Die politischen Folgen von vermutlichen Völkermord, Vertreibungen und Angriffskriegen

1. Juli 2026von 7,8 Minuten Lesezeit

Zunächst erzwangen US-Politiker den Verkauf von tik-tok, angeblich weil dort anti-israelische Propaganda verbreitet wurde, und der chinesische Eigentümer das unterstützte. Aber dieser Kampf des US-Establishments gegen kritische Berichterstattung über vermutlichem Völkermord, Massaker, Vertreibungen und Angriffskriegen scheinen nicht zu fruchten. Langsam, ganz langsam, verändert sich die politische Landschaft in den USA. Schauen wir uns das genauer an und vergleichen wir es mit Entwicklungen in Deutschland.

In den USA verzeichnet die politische „Linke“ bei den parteiinternen Vorwahlen (Primaries) der Demokratischen Partei eine deutliche Welle von Wahlerfolgen für pro-palästinensische Politiker, die sich offen gegen die etablierte Parteiführung und pro-israelische Lobbygruppen durchsetzen.

Trotz massiver finanzieller Interventionen durch Super-PACs wie das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), politischem Druck der Parteispitze und Gegenwind etablierter Medienkanäle haben progressive Basisbewegungen in wichtigen Wahlbezirken historische Siege errungen.

Der historische Sturz in Colorado: Melat Kiros

Bei den Vorwahlen am 30. Juni 2026 sorgte die 29-jährige demokratische Sozialistin Melat Kiros für eine landesweite politische Sensation. Sie stürzte die am längsten dienende Kongressabgeordnete Colorados, Diana DeGette, die den Sitz seit 30 Jahren hielt.

Der Hintergrund

Kiros verlor Ende 2023 ihre Stelle in einer renommierten New Yorker Anwaltskanzlei, weil sie sich weigerte, ein Unterstützungsschreiben für pro-palästinensische Studierende zu löschen. Zurück in Denver arbeitete sie als Barista und baute eine rein basisdemokratische Kampagne auf.

Gegen das große Geld

DeGette und pro-israelische Verbände fluteten den Wahlbezirk in den letzten zwei Wochen vor der Wahl mit rund 2 Millionen US-Dollar an Super-PAC-Geldern. Trotz dieses massiven finanziellen Vorteils siegte Kiros mit einem klaren Programm, das einen vollständigen Rüstungsstopp für Israel fordert. Details und Hintergründe zu diesem Rennen dokumentiert das investigative Medium Drop Site News.

Der linke Erdrutschsieg in New York City

Nur eine Woche vor dem Erfolg in Colorado, am 23. Juni 2026, erlebte die politische Landschaft New Yorks ein politisches Beben, als drei vom New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützte, pro-palästinensische DSA-Kandidaten etablierte Amtsinhaber besiegten.

Brad Lander schlägt Dan Goldman: Im zehnten Kongressbezirk von New York – einem Bezirk mit einem historisch sehr hohen jüdischen Bevölkerungsanteil – warf der progressive Brad Lander den pro-israelischen Amtsinhaber Dan Goldman mit einem Vorsprung von 30 % aus dem Amt. Lander wurde dabei maßgeblich von progressiven jüdischen Basisorganisationen wie Jews for Racial and Economic Justice unterstützt.

Claire Valdez besiegt Antonio Reynoso: Im siebten Kongressbezirk gewann Claire Valdez mit 56,1 % der Stimmen gegen den von AIPAC unterstützten Reynoso. In ihrer Siegesrede gelobte sie, sich im Kongress aktiv gegen die Militärhilfe im Gaza-Konflikt einzusetzen.

Darializa Avila Chevalier schmeißt Adriano Espaillat raus: Im Traditionsbezirk des langjährigen Abgeordneten Espaillat siegte Chevalier, die 2024 als Studentin wegen der Mitorganisation von Gaza-Protestcamps an der Columbia University festgenommen worden war.

