
US-Behörde kauft mRNA-Spritzen von Pfizer um 1,24 Milliarden Dollar
Es gibt Aufträge, die so sehr gegen jede Marktlogik verstoßen, dass sie nur noch durch institutionelle Verflechtungen zu erklären sind. Die neueste Meldung aus den USA gehört in diese Kategorie.
Wie Nicolas Hulscher, Epidemiologe und Verwalter der McCullough Foundation, auf The Focal Points berichtet, hat das CDC am 1. Juni zwei neue Verträge an Pfizer vergeben. Die Verträge decken die Fiskaljahre 2026 und 2027 ab — also die kommenden zwei Jahre, in denen das CDC offenbar davon ausgeht, dass Amerikaner in nennenswerter Zahl mRNA-Spritzen gegen COVID-19 nachfragen werden.
Das Gesamtvolumen beträgt 1,24 Milliarden Dollar, aufgeteilt in:
- 735,7 Millionen Dollar für pädiatrische COVID-19-mRNA-Injektionen
- 505,3 Millionen Dollar für COVID-19-mRNA-Injektionen für Erwachsene
Die Nachfrage, die nicht existiert
Wie Hulscher an anderer Stelle dokumentiert hat, ist die Nachfrage nach COVID-19-Impfungen in den USA kollabiert. Im Jahr 2025 haben gerade einmal 3,1 Millionen Amerikaner — 0,89 % der Bevölkerung — die Spritze tatsächlich erhalten.
Weniger als ein Prozent der Amerikaner hat sich 2025 für das Produkt entschieden. Und das CDC schließt Verträge über 1,24 Milliarden Dollar für die nächsten zwei Jahre ab.
Das Timing: Warum jetzt?
Der Zeitpunkt der Vertragsvergabe ist bemerkenswert — und er ist kein Zufall.
Die Verträge wurden unter der Amtsführung von HHS-Sekretär Robert F. Kennedy Jr. vergeben, der mit dem Versprechen angetreten war, die Verflechtungen zwischen Gesundheitsbehörden und Pharmaindustrie aufzubrechen. Seine MAHA-Initiative (Make America Healthy Again) zielt explizit auf die institutionelle Korruption, die das CDC, die FDA und das NIH durchzieht.
Dass ausgerechnet jetzt — im Juni 2026 — milliardenschwere Verträge an Pfizer durchgewunken werden, wirft Fragen auf. Entweder hat Kennedy die Kontrolle über seinen eigenen Apparat nicht. Oder die Bürokratie handelt auf Autopilot weiter, unbeeindruckt von politischen Wechseln an der Spitze.
Beides wäre ein Armutszeugnis. Beides ist wahrscheinlich gleichzeitig wahr.
Die Sicherheitssignale, die niemand sehen will
Was diese Vertragsvergabe von gewöhnlicher industriepolitischer Vetternwirtschaft unterscheidet, ist der Kontext der Sicherheitsdaten.
Eine Senatsuntersuchung hatte zuvor aufgedeckt, dass die Gesundheitsbehörden 25 schwerwiegende Sicherheitssignale im Zusammenhang mit den mRNA-Produkten unterdrückt hatten — darunter plötzliche Todesfälle. Das VAERS-System (Vaccine Adverse Event Reporting System) verzeichnete Hunderttausende von Meldungen nach den mRNA-Injektionen. Myokarditis bei jungen Männern. Perikarditis. Thrombozytopenie. Neurologische Schäden. Plötzliche Todesfälle bei zuvor gesunden Menschen.
Die offizielle Linie — „sicher und wirksam“ — wurde zur Formel, mit der jede Diskussion über diese Daten abgewürgt wurde. Und nun, während die Beweise für den angerichteten Schaden sich häufen, während die Nachfrage auf unter ein Prozent der Bevölkerung gefallen ist, während die politische Führung des HHS einen Bruch mit der Vergangenheit verspricht — vergibt das CDC 1,24 Milliarden Dollar an den Hersteller dieser Produkte.
Die finanzielle Dimension: Wer verdient, wer zahlt
Die Zahlen sind atemberaubend — nicht nur in ihrer Höhe, sondern in ihrer Verteilung.
Pfizer hat mit den mRNA-Produkten seit 2021 Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe erzielt. Die Gewinne flossen an Aktionäre, während die Haftung für Schäden beim Steuerzahler und bei den Geschädigten verblieb. Der PREP Act schützt die Hersteller vor Klagen. Die Entschädigungsprogramme der Regierung sind unterfinanziert und bürokratisch undurchdringlich.
Die Rechnung ist einfach: Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren.
Die neuen Verträge setzen dieses Modell fort. 1,24 Milliarden Dollar aus öffentlichen Mitteln an ein Unternehmen, das 2022 allein mit dem COVID-Impfstoff Comirnaty 37,8 Milliarden Dollar Umsatz machte. Ein Unternehmen, das sich nie für die unterdrückten Sicherheitssignale verantworten musste. Ein Unternehmen, dessen CEO Albert Bourla im Januar 2026 vor dem Senat aussagen musste — und die Aussage weitgehend unbeschadet überstand.
Der Kinder-Aspekt: 735 Millionen für pädiatrische Spritzen
Der größere der beiden Verträge — 735,7 Millionen Dollar — ist für pädiatrische COVID-19-Injektionen vorgesehen.
COVID-19 war und ist für Kinder nie eine relevante Bedrohung. Die Infektionssterblichkeit für die Altersgruppe unter 18 lag während der gesamten Pandemie im Bereich von 0,001 % und darunter. Das Risiko schwerer Verläufe ist für gesunde Kinder statistisch nicht von null unterscheidbar.
Gleichzeitig sind Kinder die Altersgruppe, die am wenigsten von COVID-19 profitiert — und die am stärksten von den Nebenwirkungen der mRNA-Produkte betroffen sein könnte. Myokarditis bei männlichen Jugendlichen nach der zweiten Dosis ist ein dokumentiertes, nicht mehr bestreitbares Risiko. Die langfristigen Auswirkungen der Lipid-Nanopartikel und der Spike-Protein-Expression in kindlichen Organismen sind unbekannt.
Und dennoch: 735,7 Millionen Dollar für pädiatrische mRNA-Produkte. Während die Nachfrage der Eltern bei faktisch null liegt.
In der EU geht und ging es um noch mehr Geld für 10 mRNA-spritzen pro Einwohner in den Ländern. Verträge dafür wurden von Kommissionspräsidentin Leyen per SMS verhandelt. Berühmt wurden diese Verträge unter den Namen Pfizer-Gate, besonders zentral in der öffentlichen Aufregung: Die SMS zwischen Ursula von der Leyen und Pfizer-CEO Albert Bourla. Insgesamt geht es um verbindliche Bestellungen im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro. Das entsprechende Gerichtsverfahren hat gerade wieder einen kleinen Schritt getan, wie hier berichtet.
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Eine Person ändert an der Herrschaft des Kapitals gar nichts. Trump hat die MAHA-Bewegung einfach instrumentalisiert. Sie brachte viele Wählerstimmen. So wurde Kennedy eben HHS Secretary. Aber klar war, dass sein Aktionsradius sehr stark beschränkt werden musste. Die Profite von Big Pharma sollten ja auch nicht gefährdet werden. Kennedy wurde als vorübergehendes Übel akzeptiert. Man geht offenbar ohnehin davon aus, dass nach den Midterms die Sache erledigt ist. Dann gibt es wieder full speed für die Pharma-Bande……