NATO-Söldner im Ukraine-Krieg: Polen und 16.000 ausländische Kämpfer an der Front

7. August 2026von 2,5 Minuten Lesezeit

Die Ukraine stützt sich in zunehmendem Maß auf ausländische Kämpfer, um die eigenen personellen Verluste auszugleichen. Das geht aus jüngsten Berichten und offiziellen Angaben hervor.

Military Watch Magazine dokumentiert sowohl die wachsende Rolle polnischer Kampfverbände als auch die Gesamtzahl ausländischer Kontraktoren.  Die ukrainische Militär-Ombudsfrau Olga Reshetilova hat bestätigt, dass derzeit rund 16.000 ausländische Freiwillige und Kontraktoren aus mindestens 72 Ländern in den ukrainischen Streitkräften dienen. Fast 40 Prozent davon stammen aus lateinamerikanischen Staaten, insbesondere Kolumbien. Die hohen Soldzahlungen – Berichten zufolge im Durchschnitt um die 6.700 US-Dollar monatlich – machen den Einsatz für Männer aus Ländern mit deutlich niedrigerem Einkommensniveau attraktiv.

Diese Zahlen unterstreichen die dramatische Personalkrise der ukrainischen Armee nach mehr als vier Jahren intensiver Kämpfe. Eigene Reserven reichen nicht mehr aus, um die Verluste an der Front zu ersetzen. Ausländische Kämpfer werden gezielt in Sturm- und Infanterieeinheiten eingesetzt.

Polnische Präsenz an der Front

Besonders auffällig ist die Rolle polnischer Kämpfer. Russische Einheiten melden wiederholt die Identifizierung polnischer Söldner in Kampfzonen. Sie tragen NATO-Uniformen, verwenden polnische Waffen und werden an ihrer Sprache erkannt. In Gefechten um Ortschaften wie Krasnojarskoje und Konstantinowka wurden solche Gruppen gesichtet und teilweise durch Drohnenangriffe zum Rückzug gezwungen.

Polnische Verbände, darunter das Polish Volunteer Corps, spielen seit längerem eine zentrale Rolle in ukrainischen Angriffseinheiten. Berichte über polnische Spezialkräfte und Söldner reichen bis in die Anfangsphase des Krieges zurück. Das polnische Parlament hat zudem gesetzliche Regelungen geschaffen, die Bürgern, die in der Ukraine kämpfen, rechtlichen Schutz bieten.

Proxy-Krieg mit westlicher Manpower

Was hier sichtbar wird, ist die Fortsetzung eines Proxyskriegs mit anderen Mitteln. Offiziell entsendet kein NATO-Staat reguläre Truppen. Gleichzeitig füllen tausende Bürger aus NATO-Ländern – allen voran aus Polen – sowie angeworbene Kämpfer aus Lateinamerika die Lücken in den ukrainischen Reihen. Die Grenze zwischen „Freiwilligen“, „Kontraktoren“ und de-facto-Söldnern verschwimmt.

Die Abhängigkeit von ausländischen Kämpfern zeigt die Grenzen der ukrainischen Durchhaltefähigkeit. Je länger der Konflikt andauert, desto stärker muss Kiew auf externe Manpower zurückgreifen. Für die Herkunftsländer, insbesondere Polen, bedeutet dies eine schleichende Verwicklung, auch wenn sie formal als private Initiative dargestellt wird. Der Preis wird in erster Linie von den Männern an der Front bezahlt – ukrainischen wie ausländischen.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇

Bild: Polish Volunteer Corps Personnel in Ukraine – One of Multiple NATO Units Operating on the Ground Against Russian Forces

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12 Kommentare

  1. cwsuisse 7. August 2026 um 19:18 Uhr - Antworten

    In den Anfangszeiten des Konfliktes waren etwa 50.000 ausländische Söldner in der Ukraine an der Seite der Zwangsrekrutierten. Diese 50.000 sind entweder gefallen oder lebend in die Heimat zurückgekehrt. Das heutige Kontingent an Söldnern besteht im Wesentlichen aus Südamerikanern, welche nicht wissen, worauf sie sich einlassen.

