Französische Grünen-Chefin fordert Abschaltung von X

6. August 2026von 2 Minuten Lesezeit

Die französische Grünen-Politikerin Marine Tondelier hat erneut die vorübergehende Abschaltung der Social-Media-Plattform X gefordert.

Tondelier, Generalsekretärin der Partei Les Écologistes und selbst erklärte Präsidentschaftskandidatin, erklärte, eine einmonatige Sperrung von X würde dem politischen Diskurs in Frankreich guttun. „Wenn X einen Monat lang ausfallen würde, wäre das eine Wohltat für die französische öffentliche Debatte“, sagte sie laut dem Medium Libération.

Die Plattform könne nicht allein unter dem Gesichtspunkt der Meinungs- oder Unternehmensfreiheit betrachtet werden, da sie von den USA aus von einem Eigentümer kontrolliert werde, der europäische Politik beeinflussen wolle. „Dieses Tool gehört jemandem mit Sitz in den Vereinigten Staaten, der eine suprematistische Ideologie vertritt und Europa klar in die totale Unterwerfung unter die USA treiben will“, so Tondelier.

Sie warf Musk vor, die Wahl von Marine Le Pen anzustreben, und sprach von der „Heuchelei“ des Patriotismus des Rassemblement National. Zudem behauptete sie: „Der Algorithmus dieses sozialen Netzwerks ist manipuliert. Die ‚Bewertungen‘, die die Wahrhaftigkeit von Beiträgen anzeigen sollen, sind inzwischen selbst eine Quelle weiterer Fake News.“

Tondelier klagte außerdem darüber, dass ihre umweltbezogenen Beiträge auf der Plattform regelmäßig angezweifelt würden und Politikerinnen anhaltendem Cybermobbing ausgesetzt seien. Bereits im Januar des Vorjahres hatte sie erklärt: „Dieses Netzwerk muss in Europa verboten werden. Ob ich es verlasse oder nicht – es wird weiterhin Auswirkungen auf die reale Welt haben. Es wird dazu beitragen, die nächsten Wahlen zu destabilisieren.“ X sei für sie als Politikerin und Frau eine „Quelle des Leidens“.

Anlass für die aktuellen Äußerungen war Musks öffentliche Unterstützung für Le Pen im vergangenen Monat. Auf einen amerikanischen Beitrag zu ihren Umfragewerten und möglichen Massenabschiebungen unter einer Regierung des Rassemblement National antwortete Musk: „Sie ist Frankreichs letzte Hoffnung.“

Tondelier bleibt in den Umfragen eine Randfigur. Eine aktuelle IFOP-Umfrage sieht sie bei rund 4 Prozent, andere Erhebungen zwischen 3 und 5 Prozent. Marine Le Pen liegt dagegen bei etwa 35 Prozent und ist klar für den Einzug in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl positioniert, auch wenn ihr Stellvertreter übernehmen könnte.


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17 Kommentare

  1. Der Zivilist 7. August 2026 um 12:37 Uhr - Antworten

    „Der Algorithmus dieses sozialen Netzwerks ist manipuliert“

    na klar, jeder Algorithmus jedes sozialen Netzwerks ist manipuliert, und jetzt wollen sie noch krasser manipulieren durch Abschaltung, oh oh.

  2. Leynad 7. August 2026 um 7:12 Uhr - Antworten

    Für den Seelenfrieden ist es sicherlich besser auf X zu verzichten, was ich auch seit einiger Zeit mache. Der Algorithmus hat extrem einseitige Bubble-Verstärker und wurde für mich unerträglich. Man bekommt halt über jedes Thema viel mehr mit als früher und denkt, alles ist viel schlechter geworden, dabei hat man es nur vorher nicht mitbekommen.

  3. 1150 6. August 2026 um 18:51 Uhr - Antworten

    mit otto von bismarck wären die linken wohlstandsflatulenzen längst verboten worden

  4. Siegfried der Drachenkoeter 6. August 2026 um 16:28 Uhr - Antworten

    Wir wollen nicht so streng sein mit geistig Schwerbehinderten. Nur sollten sie wieder innerhalb der Anstalt leben. So wie früher.

