Erpressung, Morde, Raub durch staatliche Gewalt ohne Konsequenzen

12. Juni 2026von 3,6 Minuten Lesezeit

Das ist die Beschreibung der Aktionen einer staatlichen Militärorganisation in Westasien, genannt „Naher Osten“. In der Straße von Hormus beschießen sie zivile Schiffe, töten Besatzungen und setzen eine brutale illegale Blockade durch. Und nein, nicht der Iran, sondern die USA.

Die USA haben am Mittwoch den Tod von drei indischen Seeleuten bestätigt. Ein US-Kampfjet feuerte eine Rakete in den Maschinenraum des Tankers, während er den Golf von Oman durchquerte, und verursachte den Tod von drei Besatzungsmitgliedern. Sie wurden wahrscheinlich in Stücke gerissen, wobei ihre Überreste im Meer verloren gingen.

Wenn sie nicht stehlen können, zerstören sie

Es war der achte illegale Angriff der USA auf Handelsschiffe. Die US-Marine erklärte, das unter Palau-Flagge fahrende Schiff, die M/T Settebello, habe „wiederholt Anweisungen der amerikanischen Streitkräfte missachtet“. Die USA haben jedoch keine rechtliche Befugnis, in den Gewässern Omans Befehle zu erteilen, die mehr als 11.000 Kilometer von der amerikanischen Küste entfernt liegen.

Menschliches Leid interessiert nicht

Das Leid der Opfer und ihrer Familien interessierte nicht beim gezielten mehrmaligen Angriff auf eine Schule zu Beginn des Angriffskriegs gegen den Iran, wie bei allen Morden des US-Militärs. Eine Familie in Himachal Pradesh sagte, sie sei am Boden zerstört, nachdem sie erfahren hatte, dass einer der Toten ihr Familienmitglied Aditya Sharma war, der als Deckskadett diente. Sie hoffen, dass seine Überreste geborgen werden können.

Indiens Versuch der Anbiederung vergeblich

Die indische Regierung äußerte Schock. „Wir verurteilen den Angriff auf das Handelsschiff Settebello vor der Küste Omans, der heute früher stattfand“, hieß es in einer Erklärung des indischen Außenministeriums.

Von den 24 indischen Besatzungsmitgliedern an Bord wurden bisher 21 Inder gerettet, und drei Inder gelten als vermisst. Unsere Botschaft in Oman überwacht die Lage genau und koordiniert proaktiv mit den omanischen Behörden bei der laufenden Such- und Rettungsoperation.

Indien, das eng mit Israel verbunden ist und immer wieder versucht, die Gunst der USA zu gewinnen, muss besonders schockiert sein. Denn am Montag hatten US-Streitkräfte schon die Marivex, einen weiteren Öltanker mit indischer Besatzung im Golf von Oman, der ebenfalls unter Palau-Flagge fuhr, bombardiert. In diesem Fall wurden alle 24 Besatzungsmitglieder von der omanischen(!) Armee gerettet.

Auch hier erklärte das US Central Command, das Schiff habe den US-Anweisungen nicht Folge geleistet.

Die USA haben laut Centcom 134 Schiffe erpresst, umzukehren, und acht Schiffe angegriffen, deren Besatzungen den Drohungen trotzten.

Keinerlei Rechtsgrundlage

Kein Land hat das Recht, Schiffe irgendwo auf der Welt willkürlich anzuhalten – geschweige denn anzugreifen. Die USA tun genau das, was sie Iran vorwerfen, obwohl die Iraner sich eindeutig an ihrer eigenen Küste verteidigen, während die Amerikaner auf der anderen Seite der Welt sein sollten. Was natürlich westliche Experten anders sehen. So wie der unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran natürlich kein Angriffskrieg im Sinne des inzwischen verblichenen Völkerrechts sei.

Trotzdem wird Washington, geschützt durch mächtige Verbündete wie Israel und das Vereinigte Königreich, nie für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen.

„Das ist einfach inakzeptabel“, sagte Arsenio Dominguez, Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation, am Mittwoch, nachdem der Tod der indischen Seeleute gemeldet worden war.

Wer blockiert also die Straße von Hormus?

Wenn eine Blockade legitim ist, dann die eines angegriffenen Staates, also des Iran, gegen Schiffe des Angreifers und mit dem Angreifer verbündeten Staaten. Aber ironischerweise berufen sich die USA auf dieses Blockaderecht.

Aber die US-Regierungen, egal von welcher Partei, töten nicht nur Menschen anderer Nationen ohne mit der Wimper zu zucken in Massen. Die Suizidrate unter US-Veteranen ist etwa doppelt so hoch wie in der zivilen US-Bevölkerung. Jährlich nehmen sich in den USA über 6.000 ehemalige Soldatinnen und Soldaten das Leben – im Durchschnitt sind das etwa 17 bis 18 Suizide pro Tag.

