
Datenleck bei Thiels „Bilderberger“
Ein Sicherheitsleck auf der Website eines exklusiven Elite-Netzwerks hat sensible Daten von Hunderten hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Tech und Finanzwelt offenbart. Das von Thiel gegründete Netzwerk galt jahrzehntelang als streng geheim.
2006 wurde die Plattform „Dialog“ gegründet, Mitbeteiligt war dabei auch US-Oligarch Peter Thiel. Es war eine streng geheime, einladungsbasierte Plattform für off-the-record-Gespräche. Nun ist durch einen Web-Fehler eine Goldgrube an Informationen ans Licht gekommen – mit potenziell gravierenden Folgen für nationale Sicherheit und persönliche Integrität der Beteiligten.
„Dialog“ organisiert seit 20 Jahren „jährliche Retreats“ für ausgewählte Führungskräfte aus US-Politik, Silicon Valley, Finanzwelt und teilweise internationalen Kreisen. Neben Thiel wurde es auch vom Investor Auren Hoffman (auch als Orin Hoffman erwähnt) gegründet, der als Chairman fungiert.
Die Treffen finden an exklusiven Orten statt (früher etwa im Ritz-Carlton oder in Venedig) und sollen offene, nicht-attribuierbare Diskussionen ermöglichen – ohne Presse, ohne öffentliche Aufzeichnungen. Frühere Teilnehmerzahlen lagen bei rund 100 Personen pro Event; für das diesjährige Retreat sind über 200 Registrierungen bekannt. Das Netzwerk wurde gelegentlich als „Tech-Version der Bilderberg-Konferenz“ bezeichnet und hält sich seit fast zwei Jahrzehnten strikt bedeckt.
Entdeckt wurde das Leck von der Schweizer Hacktivistin maia arson crimew.
Here are all 113 alleged members we were able to successfully extract. This data can also be verified via versions of the site captured by the Wayback Machine, even if it doesn't properly render the website.
— maia arson crimew 🏴 (@crimew.gay) 2026-06-16T00:18:05.436Z
Sie fand ein offenes Verzeichnis im Quellcode der Website dialog.org, das direkt auf eine Airtable-Datenbank verwies.
- Die Registrierungsliste für das 2026-Retreat (12.–16. August bei Dublin, Irland) mit 222 Teilnehmern (davon 87 Erstbesucher).
- Mitgliedsstatus, bisherige Teilnahmen (teilweise seit Gründung), Biografien und Wohnorte.
- Private Access-Tokens (funktionierende Login-Daten).
- Politische Neigungen der Teilnehmer.
- Daten aus einer integrierten Matchmaking-App (dating.dialog.org): Angaben dazu, ob jemand „auf der Suche nach Liebe“ ist, politische Profile und weitere persönliche Details.
Ein öffentliches Verzeichnis enthielt bereits 113 Namen. Die Daten waren trotz interner Versprechen auf Vertraulichkeit ungeschützt zugänglich. Hier ein paar Namen: :
- Scott Bessent (US-Finanzminister)
- Ted Cruz (US-Senator)
- Dan Driscoll (Heeresminister)
- Jim Himes (Demokrat, ranghöchstes Mitglied im House Intelligence Committee)
- Joe Lonsdale (Mitgründer von Palantir)
- Marc Andreessen und Jim Breyer (bestätigt durch Forbes)
- General Alexus Grynkewich (NATO Supreme Allied Commander Europe und Chef des US European Command, seit 2021 regelmäßig dabei)
DieAgenda des diesjährigen Treffens liest sich teils wie eine Mischung aus geopolitischem Briefing und persönlichem Coaching:
- „Navigating WWIII“
- „Battlefield Technologies“
- „Bring Back Nuclear“
- „Build-a-Cult“ (moderiert vom Gründer von Pray.com)
- „How’s Your Sex Life?“
- Weitere Sessions zu KI, Desinformation, Glück und Parteiaufbau.
