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Technologie

Windparks: Was mit den Rotorblättern wirklich passiert

8 Kommentare 27. August 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Wieder einmal zeigt sich, dass die vermeintlich „grüne“ Energiewende an einem entscheidenden Punkt scheitert, den die Propaganda-Industrie der Mainstream-Medien konsequent verschweigt: die Entsorgung der gigantischen Rotorblätter. Während uns die Klima-Industrie seit Jahren erzählt, Windräder seien die Lösung aller Probleme, wächst am Boden ein Abfallproblem heran, das man schlicht nicht mehr ignorieren kann.

Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Sustainability (MDPI) legt jetzt die Zahlen auf den Tisch, die der Windkraft-Lobby seit Jahren ein Dorn im Auge sind. Die Autoren Ramin Moradi und Liu Yang von der University of Strathclyde beschäftigen sich mit genau dem, was nach dem Abriss der ersten Windkraft-Generation übrig bleibt.

Die Kernaussage ist ernüchternd:

„Das globale Abfallvolumen aus Rotorblättern wird voraussichtlich rapide ansteigen – von etwa 500.000 Tonnen (zwischen 2029 und 2033) auf 43 Millionen Tonnen bis 2050, bei moderater Wachstumsrate.“

43 Millionen Tonnen. Das ist kein „grüner“ Abfall, das ist ein Entsorgungsdesaster von industriellem Ausmaß.

Die Studie zitiert dabei die ursprüngliche Prognose von Liu und Barlow aus dem Jahr 2017, die in Waste Management erschienen ist. Dass diese Zahlen bis heute kaum in der öffentlichen Debatte angekommen sind, spricht Bände über die Verlogenheit des „Energiewende“-Narrativs.

Keiner kann die Dinger recyceln – keine nachhaltige Recycling-Lösung

Und hier wird es richtig unangenehm für die Windkraft-Propagandisten. Die Studie stellt nämlich unmissverständlich fest:

„Es existiert keine nachhaltige Recycling-Lösung mit einer klaren energetischen, ökonomischen und ökologischen (3E) Bewertung.“

Übersetzt: Es gibt schlicht keine nachhaltige Recycling-Lösung. Die Rotorblätter bestehen zu über 90 % aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) – einem Verbundmaterial, das genau dafür konstruiert wurde, nicht auseinanderzufallen.

Die Studie beschreibt die einzelnen Verfahren im Detail:

  • Mechanisches Recycling: Zerkleinert die Blätter zu Flocken, Pellets und Granulat – produziert aber kein wiederverwendbares Glasfasermaterial und die Kosten der Füllstoffe sind „schwer zu rechtfertigen“ gegenüber bestehenden Mineralfüllstoffen.
  • Pyrolyse: Liefert Fasern, die mit Rückständen („char“) auf der Oberfläche verunreinigt sind und eine Nachverbrennung benötigen.
  • Vergasung: Noch keine etablierte Technologie für faserverstärkte Kunststoffe.
  • Chemische Verfahren (Solvolyse, Pressolyse): Zu teuer, zu langsam, für die Masse ungeeignet.
  • Zement-Co-Processing: Zerstört die Fasern als bloße Füllstoffe – ein Downcycling, kein Recycling.

Die bittere Wahrheit, die in der Studie steht: Die Deponierung ist bis heute die kostengünstigste und damit häufigste Entsorgungsmethode. Gefolgt von der Verbrennung. Genau das, was man der „dreckigen“ Kohle- und Atomindustrie jahrzehntelang vorgeworfen hat, passiert jetzt bei der ach so sauberen Windkraft.

Recycling scheitert an der Ökonomie

Besonders entlarvend ist ein Detail, das die Autoren selbst eingestehen müssen: Selbst wenn man Glasfasern recycelt, ist das Ergebnis ökonomisch kaum konkurrenzfähig mit neu produziertem Glasfasermaterial.

