In der Nacht vom 19. auf den 20. August 2026 haben russische strategische Bomber des Typs Tu-160 und Tu-95MSM erneut ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Die Bomber starteten mehr als 40 Marschflugkörper und trafen gezielt Einrichtungen der ukrainischen Verteidigungsindustrie in der Region Kiew.
Laut Military Watch Magazine standen im Zentrum der Angriffe Produktions- und Lagerstätten für unbemannte Systeme. Betroffen waren unter anderem die Anlagen von Fire Point LLC, die nach russischen Angaben Komponenten für weit- und mittelreichweitige Angriffsdrohnen herstellt sowie Booster für die Flamingo-Marschflugkörper montiert und lagert. Ebenfalls getroffen wurde der Komplex Ukrspetsystems, der laut denselben Quellen an der Fertigung von Drohnen-Komponenten, der Montage von Starrflügel-UAVs und der Lagerung unbemannter Systeme beteiligt ist. Auch das Antonov State Enterprise, eines der bekanntesten ukrainischen Luftfahrtunternehmen, wurde als Ziel genannt.
Ergänzend berichtet Simplicius von einem weiteren großangelegten Angriff auf Kiew in derselben Nacht. Dabei kamen neben Marschflugkörpern der Schwarzmeerflotte aus Noworossijsk auch Hyperschall-Zirkon-Raketen, Iskander sowie mutmaßlich nordkoreanische KN-23 zum Einsatz. Ukrainische Behörden räumten ein, dass keine einzige der Raketen abgeschossen worden sei. Treffer wurden unter anderem auf Lagerhäuser der Supermarktkette „Fora“ bei Boryspil, weitere Lager von Yves Rocher und Faynie Lyody sowie das KLO-Öllager im Brovary-Bezirk gemeldet. Analysten kartierten mindestens 70 eingesetzte Flugkörper und rund sieben getroffene Ziele.
Die Folge: In Kiewer Supermärkten sollen die Regale bereits leer bleiben, weil zentrale Warenlager zerstört wurden. Gleichzeitig droht die Ukraine mit dem baldigen Einsatz einer eigenen ballistischen Rakete (Firepoint FP-9), die angeblich bis Moskau reichen soll – eine Behauptung, die angesichts der bekannten Reichweiten vergleichbarer Systeme und der bisherigen Einsatzpraxis der Iskander mit Skepsis zu betrachten ist.
Während westliche Medien solche Schläge vorwiegend als „Terror gegen die Zivilbevölkerung“ rahmen, zeigt die Zielauswahl ein klares Muster: Es geht um die Zerschlagung der wachsenden heimischen Drohnen- und Marschflugkörperproduktion sowie der logistischen Infrastruktur. Die ukrainische Seite hat in den vergangenen Jahren, gestützt auf westliche Lieferungen und Know-how, versucht, eigene Kapazitäten aufzubauen. Genau diese werden nun systematisch angegriffen.
Interessant ist der Kontext, den Simplicius zusätzlich beleuchtet: Parallel dazu wurden Pläne ukrainischer Stellen bekannt, mit massiven KI-gesteuerten Drohnenschwärmen (Code-Name „M&Ms“) Moskauer Flughäfen anzugreifen, um den zivilen Luftverkehr lahmzulegen.
Zelensky soll das Vorhaben aus Furcht vor zivilen Opfern und dem Vorwurf der „Piraterie“ gestoppt haben. Je prekärer die Lage an der Front, desto stärker die Versuchung, auf zivile Ziele und psychologische Effekte zu setzen.
Die russische strategische Luftfahrt und die ballistischen Systeme bleiben indes voll einsatzfähig und treffen militärisch relevante und logistische Ziele. Während ukrainische Abfangraketen knapp werden – CNN berichtete jüngst emotional über leere Patriot-Starter – demonstriert Moskau, dass die Luftkampagne unvermindert fortgesetzt werden kann.
Ob die Zerstörungen die ukrainische Drohnenproduktion und die Versorgung nachhaltig schwächen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Eines ist jedoch klar: Die russischen Fähigkeiten zur weitreichenden Präzisionsschlägen sind keineswegs erloschen.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
6 Kommentare
@jakob
oder aus Jerusalem/London/Washington
Wenn die Russen nicht mehr könnten, dann wäre Kiew längst Geschichte unterm Atompilz.
Jede Nacht erreichen zwischen 500 und 1000 Drohnen Moskau, 2/3 werden abgefangen. Das ist der Krieg der EU gegen Ru.
@, wieviele könnten vor den europäischen nato-hauptstädten abgefangen werden?
ich denke, null komma nix, wenn russland spiegeln würde ……
aber sie werden ja eh‘ nicht vor 2030 europa überfallen, sagen die wertewestlichen speerspitzen.
sagt auch der austriakische kahlköpfige gröfaz reisner und sein unfehlbarer russlandexpertischer zwilling mangott – wenn die das sagen, wird es wohl garantiert stimmen.
kann dieser mangott überhaupt ein wort russisch?
Seit wann sollten Fremdsprachenkenntnisse für unsere genialen Experten nötig sein.
Die erhalten ihre Weisheiten ohnehin im Schlaf, oder aus dem Kaffeesud oder von den Plejaden oder vom Lianenrauchen ……..
Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.
Sie müssen angemeldet sein um Kommentare zu posten. Noch kein Konto? Jetzt registrieren.