Einordnung

Liegt weder ein UN-Mandat noch ein klarer Fall von Selbstverteidigung vor, gilt das Verhängen einer Blockade im Rahmen eines unprovozierten Angriffskrieges völkerrechtlich als Aggressionshandlung (Verbrechen der Aggression). Aber inzwischen gilt ja die „regelbasierte Ordnung„.

Bild: Screenshot

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13 Kommentare

  1. Jurgen 12. Juni 2026 um 16:51 Uhr - Antworten

    Die USA sind immer noch eine Atommacht, ein Kläffer, der jedem ans Bein pinkelt und auffrißt, aber wenn jemand den Hund zurück tritt, gibts Krieg mit Eskalierungsfunktion. Ethisch und christlich sind die USrael gegen minus unendlich unterwegs. Gottes Volk jedenfalls nicht.

  2. Konrad Kugler 12. Juni 2026 um 15:07 Uhr - Antworten

    Die U.S. sind mit ihrem freimaurerisch versauten Sendungsbewußtsein ein Feind der Menschheit.

  3. Jochen Mitschka 12. Juni 2026 um 13:18 Uhr - Antworten

    https://x.com/NuryVittachi/status/2065367778136400315 „Wir stehen in Flammen und sinken, bitte helfen Sie uns!“ AKTUELL: USA greifen drittes indisches Schiff in einer Woche an: Seeleute veröffentlichen Audio ihrer Notrufmitteilung

    • Varus 13. Juni 2026 um 0:39 Uhr - Antworten

      Oft lese ich, Indien war letzte Zeit USrael gegenüber zu unterwürfig – jetzt kommt die Quittung.

  4. therMOnukular 12. Juni 2026 um 12:07 Uhr - Antworten

    „Ohne Konsequenzen“ halte ich für absolut falsch.
    Natürlich hat das Konsequenzen – man sieht nur das Meiste davon noch nicht, aber die Ursache ist gesetzt, die Wirkung wird folgen.
    Eine der bereits sichtbaren Konsequenzen ist ja zB, dass ein Land zum ersten Mal Fähigkeit und Willen zeigt, dem Imperium zu trotzen.
    Eine weitere deutlich sichtbare Konsequenz von diesem Treiben ist die Ebbe in US-Munitionsdepots (für Distanzwaffen und Flugabwehr).
    Die zahlreichen unbenutzbaren US-Basen der Region sind jede für sich eine solche Konsequenz.
    usw.

    Die politischen und bislang unsichtbaren Konsequenzen mögen unscheinbar wirken, aber ihre Wirkung geht tief und weit in die Zukunft. Schon jetzt müssen 80% der Welt militärisch zum „Handel“ mit dem wertewestlichen Imperium gezwungen werden und jeder der kann macht schon heute einen großen Bogen um alles „westliche“.
    Die „Underdogs“ formieren sich zum Rudel und fügen dem brutalen Leitwolf immer mehr Wunden zu.
    Es könnte auch sein, dass aus dem geplanten WK3 die größte Revolution der Geschichte wird.

  5. Glass Steagall Act 12. Juni 2026 um 11:12 Uhr - Antworten

    Die Welt muss endlich begreifen, die USA haben und kennen keine Freunde! Einzig allein „Me, myself and I“ zählt.

  6. Jakob 12. Juni 2026 um 10:53 Uhr - Antworten

    Die US-Regierung und deren Handlanger (Zion eingeschlossen) ist die einzige echte Terroristen-Brut auf diesem Planeten.

  7. Varus 12. Juni 2026 um 10:18 Uhr - Antworten

    Leider darf man Ungeschnittene nicht verlinken (irgendwie verständlich beim Publikum, dessen Teile unmöglich Texte mit mehr als einem Satz verstehen). Gestern gab es dort „Der Iran-Krieg und die Zukunft des amerikanischen Imperiums“ von Jennifer Kavanagh, übernommen aus „The American Conservative“ – die Autorin arbeitete als Senior-Analystin für RAND und CFR; dazu Professorin für Strategie an der Georgetown University. Sie rät, sich insbesondere aus Europa und Nahost zurückzuziehen: „… Die Vereinigten Staaten benötigen keine Militärstützpunkte und Truppenstationierungen in Europa oder im Nahen Osten … Ein kontrollierter Rückzug würde auch eine Einschränkung der US-Sicherheitsgarantien erfordern. Selbst wenn die Vereinigten Staaten in der NATO verbleiben, sollten sie zu einer wörtlichen Auslegung von Artikel 5 zurückkehren, die die Verpflichtungen der USA reduziert, und alle Sicherheitsverpflichtungen im Nahen Osten aufgeben – einer Region, die nur Kopfzerbrechen bereitet hat. …“

