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Wirtschaft

EU-Demographie vor Wendepunkt

19 Kommentare 9. August 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Nur Zuwanderung kann den Bevölkerungsrückgang in der EU bremsen, erklärt die Kommission, die trotzdem mit einer Reduktion rechnet. Im Jahr 2100 glaubt man, wieder am Stand von 1970 zu sein.

Aktuelle Projektionen der Europäischen Kommission und von Eurostat wird die EU-Bevölkerung 2029 mit 453,3 Millionen Einwohnern ihren Höchststand erreichen – doch dann wird sie dauerhaft schrumpfen. So rechnet man, dass die Zahl bis 2050 auf etwa 445 Millionen und bis 2100 auf 398,8 Millionen zurückgehen wird – ein Rückgang von rund 11,7 Prozent gegenüber dem Niveau von 2025. Damit läge die EU-Bevölkerung wieder auf dem Stand der 1970er-Jahre.

Die jüngsten Zahlen stammen aus dem Demografie-Bericht der Kommission von Juli 2026 sowie den Eurostat-Prognosen (EUROPOP2025). Demnach lag die EU-Bevölkerung 2025 bei rund 451,8 Millionen. Doch die Zahl ist trügerisch, denn das Wachstum kommt ausschließlich durch positive Nettozuwanderung.

Die natürliche Bevölkerungsentwicklung – die Differenz aus Geburten und Sterbefällen – ist seit 2012 negativ. Zwischen 2005 und 2024 stieg die Bevölkerung im Schnitt um 0,89 Millionen pro Jahr, deutlich weniger als in den 1960er-Jahren mit jährlich 3,03 Millionen.

Die Geburtenzahlen illustrieren den Trend: 2024 kamen in der EU nur noch 3,55 Millionen Kinder zur Welt. Der Höchstwert lag 1964 bei 6,8 Millionen. Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer (TFR) betrug 2024 lediglich 1,34 Kinder pro Frau – weit unter der Reproduktionsrate von 2,1. Nach einem leichten Anstieg zu Beginn der 2000er-Jahre (bis 1,57 im Jahr 2010) setzt sich der Rückgang fort.

Parallel dazu altert die Gesellschaft rasch. Der Anteil der über 65-Jährigen soll bis 2050 von derzeit rund 20 Prozent auf etwa 30 Prozent steigen. Die Gruppe der über 80-Jährigen verdoppelt sich voraussichtlich. Die Lebenserwartung liegt derzeit bei durchschnittlich 81,5 Jahren und wird weiter zunehmen. Das bringt Arbeitsmärkte, Gesundheitssysteme und öffentliche Finanzen erheblich unter Druck. Die herrschende Elite setzt hier offenbar ausschließlich auf „Digitalisierung“, also Automatisierung durch Roboter und KI, und auf die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Es wird über die nächsten Jahre ziemlich sicher steigen.

Außerdem will man Zuwanderung. Diese soll bis 2100 positiv bleiben. Doch laut den Modellen in Brüssel wird es weniger Migration geben, als nötig wäre, um den natürlichen Rückgang auszugleichen oder die Alterung grundlegend zu stoppen. Unter einem Null-Migrations-Szenario wäre die Bevölkerung 2100 um 32 Prozent (rund 130 Millionen) kleiner. Das gilt allerdings nur unter der Annahme, dass die Zuwanderer ihre Reproduktionsrate, an die der Aufnahmegesellschaft anpassen.

Die Entwicklungen verlaufen uneinheitlich: Während Länder wie Luxemburg, Malta, Schweden und Irland Wachstum verzeichnen, schrumpfen 18 Mitgliedstaaten, besonders stark in Osteuropa. Deutschland bleibt bis 2100 das bevölkerungsreichste Land, verliert aber von 83,6 auf 74,7 Millionen Einwohner.

Bild KI

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19 Kommentare

  1. cwsuisse
    Antworten

    Wichtig wäre noch die Erfassung der Wegzugsbewegung: Leistungsträger, durch den grassierenden extremen Linkssozialismus in Deutschland vergrault, suchen das Weite.