Der finanzielle Gegenspieler: PAL PAC gegen AIPAC

Lange Zeit galt das ungeschriebene Gesetz der US-Politik, dass kein Kandidat eine Wahl gewinnen kann, gegen den die pro-israelische Lobby AIPAC Millionen Dollar für negative Werbekampagnen mobilisiert. Die Vorwahlen zeigen jedoch eine deutliche Abnutzung dieser Strategie.

50-Millionen-Dollar-Wahlkampf verpufft: Allein in New York investierten pro-israelische Gruppierungen astronomische 50 Millionen US-Dollar, um die linken Herausforderer zu stoppen – ohne Erfolg.

Die Entstehung von PAL PAC: Im Februar 2026 formierte sich mit dem Peace, Accountability, and Leadership PAC (PAL PAC) erstmals ein strategisches finanzielles Gegenfeuer, das pro-palästinensische Kandidaten mit gezielter Infrastruktur und Freiwilligen-Logistik gegen die Schmutzkampagnen der Establishment-Medien verteidigt.

Die breitere Entwicklung im Land

Der Trend ist kein reines Phänomen der US-Metropolen, sondern zieht sich durch verschiedene Bundesstaaten:

Dr. Adam Hamawy in New Jersey: Bereits Anfang Juni 2026 wählten die Bürger in New Jersey den Arzt Dr. Adam Hamawy, der durch seine humanitären Einsätze im Gazastreifen bekannt wurde und eine klare pro-palästinensische Außenpolitik vertritt, als demokratischen Kandidaten für das Repräsentantenhaus.

Kurswechsel im Mittleren Westen: Selbst in Bundesstaaten wie Michigan verschiebt sich das Zentrum der Demokratischen Partei. Kandidaten wie die Senatorin Mallory McMorrow, die zuvor noch an AIPAC-Reisen teilnahmen, sahen sich durch den Druck der Wählerbasis gezwungen, ihre Rhetorik anzupassen und schärfere Kritik an der US-Militärhilfe zu üben.

Analysten und Plattformen wie die Arab America halten fest, dass der unbedingte überparteiliche Konsens zur bedingungslosen Unterstützung Israels im US-Kongress tiefe Risse bekommen hat. Wenn diese Kandidaten nach den landesweiten Wahlen im November ihren Sitz im Kongress einnehmen, wird sich die Debatte um die amerikanische Außenpolitik im Nahen Osten strukturell verändern. Und Umfrage zeigen, dass sich bei der Jugend, einschließlich der jüdisch geprägten Bevölkerung, eine deutliche Unterscheidung zur Meinung dese älteren Teils der Bevölkerung ergibt.

Die Situation in Deutschland

Ein direkter Vergleich zwischen den Entwicklungen in den USA und Deutschland weist erhebliche strukturelle, parteipolitische und historische Unterschiede auf.  Während in den USA pro-palästinensische Stimmen im parteiinternen Zweiparteiensystem an Boden gewinnen, führt die Debatte in Deutschland vor allem zu einer tieferen Spaltung innerhalb des Mehrparteiensystems und stößt an verfassungs- und außenpolitische Grenzen. Die Situation lässt sich anhand von vier zentralen Dimensionen vergleichen:

Wahlsystem und die Rolle von „Herausforderern“

USA (Vorwahlen-Effekt): Im amerikanischen Zweiparteiensystem können progressive Kandidaten wie Melat Kiros über das System der parteiinternen Vorwahlen (Primaries) direkt gegen etablierte Parteigrößen antreten. Gewinnen sie die Vorwahl im stark demokratisch geprägten Wahlbezirk, ziehen sie nahezu sicher in den Kongress ein.

