
WLAN kann jetzt ohne Kamera beobachten
Die Funktion heißt WiFi Motion und steckt im Paket „Xfinity Shield“ von Comcast. Sie erkennt Bewegung im Haus ohne Kamera – und im Kleingedruckten erlaubt Comcast, entstandene Daten unter bestimmten Bedingungen an Dritte weiterzugeben.
Keine Sorge: Das Unternehmen betont: keine Bilder, kein Ton, keine Personenidentifikation. Die Funktion ist opt-in und standardmäßig aus. Sie läuft auf neueren Gateways ab dem Modell XB7. Comcast selbst sagt, das sei kein professioneller Sicherheitsdienst und werde nicht rund um die Uhr überwacht. Wen das trotzdem noch besorgt, der kann wirklich entwarnt werden: Comcast und die Geräte gibt es nicht in Europa.
Es sollte trotzdem interessieren, was technisch möglich ist.
WiFi Motion wertet Störungen im WLAN-Signal zwischen dem Xfinity-Gateway und verbundenen Geräten aus: Drucker, Smart-Speaker, Fernseher. Läuft jemand durch diese Funkstrecken, ändert sich das Signal. Die Xfinity-App schickt dann eine Benachrichtigung. Haustiere unter etwa 18 Kilogramm lassen sich grob ausblenden. Es gibt Modi wie Home Watch, Away Watch und Dark Watch. Wer sein Haus also überwachen will, für den gibt es neue Lösung.
Der Youtube-Kanal Techlore stellt die entscheidende Frage: Was passiert nach der Push-Nachricht? Nichts zeichnet auf, niemand wird alarmiert, Fehlalarme lassen sich nicht prüfen. Man erhält eine grobe Bewegungsanzeige – und gibt dafür Bewegungsprotokolle aus dem eigenen Zuhause an den Internetanbieter.
Die Daten liegen bis zu sieben Tage in der Cloud, damit die App den Verlauf anzeigen kann. Sie enthalten Zeitstempel und welches Gerät die Bewegung gemeldet hat, etwa „Bewegung erkannt durch Smart-Speaker im Flur“.
Auf der Support-Seite heißt es sinngemäß: Comcast darf Informationen aus WiFi Motion ohne weitere Mitteilung an Dritte weitergeben – im Zusammenhang mit Strafverfolgung, Rechtsstreitigkeiten, an denen Comcast beteiligt ist, oder aufgrund von Gerichtsbeschluss und Vorladung.
Comcast erklärt, die Bewegung nicht in Echtzeit zu überwachen. Technisch und rechtlich bleiben die Protokolle aber abrufbar. Wer die Funktion einschaltet, erzeugt ein Zeitprotokoll darüber, wann sich im Haus etwas bewegt hat.
Kurz vor dem Start zeigte eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie, dass gewöhnliches WLAN Personen mit sehr hoher Genauigkeit erkennen kann – über Funkbilder statt Licht, ohne dass die Person selbst ein Gerät tragen muss. Die aktuelle Xfinity-Funktion leistet das offiziell nicht. Die Forschung zeigt aber, wohin dieselbe Signaltechnik führen kann.
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Auch die Ring etc Überwachung beobachtet in erster Linie die Besitzer. Alles geht online und wird dort abgespeichert. Ich konnte alles umgehen und es anonym laufen lassen. Auch die Standortangabe habe ich verweigert. Aber das geht nur mit Tricks. Habe alles entfernt. Besser sind Wildkameras ohne WLAN…
Mit jedem dieser Tools holt man sich die Spione erst rein. Am besten WLAN abschalten, wenn mans nicht braucht. Ich kann mit meinen Geräten WLANS in der Nähe orten. So, mein Auto hat keins und mein Wasserzähler auch nicht (er säße zudem in einem Funkloch), und der Smartmeter (weit draußen) funzt übers Stromnetz…ich legte mir einen großen smartfreien Fernseher auf Lager. Man kriegt immer noch welche, muss man halt recherchieren.
Ja mit Nano-Technik im Körper, sind wir alle gläsern.
Die Frage ist ja, wer braucht sowas daheim, vor allem wenn er ja dann auch durch Räume hindurch andere Leute im selben Haus bei ihren Tätigkeiten bespitzeln kann und es mit KI auf das Gewünschte runterbrechen, weil man sich wohl kaum 10h die anderen Leben anschauen wird.
Sowas hat alles alleine schon aus Schutz vor Privatspähre nichts in privaten Umgebungen verloren. Dazu müssen Gesetze her.. Aber warum sollte man dies Verbieten, wenn genau die Daten ja gewollt sind..
Wahrscheinlich kommt wieder das Einbrecher – Argmuent.. Am Ende liefern wir unsere Leben ab, weil immer eine Gefahr besteht.. und Einbrecher gäbe es wohl eher minimal, wenn das System dies nicht hervorbringen würde, weil alle Welt niedergehalten ist.
In Kombination mit Smartphone-Daten lassen sich Personen nicht nur erkennen, sondern sogar identifizieren.
Google braucht nur die WLAN-Netzlisten aus mehreren Android-Geräten eines Umkreises auszuwerten, um über Triangulation nach Signalstärken den exakten Standort jedes einzelnen Gerätes berechnen zu können. Das funktioniert auch innerhalb großer Gebäude, wo kein GPS empfangbar ist. Die Daten der WLAN-Netzlisten wären nicht einmal persönliche Daten, die unter Datenschutz stehen. Wer auf seinem Gerät WLAN einschaltet, kann ohnehin keine Privatsphäre bezüglich seiner SSID-Daten beanspruchen.
WLAN ist also in mehrfacher Hinsicht ein perfektes Überwachungstool. Nach meiner Einschätzung liegt darin der Grund, weshalb immer wieder vor den Gesundheitsgefahren der kabelgebundenen Powerline-Technologie gewarnt wird. Ich halte das für irreführend. Entweder die 50 Hertz mit Amplituden von 325 Volt sind gesundheitsschädlich oder nicht. Wenn dann noch winzige hochfrequente Spannungsschwankungen in der Leitung dazukommen, kann das nicht mehr viel ausmachen. Dann müsste auch jedes LAN-Kabel gesundheitsschädlich sein.
Ich bin immer wieder von derartigen technischen Entwicklungen schwer beeindruckt. Mir gefällt was den Technikern immer wieder gelingt.
Schade nur, dass solche Möglichkeiten meist zum Schaden von Menschen eingesetzt werden.
Sehen Sie – genau Ihre Begeisterung ist der Grund, warum der Wahn kein Ende hat. Immer mehr, immer weiter, immer toller….und Sie haben wirklich geglaubt, zum „Wohle“ der Menschen? Geht es naiver?
Beeindruckt sollte man von der Schöpfung sein – und dem, was die Natur „kann“, nicht von menschengemachtem Irrsinn. Ist nur meine Meinung…