Trumps „Armageddon“ gegen Iran blieb heute Nacht aus, nur „normales“ Bombardieren, (Ticker 08:15 Uhr)

25. Juli 2026von 3 Minuten Lesezeit

Der von Trump angedrohte „massive Angriff“ auf den Iran hat in der Nacht auf heute (Samstag, 25. Juli) offenbar noch nicht in der angekündigten Form stattgefunden. Stattdessen läuft der Krieg im gewohnten, aber weiterhin sehr intensiven Muster weiter – auf mehreren Frontlinien gleichzeitig. Insbesondere mit der Bombardierung des Iran.

Das US-Zentralkommando (Centcom) hat in der Nacht zu Freitag bereits die 13. Angriffswelle in Folge gegen Ziele im Iran gefahren – erstmals auch mit Treffern im Norden des Landes, etwa an einer Marinebasis am Kaspischen Meer. Trump selbst hatte am Donnerstag gegenüber Axios erklärt, er „erwäge einen massiven Angriff, größer als alles bisher Dagewesene„, weil der Iran „noch nicht genug Schmerz erlitten“ habe – wie in dem Bericht Al Jazeera erklärt. Laut Centcom-Mitteilung war es das US-Militär, das den Tanker beschossen und durch Treffer im Maschinenraum manövrierunfähig gemacht hat. Der Tanker war auf dem Weg zu einem iranischen Hafen, und die Besatzung soll laut Centcom zuvor mindestens viermal versucht haben, die von den USA verhängte Seeblockade gegen iranische Häfen zu umgehen. Mit anderen Worten: Die USA blockieren die Straße von Hormus.

Golf – Vergeltung Irans gegen US-Stützpunkte

Iran hat als Reaktion auf die fortgesetzten US-Angriffe eigenen Angaben zufolge Drohnenangriffe gegen amerikanische Militäreinrichtungen in Bahrain und Jordanien geflogen. Auch Kuwait meldete erneut abgefangene Raketen und Drohnen aus dem Iran (siehe NPR/KNKX).

Rotes Meer – Huthi gegen saudische Tanker, Saudi-Koalition schlägt zurück

Parallel eskaliert eine zweite Front: Die vom Iran unterstützte Regierung der Nationalen Einheit im Jemen hat ihre Anfang der Woche verhängte Seeblockade gegen saudische Schiffe fortgesetzt und mehrere Tanker (u. a. „Encelia“, „Layla“, „NCC Masa“) mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen – teils mit Bränden an Bord. Als Reaktion hat die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition heute Nacht Luftangriffe auf Huthi-Stellungen in der jemenitischen Hafenstadt Hudaida geflogen, verbunden mit schweren Explosionen laut Augenzeugenberichten. Details dazu im ZDF-Liveblog.

Trumps Superangriff

Trump hat also nicht „irgendeinen“ Angriff angedroht, sondern eine Eskalationsstufe oberhalb der bisherigen nächtlichen Serie – vergleichbar mit den ersten Tagen der „Operation Epic Fury“ im Februar/März, bei der u. a. Ayatollah Chamenei ermordet wurde und über 160 Schulkinder. Diese angekündigte Großoffensive steht laut Stand der aktuellsten Berichte weiterhin bevor, ist aber – Stand jetzt, Samstagmorgen – noch nicht ausgelöst worden. Gleichzeitig gibt es über Pakistan vermittelte Signale, dass Verhandlungen wieder in Gang kommen könnten.

B1-Bomber wieder im Einsatz

Im Rahmen der eskalierten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran setzen die US-Streitkräfte den B-1B Lancer-Bomber wieder intensiv ein. Nach offiziellen Berichten von Axios bombardierte das Überschallflugzeug Ziele der iranischen Revolutionsgarden.
Details zum B-1B-Einsatz
  • Militärische Eskalation: Nach dem Scheitern eines vorübergehenden Waffenstillstands befehligte US-Präsident Donald Trump den erneuten Einsatz der schweren strategischen Bomber.
  • Getroffene Ziele: Das US-Militärkommando (CENTCOM) attackierte iranische militärische Einsatzzentralen, Drohnen- und Raketenlager, Flugzeughangars sowie maritime Infrastruktur. Ziel ist es, Irans Kapazitäten zur Blockade und Bedrohung der zivilen Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen.
  • Missionsstart: Flugzeug-Tracker beobachteten, wie mindestens eine der Maschinen von der britischen Luftwaffenbasis RAF Fairford in Großbritannien abhob, um die Angriffe in Westasien durchzuführen. Wodurch Großbritannien nach Wechsel des Premierministers auch am Angriffskrieg gegen den Iran teilnimmt.

Bild: Screenshot aus Video

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