Deutschland (Listen- und Kanzlersystem): Im deutschen Verhältniswahlrecht bestimmen die Parteien über Landeslisten, wer antritt. Einzelne, polarisierende Abweichler haben es schwerer, fast unmöglich, sich gegen die Parteilinie durchzusetzen. Zudem führt ein Erstarken pro-palästinensischer Stimmen eher zur Abspaltung oder zum Erstarken von Randparteien (z.B. Teilen der Linken oder des BSW) anstatt zur Neuausrichtung einer großen Volkspartei wie der SPD oder CDU. Die Väter des Grundgesetzes hatten die politischen Parteien als Kontrolleure der Gesellschaft eingesetzt.

Spaltung der politischen Linken

USA (Vereinter progressiver Flügel): Die pro-palästinensische Bewegung in den USA ist fest im progressiven Flügel der Demokratischen Partei verankert und wird stark von den demokratischen Sozialisten (DSA) getragen.

Deutschland (Zersplitterung und Austritte): In Deutschland hat das Thema die politische Linke tief gespalten. Die Partei Die Linke erlebte nach dem 7. Oktober 2023 und im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 heftige interne Flügelkämpfe. Der Landesverband Berlin geriet beispielsweise in erbitterte Debatten über Antisemitismusvorwürfe und die Verwendung des Begriffs „Genozid“ bezüglich Gaza, was zu prominenten Austritten führte. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wiederum versuchte, eine kritischere Außenpolitik zu besetzen, scheiterte bei der Bundestagswahl jedoch knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Eine Neuauszählung, welche sehr wahrscheinlich den Einzug in den Bundestag ermöglicht hätte, wurde durch die „staatstragenden“ Parteien verweigert.

Diskrepanz zwischen Wählermeinung und Parteieliten

Sowohl in den USA als auch in Deutschland gibt es eine wachsende Kluft zwischen der offiziellen Regierungspolitik und Teilen der Bevölkerung. Die Dynamiken der Artikulation unterscheiden sich jedoch:

USA (Direkter politischer Druck): US-Wähler strafen Politiker an der Wahlurne ab, wenn sie die Militärhilfen für Israel nicht konditionieren wollen.

Deutschland (Meinungsbild vs. Staatsräson): Repräsentative Umfragen in Deutschland (wie von Forsa oder dem GIGA-Institut) zeigen, dass inzwischen über 54 % der Deutschen die Anerkennung eines palästinensischen Staates befürworten und eine Mehrheit das militärische Vorgehen Israels kritisch sieht. Dennoch bleibt die Unterstützung Israels fraktionsübergreifend (von SPD, Grünen, FDP bis zur oppositionellen CDU unter Bundeskanzler Friedrich Merz) als fundamentale Staatsräson in der deutschen Außenpolitik verankert. Politiker, die sich offen pro-palästinensisch positionieren, agieren meist außerhalb des etablierten parlamentarischen Mainstream.

Lobbyismus und Kampagnenfinanzierung

USA (Super-PACs): Die amerikanische Wahlkampffinanzierung erlaubt es Organisationen wie AIPAC, unbegrenzt Millionenbeträge in Werbekampagnen zu investieren, um unliebsame Kandidaten zu verhindern. Wie das Beispiel New York oder Denver zeigt, führt dieser massive finanzielle Druck an der Basis zu einer Gegenreaktion („Jetzt erst recht“).

Deutschland (Parteispendenrecht): In Deutschland sind anonyme Millionenspenden von politischen Aktionskomitees (Super-PACs) verboten. Der Druck auf pro-palästinensische Positionen erfolgt hier seltener über kommerzielle Werbekampagnen gegen Personen, sondern primär über den politischen und medialen Diskurs sowie juristische und administrative Auflagen (wie das Demonstrationsrecht oder das Vereinsrecht).

