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Wissenschaft

Der Krieg gegen Chlordioxid – und was er über die Medizin verrät

5 Kommentare 7. August 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Ein Molekül, das seit Jahrzehnten weltweit zur Wasserreinigung, Lebensmitteldesinfektion und Sterilisation medizinischer Geräte verwendet wird. Günstig, nicht patentierbar, hochwirksam gegen ein breites Spektrum von Pathogenen. Und dann kommt eine Pandemie — und plötzlich wird genau dieses Molekül zum Gefahrenstoff erklärt, dessen bloße Erwähnung Zensur auslöst.

Ein neuer Beitrag von A Midwestern Doctor wirft ein grelles Licht auf ein Muster, das sich in der modernen Medizin seit Jahrzehnten wiederholt: Die systematische Unterdrückung preiswerter, breit wirksamer Therapien zugunsten teurer, patentierter Medikamente. Im Zentrum steht diesmal Chlordioxid (ClO₂), auch als CDS bekannt:

Was Chlordioxid ist – und was nicht

Chlordioxid ist seit den 1960er-Jahren ein weltweit eingesetztes Desinfektionsmittel für Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Geräte. Die US-Umweltbehörde EPA hat es 1967 zugelassen, unter anderem weil es im Gegensatz zu herkömmlichem Chlor keine krebserregenden Nebenprodukte bildet. Es wirkt als starkes Oxidationsmittel und tötet Bakterien, Viren und Pilze ab.

In der öffentlichen Debatte wird es dennoch hartnäckig als „Gift“ oder „Bleichmittel“ diffamiert. Der Grund liegt in der Namensähnlichkeit mit Natriumhypochlorit (Haushaltsbleiche). Chemisch und toxikologisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Substanzen. Bei den in der alternativen Medizin verwendeten niedrigen Dosierungen gibt es laut den Befürwortern keine Hinweise auf relevante Toxizität – im Gegensatz zu den dramatischen Warnungen von Behörden.

Eine lange Geschichte der Erfolge und der Unterdrückung

Der Artikel zeichnet nach, wie Chlordioxid seit den 1970er-Jahren erforscht und in der Praxis eingesetzt wurde. Besonders prominent wurde es durch Jim Humble, der es in Südamerika gegen Malaria einsetzte und darüber berichtete.

Spätere Anwender dokumentierten Erfolge gegen Typhus, Dengue, Cholera und weitere Infektionen. In mehreren afrikanischen Ländern sollen Feldversuche und Wasseraufbereitungsprojekte zu dramatischen Rückgängen von Malaria geführt haben – Berichte, die anschließend relativiert, geleugnet oder aktiv bekämpft wurden.

Der Wendepunkt: COVID-19

Vor 2020, so rekonstruiert Kory, war Chlordioxid ein offen diskutiertes Thema. Soziale Medien ließen Diskussionen zu, Amazon führte Broschüren und Kleinstpublikationen. Die Substanz war kein Geheimnis — sie war schlicht ein Nischeninteresse.

Dann kam Corona. Innerhalb weniger Monate wurde sämtliches Material gelöscht, Diskussionen als „Verstoß gegen Gemeinschaftsrichtlinien“ markiert, Informationen als „Desinformation“ klassifiziert. Der sprachliche Trick war ebenso simpel wie wirkungsvoll: Chlordioxid wurde konsequent mit Bleichmittel gleichgesetzt — ähnlich wie Ivermectin zum Pferdeentwurmungsmittel umetikettiert wurde. Wer das Wort aussprach, war diskreditiert, bevor die Diskussion überhaupt begann.

Die Bundesbehörden schlugen zu: Im April 2020 erhielt Mark Grenon eine Cease and Desist-Anordnung. Mehrere Strafverfolgungsbehörden waren involviert. Grenons Söhne, Jonathan und Jordan, sitzen noch immer in Bundeshaft. Dem heute 67-jährigen Mark Grenon wurden die Sozialversicherungsleistungen gestrichen.

