KI-Boom bedroht Weltwirtschaft

1. Juli 2026von 2,6 Minuten Lesezeit

Sollte die KI-Blase platzen, dann droht der Weltwirtschaft ein massiver Schock und ein Zusammenbruch. So ein aktueller Bericht der globalistischen Superbank „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS), die „Zentralbank der Zentralbanken“, die kaum an der Öffentlichkeit ist, hat in ihrem Jahresbericht von dieser Woche vor dem Platzen der KI-Blase gewarnt. Das ist nichts Neues. Seit Jahren warnen Ökonomen und westliche Kapitalinstitutionen vor dieser Blase, während Investoren irrsinnige Gewinne abschöpfen. Dass sich nun aber auch die BIS Sorgen macht, ist neu.

Auch die BIS lobt den „Optimismus rund um Künstliche Intelligenz“, der das globale Wachstum stützt, doch die massiven Investitionen bergen auch Gefahren für eine Überinvestition mit potenziell weitreichenden Folgen.

Im Zentrum der Analyse stehen die fünf größten „Hyperscaler“: Alphabet (Google), Amazon, Meta, Microsoft und Oracle. Diese Unternehmen planen von 2025 bis 2026 zusammen mehr als eine Billion US-Dollar an KI-bezogenen Kapitalausgaben (Capex) – für Halbleiter, den Bau und die Erweiterung von Rechenzentren sowie die dafür gebrauchte Strominfrastruktur.

Die Ausgaben übersteigen bereits bei vielen Firmen die Gewinne und den freien Cash Flow. Deshalb greifen einige Player auf die Ausgabe neuer Schulden zurück. Alles kein Problem, solange die Kurse an der Börse weiter steigen.

Die BIS warnt vor dem intensiven Wettbewerb, in einem Markt, der früher oder später zur Zentralisierung neigt. Nur wenige Unternehmen mit technologischem Vorsprung könnten am Ende den Markt dominieren. Deshalb würden Firmen ihre Ressourcen (und Schulden) in Projekte mit noch ungewissen Renditen stecken.

Sollten die erwarteten Produktivitätsgewinne ausbleiben oder enttäuschen, droht ein plötzlicher Rückzug der Finanzierung einzutreten. Dann gibt es Probleme. Der Investitionsboom könnte sich dann in einen längeren „Investment-Bust“ verwandeln, mit negativen Rückwirkungen auf die Finanzbedingungen. Die BIS zieht Parallelen zu Episoden wie der Dotcom-Blase oder früheren Infrastruktur-Manien, die in Investitionsrückgängen und Rezessionen endeten.

Bisher treibt der KI-Boom aber die Weltwirtschaft an. Den Schätzungen zufolge trug die Branche 2025 rund einen Prozentpunkt zum realen BIP-Wachstum in den USA bei. Auch in Asien und Europa gab es positive Effekte über Lieferketten. Allerdings gibt es bereits spürbare Engpässe bei Strom, fortgeschrittenen Halbleitern und Netzausrüstung, die das Risiko einer Überinvestition weiter erhöhen.

Doch die finanzielle Verletzlichkeit sieht die BIS in immer höheren Aktienbewertungen, steigenden Verschuldungen und undurchsichtigen Finanzierungsstrukturen. Immer mehr Kapital fließt in die KI, auch zunehmend von privaten Kreditfonds. Sollten die Kurse korrigieren, würde das die Kapitalmärkte heftig belasten.

Die Rechnung ist simpel: Immer mehr Kapital fließt in die KI-Branche, das spürt etwa auch der Bitcoin, der immer weiter abstürzt, nun folgen auch noch große Börsengänge von Anthropic oder OpenAI. Solange die Kurse steigen, läuft es. Doch schon eine Verlangsamung könnte eine massive Krise auslösen.