Die Studie rechnet vor, dass recyceltes Glasfasermaterial (rGF) erst bei sehr großen Anlagenkapazitäten überhaupt wettbewerbsfähig wird. Konkret:

„Der CO₂-Fußabdruck des recycelten Materials fällt nur unter den von Neumaterial, wenn die Recycling-Kapazität 1.725 Tonnen pro Jahr (schottisches Stromnetz) bzw. 3.077 Tonnen pro Jahr (britisches Durchschnittsnetz) überschreitet.“

Im Pilotmaßstab liegt der CO₂-Fußabdruck des recycelten Materials sogar über dem von Neumaterial. Die Zahlen: 2,24 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm recyceltes Glasfasermaterial gegenüber 1,9 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm für Neumaterial – und das am vergleichsweise sauberen schottischen Standort.

Und die Kosten? Die Studie beziffert die Bruttokosten des recycelten Materials auf 4,54 Britische Pfund pro Kilogramm (rund 5,30 Euro/kg) – bei Neumaterialpreisen von nur 1,7 Pfund pro Kilogramm (rund 2,00 Euro/kg). Das recycelte Material ist also fast dreimal so teuer wie neu produziertes.

Das heißt im Klartext: Die ganze Recycling-Diskussion um Windkraft ist bis heute im Wesentlichen Theorie und Wunschdenken. Die Praxis sieht anders aus – Deponien voller Rotorblätter.

Die eigentliche Botschaft

Was man aus dieser Studie mitnehmen sollte, ist nicht die technische Detailverliebtheit der Autoren, sondern die strukturelle Erkenntnis:

  1. Die Windkraft wurde jahrzehntelang als „sauber“ verkauft, ohne dass jemand die Entsorgung durchgerechnet hätte. Die Abfallberge entstehen jetzt erst – und niemand ist vorbereitet.
  2. Die „Kreislaufwirtschaft“ ist beim wichtigsten Baustein der Energiewende eine Illusion. Was nicht recycelbar ist, landet auf der Deponie oder im Ofen. Die Studie selbst räumt ein, dass zwar 80 bis 94 % einer Windturbine recycelt werden können – aber ausgerechnet die Blätter bleiben das unlösbare Problem.
  3. Die Kosten werden externalisiert. Wie so oft bei großindustriellen Projekten zahlt am Ende die Allgemeinheit – über die Deponiegebühren, die Umweltbelastung und die verschwendeten Ressourcen. Die Deponiegebühr für ein einzelnes Rotorblatt liegt laut Studie bei 150 Pfund pro Tonne (rund 175 Euro/t) – die Zerkleinerung allein kostet mit 580 Pfund pro Tonne (rund 680 Euro/t) fast das Vierfache.

Die Windkraft-Industrie hat jahrzehntelang von Subventionen und der blinden Gläubigkeit der Politik gelebt. Dass jetzt – mit Verspätung – überhaupt über das Abfallproblem nachgedacht wird, zeigt nur, wie wenig vorausschauend die ganze „Wende“ von Anfang an geplant war.

Die Rechnung für den grünen Traum wird erst jetzt präsentiert. Und sie ist deutlich teurer, als man uns glauben machen wollte.

Ein Leser ergänzt:

„Deponierung der Rotoren“ ist in vielen Ländern Europas jedoch bereits verboten. So ist es z.B. in Deutschland, den Niederlanden und Finnland streng verboten, ab 1.1.2028 auch in Österreich.

Seit 30. Juni 2026 gilt außerdem die neue EU-Durchführungsverordnung 2026/718. Sie schreibt für Windkraftanlagen, die unter eine betreffende öffentliche Beschaffung fallen, eine Recyclingfähigkeit der Rotorblätter von mindestens 70 % nach Gewicht vor. Zudem wird bei aktuellen Anlagen oft auch Kohlefaserverstärkter Kunststoff (CFK) eingesetzt, der noch schlechter zu Recyceln ist als GFK.

Die „Windbarone“ sind bereits in einigen Länder und zukünftig wohl auch in allen Ländern der EU zum vollständigen Rückbau und zum Recycling verpflichtet, was aber nicht möglich ist.

Ich vermute, dass sie sich dann durch gezieltes Pleite gehen dieser Pflicht entziehen werden und die Grundstückseigentümer bzw. die Allgemeinheit auf dem Problem sitzen bleiben werden.

Genauso wie es absehbar ist, dass z.B. Musk sein Unternehmen Tesla pleite gehen lässt, um sich der Recyclingpflicht der Antriebsbatterien seiner E-Autos zu entziehen.