    • Pusteblume 7. August 2026 um 8:03 Uhr - Antworten

      „… Schwerbehinderten. Nur sollten sie wieder innerhalb der Anstalt leben. So wie früher. …“
      Ich bitte Sie, dass Sie selber das Anstaltsleben auskosten. Ihre Aussage ist Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung aufs Höchste diffamierend und hat nichts mit der Aussage der Grünlingin zu tun, um die es in der Veröffentlichung (siehe oben) geht.

      • Konrad Kugler 8. August 2026 um 12:49 Uhr

        Diese Art Gesundbeterei geht mir auf den Geist. Der Wortlauf geht eindeutig gegen bestimmte Typen.

  5. Siegfried der Drachenkoeter 6. August 2026 um 16:11 Uhr - Antworten

    Wir leben schon jahrelang im Freiluft-Irrenhaus.

    z.B. die 10 absurdesten Forderungen der Grünen
    1.
    Der Veggie-Day (2013): Die Forderung nach einem wöchentlichen, kollektiven Fleischverzicht in Kantinen (etwa einmal pro Woche) wurde von Kritikern als massiver Eingriff in die Ernährungsfreiheit und klassische Bevormundung gewertet
    2.
    Tempolimit von 130 km/h (und strenger): Die Forderung nach einem generellen Tempolimit auf deutschen Autobahnen sorgt seit Jahrzehnten für erhitzte Gemüter, besonders bei Autofahrern, die darin einen Verlust individueller Freiheit sehen.
    3.
    100 Prozent Erbschaftsteuer (Forderung der Grünen Jugend 2020): Der innerparteiliche Vorschlag der Jugendorganisation, große Erbschaften faktisch komplett zu besteuern (bzw. auf ein Maximum zu deckeln), wurde als radikaler Angriff auf privates Eigentum und den Mittelstand kritisiert.
    4.
    Fahrverbot für Verbrenner ab 2030: Zeitweise Forderungen, ab einem festen Stichtag keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen, galten Kritikern als wirtschaftlich unrealistisch und zu ehrgeizig.
    5.
    Sprachvorgaben und Gendern in Anträgen (z. B. Binnen-I oder geschlechtergerechte Sprache): Interne Parteitagsanträge zu sehr detaillierten sprachlichen Vorgaben (wie das Vermeiden generischer Maskulina oder Debatten über das Duzen/Gendern in Satzungen) wurden außerhalb der Partei oft als realitätsfern verspottet.
    6.
    Begrenzung von privatem Flugverkehr / Inlandsflüge verbieten: Die Idee, Inlandsflüge durch steuerliche Maßnahmen oder direkte Verbote unattraktiv zu machen bzw. den privaten Flugverkehr drastisch einzuschränken, wurde im ländlichen Raum oder von Geschäftsreisenden oft als hartes Mobilitätsverbot wahrgenommen.
    7.
    „Sex auf Rezept“ / Debatten um Prostitution: Einzelne geschlechts- und gesellschaftspolitische Initiativen oder Anträge aus dem linken Spektrum der Partei bezüglich der Legalisierung, Absicherung oder Ausgestaltung sexueller Dienstleistungen wurden von konservativen Kritikern spöttisch als „Sex auf Rezept“ tituliert.
    8.
    Wegfall von Eigenheimen / Einschränkung von Einfamilienhäusern: Kommunalpolitische Vorstöße einzelner grüner Ortsverbände (z. B. in Hamburg oder Universitätsstädten), den Bau neuer klassischer Einfamilienhäuser wegen Flächenfraß und Energiebilanz zu beschränken, wurden als „Häuslebauer-Verbot“ kritisiert.
    9.
    Tempolimit 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit: Die generelle Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit in Städten auf 30 km/h ohne Ausnahmen stieß bei Pendlern und Wirtschaftsverbänden auf heftigen Widerstand wegen verlorener Fahrzeiten.
    10.
    Strengere Vorgaben für Haustiere / Verbot bestimmter Nutztierhaltungen: Forderungen nach drastischen Einschränkungen bei der Haltung von Haustieren (wie Katzen im Freigang wegen des Vogelschutzes) oder extremen Auflagen für die konventionelle Tierhaltung wurden von Betroffenen oft als praxisfern empfunden.

