Wieder Eskalation: USA greifen an und Iran schlägt zurück

10. Juni 2026von 4 Minuten Lesezeit

In den frühen Morgenstunden des 10. Juni hat die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) koordinierte Drohnen- und Raketenangriffe auf US-Militärstützpunkte in Jordanien, Bahrain und Kuwait durchgeführt. Die Angriffe erfolgten als direkte Reaktion auf vorausgegangene US-Angiffe zur „Selbstverteidigung“.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, wurden die „Stützpunkte der US-Terrorarmee“ mit Drohnen- und Raketenangriffen ins Visier genommen. Laut einem weiteren Tasnim-Bericht wurden insgesamt 21 Ziele an US-Luft- und Marinestützpunkten in der gesamten Region getroffen. Das US Central Command selbst hatte zuvor „Selbstverteidigungsschläge“ gegen iranische Luftabwehrstellungen, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradar nahe der Straße von Hormuz eingeräumt – ausgelöst durch den Abschuss eines Apache-Hubschraubers, den Trump in einem seltenen Anfall von Ehrlichkeit gegenüber dem Wall Street Journal als „wasn’t a big deal“ bezeichnete.

Die Reihenfolge:

  1. USA greifen iranisches Territorium an („proportionale Reaktion“ auf einen Hubschrauberabschuss über der Straße von Hormuz)

  2. Iran schlägt zurück gegen US-Basen in der gesamten Region

  3. Westliche Medien bezeichnen es als iranische Eskalation

Die vergessene Vorgeschichte

Was in der westlichen Berichterstattung konsequent unter den Tisch fällt: Die USA führen seit März 2026 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran. Nicht einen „Konflikt“, nicht eine „militärische Operation“ – einen Krieg. Mit Luftschlägen, mit Drohnen, mit der gezielten Zerstörung von Infrastruktur. Begonnen hat der Krieg noch dazu mit einem geziekten Angriff auf eine Mädchenschule bei dem durch deinen Doppelangriff absichtlich etwa 170 Mädchen zwischen 5 und 13 Jahren ermordet wurden.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim dokumentiert, dass US-Angriffe einen Telekommunikationsturm in Sirik zerstört und zwei Wassertanks in der Region beschädigt haben, also zivile Infrastruktur.

Gleichzeitig eskaliert Israel parallel im Libanon, wie hier berichtet.

Trumps Zurückhaltung

Ein Detail, das aufhorchen lässt: Wie Middle East Eye unter Berufung auf das Wall Street Journal dokumentiert, war Trump zunächst nicht gewillt, den Iran erneut anzugreifen. Er spielte den Hubschrauberabschuss herunter. Erst Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine drängten in einer Besprechung im Weißen Haus auf Militäraktion.

Kriegsminister Hegseth ist ein ehemalige Fox-News-Moderator, der nie ein militärisches Kommando geführt hat. Seinen Mindset hat er in einem Buck mit dem Titel „The Aerican Crusader“ (Der amerikanische Kreuzfahrer) dokumentiert. Caine ist ein Karriereoffizier. Beide beraten den Präsidenten .

Die IRGC-Antwort: Kalkuliert und mehrstufig

Die Revolutionsgarde führte eine abgestufte, koordinierte Operation durch. Tasnim meldet Explosionen in Jordanien, Bahrain und Kuwait infolge der Vergeltungsschläge. Im Einzelnen:

Explosionen im Iran wurden aus Ahvaz, von der Insel Qeschm und aus der Straße von Hormus gemeldet. Middle East Eye berichtet von Detonationen auf Qeschm, der größten Insel im Persischen Golf, die direkt in der Straße von Hormus liegt – jener Meerenge, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öltransports fließen.

Weitere Kriegsschauplätze

Im Libanon läuft weiter ein Krieg vor allem gegen die Zivilbevölkerung, die im großen Umfang vertrieben werden soll. Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, hat bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts vorgeschlagen, das israelische Militär solle Frauen und Kinder im Libanon entführen, und in israelische Terrorgefängnisse stecken um Druck auf die Hisbollah auszuüben.

Israelische Truppen führen weiter tägliche Angriffe auf südlibanesische Städte: Nabatieh al-Fawqa, Haboush, Kfar Remman, Tayr Debba – Namen, die im Westen niemand kennt, unter denen aber Menschen sterben. Israel hat die Vertreibungsanordnungen auf die gesamte Stadt Tyre ausgeweitet. Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) warnte, dass die Anordnung „fast 44.000 Menschen betreffen wird, von denen viele bereits vertrieben wurden“ – einschließlich der Bewohner palästinensischer Flüchtlingslager.

Dazu kommen Angriffe israelischer Siedler auf palästinensische Dörfer im Westjordanland. Es wird gemeldet, dass Siedler das historische christliche Dorf Taybeh attackierten, Schüsse auf Häuser abfeuerten und Molotowcocktails warfen.

