Faucis Tagebuch: Größenwahn, Medienkumpanei und die Lab-Leak-Lüge

28. Juli 2026von 7,1 Minuten Lesezeit

Senator Rand Paul hat es getan. Der Vorsitzende des Homeland-Security-Ausschusses im Senat veröffentlichte am Wochenende über 1.100 Seiten privater Tagebucheinträge von Anthony Fauci — pünktlich vor dessen für Mittwoch angesetzter Aussage vor dem Senat.

Was darin zum Vorschein kommt, ist das Psychogramm eines Mannes, der sich im Rausch der eigenen Berühmtheit verlor, während um ihn herum die Welt in den Lockdown gezwungen wurde. Tucker Carlson sprach von einem „ungefilterten Blick“ in die Gedankenwelt von Amerikas oberstem Impfenthusiasten — und was dieser Blick offenbart, ist erschütternd, wie CBS News und NPR übereinstimmend berichten.

Die Lab-Leak-Lüge: Was Fauci wusste und was er sagte

Der brisanteste Teil der Einträge betrifft die Ursprünge von SARS-CoV-2. Am 31. Januar 2020 — keine zwei Monate nach den angeblich ersten Fällen in Wuhan und Monate nach den ersten Fällen in Ländern wie Italien oder Spanien — nahm Fauci an einer Telefonkonferenz mit einem Dutzend führender Virologen teil. Thema: die Furin-Spaltstelle des Virus, ein genetisches Merkmal, das bei natürlichen Coronaviren äußerst selten vorkommt. Faucis eigene Notizen, dokumentiert auf Senator Pauls offizieller Website, zeigen: Von den zwölf Wissenschaftlern auf diesem Anruf hielten nur zwei einen natürlichen Ursprung für plausibel. Die anderen zehn — die überwältigende Mehrheit — hielten eine „absichtliche Einfügung“, also eine gezielte Manipulation im Labor, für möglich.

Fauci selbst notierte bereits am 26. Januar 2020: „Die erste Infektion war Anfang Dezember und hatte keine Verbindung zum Markt. Jetzt wissen wir, der Markt war nicht die Quelle, er war der Verstärker.“ Das hielt ihn nicht davon ab, in den folgenden Jahren öffentlich die Laborthese als Verschwörungstheorie abzutun und die natürliche Übertragung vom Tier zum Menschen als gesicherte Wissenschaft darzustellen.

In einem Eintrag vom 26. Mai 2021 gibt Fauci dies indirekt selbst zu: „Die Situation gerät außer Kontrolle, was die Presseberichte über mein Hin- und Herschwanken bezüglich der Ursprungstheorie betrifft. Ich hatte immer gesagt, dass die höchste Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Ursprung ist. Aber in den letzten Tagen, angesichts der Spekulationen über einen Lab-Leak, sage ich, dass niemand 100% sicher ist — auch ich nicht.“

Mit anderen Worten: Fauci wusste von Anfang an, dass die Laborthese unter Experten die Mehrheitsmeinung war. Er entschied sich trotzdem, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Paul kommentierte trocken: „Was er privat schrieb und was er dem Land erzählte, sind zwei verschiedene Geschichten.“ Das ist nicht einfach eine Meinungsverschiedenheit — das ist systematische Täuschung.

Der Ruhm: „Der berühmteste Mensch des Landes“

Während die Maßnahmen wie Lockdowns, Masken, Quarantäne, absichtliche Verhinderung erfolgreicher und erprobter Behandlungen mit Antibiotika, Vitamin D und C, Ivermectin und ähnlichem die Menschen krank machten, beschäftigte sich Fauci mit etwas anderem: seinem eigenen Ruhm.