Zusammenfassung

In Deutschland können Politiker wesentlich einfacher „durchregieren„, und Angela Merkel hatte ja offen erklärt, dass die Meinung der Mehrheit nicht ausschlaggebend für die Politik ist. Daher dürfte es eher in den USA zu Veränderungen der Politik durch Wählerverhalten geben, als in Deutschland. Und das, obwohl die USA wissenschaftlich klar als Oligarchie, und nicht als Demokratie angesehen wird. Was übrigens in etwas abgewandelter Form auch für Deutschland gilt.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurde im Rahmen des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung eine umfassende empirische Studie durchgeführt.

  • Das Ergebnis: Politische Entscheidungen in Deutschland richten sich systematisch nach den Interessen der oberen Einkommensschichten. Wenn eine klare Mehrheit der ärmeren Bevölkerung eine Änderung wünscht, die Wohlhabenden diese aber ablehnen, wird das Gesetz fast nie verabschiedet.
  • Der „Oligarchie-Effekt“ in Deutschland: Haben die reichsten 10 % der Bevölkerung eine andere Meinung als die ärmeren 50 %, setzt sich in Deutschland fast immer die wohlhabende Minderheit durch.

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13 Kommentare

  1. Tabascoman 1. Juli 2026 um 20:33 Uhr - Antworten

    Fakten besiegen Hopium-Märchen aus denen wir verkatert erwachen?
    Zu wünschen wäre es.

  2. Jurgen 1. Juli 2026 um 18:46 Uhr - Antworten

    Volksabstimmung? Welches Volk denn? Es hat sich völkerrechtlich nicht neu aufgestellt.
    Der Bund verwaltet in der Mehrheit nur Flüchtlinge, über 50% davon sind zwar deutschen Ursprungs, die haben das aber nach Wk2 unter der Besatzungsmacht nie eintragen lassen im Ausländeramt.

  3. Waldgaengerin 1. Juli 2026 um 17:14 Uhr - Antworten

    Ein Trend …
    ich denke AIPAC bestimmt immer noch das politische Geschehen. Da ändert sich nichts, oder wenn, dann zu langsam.

    In der Brd sieht die Sache anders aus, da von einigen Stellen offen an der politischen Souveränität des Landes gezweifelt wird. Auch ist durch gewisse Gerichtsurteile bekannt geworden, daß in der Brd keine Gewaltenteilung existiert.

    Das Wichtigste beim Thema Meinung ist aber Meinungsmache, und die geschieht hauptsächlich über die j+disch kontrollierten Massenmedien – dementsprechend wird sich diesbezüglich so schnell nichts ändern.

  4. therMOnukular 1. Juli 2026 um 16:21 Uhr - Antworten

    Bitte nicht böse sein, Herr Mitschka, aber ich muss trotzdem fragen: welche „Vorwahlen“?

    Sie meinen doch nicht etwa Vorwahlen wie jene zw Hillary und Sanders?

    Die Partei der Demokraten beweist nun seit über 12 Jahren ganz offen, dass sie Wahlergebnisse ignoriert, oder die Wahlen gleich absagt wie im Falle Kamala.
    Die Bedeutung solcher regionalen internen „Meinungsabfragen“ ist gering und hat nur symbolwert bzw sagt uns, was wir schon wissen: die Bevölkerung ist gegen die Politik der „Elite“.

    So wie Israhell ein Proxy der USA ist (bzw von denen, die über die USA bestimmen), so sind es auch die „Politiker“.
    Untersuchen Sie also lieber die parallelen Muster der offiziellen „Haltung“ Trumps vs. Israhell und solchen „Wahlergebnissen“. Könnte der nützliche Idiot (Israhell) zur Belastung geworden sein, den man zumindest optisch und vordergründig ins Abseits zu stellen versucht, um dem drohenden Imageschaden vorzubeugen? Und was hat sich seither an der ewigen Konstante verschoben, dass die USA alle Waffen zur Verfügung stellen, die Israhell benötigt?

    Ich fürchte aus Ihrem Artikel spricht mehr Hoffnung als Beobachtung.