Korys forensische Rekonstruktion

Pierre Kory — Lungenfacharzt, Intensivmediziner, ehemaliger Associate Professor an der University of Wisconsin und Mitbegründer der Front Line COVID-19 Critical Care Alliance (FLCCC) — ist kein Unbekannter im Kampf gegen medizinische Zensur. Sein Bestseller The War on Ivermectin legte bereits die Mechanismen offen, mit denen billige, nicht patentierbare Therapeutika aus dem Diskurs verbannt werden.

Mit The War on Chlorine Dioxide geht er einen Schritt weiter. Das Buch ist, nach eigener Aussage, eine forensische Rekonstruktion: Hunderte Studien, dokumentierte Zensurfälle, die Nachzeichnung global koordinierter Kampagnen von Gesundheitsbehörden, Pharmaindustrie und Medien.

Besonders aufschlussreich: Kory zeigt, dass zahlreiche Peer-Review-Studien durchaus positive Ergebnisse für Chlordioxid dokumentieren — nur wird die Substanz dort nie beim Namen genannt. Stattdessen firmiert sie unter dem verwandten Begriff Natriumchlorit. Die Ergebnisse sind publiziert, statistisch signifikant, begutachtet. Und doch: Das Wort „Chlordioxid“ taucht nicht ein einziges Mal auf. Das ist keine Wissenschaft — das ist Tarnung.

Die Koautorin Jenna McCarthy, selbst zwanzigfache Buchautorin und ehemalige Radiomoderatorin, bringt es auf den Punkt:

„Alles hat eine toxische Dosis — inklusive Muskatnuss, Spinat und Leitungswasser.“

Der Einwand der Toxizität ist ein Scheinargument. ClO₂ in hohen Konzentrationen ist gefährlich — wie jede Substanz. Die therapeutische Anwendung erfordert minimale ppm-Werte, präzise Protokolle und fachkundige Anleitung. Das unterscheidet sich nicht prinzipiell von unzähligen anderen medizinischen Wirkstoffen, deren therapeutische Breite respektiert werden muss.

Politische Dimension: Ron Johnson und die MAHA-Initiative

Das Buch hat mittlerweile hochrangige politische Unterstützung erhalten. Senator Ron Johnson (Wisconsin) hat es öffentlich empfohlen — ein Politiker, der Kory bereits 2020 als Sachverständigen zu Senatsanhörungen geladen hatte und der sich nie gescheut hat, unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

Mit der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und der Ernennung von Robert F. Kennedy Jr. zum Leiter des Gesundheitsministeriums (HHS) hat sich das politische Koordinatensystem verschoben. Die MAHA-Initiative (Make America Healthy Again) steht für eine grundlegende Neuausrichtung: Weg von der Profitmaximierung der Pharmakonzerne, hin zu echter Ursachenforschung — einschließlich einer umfassenden Untersuchung der Autismus-Ursachen, die jahrzehntelang blockiert wurde.

Die neue CDC-Positionierung, wonach die Aussage „Impfstoffe verursachen keinen Autismus“ keine evidenzbasierte Behauptung sei, weil Studien einen kausalen Zusammenhang nie ausgeschlossen hätten, zeigt: Das wissenschaftliche Establishment beginnt zu bröckeln.

Das eigentliche Problem: Unbezahlbarkeit

Warum gerät ein simples Molekül wie ClO₂ ins Fadenkreuz sämtlicher Institutionen? Die Antwort liegt auf der Hand — und Kory spricht sie aus:

„Es lässt sich weder in Besitz nehmen noch mit einer Marke versehen oder kontrollieren, weshalb es in der modernen Medizin verboten ist.“

Ein Molekül, das nicht patentiert werden kann, generiert keine Milliardengewinne. Es bedroht ein Geschäftsmodell, das auf chronischer Krankheit und lebenslanger Medikation basiert. Die Drehtür zwischen Regulierungsbehörden und Pharmavorständen sorgt dafür, dass solche Substanzen nicht einmal erforscht werden dürfen.