    Kurzum: Es ist alles im grünen Bereich

    • Daisy 6. August 2026 um 18:01 Uhr - Antworten

      Die ham an Poscha…und trotzdem, in D liegen sie lt. Umfragen bei 16%. In Ôsterreich sinds unter 10. Ich sag immer, 10% ist die Schwelle. 10% Idixten zB verkraftet eine Gesellschaft, 10% Mohammedaner auch, 10% Schwule OK, aber darüber wirds kritisch. Schland ist nicht sehr stabil, was all diese Grenzwerte betrifft…da hams alles überschritten…

      • Jan 6. August 2026 um 21:48 Uhr

        Und was passiert bei 70% Fans von Kalle Nebenwirkungsfrei? Exitus?

      • Daisy 7. August 2026 um 7:16 Uhr

        Diese 70% fallen übrigens u.a. unter den Sammelbegriff Idixten…es sind erschreckend viele. Das bedeutet, Schland geht den Bach runter…was man ja auch sieht. Denn nicht nur die Brücken stürzen ein, die Deutsche Bahn kommt häufig gar nicht oder ab und an pünktlich, leider ein paar Tag später, die letzte Intelligenz wandert aus, die Industrie wurde verkauft…Das passiert eben alles, wenn man sich nicht an die 10%-Schwelle hält. Sehr gut vorstellbar für ein Büro. Bei 10 Mitarbeitern verträgt es einen Trxttel. 2 würden das Büro schon stören, denn dann müssten die anderen 8 alle Arbeit ubernehmen und jeden Blödsinn von den beiden ausbügeln usw. Wenn 7 von 10 vertrxttelt sind, können sie nichts mehr erwirtschaften. Da verlässt der Chef die Firma und wandert aus…

  6. VerarmterAdel 6. August 2026 um 13:17 Uhr - Antworten

    Zu viele Wahrheiten über den grünen (= roten = braunen) Politabschaum der Menschheit?

    • Siegfried der Drachenkoeter 6. August 2026 um 16:17 Uhr - Antworten

      Ein Mann stürmt in die Kneipe und brüllt: „Alle Grünen sind Arschlöcher“

      Steht einer vom Barhocke auf und fragt streng: „Wie bitte, wollen Sie mich beleidigen?“

      Der Mann: „Wieso, sind Sie ein Grüner?“

      Antwort: „Nein, aber ein Arschloch“

  7. therMOnukular 6. August 2026 um 13:09 Uhr - Antworten

    Debattenräume schließen um die Debatte zu verbessern……

    Das ist die „Logik“ von F’schisten. Auf dem geistig-emotionalen Niveau von 3-Jährigen.

  8. local.man 6. August 2026 um 13:04 Uhr - Antworten

    Och wieder so eine… Immer gut zu wissen für wen diese Leute arbeiten. Die geben sich nicht mal mehr Mühe es zu verbergen.. Gut dann kann die Dame ja auch wieder auf die Liste und wird dann mitangeklagt am Verrat des Volkes, Freiheit und sonstwas für Politikverbrechen.

  9. Daisy 6. August 2026 um 12:21 Uhr - Antworten

    Tondelier klagte außerdem darüber, dass ihre umweltbezogenen Beiträge auf der Plattform regelmäßig angezweifelt würden und Politikerinnen anhaltendem Cybermobbing ausgesetzt seien.“

    Oje, hat da jemand seine geschützte Blase verlassen und gesehen, was die freie Welt da draußen vom Klimawahn hält? Die Ärmste!

    • Pusteblume 6. August 2026 um 12:51 Uhr - Antworten

      Und ja, wieder so ’ne dunkelbraune-ehemals-Grünlingin.

      • Daisy 6. August 2026 um 12:57 Uhr

        Grün und Rot ergibt Gagerlbraun…;-)

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