde von der Weltgesundheitsorganisation zum internationalen gesundheitlichen Notfall erklärt. Mehr als 300 Verdachtsfälle wurden identifiziert – mit mindestens 80 gemeldeten Todesfällen. Der Ausbruch beschränkt sich größtenteils auf die Demokratische Republik Kongo…

Diese beiden Ausbrüche zusammen mit einer „wachsenden Impfgegner-Bewegung“ und Kürzungen bei der Forschungsfinanzierung zeigen, dass die Welt „nicht bereit für die nächste Pandemie“ ist, so Al Jazeera.

Und – natürlich – der Klimawandel könnte bedeuten, dass künftig noch mehr Hantavirus-Ausbrüche möglich sind!

Experten behaupten nun, die Welt werde immer anfälliger für solche Infektionskrankheitsausbrüche.

Habt Angst – habt ganz große Angst!

Und ach ja – bei all diesem Chaos da draußen… wäre das nicht der perfekte Zeitpunkt, endlich diesen Pandemievertrag zu ratifizieren? Was meint ihr, Leute?

Es erinnert stark an letztes Jahr, als in den Wochen vor der 78. Versammlung plötzlich neue Affenpocken-Fälle auftauchten, zusammen mit Ausbrüchen von Masern, Cholera, Milzbrand und Polio.

Was möglicherweise – oder auch nicht – dazu beigetragen hat, dass die WHO eine 30-prozentige Budgeterhöhung für 2026 durchgesetzt hat, ganz zu schweigen von Hunderten Millionen Dollar an zusätzlichen Finanzzusagen.

Man muss sagen: Wenn schon nichts anderes, dann sorgt der „Panik-Modus“ zumindest für ordentlich Geld.

Geld, das die WHO „braucht“, nachdem die USA Anfang Januar offiziell aus der Organisation ausgetreten sind.

Das passt perfekt ins Narrativ der Multipolarität.

Auf der einen Seite stehen die „vernünftigen“ WHO-Länder, die zusammenarbeiten, nett sind und Krankheiten verhindern. Auf der anderen Seite das dumme, rückständige MAGA-Amerika, das individualistisch, egoistisch und rückschrittlich ist.

Auf der einen Seite die tyrannische, kollektivistische WHO, die Konformität erzwingt, Wettbewerb erstickt und Freiheiten mit Füßen tritt. Auf der anderen Seite das robuste, einsame US-amerikanische Raubtier, das seine Angelegenheiten selbst regelt.

Welche Seite du wählst, bestimmt deine Sichtweise. Such dir eine aus. Am Ende wird es kaum einen Unterschied machen.

Die Politik, die beide Seiten verfolgen, wird nämlich fast identisch sein.

Apropos Politik: Weitere „Experten“ (andere als zuvor) fordern die WHO nun auf, den Klimawandel offiziell zum „gesundheitlichen Notfall von internationaler Tragweite“ (PHEIC) zu erklären und eine koordinierte internationale Antwort auszulösen, die helfen könnte, Millionen Tote zu verhindern.

Und schaut euch diese Kunstinstallation/Werbekampagne vor der Versammlung an…

Das „Lost Screen Memorial“ – eine Installation aus riesigen beleuchteten Smartphones, die 50 Kinder darstellen, die tragischerweise ihr Leben durch soziale Medien verloren haben – ist am Place des Nations in Genf vor der 79. Weltgesundheitsversammlung aufgestellt.

Fünfzig (völlig echte und keinesfalls möglicherweise frei erfundene) Leben, die „durch schädliche Folgen sozialer Medien“ verloren gingen. Schrecklich.

Dann sind Altersverifizierung, Smartphone-Verbote und digitale Ausweise wohl auch öffentliche Gesundheitspolitik.

Was für spannende zehn Tage uns da bevorstehen.


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Ein Kommentar

  1. Tensing Norbu 19. Mai 2026 um 11:12 Uhr - Antworten

    gestern im TV: der in vielen Bereichen unsäglich inkompetente Lauterbach möchte den seit Milliarden von Jahren chronischen Klimawandel zum globalen Notfall erklären – vermutlich mit Ausgangssperre, Autoverbot, Flugverbot und Fleischverbot. Um das zu propagieren, wird er jahrelang um die Welt jetten. Den „allerwichtigsten“ Figuren bleiben natürlich sämtliche Vorteile unserer Welt erhalten, sie müssen ja den Planeten retten. Kannst nicht erfinden, diesen Stumpfsinn.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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