  8. Jochen Mitschka 12. Juni 2026 um 9:47 Uhr - Antworten

    „Eine Reihe von US-Luftangriffen hat in Nigeria 175 Menschen getötet. Während das US-Militär AFRICOM erklärte, dass über den Verlauf von drei Tagen Bombardements 175 „Terroristen“ eliminiert worden seien, geben Einheimische an, dass Dutzende Zivilisten getötet und unzählige weitere verletzt wurden. Krankenhäuser im Bundesstaat Borno waren mit Notfällen überlaufen.

    Die nigerianische Regierung führt seit 2009 Krieg gegen islamistische Rebellen. Nigeria ist nur eines von sieben Ländern, die die zweite Trump-Regierung bombardiert hat.“ Mintpress

    Das Völkerrecht ist tot, es lebe die neue regelbasierten Ordnung!

    • Glass Steagall Act 12. Juni 2026 um 11:14 Uhr - Antworten

      Allerdings hat die nigerianische Regierung den Angriff erlaubt und war mit dem eigenen Militär daran beteiligt.

      • Jochen Mitschka 12. Juni 2026 um 12:18 Uhr

        Die USA haben Afrika diesen Terrorismus eingebrockt. Um sich selbst mit Militär einnisten zu können. Es war eines der bewusst betriebenen Nebenziele der Bombardierung Libyens.

        Die tödlichste der Welt: „Das neueste Geschenk des Westens für Afrika“ wie der Titel eines Artikels von Dan Glazebrook heißt, der vom Ron Paul Institute veröffentlicht wurde.

        „Dass dieser Krieg der NATO in Libyen diese Konsequenzen haben würde, war überaus voraussehbar, und von vielen vorhergesagt. Schon im Juni 2011 warnte der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Jean Ping die NATO, dass „Afrikas Sorge ist, dass diese Waffen, die zu einer oder anderen Seite geliefert werden, schon bald in der Wüste sein werden, und die Terroristen bewaffnen, und Verbrechen fördern werden.“ Sowohl Mali als auch Algerien waren entschieden gegen die Zerstörung Libyens durch die NATO, exakt weil sie eine massive Destabilisierung in die Region bringen würde. Sie argumentierten, schrieb O’Neill, „dass ein solcher gewalttätiger Aufstand in einer Region, wie dem nördlichen Afrika, katastrophale Konsequenzen mit sich bringen kann. Die Nachwirkungen der Bombardierungen sind „eine ernste Quelle von Sorge“, sagten die Herrscher Malis im Oktober 2011. Und tatsächlich, wie die BBC berichtete, hatten sie seit dem Konflikt in Libyen argumentiert, dass der Fall von Gaddafi einen destabilisierenden Effekt auf die Region haben werde. In einem Artikel nach dem Zusammenbruch von Nord-Mali, schrieb ein ehemaliger Stabschef der britischen Landstreitkräfte, Generalmajor Jonathan Shaw, dass Oberst Gaddafi ein Dreh- und Angelpunkt des informellen Sahel Sicherheits-Plans war, und dass seine Beseitigung daher zu einem vorhersehbaren Zusammenbruch der Sicherheit in der gesamten Region führen würde. Der Aufstieg von Boko Haram war eines der Ergebnisse, allerdings mit strategischen Vorteilen für den Westen.“ https://ronpaulinstitute.org/deadliest-terror-group-in-the-world-the-wests-latest-gift-to-africa/

      • Varus 13. Juni 2026 um 5:10 Uhr

        Gleich am Anfang des verlinkten Artikels lese ich: „… Nigerias Boko Haram ist nun offiziell die tödlichste Terr@rgruppe der Welt. Dass sie diese Position erreicht haben, ist eine direkte Folge des Krieges des britischen Premierministers David Cameron und Co. gegen Libyen – und eine, der vielleicht nicht völlig unbeabsichtigt war. …“ – Darf man jetzt meinen, dass die Briten bzw. generell Westler sich verdient haben, von nichtwestlichen Kulturen für verkommen und dekadent gehalten zu werden? Etwas später lese ich noch: „… Die NATO hatte faktisch das gesamte Arsenal eines fortschrittlichen Industriestaates an die sektiererischsten Milizen der Region übergeben: Gruppen wie die Libysche Islamische Kampfgruppe, Al-Qaida im Islamischen Maghreb und Boko Haram. …“

  9. VerarmterAdel 12. Juni 2026 um 9:32 Uhr - Antworten

    USA, to dog wagged by ISrahell

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