Feuertragödie in Almeria: Brandstiftung für die Energiewende?

24. Juli 2026von 1,7 Minuten Lesezeit

Am 9. Juli 2026 brach in der Provinz Almería ein verheerender Waldbrand aus. Innerhalb weniger Stunden vernichtete das Feuer rund 7000 Hektar trockener Esparto-Grasflächen, Weiden und Buschland. In der Nähe sind riesige Solaranlagen geplant.

Der Brand war verheerend. Mitten im südspanischen Sommer kam es zum heftigen Feuer. 13 Menschen starben, über 1400 Menschen wurden evakuiert. Die Flammen breiteten sich unter starken Winden rasant aus und wurden erst am 12. Juli stabilisiert. Die Behörden bezeichnen den Brand als einen der tödlichsten in der jüngeren spanischen Geschichte. Doch schnell nach dem Brand gab es wilde Spekulationen.

Frühe Hypothesen deuten auf ein heruntergefallenes Stromkabel als mögliche Ursache hin, doch die offizielle Untersuchung läuft noch. Allerdings vermuten kritische Bürger und Journalisten, dass der Brand absichtlich gelegt worden sei, um den Bau großer Photovoltaik-Anlagen zu ermöglichen.

Als Beleg diente ein BOE-Eintrag von 2023 zur Vorabgenehmigung des Projekts „La Rambla“ von Green Capital Power. Die geplante Anlage lag jedoch vor allem in Lucainena de las Torres und Sorbas – etwa 35 Kilometer entfernt. Jedoch führt die Stromableitungslinie durch betroffene Gemeinde.

Die Genehmigung ist inzwischen abgelaufen, das Projekt wird archiviert. Weitere kleinere Solarvorhaben in der Region existieren, doch keines steht in direktem Zusammenhang mit dem Brandherd. Zudem verbietet das spanische Forstgesetz die Umnutzung verbrannter Flächen für mindestens 30 Jahre, außer in seltenen Ausnahmefällen öffentlichen Interesses.

Solche Spekulationen spiegeln dennoch eine tiefere Unruhe wider. In Andalusien und ganz Spanien stoßen großflächige Erneuerbare-Energien-Projekte auf Widerstand. Anwohner fürchten den Verlust von Landschaft, Landwirtschaft und Lebensqualität zugunsten von EU-Klimazielen.

Die Ereignisse von Los Gallardos mahnen zu Nüchternheit. Katastrophen brauchen gründliche Aufklärung, doch wie ist das möglich, wenn es kaum mehr Vertrauen in die Behörden gibt?


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