Ebenso werden die Angriffe auf Gaza fortgeführt. Auch dort tötet Israel täglich Menschen und zerstört was noch an ziviler Infrastruktur vorhanden ist.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild: Apache-Kampfhubschrauber und Zielerfassung auf iranische Shahed-136-Drohne

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11 Kommentare

  1. Jurgen 10. Juni 2026 um 19:58 Uhr - Antworten

    Ja, ja, da unten scheint es nur bei den Iranern noch gesunden Menschenverstand zu geben und über den Teich ist es ja schon lange zappenduster…

  2. Daisy 10. Juni 2026 um 12:43 Uhr - Antworten

    Vergeltung der Vergeltung der Vergeltung…
    Präsident Donald Trump verteidigte am Dienstag US-Angriffe gegen den Iran und nannte die Reaktion “sehr stark” und “sehr mächtig”, nachdem Teheran Berichten zufolge einen US-Amerikaner abgeschossen hatte. Armee Apache Hubschrauber.

    Vor 10 Stunden
    Iran gibt 21 US-Militärstützpunkte an, darunter Kampfflugzeughangars in Jordanien
    Iran Behauptete, es habe zugeschlagen 21 Ziele auf US-Militärstützpunkten, darunter F-35-Kampfflugzeughangars in al-Azraq, Jordanien, obwohl US-Beamte den Angriff nicht bestätigt haben.

    Das Korps der Islamischen Revolutionsgarde schrieb auf Telegram, dass es US-Luft- und Marinestützpunkte in der Region angegriffen habe.

    4 wichtige Ziele auf dem Luftwaffenstützpunkt und der Kommandokontrollzentrale der US-amerikanischen Kindertötungsarmee in Al-Azraq, Jordanien, wurden angegriffen“. Im Namen Allahs, des Brechers der Arroganten, lautet „ein Auszug aus der Telegrammtafel“.

    • Daisy 10. Juni 2026 um 12:48 Uhr - Antworten

      Vagöts Gott… das Wort „Vergeltung“ beinhalted das Wort „Geld“ (s. auch Entgelt, Geltung…usw.), das wiederum vom Gold herkommen dürfte. Vergeltung kann also auch etwas Positives sein, etwa ein Danke oder ein Schmattes……

  3. VerarmterAdel 10. Juni 2026 um 11:26 Uhr - Antworten

    ISrahell is wagging the dog (US)…

  4. Glass Steagall Act 10. Juni 2026 um 11:13 Uhr - Antworten

    Irgendwie kann man keine Strategie mehr in diesem Krieg erkennen. Speziell von bei den USA sieht es nur noch nach sinnlosem und verzweifelten Angriffen aus! Was haben sie denn bisher erreicht? Wenn die Blockade von Hormus das Ziel war, könnte man eine Strategie erkennen, aber zu welchem Preis? Israel hat natürlich sein egoistisches Interesse seine Landesgrenzen zu unrechtmäßig zu erweitern und sie nutzen jede Gelegenheit, sich unmenschlich in Szene zu setzen! Das schwache Europa sagt natürlich nichts und sieht wie ein Trottel in der ganzen Sache aus!

    • 1150 10. Juni 2026 um 11:34 Uhr - Antworten

      im schwachen europa sollen sich die autochthonen lieber die köpfe abschneiden lassen und dankbar dafür sein. wenn der mob sich aber wehren sollte, wird er von der politik, den medien und den anderen prostituierenden ideologiemarionetten als rechtsextrem tituliert

      • Varus 10. Juni 2026 um 13:07 Uhr

        Inwiefern sollte das Isr-Meucheln mit US-Hilfe in Nahost irgendwie die Soros-Migrationsagenda abwehren (ein Typ in den USA), welche WEF (Sitz in der Schweiz) und die EUdSSR (Brüssel) vollziehen?

    • Daisy 10. Juni 2026 um 11:36 Uhr - Antworten

      Stimmt…
      Naja, jetzt gibts nur noch irgendwelche Vergeltungen.
      Isr. hat ein Motiv, Amerika eigentlich nicht…es sei denn, ein paar wollen durch die dauernden Kursschwankungen Reibach machen…
      Ziel könnte auch sein, dass auch Bab-el-Mandeb und der Suezkanal gespxrrt werden….
      Die EU-Marionetten würde das bestimmt freuen; denn umso schneller gehts…

  5. Varus 10. Juni 2026 um 8:47 Uhr - Antworten

    war Trump zunächst nicht gewillt, den Iran erneut anzugreifen. … Erst Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine drängten in einer Besprechung im Weißen Haus auf Militäraktion.

    Dennoch wurde angegriffen und das zählt. Wurden Hegseth und Caine gefeuert? Vielleicht lässt Trumpigster für PR erzählen, dass er sich ein wenig ziert.

  6. Pusteblume 10. Juni 2026 um 8:43 Uhr - Antworten

    Weshalb gibt es überhaupt noch jemanden, der Aktien auf Rüstungs- / Kriegskonzerne hält und auf Bioterrorismus begünstigende Unternehmen?

    • Glass Steagall Act 10. Juni 2026 um 11:07 Uhr - Antworten

      Weil diese Leute keine Moral kennen. Meistens sind es die Großinvestoren, die in alles investieren, was schmutzig ist und Geld bringt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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