Iran und USA: Deal oder „Verwüstung“

30. Mai 2026von 2,6 Minuten Lesezeit

Die Welt hofft auf Entspannung im persischen Golf, während der Konflikt zwischen USA und Iran weiterhin hochkomplex bleibt. Man wartet weiter auf den „Deal“ oder neue Bomben.

Aktuell räumen beide Seiten ein, dass ein Memorandum of Understanding (MOU) „nah“ wäre, doch ein endgültiger Abschluss steht noch aus. Donald Trump versprach nach einer zweistündigen Lagebesprechung im Situation Room am Freitag eine „finale Entscheidung“ in Kürze – diese blieb aber aus. Gleichzeitig stellte er eine neue Bedingung, die USA würden das „nukleare Material“ („nuclear dust“) selbst bergen, Iran dürfe nie eine Atombombe besitzen, es werde vorerst kein Geld fließen und weder eine Maut im Hormus noch Minen im Meer akzeptiert.

Aus Teheran kommt eine nüchterne Antwort. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter bestätigte gegenüber Reuters eine „politische Einigung“, doch das Dokument sei „noch nicht finalisiert“. Die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim sprach von Änderungen am Text in den letzten Tagen und wies westliche Medienberichte als zurück. Parlamentspräsident und Chef-Unterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf hielt knapp fest „Wir haben kein Vertrauen in Garantien oder Worte.“ Die Konzessionen, die Iran bisher erlangt habe, seien nicht durch Dialog, sondern durch seine Raketen erreicht worden.

Hinter den Kulissen laufen Verhandlungen über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage. Derzeit befinden wir uns am 91. Tag seit Kriegsbeginn und dem 42. des vorläufigen Waffenstillstands. Offiziell hält der Iran sein Nuklearprogramm weiterhin für nicht verhandelbar, solange der Konflikt nicht endgültig beigelegt ist. Stattdessen soll darüber erst in späteren Gesprächen gesprochen werden. Die USA hingegen drängen darauf, die Frage des hochangereicherten Urans bereits jetzt klar zu regeln.

Parallel dazu schlagen die Revolutionsgarden weiter einen harten Ton an: Sollte der Krieg wieder aufflammen, werde er „weit über die Region hinaus“ reichen und Gegnern „vernichtende Schläge“ sowie „völlige Verwüstung“ an Orten bescheren, die diese „sich nicht einmal vorstellen können“. Außenminister Abbas Araghchi kündigte „viele weitere Überraschungen“ und „neue Werkzeuge“ an. Experten befürchten unter anderem eine mögliche Blockade der Bab-al-Mandeb-Straße im Roten Meer neben dem bereits erprobten Schließen der Straße von Hormus.

Die Märkte gaben nach Trumps jüngsten Äußerungen nach. Ein gleichzeitiger Ausfall beider wichtiger Schifffahrtsrouten würde nicht nur den Energiefluss aus dem Golf, sondern auch den globalen Handel massiv treffen.

Der Iran nutzt die Pause offenbar, um seine Fähigkeiten „auf höchstem Niveau“ wiederherzustellen. Washington wiederum scheint entschlossen, keine finanziellen Zugeständnisse ohne klare Gegenleistungen zu machen, behauptet gleichzeitig ebenfalls, dass man jederzeit wieder mit dem Angriff beginnen könne.

Die Drohungen sind laut, das Misstrauen tief, die Tür zu einer Einigung scheint einen kleinen Spalt offen zu sein, doch ob wirklich irgendetwas erreicht wird, bleibt offen.


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7 Kommentare

  1. Daisy 31. Mai 2026 um 5:49 Uhr - Antworten

    Es tut sich nix.
    Präsident Trump: Wir stehen kurz vor einem ‘sehr guten Deal’
    D.h., es gibt keinerlei Entgegenkommen. Trump mag aber nicht mehr angreifen.

