
Die „Europäisierung“ der NATO: Der ultimative Betrug der Unterordnung
Die NATO in Brüssel und Berlin reden von „gemeinsamer Verteidigung“, „Abschreckung“ und „europäischer Souveränität“. Die wahren Ziele benennt der italienische Publizist Thomas Fazi in seinem aktuellen UnHerd-Artikel: Die NATO ist kein Verteidigungsbündnis, sie ist ein raffinierter Betrug mit dem die USA Europa finanziell und militärisch ausblutet und gleichzeitig in dauerhafter Abhängigkeit hält.
Es wird erzählt, dass die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen der Trump-Regierung und Politikern wie dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz – ausgelöst durch den andauernden Krieg gegen den Iran – ein echtes „Zurückziehen“ der USA aus Europa signalisieren. Es wird behauptet, dass Deutschlands massive neue Militärstrategie, die darauf abzielt, bis 2035 „Europas stärkste konventionelle Armee“ aufzubauen, ein längst überfälliger Schritt in Richtung strategischer Autonomie sei. Die Wahrheit ist weitaus zynischer: Deutschland rüstet nicht auf, um souverän zu werden; es rüstet auf, um der „oberste Vasall“ innerhalb einer von den USA kontrollierten NATO-Kommandostruktur zu werden.
Unter dem Titel „Die NATO ist ein gefährlicher Betrug – Amerika melkt Europa“ beschreibt Fazi das System: Die USA ziehen sich nicht aus Europa zurück, wie Trump mit seinen Truppenabzügen und Austrittsdrohungen suggeriert. Im Gegenteil. Sie nutzen den Druck lediglich als Hebel, um die Europäer – allen voran Deutschland – dazu zu zwingen, mehr für ihre eigene Unterwerfung zu bezahlen. Die Amerikaner bleiben fest im Kommando der Allianz verankert, während Europa die volle Rechnung für den Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine übernimmt.
Alles muss sich ändern, damit alles beim Alten bleibt
Die Zahlen sprechen für sich: Europa soll bis 2035 bis zu 5 Prozent seines BIP für Rüstung ausgeben. Deutschland plant eine Armee von 460.000 Soldaten inklusive Reservisten, massiven Ausbau von Langstreckenwaffen, KI und Automatisierung. Offiziell heißt es, „NATO muss europäischer werden, um transatlantisch zu bleiben“. In Wahrheit bleibt alles beim Alten – nur dass die Europäer jetzt die Zeche zahlen. Fazi zitiert den Historiker Emmanuel Todd: Vieles, was heute als „Nationalismus“ verkauft wird, ist nichts anderes als vasallenhafte Unterwerfung unter die USA, verkleidet als Souveränität.
Die neue deutsche Militärdoktrin, die ausdrücklich auf eine umfassendere gesellschaftliche Militarisierung abzielt, ist nicht darauf ausgelegt, Berlin von Washington zu entkoppeln. Stattdessen soll sie Deutschland zum primären logistischen und strategischen Dreh- und Angelpunkt der NATO machen – zum unverzichtbaren Knotenpunkt, der die amerikanische Hegemonie aufrechterhält, während die USA ihren Fokus auf den Indopazifik und die westliche Hemisphäre verlagern.
Die USA behalten die volle operative Kontrolle: Das Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) wird weiterhin von einem amerikanischen General (SACEUR) geführt. Die wichtigsten Basen wie Ramstein bleiben US-Hubs für Drohnenkrieg und Logistik. Europa ist abhängig von amerikanischer Aufklärung, Satelliten und C4ISR-Systemen – ohne die wären die ukrainischen Angriffe tief ins russische Territorium gar nicht möglich. Gleichzeitig profitiert die amerikanische Rüstungs- und Energiewirtschaft: Über 1.300 Abkommen sichern US-Konzernen den Zugriff auf den europäischen Markt. Und der LNG-Export aus den USA hat bekanntlich den russischen Gasmarkt ersetzt – ein geopolitischer Volltreffer für Washington.
Wie Elbridge Colby, der US-Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, kürzlich auf X feststellte, ist dies der Entwurf für „NATO 3.0“. Das Ziel besteht darin, die europäischen Staaten zu zwingen, ihre BIP-Prozentsätze in konkrete militärische Fähigkeiten umzuwandeln, die amerikanischen, nicht europäischen Zielen dienen. Wir erleben die letzte Phase einer Arbeitsteilung, in der Europa die vollen finanziellen Kosten für seine eigene Unterordnung trägt und einen Stellvertreterkrieg finanziert, der nur dazu dient, den Kontinent von amerikanischer Energie abhängig und von den russischen Märkten abgeschnitten zu halten.
Die Architektur der Abhängigkeit
Wer immer noch an die Illusion europäischer Autonomie glaubt, sollte die tatsächliche Kommandostruktur betrachten. Die reale operative Kontrolle nach wie vor fest in angloamerikanischen Händen:
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SHAPE und SACEUR: Der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa (Supreme Allied Commander Europe) ist stets ein amerikanischer General, der die Ziele festlegt, die der Rest des Bündnisses blind umsetzt.
