Tourismus-Kollaps in Osteuropa – nach Besuchen von Leyen in den „Frontstaaten“ 

26. Juli 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

Sieben EU-Mitgliedstaaten haben sich mit einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission gewandt und über einen starken Rückgang der Touristenzahlen in ihren östlichen Grenzregionen geklagt. Betroffen sind Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und die Slowakei.

Die Minister und Staatssekretäre dieser Länder schreiben, geopolitische Ereignisse und Sicherheitsbedenken hätten den Tourismus in den Grenzgebieten erheblich beeinträchtigt. „In den meisten dieser Regionen sind die Touristenströme deutlich zurückgegangen“, heißt es in dem Schreiben, über das Politico und andere Medien berichteten. Sie fordern zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen für die lokalen Wirtschaften, die unter dem Einbruch leiden.

Die Ursache sehen die Unterzeichner in den Berichten über Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und der ständigen Beschwörung der „russischen Bedrohung“. Während südliche Mittelmeerländer unter Überfüllung leiden und Touristen teilweise nach Norden ausweichen, verzeichnen die östlichen Nationen Rückgänge – aus Angst vor dem, was die politische EU-Führung seit Jahren maximal dramatisiert.

Das ist die Folge der EU-Politik: Dieselben Staaten – nämlich Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien – und dieselbe Brüsseler Elite, die seit Jahren mit aggressiver Kriegsrhetorik, Waffenlieferungen und der permanenten Eskalationsspirale gegen Russland die Sicherheitslage anheizen, klagen nun über die wirtschaftlichen Folgen genau dieser Politik. Touristen meiden die Grenzregionen, weil die politische Klasse ihnen unablässig einredet, dort drohe unmittelbare Gefahr.

Besonders bemerkenswert ist der Kontrast zur Agenda von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Statt sich auf die wirtschaftliche Erholung zu konzentrieren – die unter Energiekrise, Sanktionen, Deindustrialisierung und Bürokratie leidet –, bereist sie regelmäßig die sogenannten „Frontstaaten“. Im September 2025 etwa besuchte sie Bulgarien und betonte die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten und die Unterstützung der Ukraine, während gleichzeitig die Kriegsrhetorik der EU-Führung immer schärfer wurde. Annalena Baerbock sprach von Deutschland im Krieg mit Russland, Friedrich Merz von Truppenentsendung und Taurus-Angriffen, Emmanuel Macron von Russland als „Raubtier“ und „Monster“ an den Toren Europas. Von der Leyen selbst signalisierte Bereitschaft zu „Friedenstruppen“ in der Ukraine.

Während die Wirtschaft in weiten Teilen Europas unter den Folgen der eigenen Politik leidet – hohe Energiepreise, abwandernde Industrie, stagnierende Investitionen – priorisiert die Führung Waffen, Munition und symbolische Frontbesuche. Die Klage der sieben Staaten über fehlende Touristen ist nur ein weiteres Symptom: Die ständige Kriegspropaganda und die Selbstinszenierung als bedrohte „Front“ schrecken genau die Besucher ab, die die Grenzregionen dringend bräuchten.

Brüssel und die nationalen Regierungen haben die Sicherheitslage selbst eskaliert und maximiert. Jetzt bitten sie um finanzielle Hilfe, weil die Rechnung präsentiert wird – in Form leerer Hotels, geschlossener Restaurants und notleidender Kleinbetriebe in den Grenzregionen. Die Prioritäten der EU-Führung sind klar: Kriegsrhetorik und militärische Integration vor wirtschaftlicher Vernunft. Die Touristenstimmen an den Ostgrenzen sind nur der neueste Beleg dafür, dass diese Strategie den eigenen Bürgern und Unternehmen schadet.

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7 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 26. Juli 2026 um 23:04 Uhr - Antworten

    Als Liebhaber der nordischen Natur war Finnland als Ziel weiterer Besuche gestorben, nachdem ich erlebte, wie in einem Kaufhaus in Turku ganze Banden arabisch aussehender junger Männer sich darin gefielen, junge Finninen zu beglotzen. Danach hatte ich mir vorgenommen, den baltischen Staaten u.a. auch wegen ihrer Freiheitsliebe Besuche abzustatten. Dieses Vorhaben ist nun an dem paranoiden Russlandhass (siehe Kallas) und der Enttäuschung über die freiwillige Kettung an EU und NATO gescheitert. In meinem Fall hat das weniger mit der Sicherheitslage zu tun.

    • 1150 27. Juli 2026 um 13:38 Uhr - Antworten

      solange sie nur glotzen …..
      aber wenn sie sie begreifen würden, was würde der finnische mann oder vater tun?
      genau was die deutsche, österreichische, und anderen eu-memmen tun, nämlich nichts

  2. D-Emigrant 26. Juli 2026 um 13:14 Uhr - Antworten

    Die Forderung der Staaten nach wirtschaftlicher Unterstützung erinnert erschreckend an das Verhalten der deutschen Wirtschaft während der „Corona“-Plandemie: Nur dem verlorenenen Geld nachtrauern statt die Ursachen der Misere anzusprechen und deren Beseitigung zu verlangen! Ich bin ziemlich sicher, dass sich im aktuellen Fall auch die staatlichen „Opfer“ mit einem kreditfinanzierten Almosen werden ruhigstellen lassen.

  3. Jurgen 26. Juli 2026 um 12:55 Uhr - Antworten

    Die Strände am Schwarzen Meer sind eh nicht mehr das, was sie mal waren. Und das gute Essen in Odessa ist wohl auch längst Geschichte…

  4. K Kaefer 26. Juli 2026 um 12:26 Uhr - Antworten

    Emmanuel Macron – Russland als „Raubtier“ und „Monster“ an den Toren Europas

    Der absolute Propaganda-Klassiker schlechthin. Die Deutschen unter Kaiser Wilhelm wurden in GB und in USA auch als kinderfressende Monster bezeichnet und abgebildet, um die nachfolgenden WK1-Kriegsopfer in der eigenen Bevölkerung zu rechtfertigen.

    Tragischerweise gibt’s immer noch genug die auf so etwas reinfallen. Absolut niederträchtig. Aus Sicht der Parasiten natürlich völlig ok, da es den Zweck erfüllt.

  5. VerarmterAdel 26. Juli 2026 um 11:03 Uhr - Antworten

    „Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und die Slowakei“ = Cordon Sanitaire von der Ostsee bis zum Golf von Arabien. Nicht, dass es jemand interessieren würde.

  6. Lutz Herzer 26. Juli 2026 um 10:16 Uhr - Antworten

    Selbst wenn man die propagandistische Beschwörung der russischen Gefahr nicht ernst nimmt, ist die Gefahr einer False-Flag-Operation durch CIA & Co. immer noch Grund genug, nicht ins Baltikum zu fahren.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

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