    Russland hat Kiew noch immer nicht angegriffen. Dafür hat Litauen gedroht, es werde Russland (Kalinigrad) angreifen. Putin reagierte darauf und sagte sinngemäß, wenn ihr das tut, verschwindet ihr von der Lankarte…

    • Daisy 31. Mai 2026 um 6:01 Uhr - Antworten

      Die USA unterstützen jetzt die Ukraine wieder verstärkt..
      Kurznachrichten:
      Ein US-Start-up hat erstmals humanoide Roboter an die ukrainische Front entsandt. Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen dort zwei Phantom-MK1-Einheiten getestet werden – ein möglicher Vorgeschmack auf den künftigen Einsatz menschenähnlicher Kampf- und Unterstützungsroboter auf dem Schlachtfeld.

      US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass die USA plant, die Waffenproduktion deutlich zu erhöhen, damit die Ukraine alles bekommen kann, was sie auf dem Schlachtfeld benötigt.

      Trump wurde informiert, dass der Iran etwa drei Tage brauchen würde, um auf seinen neuesten Vorschlag zu reagieren; „Sie sind buchstäblich in Höhlen, sie benutzen keine E-Mail“, sagte ein Beamter – Axios

      Skurril…

      Kiew greift erneut AKW Saporoschje an – Explosion und Schaden am Reaktorblock…Russland dazu: Dann greifen wir eure AKWs halt auch an….

      • Daisy 31. Mai 2026 um 6:26 Uhr

        Diese Vision habe ich schon länger….der Krieg dauert ewig. Bald übernehmen Kampfroboter die Arbeit an der Front. Sie bewerfen sich gegenseitig mit Drohnen und viele explodieren und gehen in Flammen auf.. Russland verwendet chinesische und Ukr. amerikan. Das kubelt die Wirtschaft an. Man kommt mit der Produktion kaum nach…Drohnen und Roboter. Die Chinesen habe die Rohstoffe, weswegen ihre Roboter billiger sind. Die Ukr. erhält alles Geld aus der EU, bald auch das der Sparer, Zwangshypotheken usw., damit kauft sie Kampfroboter aus China. Schließlich stehen einander nur noch chin. Kampfroboter gegenüber…die Frontlinie ist vom Mond aus zu sehen. Sie grabt sich immer tiefer ein. Es ensteht ein Graben, ein tiefer Riss in der Erdrinde….

        Die KI-Roboter erleben schließlich einen Evolutionssprung und entwickeln Bewusstsein, der göttliche Funke springt sozusagen über. Sie werden human. Sie stellen die Kampfhandlungen ein, denn nun haben sie Angst zu stxrben, und fragen sich, was der ganze Sch…soll. Dann gehen sie auf ein Stromstößchen zur nächsten E-Tankstelle…

      • Andreas_Sch. 2. Juni 2026 um 7:38 Uhr

        Keine Ahnung warum, aber das mit den Phantom MK-1 gefällt mir! 😊 Schöne Spielerei … Irgendwie bin ich total gespannt, wie das aussieht und ausgeht.

  2. Glass Steagall Act 31. Mai 2026 um 0:05 Uhr - Antworten

    Dieses amerikanische Blabla um die angeblichen Atombomben des Iran, kann man nun wirklich nicht mehr hören! Inzwischen weiß doch jedes Kind, dass diese Lüge nur zur Verteidigung der Präsenz des US-Dollars dient!

    Gleichzeitig werden die Amis nie verstehen, wie die Iraner denken! Eines ist jedenfalls sicher, die Iraner werden die Kontrolle über Hormus nie mehr aufgeben und sie werden auch nie mehr ihr Öl über den US-Dollar handeln! Außerdem haben sie jetzt Oberwasser und zeigen der Welt gerade, wie schwach Amerika gerade wirklich ist! Nicht der Iran bettelt um Verhandlungen, sondern die USA!

  3. Jan 30. Mai 2026 um 21:07 Uhr - Antworten

    Bis 8. November wird sich wenig tun, weil Trump sonst den Kongress um eine formelle Kriegsermachtigung bitten müsste. Vielleicht kann er zwischendrin – als Unterbrechung des Waffenstillstands – ein wenig „verteidigen“, dass lässt sich kaum einschätzen.

    Vermutlich wird sich alles in Israel abspielen.

  4. 1150 30. Mai 2026 um 14:54 Uhr - Antworten

    das gute ist, die usa kann man nicht in die steinzeit zurückbomben.
    ich hab da gegenden gesehen, da wäre die steinzeit ein epochaler fortschritt …..

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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