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Konsolidierung der Komponenten: Die USA haben kürzlich die direkte Kontrolle über MARCOM (Maritime Command) übernommen, was bedeutet, dass alle drei großen Komponentenkommandos – Luft, Land und See – nun unter direktem amerikanischem Kommando stehen.
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C4ISR-Hegemonie: Die europäischen Verbündeten bleiben vollständig von den Satelliten- und Geheimdienstkapazitäten der USA abhängig. Wie das Wall Street Journal eingeräumt hat, wären Operationen in die Tiefe von Russland ohne amerikanische Daten unmöglich.
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Infrastruktur: Stützpunkte wie die Ramstein Air Base in Deutschland fungieren als unverzichtbare Grundlage für die globale Machtprojektion der USA – eine Rolle, die durch jüngste Untersuchungen hinsichtlich ihrer Nützlichkeit im aktuellen Krieg gegen den Iran bestätigt wurde.
Selbst NATO-Generalsekretär Rutte hat offen zugegeben, dass das Bündnis lediglich eine „Plattform zur Machtprojektion für die Vereinigten Staaten“ sei.
Der Weg in die Katastrophe
Die Gefahr besteht hier nicht nur in finanziellem Diebstahl durch die „versteckten Dividenden“ von NATO-Beschaffungsverträgen, die den amerikanischen militärisch-industriellen Komplex massiv begünstigen. Die Gefahr ist existenzieller Natur. Indem sie sich als „Speerspitze“ gegen Russland missbrauchen lassen – wie es der russische Außenminister Sergej Lawrow zu Recht charakterisiert hat –, bereiten die europäischen Staats- und Regierungschefs ihre Bevölkerungen aktiv auf eine katastrophale Konfrontation vor, die keinem europäischen Interesse dient.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Danke!
Das halte ich für den Artikel mit dem meisten Gehalt an Logik über die Machtverhältnisse, die ich bisher lesen mußte, mich gezwungen sah zu lesen. _ freiwillig will ich eigentlich über diesen Schei…. nichts lesen. Aber ich komme nicht aus….. Oder aber ich habe masochistische Tendenzen, die mich mit perversen Figuren auseinander setzen lassen????
Dann emprehle ich Ihnen diesen Text:
globalbridge.ch/12-denkfabriken-30-studien-ein-auftrag-wie-washington-den-plan-zur-china-einhegung-schrieb/
Sledgehammer…leider dealt Trump nicht wie von mir gehoftt mit Putin und Xi, sondern mit der andere Hälfte der Welt. Ich fürchte, das bedeutet, die EU und GB dürfen demnächst mit Ami-Unterstützung die Ukr. unterstützen und sie wird dann NATO-Mitglied…
GB wird Kampfschiffe zur „Sicherung“ der Str. v.H. schicken. Die Saudus und VAE sind dabei, D schickt auch ein Boot, Südkorea will sich beteiligen…es geht dabei aber angebl. nur um die Befreiung der Meerenge und in weiterer Folge um die Kontolle der Wasserstraße.
Auch Austrslien unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit GB und F…
Info Seeadeler TV, YT.
Da es sich hier um die „Willigen“ handelt, schwant mir Übles in Bezug auf die Ukr…
Lt. Duran drängen Neokonservative auf eine Bodeninvasion…das können nur so Gestörte wie Graham und Kellogg sein. Wenn Trump das auch noch tut, wird Amerika nicht nur nicht gewinnen, sondern wirklich verlieren. Iran ist nicht allein…es wird vor allem von Russland und China unterstützt.
Trump hat für das Treffen mit Xi keine Karten, bis vielleicht auf die NATO-Mitgliedschaft der Ukr. (was den Chinesen wohl wurst ist)…nicht, dass ich wüsste.
Genau deshalb mussten heuer im neutralen Österreich im Pflichtfach Deutsch über 40 000 Maturanten darüber sich den Kopf zerbrechen.
In der ersten Aufgabe sollten zwei Gedichte aus dem Jahre 1942 interpretiert werden.
Die Flucht vor der dunklen Todesraserei in Europa hin zu den utopischen Säulen von Manhattan war nämlich Thema der diesjährigen Zentralmatura.
Sie sollen quasi reif geschossen werden für künftige Aufgaben im Rahmen der atlantischen Unterwerfung.
Ob da so viele mitmachen werden?
Es gibt gute Gründe, die dagegen sprechen. Ich kenne zum Glück viele davon in Menschengestalt.
Es sind nicht die, die in Salons oder auf Pressekonferenzen von Einigung sprechen, aber die wirklich Betroffenen auseinandertreiben und ihnen auch noch die Rechnung umhängen.
Es sind alle, die unter diesen leiden.