    • Waldgaengerin 1. Juli 2026 um 17:09 Uhr - Antworten

      Falsch.
      Die USA ist die Außenstelle Israels und in den USA wird gemacht, was AIPAC will.
      Über die Medien beherrscht man weltweit die öffentliche Meinung, siehe zahlreiche Zensur-Beweise bei alternativen webseiten.
      Bis die öffentliche Meinung sich wandelt, dauert es naturgemäß.

      • therMOnukular 1. Juli 2026 um 22:12 Uhr

        Natürlich…..

        Und woher beziehen die Nazionisten ihr Geld? Doch nicht etwa als Defense-Contractor des Pentagon’s?
        Sie haben wohl mein Rechenbeispiel verpasst – die Relation lautet 1000 Milliarden zu 300 Millionen AIPAC & Adelson. Follow the (bigger) money!

        Sie fallen wie immer auf die Oberfläche herein. Und auch auf die nazionistischen Medien, die mit Ihrem Verschwörungshunger spielen.

      • Waldgaengerin 2. Juli 2026 um 7:08 Uhr

        Woher beziehen „die“ ihr Geld?
        Die schwimmen in Geld, die wissen gar nicht wohin damit. Denen geht es nicht mehr um Geld, sondern nur noch um Kontrolle – dauerhaft – und Macht.

        Sie ernähren sich buchstäblich von den weltweit verschuldeten Staaten und deren „Schuldendiensten“. Alle Staaten bis auf sehr wenige Ausnahmen sind hoch verschuldet. Der Schuldendienst geht an „Rothschild“. Aus dem kommt so schnell keiner mehr raus – die meisten wollen auch nicht.

        Und wer zahlt die Staatsverschuldung? Jeder, der Steuern zahlt.
        Ich wünsche weiterhin fröhliches Steuernzahlen an Rothschild. Denn jeder, der sich diesen Zusammenhängen erkenntnistechnisch verweigert, hat gar nichts kapiert und darf fröhlich weiter wählen gehen und ein ansonsten weiterhin fröhliches, vermeintlich freies Sklavenleben führen.

      • Daisy 2. Juli 2026 um 8:48 Uhr

        Waldi, partiell richtig, aber es sind a) nicht nur die Rotshields, sondern die internationalen Gläubiger und Investoren, an die wir unsere Schulden zurückzahlen müssen.

        Es sind die Staatsschulden, die uns versklaven.

        Und b) liegts an den Wahlen:
        Mittlerweile ist Wählen auch deshalb aussichtslos, weil es massiven Wahlbetrug gibt und die Brandmauern durch die SED. Warum gibt es diese? Nun, weil die Opposition bei vielem nicht mitmachte und nicht mitmachen würde. Was ein VPler an Kickl kritisierte, war, dass er unbestechlich ist… So hatte man zB in den Scheinverhandlungen mit der FPÔ flugs eine Lösung, das Defizitverfahren der EU durch Einsparungen abzuwenden. Kickl hätte bei vielem eben nicht mitgemacht, zB Abschaffung der Neutralität und des Bargeldes. Er forderte eine Corona-Aufarbeitung. Er wurde übrigens nach Ibiza von Kurz und Bellen deswegen abserviert, weil er den Migrationspakt verhindert hat.

        Wählen brächte aber etwas, zumind. eine andere Richtung oder Abbremsen. Da sich aber der fettgefressene Filz stets gegen Einsparungen wehrt, ist es schwer, den Staat zu sanieren. Das hatte schon Schüssel versucht und ist letztendlich an den Großkoalitionären in seiner Partei gescheitert. Die haben ihm absichtlich die Wiederwahl vermasselt. Die VP ist zudem extrem EU-verpisst.

        Daher kann es nur noch eine Änderung geben, wenn die Briefwahl abgeschafft wird und wenn es ein Mehrheitswahlrecht gibt wie in den US. The Winner takes it all. Dann geht es wirklich in eine andere Richtung. Sonst müssten sie sich in Koalitionen immer zusammenraufen und damit letztlich auch ihre Wahlversprechen brechen. Zudem braucht es viel mehr Direkte Demokratie!

