
Weltweit einmalig: Keine Freigabe für Spielfilm in Deutschland
Auf der ganzen Welt wird der Film „Citizen Vigilante“ gesehen. Auf der ganzen Welt? Nein. Nur ein Staat in Europa gibt dem Film keine Freigabe. Er ist für seine Bürger offenbar zu gefährlich.
Der Film „Citizen Vigilante“ von Uwe Boll ist für Deutschland offenbar zu gefährlich. Der deutsche Filmemacher Uwe Boll, bekannt für Low-Budget-Actionfilme und Videospiel-Adaptionen, hat einen politisch inkorrekten Film gedreht – und nur in Deutschland darf er nicht gesehen werden.
Besonders originell ist das Skript nicht: In der Hauptrolle spielt Armie Hammer einen Mann, der nach einer persönlichen Tragödie – seiner Mutter wird von Kriminellen (die als Migranten dargestellt werden) vor den Augen ihres Sohnes erstochen – das Recht selbst in die Hand nimmt.
Der Streifen ist eine moderne Variante von „Death Wish“: Ein Bürger wird zum Vigilanten, jagt Verbrecher und korrupte Beamte, die das Justizsystem schützen. Die Handlung spielt in den USA (gedreht in Kroatien aus Kostengründen) und greift reale Fälle auf, etwa die Hamburger Gruppenvergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens 2016, bei der die Täter nur Bewährungsstrafen erhielten. Der Film glorifiziert in Teilen Selbstjustiz als Reaktion auf ein versagendes Rechtssystem.
In den USA ist der Film seit 19. Juni 2026 auf Plattformen wie Amazon Prime Video und in limitierter Kinoauswertung verfügbar. In anderen Ländern (u. a. Österreich, Schweiz, Kanada) läuft er ebenfalls regulär. In Deutschland hingegen hat der Film keine FSK-Freigabe erhalten – nicht einmal ab 18. Offenbar hält man erwachsene Bürger für zu unmündig, um den Film freizugeben.
Das Label lautet „KEIN KENNZEICHEN“ (KK). Ohne FSK-Freigabe darf der Film in Deutschland nicht legal in Kinos gezeigt, auf DVD oder Blu-ray verkauft oder über große Streaming-Plattformen vertrieben werden. Zuschauer können ihn sich nur über Importe aus dem Ausland (z. B. aus Österreich oder der Schweiz) legal beschaffen. Das kommt einem de-facto-Verbot für den regulären Markt gleich.
Uwe Boll selbst spricht von „bewusster Zensur“. Der Film ist zwar nicht offiziell staatlich verboten, wird aber durch die fehlende FSK-Freigabe praktisch vom legalen Markt ausgeschlossen – eine elegante Variante der Zensur.
In Interviews mit Variety und dem Daily Telegraph sagte er, die Entscheidung sei politisch motiviert gewesen: Der Film zeige Migranten als Kriminelle und propagiere Gewalt gegen sie. Er habe einen Anwalt eingeschaltet, sei aber in einer 6:2-Abstimmung unterlegen. Boll betont: „Ich bin kein Nazi“ und verteidigt den Film als realistische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen.
Die FSK begründet die Ablehnung offiziell mit der Förderung von Vigilantismus und extremer Gewalt (unter anderem einer Gruppenvergewaltigungsszene). Allerdings ist der Film in keinem anderen Land so stark eingeschränkt wie in Deutschland. Weltweit läuft er – nur in Deutschland nicht regulär.
Nun kann man den Film xenophob, rechtsextrem oder sonst wie nennen. Doch es sollte skeptisch machen, wenn er weltweit zugelassen ist – nur in Deutschland nicht. Kritiker, die den Film loben, sehen darin eine notwendig provokante Auseinandersetzung mit realen gesellschaftlichen Problemen.
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundeskriminalamts sind Nichtdeutsche bei Gewaltkriminalität mit 42,9 % der Tatverdächtigen deutlich überrepräsentiert – obwohl sie einen deutlich kleineren Anteil der Bevölkerung stellen.
Aber für deutsche Bürger ist der Film offenbar „zu gefährlich“.
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