Neue EU-Milliarden für den ukrainischen Drohnenkrieg

30. Juni 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Die EU-Kommission zahlt 3,9 Milliarden Euro für Drohnen an die Ukraine aus. Das ist für den Krieg von höchster Bedeutung, da Drohnen mittlerweile zur wichtigsten Waffe geworden sind.

Die Europäische Kommission hat heute mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro an die Ukraine für die Beschaffung von Drohnen begonnen. Die Summe ist die erste Rate einer Tranche von rund 6 Milliarden Euro, die ausschließlich für fortschrittliche Drohnentechnologie vorgesehen ist.

Die Mittel stammen aus dem insgesamt 90 Milliarden Euro umfassenden „Ukraine Support Loan“. Dieses Paket teilt sich in etwa 30 Milliarden Euro Haushaltsunterstützung – ohne diesen „Kredit“, der wohl maximal bei einem ukrainischen Sieg zurückgezahlt würde, käme es zur Staatspleite – und 60 Milliarden Euro Kriegsfinanzierung auf (Laufzeit 2026–2027). Allein für 2026 sind 28,3 Milliarden Euro für die ukrainische Verteidigungsindustrie eingeplant.

Bereits am 25. Juni hatte die Kommission 3,2 Milliarden Euro als makrofinanzielle Hilfe ausgezahlt. Die nun folgenden Drohnenmittel sollen vor allem der Produktion und dem Kauf ukrainischer Drohnen zugutekommen und die ukrainische Rüstungsindustrie stärken, die durch die Gelder der EU immer mehr zum größten und wichtigsten Hersteller von Kriegsmaterial in Europa wird. Weitere Auszahlungen in den kommenden Monaten sind für Munition, Raketen und Luftabwehrsysteme vorgesehen, berichtet Reuters.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt in ultranationalistischem und kriegsgeilem Ton dazu:

„Die Genialität der Ukraine steht im Zentrum ihres Erfolgs beim Widerstand gegen Russlands vollumfängliche Invasion. Diese Genialität wollen wir unterstützen. Heute stellen wir eine erste Tranche von 3,9 Milliarden Euro für fortschrittliche Drohnentechnologie zur Stärkung der Verteidigung der Ukraine bereit. Und es wird mehr folgen.“

Die Gelder werden nach Prüfung der Verträge (so die offiziellen Angaben) schrittweise freigegeben und fließen in einen speziellen Fonds des ukrainischen Staatshaushalts. Die EU hat seit Beginn der russischen Spezielken Militärooration zusammen mit den Mitgliedstaaten bereits über 211 Milliarden Euro an die Ukraine geschickt. Manches davon ist humanitäre und politische Hilfe, vieles dient dem Krieg.

Mit der Drohnen-Finanzierung setzt die EU ihren Kurs fort. Die Drohnen sind mittlerweile entscheidend, sowohl zur Verteidigung der Front als auch für offensive Angriffe – ob direkt hinter der Front, an der Front oder tief im Hinterland. Die EU finanziert dabei die ukrainische Rüstung, die spätestens nach dem Krieg auch die EU versorgen soll. So begibt sich die EU in eine Abhängigkeit von einem Nichtmitgliedstaat und spricht gleichzeitig von ihrer neuen „souveränen“ Sicherheitsarchitektur.


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8 Kommentare

  1. cwsuisse 3. Juli 2026 um 7:25 Uhr - Antworten

    Mit dem Slogan von der „Genialität der Ukrainer“, welcher im Umkehrschluss die intellektuelle Unterlegenheit der Russen behauptet, übrigens ein wiederkehrendes Thema der UKR/UK Kriegspropaganda, greift Frau von der Lyer die These von der ukrainischen „Herrenrasse“ auf und ist somit dabei nationalsozialistisches Gedankentum in die DNA der EU einzuweben.

  2. Varus 1. Juli 2026 um 7:28 Uhr - Antworten

    Böses Medium bleibt zuversichtlich: „Liveticker Ukraine-Krieg – Militärexperte: Putins Erklärung ebnet Weg zur Rückkehr Odessas“, trotz der EUdSSR-Drohnen

    Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt in ultranationalistischem und kriegsgeilem Ton dazu

    Der Krieg soll aus vielen Ethnien eine Super-Duper-Ultra-Nation machen? Es gab schon mal Zeiten, in den von einem „Europa“ geredet wurde – kurz vor der EUdSSR-Gründung. Das Siegfried-Museum in Xanten zeigt aus einer kriegsgeilen Rede, die damalige Soldateska sei Garant, dass „Europa bestehen könne“.

  3. Nurmalso 30. Juni 2026 um 21:55 Uhr - Antworten

    Russland ist der Entwicklung weit voraus. Selbst bei 500 Drohnen in einem Angriff wird Russlands Technologie jede einzelne erfassen und präzise zerstören.
    Im Prinzip steckt die blonde Eva ihre Milliarden in eine veraltete Technologie, wie früher die Panzer, und nützt nur der deutschen Rüstungslobby etwas.
    Wir erinnern uns doch noch an den Leopard dessen Kettenantriebe die Russen vollkommen rückständig deklarierten und somit kriegsuntauglich waren.

    • cwsuisse 3. Juli 2026 um 7:32 Uhr - Antworten

      Russland verfügt im Bereich der Raketen – und Lenkwaffentechnologie über einen satten Vorsprung gegenüber der NATO. Hinzu kommt eine absolute Überlegenheit im Bereich der Militärökonomie. Wer von einer technologischen Überlegenheit der Ukraine ausgeht, hat nicht alle Tassen im Schrank.

  4. Glass Steagall Act 30. Juni 2026 um 19:05 Uhr - Antworten

    Jeder Cent an die Ukraine ist ein verlorener Cent! Mir wäre die korrupte Ukraine nicht einen Cent wert! Aber die westlichen Investoren wollen das Stück Land haben und deswegen schickt unsere korrupte Politik täglich unser Steuergeld in den Verbrennungsofen der Ukraine.

    • LmaA 1. Juli 2026 um 9:21 Uhr - Antworten

      Ich denke das jeder Politiker in der EU für jeden “ Spenden € “ und für jede Waffenspende,
      von der korrupten UA Regierung und der Waffenindustrie eine fette Provision bekommt.
      Und genau das ist der Grund warum der Krieg unbedingt so lange wie möglich am köcheln gehalten werden muss. Man könnte annehmen das die Politiker, besonders
      die Deutschen, ihre Bürger mit voller Absicht in Lebensgefahr bringen wollen.

    • cwsuisse 3. Juli 2026 um 7:42 Uhr - Antworten

      Die Zerstörung der Russischen Föderation durch die Ukraine ist das geopolitische Primärziel der USA. Die USA – Milliardäre, welche einen Grossteil der Ukraine aufgekauft haben, sind die Schmeissfliegen auf dem Mist der US-Geopolitik.

  5. 1150 30. Juni 2026 um 18:51 Uhr - Antworten

    ist doch egal, den pöbel interessiert doch nur fussball, fernsehen und fi..en ……….

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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