        Unser Verhältniswahlrecht hat die Einheitspartei gefördert, die eine echte Opposition nun erstickt.

        Die Verfassungs-Mehrheit müsste bestimmen, ob die Briefwahl abgeschafft und ein Mehrheitswahlrecht eingeführt wird. Und in der 2/3-Mehrheit sind bei uns die Impfparteien bzw. die Einheitspartei, nicht in Umfragen, sondern durch den letzten Wahlbetrug. Natürlich kônnte auch das Volk abstimmen, aber das wird ihm nicht erlaubt. Deswegen hat Bakhdi bei der letzten Wahl die FPÖ unterstützt und immer wieder auf die 2/3-Mehrheit hingewiesen. Auch ich habe das hier immer wieder erklärt. Aber die Ideologieversifften haben diesen Intelligenztest auch nicht bestanden. Nichtwählen ist ziemlich doof und neu erschienenen Kleinstparteien die Stimme zu geben auch, so sehr ich auch Petrovic mag, aber ich widerstand dieser Versuchung. Damit schwächt man die Opposition, denn diese Stimmen landen im Lokus.

        Ja, dass wir immer mehr versklavt wurden, ist den Idioten zu verdanken, die immer wieder die Schuldenparteien gewählt haben, gar nicht oder irgendwelche Kleinparteien, die es nicht ins Parlament schaffen und wenn, sich dann der Einheitspartei anschließen.

        Also, Waldi, ja wir wurden verraten und verkauft an das Großkapital. Wir gehören denen de facto. Die Regierung hat uns als Sicherheit angeboten. Wir sind das Pfand. Aber es ist auch unsere Schuld. Das Stimmvie.h hat versagt sozusagen.

        Wir kommen da nicht mehr raus. Es müsste ein Wunder geschehen.

        Ich hätte vor Jahren einen weltweiten Haircut vorgeschlagen mit Reformen und Abschaffung des Zinseszinses. Natürlich kommt sowas nicht. Stattdessen wie immer Crash, Enteignung, Krieg usw. Digitalisierung, Bevölkerungsreduktion, Versklavung á la WEF…der totale Sozialismus á la BORG…aus Maus Menschheit. Diesmal habt ihr es zu weit getrieben.

        Ceterum censeo, uns hilft nur noch ein langanhaltender großflächiger Mega-Blackout…

      • Waldgaengerin 2. Juli 2026 um 16:20 Uhr

        @Daisy

        „aber es sind a) nicht nur die Rotshields, sondern die internationalen Gläubiger und Investoren, an die wir unsere Schulden zurückzahlen müssen.

        Es sind die Staatsschulden, die uns versklaven.“

        hab ich genau so geschrieben und natürlich sind es nicht nur die Rothschilds, sondern ihre Verbündeten in anderen monotheistischen Religionen (gerne Christen und Muslime, alle wollen die „Endzeit“ und alle wollen die Welt ins Chaos stürzen damit ihr Messias erscheinen kann). Das Wort „Rothschild“ ist nur ein Synonym für diese Gruppe. Das sind all die, die vom „jüdisch-christlichen Abendland“ schwafeln. Und deren gibt es sehr viele.

        Wahlen sind deshalb aussichtslos, weil in der brd alle Parteien von diesen Leuten kontrolliert werden (die afd ist von diesen Leuten kontrollierte Opposition) und weil 2. der Durchschnittsbürger überhaupt nicht mehr durchblickt, was läuft.. Was sollen denn die Bekloppten da draußen wählen, wenn nicht noch mehr Bekloppte. Dumme kann man nicht politisch wählen lassen, dabei kommt nur Unsinn raus.. Was von den „Eliten“ auch genau so gewünscht ist.