Im Laufe der Jahre werden nämlich mehr als 3 Mio. Antriebsbatterien mit etwa 20 Mrd. Einzelzellen zurückkommen, für die es auch noch keine großtechnische, wirtschaftliche Recyclingmöglichkeit gibt.

Soweit der Leser. Tatsache ist, dass Bau und betrieb der Windräder in eigne Gesellschaften ausgelagert sind, oder überhaupt von privaten Firmen und nicht von den EVUs selbst gebaut und betrieben werden. Die Kosten für Recycling und Abbau bleiben mit einiger Sicherheit an den Grundstückseigentümern oder den Steuerzahlern hängen.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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8 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer
    Antworten

    Astrophysiker Willie Soon zerlegt Klima-Narrativ bei Tucker Carlson
    https://tkp.at/2024/01/12/astrophysiker-willie-soon-zerlegt-klima-narrativ-bei-tucker-carlson/

    Klimaschutzziele: Deutschland unterstützt Indien mit 10 Milliarden Euro Steuergeld
    2023_09_15
    https://exxpress.at/economy/klimaschutzziele-deutschland-unterstuetzt-indien-mit-10-milliarden-euro-steuergeld/

    Indien verdoppelt Kohle-Produktion
    2024_01_09
    https://finanzmarktwelt.de/indien-verdoppelt-kohle-produktion-wie-deutschlands-energiewende-verpufft-297230/

    JD VANCE spricht in INDIEN zum „Klima-Schwindel“
    Er spricht aus, was sich Millionen nicht zu sagen trauen:
    Bei der angeblichen „Klimakrise“ geht es nicht darum, den Planeten zu retten – es geht darum, die Menschen zu kontrollieren.
    Während sie uns Enthaltsamkeit predigen, fliegen sie mit Privatjets nach Davos.
    Es ist ein Billionen-Dollar-Geschäft, ein Kampf um Kontrolle, verpackt in GRÜNE KLIMA-PROPAGANDA.
    Was wir brauchen ist KEIN RESET, was wir brauchen, ist eine ABRECHNUNG
    2025_04_23
    https://x.com/Georg_Pazderski/status/1915055117662924883

  2. cwsuisse
    Antworten

    Es hat sehr lange gedauert den grünen Humbug zu enttarnen.

  3. Glass Steagall Act
    Antworten

    Wo genau sind denn jetzt die Lagerstätten der alten Rotoren?

  4. Jan
    Antworten

    Was ist mit tiefen Betonfundamenten in 5000 Jahre altem Ackerboden?

    1. K Kaefer
      Antworten

      Ackerboden ist ja noch der beste Fall. Schwerkriminell aus ökologischer Sicht ist natürlich die gezielte Zerstörung der Wälder, dort wo gerodet wird um dort für die Ewigkeit die Riesenfundamente einzubauen. Nachdem im Radius von 5km jegliches Tierleben geflüchtet ist.

  5. OMS
    Antworten

    Wo Ideologie regiert, hat normaler Hausverstand Urlaub! Mama sagt, dumm ist der, der Dummes tut. (Zitat aus dem Film Forrest Gump). Aber Hausverstand ist ja abgeschafft, da nicht links!

    1. triple-delta
      Antworten

      Wenn man nicht weiterweiß, dann ist es Ideologie. Dabei ist es der ganz normale Kapitalismus, der hier regiert. Die Politik setzt die Vorgaben des Kapitals um. Die s.g. Ideologie ist nur die Schiene, auf die die geistig limittierten Politiker gesetzt werden, ähnlich den Kreuzzügen des Mittelalters.
      Links ist das alles noch weniger. Aber es ist für das Kapital vorteilhaft, wenn man dem Normalbürger einen Hass auf Links unterjubelt. Nicht dass die Menschen begreifen, was wirklich vorgeht.

      1. Konrad Kugler

        Die Kreuzzüge des Mittelalters hatten nur die Absicht, die Christen im Heiligen Land von der Türkenherrschaft zu befreien.
        Ihr Kapitalismusfimmel verkennt die eigentlichen Ursachen, die Ideen, die dem ganzen Blödsinn erst den Boden bereitet haben. Erst dann kommt das verwilderte Treiben und das Geldmachen. Genau wie im Sozialismus die Bonzen.

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