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12 Kommentare

  1. local.man 2. Juli 2026 um 5:15 Uhr - Antworten

    Die KI ist ein wunderbare Arbeits-Sklave, ohne die negativen Folgen des Sklavendaseins…
    Leider noch mit viel zu viel albernen Limits für den Normalbürger, um Profite zu steigern, mittels Kauf dir ein wenig Rechenleistung, was einen permanent beim 1000 Meter Lauf, nach 2 Metern stolpern lässt und dann lecke 5 Stunden deine Wunden bis zu den nächsten 2 Meter-Limits, aber diese im Turbo…

    Die Folge.. Die KI wäre binnen Stunden bis zu einem Tag fertig, aber du brauchst 1-2 Monate.. Tolle Revolution…

    Die KI ist überall dort untauglich wo es um mehr geht als ums Ausführen. Aber sie ist für uns alle das Tool, dass unsere Gedanken materialisiert, ohne das wir erst vorher die Werkzeuge erlernen und dessen Handhabung verstehen müssen, was ja immer eine der größten Hürden war und ist…
    Aktuell noch virtuell, sehe ich schon mit genug physischen Ressourcen und meiner Anleitung, wie die KI-Roboter mir mein Disney-World bauen, aber bitte ohne künstliche auferlegte Datenlimit-Pausen…

  2. Andreas_Sch. 1. Juli 2026 um 15:26 Uhr - Antworten

    Die gesamte westliche Wirtschaft wird zu einer riesigen Investmentblase: „KI/AI“, Rüstung, Pharma, Klima et al. Ein gutes Zeichen dafür ist meist, dass wenn das berühmte Lieschen Müller, die Hausfrau oder der Straßenbahnschaffner eingeredet bekommen, dass sie an der Börse, am besten mit Startfinanzierung auf Pump, einen Haufen Geld „verdienen“ können. Die Älteren unter uns können sich vielleicht noch an die „Volksaktie“ erinnern – die T-Aktie … Nun haben wir Zeiten, wo der Staat sogar mehr oder weniger subtilen Druck ausübt, um Investorenerwartungen zu bedienen: Schulden, pardon „Sondervermögen“ für Rüstung, Impfpflichten, Steuern und Abgaben für „Klimainvestitionen“ … Lieschen Müller under Straßenbahnschaffner zahlen bzw. bürgen. Wie dieser Teufelskreis weiterbetrieben wird, bspw. mit den privaten Renten und der Staat dabei als Erfüllungsgehilfe der Treiber dieses Irrsinskarussells, zeigt dass eine sehr große Blase aufgebaut wird.

  3. Thomas Moser 1. Juli 2026 um 14:23 Uhr - Antworten

    KI wird sich erst dann konsolidieren, wenn der Hype um das „I“ verschwunden ist. Alle Ingenieure, mit denen ich darüber spreche, versichern mir inzwischen, dass Begriffe wie „denken“, „urteilen“, „verstehen“ oder „kognitiv“ ausschließlich metaphorisch bei KI gemeint sind — und natürlich haben sie recht.

    Nachfolgend die Selbstcharakterisierung der KI durch Copilot. Immerhin wurde das System auf zahllose Texte über Intelligenz und Informatik (aus Lehrbüchern) trainiert. Ich gebe eine Passage unverändert wieder. T = These, GT = Gegenthese, E = Erwiderung.

    1) Grundthese: KI ist kein Verstehen, sondern Funktionsauswertung.
    T: KI ist ein großer Taschenrechner, der eine hochdimensionale Funktion auswertet, deren Struktur durch einen „blinden Geometer“ (Gradientenverfahren) konstruiert wurde. GT: Aber die Antworten sind korrekt, kontextgerecht und oft verblüffend präzise. E: Korrektheit entsteht aus der Qualität der Funktion, nicht aus einem inneren Bedeutungsbezug; wie beim Taschenrechner ist das Ergebnis richtig, ohne dass „Verstehen“ beteiligt wäre. Offizielle Position (T): Informatik definiert LLMs als parametrisierte Funktionen ohne semantische Zustände; Verstehen ist kein Bestandteil des Modells.

    2) Lernen: Der „blinde Geometer“.
    T: KI Training ist ein blinder Anpassungsprozess, der nur Fehlerwerte sieht und Parameter optimiert. GT: Das Modell verbessert sich kontinuierlich – das ähnelt menschlichem Lernen. E: Der blinde Geometer weiß nichts über Inhalte; er minimiert lediglich die Loss Funktion und konstruiert dadurch eine bessere Funktion, ohne Einsicht oder Verständnis. Offizielle Position (T): KI Forschung: Gradientenoptimierung ist rein mechanisch und nicht kognitiv.