  2. 1150
    Antworten

    die aussage des infantinodoubles stocker muss ich, obwohl er mir zutiefst zuwider ist, beipflichten.
    kinder und kindererziehung sind keine arbeit sondern eine aufgabe,
    der man sich mehrheitlich freiwillig stellt.
    es scheitert eine immer gleiche, dem sozialstatus unabhängige, alimentierte gruppe in beiden bereichen.
    eigentlich sollten die damals als systemköder gedachten °°sozialen errungenschaften°°
    der nationalsozialisten, alleine schon wegen der °°haltung°°, ersatzlos aufgehoben werden.
    aber wenn es um geld geht, vergisst man halt gerne und schnell seine haltung …..
    in der nachkriegszeit, als frauen alleine auf sich gestellt waren, weil der mann gefallen, vermisst,
    schwerst verwundet und dadurch meist nur teilweise bedingt arbeitsfähig
    oder nach langen jahren aus der gefangenschaft zurückkehrten
    hatte die kinderbeihilfe ihre überlebensnotwendige berechtigung.
    heute bestreitet ein bewusst herangezüchtetes milieu ausschliesslich sein leben davon und zusätzlich
    werden noch die nie und niemals einzahler aus bestimmten regionen angezogen wie die schmeissfliegen.

  3. Fritz Madersbacher
    Antworten

    Die Leute, die die Bevölkerungsentwicklung mit ihrer Altersstruktur in den europäischen Gesellschaften auf perfide Pläne und falsche Politik zurückführen, verhalten sich gegenüber den wirklichen Ursachen wie die Klima-Apostel zu den Ursachen des Klimawandels.

    Wie die Klima-Apostel blind sind für die Hauptursache zu mindestens 99%, die solarterrestrischen Beziehungen (Beschaffenheit der Sonne und ihre Änderungen sowie die Änderung der Distanz zur Erde), so sind sie blind für die Alles dominierende Hauptursache der bevölkerungsmäßigen Änderungen, nämlich für die gesellschaftlichen Entwicklungen auf Basis kapitalistischer Wirtschaftsstrukturen.

    An denen hat keine Politik, egal in welcher Parteien- und sonstigen Zusammensetzung, jemals etwas Grundlegendes geändert – sie kann es gar nicht. Es hat gutgemeinte Versuche wie Geburts- und Hochzeitsprämien gegeben: sie waren zum Scheitern verurteilt. Warum? Der gesellschaftlich-wirtschaftliche Ozeandampfer ist in einer anderen Richtung unterwegs, die Politiker darauf sind Passagiere, nicht Kapitäne.

    Seine Richtung könnten wir nur selbst ändern, sind aber weder geistig dazu in der Lage noch irgendwie sonst willens dazu. Wir flüchten uns ins bequeme Allheilmittel „Wahlen“ und setzen unsere Hoffnungen in jene, die unsere Emotionen bedienen und an den Tatsachen vorbei das Blaue vom Himmel herunter versprechen, aber nichts zum Besseren wenden werden.

    Das Spiel, die Fahrt des Dampfers geht also weiter, begleitet von nutzlosen Lamentationen, die tatsächlichen Ursachen für unsere Misere bleiben ausgeblendet …

    1. Varus
      Antworten

      so sind sie blind für die Alles dominierende Hauptursache der bevölkerungsmäßigen Änderungen, nämlich für die gesellschaftlichen Entwicklungen auf Basis kapitalistischer Wirtschaftsstrukturen.

      Mit pauschaler Kapitalismus-Kritik hat man vor einem Jahrhundert versucht, doch der Sozialismus war nicht besser. Mit den Erfahrungen müsste man präziser versuchen, marktwirtschaftliches System von Perversitäten einer Handvoll Oligarchen und Finanzkonzerne frei zu halten.

      Ferner – mit Bildung und Wohlstand würden sich die Leute womöglich so oder so weniger vermehren, vom System unabhängig.

      Dass gerade „Bio-Briten“ weniger werden, ist vielleicht gute Nachricht – die Ungeschnittenen bringen heute: „Durchgesickert: Wie Großbritannien das US-Imperium ausbeutet“ – dort britische imperiale Agenda, die ständig halbe Welt in Kriege treibt. Wenn diese „Bio-Briten“ den Unfug nicht beenden konnten oder wollten, dann gerne ohne sie.

      1. Fritz Madersbacher

        @Varus
        10. August 2026 um 13:22 Uhr
        Niemand hat etwas von „pauschaler Kapitalismus-Kritik“, aber niemand hat auch etwas von „man müßte, sollte“ etc. Warum wird nicht versucht, das „marktwirtschaftliche System von Perversitäten einer Handvoll Oligarchen und Finanzkonzerne frei zu halten“? Wer soll das versuchen und umsetzen, wie?