        In der brd geht gar nichts mehr weil die brd besetztes Land ist, in der brd läuft seit über hundert Jahren alles gegen das einstmals vorhandene deutsche Volk. Da ist auch nichts mehr zu retten, evt. in kleinen Reservaten für Indigene, in Sachsen oder so …

        Mega-Blackout wird auch nicht reichen. GroßPandemie (echte, a la „ebola“ oder so) und Weltkrieg hilft eventuell.
        Aber das ändert nicht das Bewußtsein der Massen. Deshalb wird es danach wieder von vorne losgehen.
        Das Bewußtsein der Massen, das Herrenmenschengehabe, die Rangordnung, die Korruption, dieses Ego-Getue, dieses Mehrscheinalssein, dieses Besitzstandsdenken, alles das geht nicht weg, das ist menschheits-bedingt, seitdem es das Patriarchat gibt. Und das ist schon lange so. Such mal „Wer verfolgte die Hexen und Hebammen und betrifft es uns alle noch heute“ auf yotube. Die Kirche ist maßgeblich am Geschehen beteiligt.

        Und ja es betrifft uns. Die Menschheit hat nachweislich vor langer Zeit anders gelebt. Es geht also anders. Aber nicht mit der Masse da draußen. Mit „rechten“ und „linken“ auch nicht.

  5. Glass Steagall Act 1. Juli 2026 um 11:42 Uhr - Antworten

    Der Vergleich zeigt, weder die USA noch Deutschland sind wirkliche Demokratien! In beiden Ländern können die Machteliten die demokratischen Prozesse nach belieben lenken. Dem Bürger bleibt lediglich die Illusion einer Demokratie! Prof. Rainer Mausfeld hat es in seinen vielen Vorträgen schon lange bestens verdeutlicht. Das ist kein Fehler im System, sondern genauso gewollt! Der Bürger bekommt nur soviel Demokratie, wie die Machteliten den Bürgern zugestehen.

    Das einzige, was uns Bürger tatsächlich mitbestimmen lässt, wäre eine Volksabstimmung! Aber sprechen sie mal einen Politiker der Altparteien auf dieses Wort an. Der bekommt sofort einen Wutanfall, weil er genau weiß, dass die Volksabstimmung ihm seine Privilegien und seine Macht nimmt! Denn eigentlich bedeutet Demokratie „Herrschaft des Volkes“ und nicht Herrschaft der Oligarchie!

    • rudifluegl 1. Juli 2026 um 21:25 Uhr - Antworten

      Eigentlich auch falsch, wenn Sie Demokratie mit viel Hintergrundwissen, durch Rainer Mausfeld und Ingeborg Maus _ so wie ich eben, betrachten!
      Das entscheidende ist die Einhegung der Macht.
      Das gelingt nur durch den Souverän. Die vielen eben für die neoliberale nur aus Angst etwas übrig lassen! Rein zufällig und absurderweise könnte das Volk auch mal aus lauter habenden gebildet werden.
      Übrigens gebar ähnliches rund 5-300 vor Cristi, genau dieses die Ursprünge von „Demokratie“.
      Vorerst die Angst mächtiger vor anderen Mächtigen .Frauen, Sklaven etc. ließen die sowieso von Anfang an außen vor!
      Und die repräsentative Demokratie haben wir den Gründervätern zu verdanken, die das Volk verachteten und mit diesen Trick für sich selber sorgten!
      Wir werden mit dem Wort Demokratie vor allem verars…….!
      Vom Wollen der vielen wurde der Begriff vollständig entkleidet!!!

      • rudifluegl 1. Juli 2026 um 21:27 Uhr

        Am ausführlichsten ist das in „Hybris und Nemesis“ nach zu blättern!

  6. Varus 1. Juli 2026 um 11:19 Uhr - Antworten

    Schön zu sehen, dass die AIPAC-Millionen nicht mehr entscheiden. Vielleicht entziehen die USA doch dem Mileikowskistan die Unterstützung?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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