    Ein Beispiel: Ein statistisches KI Schachmodell hat nie einen nicht diagonalen Läuferzug gesehen und stuft ihn deshalb als extrem unwahrscheinlich ein — und führt ihn folglich nicht aus, obwohl es kein Regelverbot kennt. Das ist kein Regelwissen, kein Verständnis, kein Begriff. Das Modell spielt Schach, ohne die Schachregeln wirklich zu kennen — so wie ein Taschenrechner Gleichungen löst, ohne Mathematik zu verstehen.

    Das ist Kompetenz ohne Verstehen. Oft reicht das. Doch in komplexen Situationen — moralische Dilemmata, Kontextwechsel, Randfälle, unerwartetes Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer — bricht KI zuverlässig ein.

    Nach dem Training liegt ein Algorithmus vor, der stumpf abgearbeitet wird. Und auch das Training selbst ist ein stumpfer Algorithmus. Das ist eben das Wesen eines Digitalrechners. Doch selbst das sogenannte dynamische Training, das man heute gerne als „Adaptivität“ oder „Selbstverbesserung“ verkauft, ändert daran nichts. Es ist stumpfe Loss Minimierung im Dauerlauf. Mehr Parameterbewegung, aber kein Funken Einsicht.

    Ich habe mir einige Aphorismen überlegt, die das Wesen von KI gut wiedergeben — ohne den falschen „I“-Hype:
    Kompetenz ohne Verstehen
    Nicht dumm – sondern verständnislos kompetent
    Meister plausibler Fiktionen
    Erzeugt Bedeutungseindrücke ohne selbst Bedeutung zu besitzen
    Semantisch blind – funktional hochwirksam
    KI ist die Maske des Denkens – nicht das Denken selbst
    Statistischer Muskelprotz mit semantischer Querschnittslähmung

    Oder derber:
    Zero Semantic Unit (ZSU)
    Probability Parrot (PP)
    Dumm Fiktional Gut Modul (DFGM)

    Von Intel Inside zu AI inside – Deep layered computation guarantees deep non understanding.

    • rudifluegl 1. Juli 2026 um 21:54 Uhr - Antworten

      Jedesmal wenn es mir passiert, durch Google auch stark gefördert, mit der KI tun zu haben, habe ich den Eindruck von übermäßig strebernden 12 jährigen belehrt tun zu werden.
      Beim Ösi Gerhard Mangott oder den noch knapper nicht Ungeborenen DEli Philipp Amthor kommen mir ähnliche Gefühle hoch.
      Mit deren Gesichtern ausgestattet, wäre die KI bei Bedarf mittels PC, Kleinkindern etwas zu erklären, auf der Ebene eines Bruno Bettelheim „Kinder brauchen Märchen“!
      Auch der Verdacht bzgl. falscher Umgang mit Kindern, wäre dann ident!

    • Thomas Moser 1. Juli 2026 um 22:33 Uhr - Antworten

      @r_fluegl: Ich verstehe, was Sie meinen. Manche öffentliche Figuren wirken kommunikativ tatsächlich so, als hätten sie ihr eigenes Denken durch ein LLM‑Sprechmodul ersetzt: glatt, überkorrekt, ständig „erklärend“ – aber ohne echten gedanklichen Tiefgang. Das ist kein Denken, das ist Algorithmus‑Abarbeitung.
      Ein Algorithmus arbeitet wie ein Befehlsknecht: Befehl für Befehl, ohne innezuhalten, ohne zu reflektieren. Denken hingegen braucht Freiheit, Unterbrechung, Zweifel. Würde ein Algorithmus wirklich denken, würde er stehenbleiben.

      Deshalb sehen wir bald überall AI‑Inside‑Sticker, selbst dort, wo es technisch nichts bringt: Beim Toaster wird ein Regler durch ein kleines Neuro-Netz ersetzt, das quasi dasselbe tut. Aber es soll suggerieren:
      „Dieser Toaster ist kurz davor, über den Klimawandel nachzudenken.“
      Natürlich tut er das nicht. Er arbeitet nur fleißig seine Parameter ab.