Am 21. Mai 2020 notierte er: „Mein nationaler und internationaler Ruhm ist explosiv und wirklich unvorstellbar. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass ich heute der berühmteste und meistdiskutierte Mensch des Landes bin und einer der bekanntesten Personen der Welt.“ Er schrieb weiter, Trump scheine „vernarrt in mich zu sein, obwohl ich ihm das Rampenlicht stehle“, und die beiden entwickelten „eine sehr einzigartige und interessante Beziehung.“

Bereits am 22. März 2020 hatte er festgehalten: „Die Presse dreht durch mit mir.“ Einen Tag später: „Titelseite der Washington Post gestern und Op-Ed von Maureen Dowd in der NY Times heute über mich und meine Beziehung zum POTUS. Profil von Peter Nicholas über mich im Atlantic“ — Nicholas hatte ihn einen „Instant Icon“ genannt. Fauci fügte hinzu: „Zahlreiche Print-Profile über mich. Lächerlich — zu viele, um sie zu zählen!“ Das berichtet auch AOL News unter Berufung auf die Tagebücher.

Die Besessenheit mit der eigenen Berichterstattung durchzieht das gesamte Tagebuch wie ein roter Faden. Jede Schmeichelei wurde säuberlich notiert, jeder kritische Artikel empört zurückgewiesen. Während Amerikaner ihre Jobs verloren, Kinder nicht zur Schule durften und Alte in Pflegeheimen isoliert starben, zählte Fauci seine Presseausschnitte.

Die Medienkumpanei: Chuck Todd als PR-Berater

Besonders entlarvend sind Faucis Aufzeichnungen über seine Beziehungen zu Journalisten, die angeblich objektiv über die Pandemie berichteten — in Wirklichkeit aber als kostenlose PR-Agentur fungierten. The Federalist hat die Details akribisch zusammengetragen.

NBCs Chuck Todd, damals Moderator von Meet the Press, gab Fauci private Medienberatung. Fauci notierte nach einem Telefonat: „Ich fragte ihn, ob ich mich aus der öffentlichen Verteidigung gegen die verleumderischen Angriffe zurückziehen sollte, da das mehr Aufmerksamkeit darauf lenken könnte. Er stimmte vollkommen zu und sagte, Fox News und Leute wie Tucker Carlson würden alles, was ich sage, als Thema für ihre nächste Sendung verwenden. Chuck ist wirklich ein exzellenter Journalist und obwohl er seine Objektivität wahren muss, ist es klar, dass er wirklich ein Freund ist.“

Ein Journalist, der einem Interviewpartner rät, wie er Kritik am besten aussitzt, und der sich als „Freund“ versteht — das ist nicht Journalismus, das ist Komplizenschaft.

Bei CNN gab es Privatessen. Fauci war bei Jake Tapper und dessen Frau zu Gast: „Ein großartiges Paar. Freundschaft im Aufbau.“ In einem anderen Eintrag notierte er, Tapper „glaubt eindeutig, dass Trump total verrückt ist.“

George Stephanopoulos von ABC textete Fauci nach einem Interview: „Danke, Tony. So beeindruckend.“ Fauci speicherte die Nachricht in seinem Tagebuch. Jimmy Kimmels TIME-100-Würdigung wurde ebenfalls archiviert.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Das Muster ist klar: Die Mainstream-Medien behandelten Fauci nicht als das, was er war — einen Regierungsbeamten, der kritische Entscheidungen traf —, sondern als Heiligen, dessen Image es zu schützen galt. Im Gegenzug erhielten sie lobende Erwähnungen im Tagebuch.

Der Tonfall: „Total nut cakes“ und „con man“

Faucis Tagebuch offenbart auch einen Tonfall, den er in der Öffentlichkeit nie anschlug. Über Rand Paul und andere Kritiker der Lab-Leak-Theorie schrieb er: „Totale Spinner!“ Über einen stellvertretenden HHS-Sekretär notierte er, dieser sei ein „con man who is completely full of shit.“

Am 24. August 2021 klagte er: „Immer mehr verschwörungstheoretische Briefe von Kongressabgeordneten und Senatoren, die versuchen, uns mit dem Ursprung von COVID-19 in Verbindung zu bringen. Das ist eine erstaunliche und unglaubliche Verschwendung unserer Zeit.“

Paul konterte in seinen Posts auf X: Das sei keine Zeitverschwendung, sondern „Aufsicht“. Exakt darum geht es bei der Gewaltenteilung — dass die Legislative die Exekutive kontrolliert. Dass Fauci dies als lästige Störung empfand, spricht Bände über sein Amtsverständnis.