  2. Informationsbefreier 7. August 2026 um 18:32 Uhr - Antworten

    Wir lernen: Wenn du armes Würstchen ein Mann bist, setzt du dein Leben und deine Gesundheit auf dem ukrainischen Schlachtfeld aufs Spiel. Wenn du armes Würstchen eine Frau bist, dann riskierst du deine Gesundheit als Leihmutter. Kapitalismus benötigt immer verarmte Massen für die Drecksarbeiten.

    • ibido 7. August 2026 um 21:04 Uhr - Antworten

      Auf YT gibt es ein interessantes Interview auf dem Kanal von Prof. Dr. Christian Rieck zum Thema Leihmutterschaft.
      „Leihmutterschaft: Es ist schlimmer, als Sie denken (Prof Rieck mit Birgit Kelle)“
      Birgit Kelle ist sehr kompetent und hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Da steigt einem die Grausbirne auf.

  3. local.man 7. August 2026 um 14:49 Uhr - Antworten

    6700€/$ was auch immer im Monat, für sein unbezahlbares Leben und andere ermorden wollen, sind mit eingepreist.
    Zudem dient man im Krieg eh immer dem Falschen, weil der Krieg das Falsche ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, wie eine Invasion Außerirdischer vielleicht?

    Diese “Soldaten”, sind für mich Söldner die für Geld töten gehen, oder eben nicht mehr nach Hause kommen.
    Ob die Männer, warum nicht Frauen?, aus Latein-Amerika wirklich Krieg haben wollen, oder so bettelarm gehalten sind, dass sie das Geld brauchen, wäre auch noch eine nicht unerhebliche Frage in der Gesamtsicht, die immer anzustreben ist.

  4. Wolliku 7. August 2026 um 14:47 Uhr - Antworten

    Der Stellvertreterkrieg in der Ukraine durch den Westen ist mit den Kuriositäten kaum mehr zu überbieten. Wenn südamerikanische Söldner für 6500 Dollar monatlich mit ihrem Leben spielen sei es ihnen „gegönnt“, denn es gibt vermutlich sogar eine Chance es überleben zu können. Auch polnische Männer meinen kämpfende Männer sein zu müssen, wobei ich die Motivationen nicht hinterfragen will. Was ich hinterfrage ist, warum wir Deutsche diesen Krieg maßgeblich mit unserem Sondervermögen bezahlen? Wenn man dann antwortet, das muss so, weil man einem nackten Mann (also Ukraine) nicht in die Tasche packen kann, wäre das für mich die falsche Antwort. Es ist pervide wie Deutschland sich in diesen Krieg hineinmanövriert hat, denn wir hätten und haben in diesem Bruderkampf der Ostslawen nie etwas zu suchen gehabt. Ausgerechnet als ehemalige Nation von Nazis mussten wir Deutsche sogar auf der Seite der ostslawischen Nazis in den Krieg eintreten, nur weil die Amis unbedingt am Schwarzen Meer den Russen ans Bein pieseln wollen, lt. Brzezinski-Doktrin und seit 2014 mit Unterstützung der „fuck the EU“-Nuland. Jetzt gehen die deutschen Milliarden Monat für Monat dahin, werden beim Ballern in fremden Gefilden pulverisiert und nur mehr die AfD will noch Frieden mit Russland. Und täglich machen MSM und ÖRR mit irgendwelchen Typen aus Behörden und Verwaltung Show, um uns Deutschen zu erklären, die Russen wären als Terroristen völlig dämlich und verkalkt. Sie wären nicht einmal mehr in der Lage mit Drohnen aus kürzester Entfernung ukrainische Antonow-Flieger beim Munitionstransport oder in der Wartung auszuschalten. Wieder einmal eine billige false flag Aktion und Fake vom Allerfeinsten. Gerne darf man sich die Akteure aussuchen, es müssen ja nicht einmal Ukrainer gewesen sein, die diese Show für eine minderbemittelte deutsche Öffentlichkeit veranstaltet haben. Bekanntlich sind die lieber mit dem Segelschiff Andromeda auf den Weltmeeren unterwegs, um Pipeline-Aufträge, von wem auch immer initiiert, abzuarbeiten. Sie treffen dabei nämlich wohlwollend auf deutsche Kanzler, die von nix eine Ahnung haben wollen. Ich kann nur sagen, ich bin nicht mehr bereit mich fortwährend durch fake-Veranstaltungen zu schleichen. Es gibt zunächst nur mehr eine Möglichkeit, den gesamten Hirnriss der deutschen Nation zu verhindern. Das muss jetzt in den anstehenden Landtagswahlen in Deutschland anfangen. Und für mich ist der Hirnriss nicht blau!

