Eine unerwartete Enthüllung durch Radiokarbon

30. Mai 2026von 3 Minuten Lesezeit

Die Bestimmung des Kohlenstoffisotops von 14C kann zur Datierung organischer archäologischer Funde genutzt werden. Der Aussagewert der 14C-Freisetzung als Zeitspeicher wird allerdings beeinträchtigt, da dessen Konzentration in der Erdatmosphäre schwankt. Dieses Messproblem liefert indirekt ein starkes Indiz dafür, dass Erdöl- und Erdgasverbrennung unser Klima nie messbar beeinflusst haben.

Halbwertszeiten radioaktiver Isotope sind als Naturkonstanten unbestechlich. Einen Rückschluss auf die abgelaufene Zeit lassen Radioisotope aber nur zu, wenn deren Anteil in der Atmosphäre im Lauf der Jahrtausende konstant geblieben wäre. Variationen in der Sonnenaktivität, Abweichungen der Erdachse und Substanzfreisetzungen aus dem Erdinneren verursachten allerdings immer wieder Zu- und Abnahmen des radioaktiven Isotops 14C zum vorherrschenden Isotop 12C. Daher müssen 14C-Ergebnisse mit anderen Datierungsmethoden wie Jahresringkalender von Bäumen kalibriert werden.

Seit der Industrialisierung kam als weitere Störquelle der massiv gestiegene Verbrauch von Kohle, Erdöl und Erdgas hinzu. Deren Freisetzung durch Verbrennungsvorgänge hat seither die Konzentration von 14C in der Erdatmosphäre verdünnt, da Kohlenstoffverbindungen aus dem Erdinneren so alt sind, dass ihr Kohlenstoff keine radioaktiven Isotope mehr enthält. Die Radiokarbonmethode lässt daher bereits für die letzten beiden Jahrhunderte vor dem Beginn radioaktiver Teilchenfreisetzungen mit oberirdischen Atomtests keine Bestimmung des 14C-Zerfalls mehr zu. Dieses Phänomen wurde von dem österreichischen Physiker Hans E. Suess (1909-93) erkannt.

Wer sich den 14C-Zerfall in Relation zu unserer Datierung ansieht, stellt allerdings fest, dass bereits ab dem Jahr 1700 unserer Zeitrechnung keine lineare Abnahme mehr besteht:

14C-Messungen von Eichenholz aus Irland und England mit Datierungen zwischen den Jahren 950 und 1850.i

Lange bevor durch menschliche Aktivitäten nennenswerte Mengen an Kohle, Erdöl und Erdgas durch Verbrennungsvorgänge in die Atmosphäre freigesetzt wurden, gab es offenbar erhebliche Veränderungen der Kohlenstoffisotope.

Wenn also eine den fälschlicherweise „fossil“ genannten Kohlenstoffen aus dem Erdinneren heute eine maßgebliche Rolle für Klimaveränderungen zugeschrieben wird, hätte die Verfälschung des 14C-Zerfalls nicht schon vorher eintreten dürfen.

Dies ist ein weiteres Indiz, eine Verbrennung von Kohlenstoffen als weit weniger klima-relevant einzustufen, als dies heute geschieht. Außerdem: Jahresringe von Bäumen sollten bei einem Klimawandel einen Trend in ihrer Breite erkennen lassen, da günstigere Wachstumsbedingungen zu breiteren, schlechtere zu schmaleren Ringen führen. Dies ist aber nicht feststellbar.ii

Referenzen:

i Hogg AG et al.: High-precision radiocarbon measurements of contemporaneous tree-ring dated wood from the British Isles and New Zealand: AD 1850-950. Radiocarbon 2002; 44,3:633–40

Reuther G: Riskanter Schutz. 300 Jahre Immunisierungsversuche.

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Bild von Bill Kasman auf Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat eine reihe von Büchern veröffentlicht. Darunter „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank? 300 Jahre Immunisierungsversuche.

Aktuell erschienen ist die erste unbefangene Impfgeschichte „Riskanter Schutz“ im Engelsdorfer Verlag.


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Ein Kommentar

  1. Der Zivilist 30. Mai 2026 um 9:28 Uhr - Antworten

    „Außerdem: Jahresringe von Bäumen sollten bei einem Klimawandel einen Trend in ihrer Breite erkennen lassen, da günstigere Wachstumsbedingungen zu breiteren, schlechtere zu schmaleren Ringen führen. Dies ist aber nicht feststellbar.ii “

    Da stimmt doch wohl was nicht. Sollte etwa DIESER Klimawandel gemeint sein ?

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