Die Zensur, so Kory, war global. Jedes. Einzelne. Land. Die Gleichschaltung der Gesundheitsbehörden weltweit ist einer der verstörendsten Aspekte dieser Dokumentation.

Literatur:  Praxisbuch CDL

Chlordioxid Lösungen und Kombinationen mit DMSO

DMSO, BORAX, CDL & MSM

Und noch mehr zu DMSO gibt es hier in TKP:

Über Protokolle für die Anwendung:

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5 Kommentare

  1. Rainer Taufertshoefer
    Antworten

    Der Befund des Beitrags stimmt. Die Chronologie stimmt nicht. Die Löschwelle im deutschsprachigen Raum begann nicht mit Corona, sondern am 5. Juni 2014 in der ARD: Kontraste erklärt Chlordioxid zur „Chlorbleiche”. Drei Wochen später, gleiche Redaktion, ist daraus „Bleichmittel” geworden, und dabei ist es geblieben. Meine Beschwerde dazu wanderte 2015 durch den rbb bis zur Intendantin; ihr Antwortschreiben vom 29. Juni 2015 habe ich abgeheftet, gleich neben der Stellungnahme des Chefredakteurs. 2018 schloss Facebook die größte deutschsprachige Gruppe zum Thema, rund 34.000 Mitglieder. 2019 erklärte das öffentlich-rechtliche Format maiLab die Substanz pauschal zum Gift. Als Corona kam, war das Framing sechs Jahre alt. Die Pandemie hat es nicht erschaffen, sie hat ihm die politische Bühne gegeben.

    Und selbst für 2020 braucht die Erklärung keine Weltregie. Trump hat am 23. April weder „Chlordioxid” noch „Bleichmittel” gesagt, er griff eine Präsentation zur Oberflächendesinfektion auf. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtete am Folgetag, ohne die Substanz überhaupt zu nennen. Erst der dpa-Faktencheck vom 29./30. April stellte die Verbindung Trump, Chlordioxid, Bleichmittel her; Auslöser war ein einzelner Facebook-Beitrag. Eine Agenturmeldung, Hunderte Redaktionen. Gleichförmigkeit entsteht durch Übernahmeketten, nicht durch Absprache. Das ist unbequemer als jede Verschwörungsthese, denn es funktioniert ohne Verschwörer.

    Beim Kernargument des besprochenen Buches rate ich zur Vorsicht. Kory wertet Studien mit Natriumchlorit als getarnte Chlordioxid-Studien. Die beiden Stoffe sind verwandt, sogar metabolisch verbunden: Chlordioxid wird im Organismus zu Chlorit reduziert. Identisch sind sie nicht. Wer sie kurzerhand gleichsetzt, begeht spiegelbildlich denselben Kategorienfehler, der der Bleichmittel-Fraktion seit 2014 vorzuwerfen ist, und liefert der Gegenseite genau die Blöße, auf die sie wartet.

    Was in achtzehn Jahren Debatte niemand beantwortet hat, weder Behörden noch Protokollautoren: Warum reagieren zwei Menschen auf dieselbe Lösung grundverschieden? Ich beobachte dieses Feld seit 2008 und habe beides dokumentiert, Verläufe, die begeistern, und Verläufe, über die in den einschlägigen Kanälen geschwiegen wird. Beides gehört auf den Tisch. Wer die Dokumentation sucht: „Chlordioxid – Potenzial und Grenzen”.

    Rainer Taufertshöfer, freier Medizinjournalist

    1. Christine
      Antworten

      Herzlichen Dank für diese Information!

      „Was in achtzehn Jahren Debatte niemand beantwortet hat, weder Behörden noch Protokollautoren: Warum reagieren zwei Menschen auf dieselbe Lösung grundverschieden?“

      Das ist ja das Tragische an all den verschiedenen Mitteln, die von der orthodoxen Medizin so bekämpft werden: Die Forschung wird unterbunden. Leute werden geschädigt, weil sie keinen erfahrenen Therapeuten finden und deshalb überdosieren. Oder sie werden geheilt und niemand glaubt ihnen. Statt dass man den Ärzten sagt: „Probiert es einfach mal aus“, am besten – wie in früheren Jahrhunderten – im Selbstversuch, wird ihnen das Gehirn gewaschen, bis sie selbst glauben, dass nur von Pharma bezahlte Studien wirkliche Wissenschaft sind.