        Ich habe das schon oft gefragt, auch hier, und bekomme keine Antwort auf diese Frage, weil sie eben nicht beantwortbar ist, ohne sich mit der „Marktwirtschaft“ zu befassen. Die Forderungen im Konjunktiv („müßte“, „sollte“ etc) zeigen eben, dass man nicht begreifen kann oder verstehen will, wie das eine zwangsläufig mit dem anderen zusammenhängt und sich nicht zufällig so entwickelt hat.

        Wenn wir das nicht so haben wollen, müssen wir doch zu überlegen beginnen, wie wir es ändern und besser machen können, ohne gleich die uns von oben verpassten Scheuklappen aufzusetzen, geschichtliches Scheitern zu verabsolutieren, statt die Ursachen dafür zu ergründen. Genau diese (zugegeben bequeme) Haltung hat uns dahin geführt, wo wir heute sind, und wird es weiterhin tun.

        @1150 (10. August 2026 um 7:17 Uhr) hat völlig recht: „demographie st kein plötzliches ereigniss, dass unvermittelt zwischen weihnachten und ostern auftritt“. Sie ist ein Resultat mittlerweile jahrzehntelanger Entwicklung mit unzähligen politischen Konstellationen. Wir müssen wirklich einmal darüber nachdenken und Ursachenforschung betreiben, warum das so ist, statt uns mit irgendwelchen Details, Nebensächlichkeiten, Sündenbockspielen und Emotionen aufzuhalten und zu befriedigen, weil sie in unseren Kram und unser liebgewonnenes Weltbild passen …

  4. 1150
    Antworten

    demographie st kein plötzliches ereigniss, dass unvermittelt zwischen weihnachten und ostern auftritt
    die weichen wurden schon vor jahrzehnten vorsätzlich und bewusst oder aus dummheit gestellt

    1. Varus
      Antworten

      Für die übrige Welt ist es ein Segen, wenn die dekadenten Spinnenden:innen (m/w/d/x) weniger werden. Leider bis zuletzt nicht weniger auf Raubzüge erpicht.

  5. Der Zivilist
    Antworten

    Wann kommt man in der Kommission endlich auf die naheliegende Idee, daß sie das Problem durch ihre Politik verursacht ?

  6. Rare Bird
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    „Nur Zuwanderung kann den Bevölkerungsrückgang in der EU bremsen, erklärt die Kommission“ Dieser Kommission würde ich nicht mal glauben dass 2 x 2 = 4 ist!
    “ … das Wachstum kommt ausschließlich durch positive Nettozuwanderung.“
    Super, lauter kriminelle Analphabeten, dann lieber KEIN Wachstum!

  7. Jurgen
    Antworten

    Bei der aktuellen Sterberate von 1.3M pa liegt die Lebenserwartung nur noch bei 61.5 Jahren bzgl. der 80M sollte das so bleiben… klar geht da die Demographie ganz schnell rückwärts…

  8. Daisy
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    Gendergaga und Spikung unterstützen diese Enwicklung. Hinzu kommt nun auch die „Kriegstûchtigkeit“, denn die Ukr. braucht Kanonenfutter. Ebenso ist die Flutung mit Fickificki-Fachkräften, männlich, jung und zumeist messerscharf, darauf ausgerichtet…

    1. Varus
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      Erstaunlich, dass dieses F-Wort nicht automatisch abgefiltert wird, aber das Z-Wort schon – ich meine die Bezeichnung dessen, dass das Gesagte abgefiltert wird.

      Zitat aus dem Film „Der talentierte Mr Ripley“ – „jeder sollte ein Talent haben“. Auch „Fachkräfte“, den vernünftige Länder keine Alimentierung bieten würden.

      1. Daisy

        Diese Bezeichnung ist nicht meine Erfindung. Ich hätte sie daher unter Anführungszeichen setzen sollen.