    • local.man 7. August 2026 um 14:55 Uhr - Antworten

      Blau wähen ist aber auch nur eine Notwehr, keine Rettung. ABer auch nur dann, wenn Wahlversprechen eingehalten werden, Atomstrom reaktiviert, Migranten rausgeschafft in sehr großer Anzahl und nunja.. Krieg gegen Russland scheint man nicht mehr abgeneigt, was sofort ein „unwählbar“ auslösen muss.

      Dafür wird man sich mit der AfD riesige Pferdefüsse reinholen, denn sie sind den Reichen zugewandt und das wird den 80% des Landes eher weniger bis gar nicht helfen, wenn sie eh ökonomisch ganz Unten stehen..
      Also dort die Änderungen rein, die seit 50 Jahren nötig sind, wird es mit der AfD nicht geben.. Eher die Verhinderung der nötigen Änderungen… leider.

  5. Glass Steagall Act 7. August 2026 um 13:51 Uhr - Antworten

    Ich verstehe auch nicht, warum Russland nicht endlich den Sack zu macht? Wollen die warten, bis Europa sich aufgerüstet hat? Wenn die Ukraine komplett in den Händen Russlands ist, bräuchten wir auch nichts mehr für die Ukraine bezahlen!

    • 1150 7. August 2026 um 14:22 Uhr - Antworten

      wie sollten die russen den sack zumachen?
      gestern im austrianischen rosaroten gossenblatt stand,
      laut gröfaz markus reisner steht russland mit dem rücken zur wand. ; -)))
      wie oft den schon, schaut der zuviel trump?
      wir werden weiter für die ukrainer zahlen, wenn alle banderaknechte aus 404 hier aufschlagen

      • Jakob 7. August 2026 um 16:38 Uhr

        Es ist schon beruhigend für uns Österreicher, dass wir derartige Durchblicker wie diesen Reisner im Militär haben.
        Sehr beruhigend.
        Mögliche Feinde nehmen uns nicht ernst, und unsere Freunde sind voll zufrieden mit uns.

      • cwsuisse 7. August 2026 um 19:21 Uhr

        Moskau vernichtet das ukrainische Heer in der Nähe der eigenen Nachschublinien. Man kann den russischen Fortschritt daher nicht an Hand der Geländegewinne beurteilen, wohl aber an Hand der Rekrutierungserfordernisse, die von Selenskyj mit 40.000 Mann pro Monat beziffert werden.

  6. VerarmterAdel 7. August 2026 um 13:42 Uhr - Antworten

    Na ja, die sind alle privat da um sich ein paar Groschen nebenbei zu verdienen…

    • Rare Bird 8. August 2026 um 13:23 Uhr - Antworten

      „um sich ein paar Groschen nebenbei zu verdienen…“ Ja, sofern sie den ersten Monat überleben! An Tote wird die Ukraine keinen Groschen auszahlen!

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