Die zwei Gesichter des Dr. Fauci

Die Einträge vom Juli 2021 dokumentieren Faucis berühmten Zusammenstoß mit Paul im Senat, bei dem es um Gain-of-Function-Forschung am Wuhan Institute of Virology ging — finanziert über EcoHealth Alliance mit NIH-Geldern. Paul warf Fauci vor, das Parlament belogen zu haben. Faucis Reaktion im Tagebuch: „Ich beendete es, indem ich ihm in die Augen sah und sagte, wenn hier jemand lügt, dann er.“

Im Oktober 2021 notierte er: „Paul setzt seinen Angriff auf mich fort.“

Fauci, der privat wusste, dass die Mehrheit der Experten einen Laborursprung für möglich hielt, warf Paul öffentlich vor, zu lügen — und notierte dann in sein Tagebuch, wie er Paul der Lüge bezichtigte. Das ist die zirkuläre Selbstgerechtigkeit des Mannes, der drei Jahre lang die Pandemiepolitik der westlichen Welt bestimmte.

Was Mittwoch bringen wird

Senator Ron Johnson sagte am Sonntag gegenüber Fox News, er erwarte von Faucis Aussage wenig — der Mann werde „völlig reuelos“ und „arrogant bis zum Äußersten“ auftreten. Das erscheint nach Lektüre der Tagebücher als präzise Vorhersage. Ein Mann, der sich selbst zum „berühmtesten Menschen des Landes“ ausruft, während auf Millionen gesundheitsschädliche Zwänge ausgeübt werden, wird kaum plötzlich Demut zeigen.

Die Tagebücher — über 1.100 Seiten, die von Dezember 2019 bis Dezember 2022 reichen — sind ein historisches Dokument von außergewöhnlichem Wert. Sie zeigen nicht nur die Innenansicht der Pandemiepolitik, sondern auch den Charakter des Mannes, der sie maßgeblich prägte: eitel, medienfixiert, unehrlich gegenüber der Öffentlichkeit und voller Verachtung für jede Form von Kontrolle.

Die Frage, die der Senat am Mittwoch klären muss, ist nicht, ob Fauci Fehler gemacht hat. Die Frage ist, ob er wissentlich die Öffentlichkeit belogen hat, um eine politisch genehme Narrative zu schützen. Seine eigenen Tagebücher legen genau das nahe.

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2 Kommentare

  1. Jan 28. Juli 2026 um 9:49 Uhr - Antworten

    Die Tagebücher bedienen wieder das Narrativ, dass sich Weltgeschichte mit Küchenpsychopathologie erklären ließe. 70% der Menschen wurden giftige Stoffe injiziert, weil ein einziger Mann so eitel war – natürlich! Eitelkeit und Gier, die zwei Totsünden, werden auch in der alternativen Szene angenommen: Cui bono? Von Organisationsherrschaft hat noch nie jemand etwas gehört?

    Wenn der Mann die Einträge selbst geschrieben hat, dann eher, um seine Rolle einzustudieren.

    • Christine 28. Juli 2026 um 10:51 Uhr - Antworten

      Stimme Dir zu. Wenn in den Tagebüchern (in die ich noch nicht reingeschaut habe) wirklich nur Selbstbeweihräucherung und keine Aufträge von Dritten an ihn stehen, dann sind sie schlecht gemachte Hitler-Tagebücher.
      Der Typ mag selbstverliebt sein, damit haben sie ihn auch bestimmt eingefangen, aber der hat doch das Ganze nicht selbst erdacht und inszeniert. Niemals.

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