Security Affairs analysiert, wie die Die exponierten Daten bilden eine perfekte Zielscheibe für ausländische Geheimdienste, Einflussoperationen und Erpressung. Teilnehmer teilen in diesem geschützten Rahmen sensible Einblicke in geopolitische Strategien, Technologieentwicklungen und persönliche Netzwerke. Gleichzeitig liegen nun Beziehungsstatus, politische Einstellungen, Kontaktinformationen und Zugangsdaten offen.
Besonders brisant: Viele Teilnehmer haben regulatorische oder sicherheitsrelevante Positionen – von Senatoren über Militärführung bis zu Tech-Konzernen, die mit Regierungen zusammenarbeiten. Die Off-the-Record-Natur, die das Netzwerk attraktiv machte, verstärkt nun das Schadenspotenzial. Bisher gab es kaum offizielle Stellungnahmen der Betroffenen.
Bild „PandoMonthly – April 2012 – Sarah Lacy Interviews Peter Thiel“ by thekenyeung is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.
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Es ist doch eh klar, dass es sowas gibt.
Jede Gurkentruppe im Fussball, Tischtennis, oder Golf hat eine Versammlung mind. einmal im Jahr und bespricht ihren nächsten Zug und bejubelt sich für das (nicht) Erreichte.
Warum sollten hier Menschen mit dem Gedanken die Welt lenken zu müssen, da eine Ausnahme sein, wenn sie die Orchestrierung brauchen, um ihre Macht gegen den Rest zu ferstigen und auszuweiten, oder und ihre persönlichen Ziele, verbrämt als für die Menschheit, durchzudiskutieren und in die Umsetzung zu gehen?
Das dazu dann Funktions“Eliten“ rangezogen werden, ist ebenso klar.
Ich würde es ganz genauso machen, vor allem mit dem Gedanken an 1789.
Ja kein Licht auf uns, erfindet Ablenkszenarien und lasse alles nach unweigerlicher, aus sich selbst heraus entstehender logischer Zukunft aussehen..
Ich meine man betreibt nicht grundlos zig tausende Think Tanks, NGOs, Stiftungen, Nudging Units und kontrolliert die medien und Bildung und Politik, Geld, Wirtschaft, ja was eigentlich nicht? und lässt KI Systeme das System überwachen und sammelt Daten und „Chancen“, also den Augenblick den Rest abzuziehen, oder zumindest einen Reibach mit irgendeinen Deal hinzubekommen.
Auch ein Herr Peter Thiel ist fehlbar. Der hat sich bisher für unangreifbar gehalten und muss nun feststellen, dass die Unangreifbarkeit löchrig, wie ein Schweizer Käse ist.
Für unfehlbar halten sich eher die Fans von Kalle Nebenwirkungsfrei. Vielleicht v*gelt er einfach gern?
„Für unfehlbar halten sich eher die Fans von Kalle Nebenwirkungsfrei …“
Die ebenso. Ohne diese Fans würde es den Kalle-Spritzteufel nicht gegeben haben. Der hat sich von den Verbrechern aus den USSA kaufen lassen und tanzt nun nach deren Pfeife, die Pfeife Lallerbach.
Einen deutlichen und nicht unerheblichen Dachschaden scheint dieser Peter Thiel zu haben. Niemand, der bei Troste ist, kommt auf die Idee, die Demokratie abzuschaffen, aber das macht der werte Herr Peter Thiel.
Das Vorhanden-Sein nicht unerheblichen Dachschadens schreibe ich im Übrigen auch Bill-the-killer-Gates, Elon Musk und deren Anhängern und Fans zu.
So, so, eine „Hacktivistin“ (wie passend!) … 😂
Meine erste Assoziation dazu: Limited Hangout oder bewusst gestreuter Nonsens (dazu kenne ich das Fachchinesisch nicht).
Hacker finden etwas, erst nachdem ein Fehler unterlaufen ist? Bullshit! Hacker finden etwas, weil kein System zu 100% sicher ist. Wenn diese „Hacktivistin“ also 20 Jahre auf einen Fehler des Providers warten musste, dann hat sie zumindest verdammt wenig Talent…..
Alles eine Frage des Aufwandes. Geht man mit der Brechstange durch das besonders gesicherte Haupttor oder guckt man, ob unter irgendeiner Blumenvase ein Schlüssel liegt?