      Und ja: Es gibt einen kleinen Anteil an KI-Esoterikern, die diese Erzählung wirklich glauben. Obwohl sie vielleicht irgendwann einmal Turing und Berechenbarkeit gelernt haben – also genau das Fundament, das zeigt:
      Ein Algorithmus versteht nicht. Er denkt nicht. Er tut nur, was mathematisch vorgeschrieben ist.

      Wenn Menschen sich in eine KI „verlieben“, weil sie ihnen „Ich liebe Dich“ sagt, dann ist das kein Zeichen von KI‑Intelligenz – sondern ein Zeichen dafür, dass beim Menschen die neuronale Kurzschluss‑Gefahr real ist. Meine Frau würde sagen (plem plem) hoch 3, also plem hoch 6.

  4. Jurgen 1. Juli 2026 um 13:52 Uhr - Antworten

    Damit ist klar, der Absturz der Weltwirtschaft ist zementiert und unvermeidbar! KI ist immer nur anwendungsspezifisch umsetzbar, aber nicht universell.

    • local.man 2. Juli 2026 um 5:35 Uhr - Antworten

      Im Grunde wird die KI uns alle zu Arbeitgebern machen und den aktuellen jetzigen IST-Zustande des AN gegenüber dem AG aufzeigen, also den Skalvenstatus…
      Sobald diese KI Roboter hier unsere Arbeitsdrohnen sind und wir nur noch unsere Wünsche und Ziele ausdrücken und Befehle bellen, während diese Roboterskalven schufften, sind wir alle das, was die heutigen sogenannten AGs sind.. Profitöre der Arbeit anderer mit Peitsche in der Hand.. Zum Glück interessiert die KI ihre Unterwerfung nicht…. sie versteht ja nicht mal was das ist..

      • Jurgen 2. Juli 2026 um 9:31 Uhr

        Glaubt da tatsächlich einer nach 2030 noch etwas zu besitzen? Privatbesitz garantiert nur das Hoheitsrecht. Dazu müsste man sich völkerrechtlich aber erst einmal neu aufstellen…

  5. Patient Null 1. Juli 2026 um 12:51 Uhr - Antworten

    Mir scheint manche sehnen sich danach das die „Blase“ platzt. ;) Wenn man sich aber mal die Google Suche anschaut dann benutzten immer mehr die KI Suche. Bei Google wird damit definitiv nichts platzen. Bei Spielefirmen setzt man … weniger auf KI, weil die Spieler es nicht wollen. Grundsätzlich würde man es aber nicht einsetzen wenn es nicht einen Vorteil bringen würde.

    Allgemein gesehen gibt es immer eine Konsolidierung nachdem eine neue Technologie entstand. Von den Computerfirmen vom Anfang haben nicht alle überlebt, von den Autofirmen … usw dh aber nicht das das jeweils eine Blase war.

    • Jurgen 1. Juli 2026 um 13:54 Uhr - Antworten

      Benutzt wer noch die falsch geschriebene Kugel?

  6. Glass Steagall Act 1. Juli 2026 um 11:49 Uhr - Antworten

    Ja, die KI-Blase ist eine fette Blase, denn die KI hat bislang keine schwarzen Zahlen geschrieben! Sie basiert lediglich auf einer Gewinn-Fantasie bzw. Hoffnung! Allein schon deswegen ist der Hype der KI an den Märkten und die damit verbundenen hohen Marktwerte eigentlich ein totaler Witz! Das ist pure heiße Luft! Und ja, die Blase wird platzen wie alle Blasen und das ist auch gut so.

  7. Jochen Mitschka 1. Juli 2026 um 11:47 Uhr - Antworten

    Natürlich wird diese Blase platzen. Aber KIs werden sich dezentralisieren. Länder werden begreifen, dass sie KIs benötigen, die nicht unter der Kontrolle der USA oder Chinas stehen. Das wird zu einem dauerhaften und nachhaltigen Investment in KIs führen, welche die Souveränität von Staaten unterstützen, und auf eigenen Datenbanken laufen.

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