        Ich muss auch dazu sagen, dass nicht alle primär dieses Talent haben, sondern dass das natürlich spezielle „Fachkräfte“ sind. In Ceuta sind wieder einige dabei, denn dort wurden schon wieder Kinder vergewaltigt. Im Bezug auf die demographische Entwicklung fiel mir nur diese besondere Eigenschaft ein, die aber eher entgegengesetzt wirkt wie zB die Geschlechtsneutralisierung durch die Gendergaga-Agenda…oder die Spikung, die ja zu starken Geburtenrückgängen führt…weil zumeist mit Abwehrhandlungen verbunden. Früher, nach 2015, waren die ja noch total höflich und haben die dt. Mädchen daher gefragt: „Du ficki-ficki?“ Soviel Deutsch, wenngleich kein sehr gutes, hatten sie sofort drauf. Und so ist der Begriff dann wohl entstanden….offenbar haben da aber viele nein gesagt…

      2. Varus

        Wie ist das eigentlich auf Spanisch? Die Ungeschnittenen heute: „Spanischer Geheimdienst schlägt Alarm – Neue Social-Media-Kampagne soll Ceuta erneut überrennen“ – es soll um den 15.08 passieren, also noch diese Woche. Werden von Ceuta ausgehend politische Schockwellen durch die EUdSSR gehen?

  9. Jan
    Antworten

    Wie gut, dass die Rentner nach Schutz durch mRNA-Impfstoffe rufen, das könnte die Situation entschärfen!

    Das Dumme ist: Wenn die Niedrig-IQler weg sind, bleiben logischerweise die Hoch-IQler übrig. Und die sind durch Cruella in Be oder Kalle Nebenwirkungsfrei nicht so leicht einzuwickeln.

    1. Leontinger
      Antworten

      @Jan: Sie stellen die Rentner gleich den Niedrig-IQlern! Was führt Sie zu dieser krassen Aussage? Arroganz?
      Bin 80 und ungeumpft!😡

  10. VerarmterAdel
    Antworten

    Ist das schon Schizophrenie oder die ganz normale Gehirnverquasung der EU-Politbanditen?

    Nein, das ist die ganze normale EU-Politik; Dinge tun und dann leugnen, nicht wahrhaben wollen, anderen die Schuld geben etc.

    Warum geht die Bevölkerung insgesamt zurück mit Ausnahme der islamischen und jüdischen?

    Weil es eine Folge der geisteskranken, kriminellen Politik ist.

    Das wollen sie aber nicht sehen, oder sie wollen nicht, dass die Menschen das sehen.

    Dabei gibt es sogar ein UN-Papier mit dem Namen Replacement Migration (Ersetzungsmigration), d. h. Ausrottung der europäischen Bevölkerung durch das Mittel der Masseninwahnsion (Überfremdung), denn es zählt nur eins: dass die Banker weiterhin ihre Zinsen für das Selbstgeschöpfte bekommen, und wenn alle dabei über die Wupper gehen.

    Letztlich ist der ganze Wahnsinn eine Folge der kriminellen Metaphysik ( https://opium-des-volkes.blogspot.com ), von der nur ganz wenige Leute extrem profitieren. Ihnen gehört im Grunde die gesamte Welt.

    Apropos, vor ein paar Tagen bin ich auf einen ganz interessanten Kanal ( Tartaria Vault ) gestoßen mit Videos wie „The Food Forest Continent They Erased From Every Map On Earth“, wo einem der Hintergrund für die stattgefundenen Aktiväten förmlich entgegenschreit: METAPHYSIK!

    Vor ein paar Jahrhunderten fingen ein paar Psychopthenfamilien im ganz großen Stil an, die Welt so umzuformen, dass ihre unstillbare Macht- und Raffgier gestillt wird. ISrahell zeigt heute noch die völlig skrupellose, rabiate Vorgehensweise.

    https://www.un.org/development/desa/pd/sites/www.un.org.development.desa.pd/files/unpd-egm_200010_un_2001_replacementmigration.pdf

  11. Fritz Madersbacher
    Antworten

    Es bedarf doch wirklich keiner EU-Kommission, um die im Artikel aufgezählten Entwicklungen zu erkennen, es genügt der nüchterne Verstand. Das vor allem Problematische an dieser Entwicklung ist nicht so sehr das Schrumpfen der „natürlichen Bevölkerung“ (welches ist die „künstliche“?), sondern die Verschiebung der Altersstruktur. Darauf gilt es Antworten zu finden. Die „Festung Österreich“ ist keine brauchbare Antwort, auch wenn sie Emotionen bedient und Wählerstimmen bringt. Das Ergebnis „Greisenasyl Österreich“ wird dann weniger gefallen …

    1. Fritz Madersbacher
      Antworten

      Präzisierung: „Das vor allem Problematische an dieser Entwicklung ist nicht so sehr das Schrumpfen der „natürlichen Bevölkerung“ (welches ist die „künstliche“?), sondern die ZWANGSLÄUFIG DAMIT VERBUNDENE Verschiebung der Altersstruktur“

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