      Ich nutze CDL seit einiger Zeit, kann keine nachteiligen Effekte bislang feststellen. Mich überzeugt die Einfachheit – während ich beispielsweise für Hochdosis-Vitamin-C-Behandlung eine Infusion benötige, die ich mir leider (noch) nicht selbst legen kann, ist CDL leicht selbst gemacht (hier eine sehr einfache und kostengünstige Möglichkeit: https://dioxitube.com/w/r25Thog3zpfd579MhUpHun) und oral gut wirksam. Es diffundiert schon im Magen, somit gibt es nicht die Darmgrenze wie bei VitC. Andreas Kalcker hat hier den Unterschied erläutert: https://substack.com/@drkalcker/p-177373003

  2. K Kaefer
    Antworten

    Pierre Kory kommentiert AMD’s Artikel mitsamt guter Grafik, auf substack hier:

    AMD’s Masterful History Detailing a Century of Suppressed Therapeutics in the US – A brilliant piece from A Midwestern Doctor, built around my book, The War on Chlorine Dioxide, exposed the long trail of suppression around inexpensive, safe, broadly effective therapies.
    Pierre Kory, MD, MPA – Aug 10, 2026

    Zu CDL/CDS: gehört m.E. zu einer absolut eindeutig wirksamen Substanz, Chemie hin oder her, „Ozontherapie des kleinen Mannes“ mit einer überwältigen positiven Berichterstattung von Anwendern. Überaus gut dokumentiert nicht nur in den Büchern von Adreas Kalcker (oder seinem tg oder substack Kanal) sondern zahlreichen anderen Quellen. Wer bezüglich CDS sehr fit ist ist z.B. „Curious Outlier“ auf Substack; kann Alles 1:1 für bare Münze genommen werden.
    Hier eine von ihm aufgesetzte Info-Website; jede Menge Unterlagen für umme, für die schwäbischen Sparfüchse mit denen ich sehr sympathisiere.
    https://theuniversalantidote.com/

    CDL-Fertiglösungen 0,3% sind inzwischen überall erhältlich, d.h. es gibt nicht einmal eine Ausrede (darauf achten, dass sie nicht schon ein halbes Jahr auf Lager liegen, die Wirksamkeit lässt nach). Dass das trotzdem nicht jeden anspricht ist klar. Nicht umsonst heisst es ja auch „die Erde ist der Planet des freien Willens“.

  3. Gabriele
    Antworten

    Nur meine persönliche Meinung: Da ich absolut für die Anwendung und Nutzung echter Naturheilkunde bin, außerdem keine Chemikerin, habe ich hier meine Bedenken. Es handelt sich schlicht um … Chemie…. ebenso wie sämtliche chemischen Medikamente. Was es tatsächlich und langfristig im Körper macht oder nicht, ist offen. Darüber muss man auch nachdenken dürfen. Ich würde es daher auch nicht nehmen – wer es tut, mag es tun. Es gibt allerdings überall genügend weniger bedenkliche, völlig natürliche Alternativen.
    Wie gesagt – ist nur meine Ansicht – und ich kannte den Mann, der es ebenfalls so verteidigt hat (nicht Jim Humble) selbst (inklusive seiner Überzeugungen). Er lebt nicht mehr…. ziemlich jung gestorben. Er war auch der Überzeugung, der Mensch könne notfalls von „Licht“ leben…

  4. alter Mann
    Antworten

    Gehört seit über 30 Jahren bei uns zur Hausapotheke. Empfehle es aber bitte (wie bei allen Dingen) im Vorfeld sachkundig informieren. Wie hoch ist das Bruttosozialprodukt auf der netten Erde bezüglich des kompltten Gesundheits(un)wesens? Wer die Zahl kennt, hat keine Fragen mehr.

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