Ceuta: EU schiebt Schuld schon auf Russland

5. August 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Die EU-Kommission blickt immer deutlicher nach Moskau, wenn es um den Auslöser der Ceuta-Invasion geht. Russische Desinformation soll dahinterstecken.

Innerhalb weniger Tage überquerten rund 72.000 Menschen die Grenze aus dem benachbarten Fnideq, viele zu Fuß oder schwimmend. Die Todeszahl stieg auf mindestens 75 bis 77, darunter Ertrunkene und in der Masse Zerquetschte. Mehrere Tausend sind weiterhin in Ceuta und wollen nach Europa.

Die Ursachenforschung ist komplex und keinesfalls einfach. Anders sieht das offenbar Brüssel.

Auslöser war laut spanischen und marokkanischen Angaben eine Gerüchtewelle in sozialen Medien. Ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs, das pauschale Zurückweisungen auf dem Seeweg einschränkte, wurde als „offene Grenze“ und Bleiberecht interpretiert. Videos und Posts auf TikTok, WhatsApp und Instagram lösten einen Gruppeneffekt aus. Marokko hatte Spanien zuvor gewarnt, Madrid bestritt jedoch rechtzeitige Hinweise auf das Ausmaß.

Und wenn es in den sozialen Medien einen Effekt gibt, der nicht passt, dann blickt man traditionell nach Moskau. Bei der Notsitzung der EU-Innenminister am 4. August erklärte Österreichs Kommissar Magnus Brunner, Europa habe den „Resilienz-Test“ bestanden: Niemand sei in den Schengen-Raum vorgedrungen, die Lage rasch unter Kontrolle gebracht (das ist eine gewagte Aussage). Er betonte die Rolle von Schleppern und Desinformation in sozialen Medien. Gleichzeitig kündigten EEAS und Europol an, mögliche externe Akteure zu prüfen.

Hier rückte Russland in den Fokus. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einer „intensiven russischen Propagandakampagne“ in ganz Europa. Pro-russische Netzwerke um „Pravda“ und RT hätten über 1500 Beiträge verbreitet, darunter fast 300 auf Spanisch. Moskau instrumentalisiere Migration seit Jahren, um Angst zu schüren und EU-Staaten zu destabilisieren. Wieder einmal fragt man sich: Warum braucht man dafür Moskau, die EU-Migrationspolitik dürfte locker ausriechen.

Dänemarks Integrationsminister Morten Bødskov berichtete von „unglaublich hoher pro-russischer Aktivität“ auf sozialen Medien und Telegram. Bei dem EU-Treffen sei Dokumentation vorgelegt worden: Mindestens 6000 Beiträge pro-russischer Konten hätten das Narrativ verbreitet, die EU-Grenzen seien „durchbrochen“ und Chaos herrsche. Ziel sei Spaltung. EU-Botschafter warnten zudem, Russland (und andere) versuchten, die Krise zur Förderung interner Differenzen zu nutzen.

Brunner blieb vorsichtig: Es sei „noch zu früh“, Desinformation direkt mit Russland zu verknüpfen. Sicher sei die Rolle organisierter Kriminalität; alles Weitere müsse die Untersuchung klären.


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4 Kommentare

  1. Jan 6. August 2026 um 7:30 Uhr - Antworten

    Die Rückkehrwilligkeit ließe sich erhöhen, indem man den Europawilligen einen aktuellen Mercedes, einen BMW und einen VW zum Probieren hinstellt. Manche Träume muss man sich ganz praktisch abgewöhnen!

  2. Frank59 6. August 2026 um 1:09 Uhr - Antworten

    Und die Ereignisse von 2015 haben die Menschen in Europa schon vergessen, als Deutschlands „Grande Dame“ den Unterschied zwischen Flüchtlinge, die wegen Gewalt, Kriege, politischer Verfolgung, Bedrohung des eigenen Lebens und der Familie ihre Heimatländer verlassen müssen und Wirtschaftsflüchtlingen nicht mehr wusste und somit den Grundstein für alles weitere gelegt hat…. und zur ersten Kategorie möchte ich anmerken, dass hier IMMER geholfen werden muss, egal ob diese sogenannte „sichere Drittländer“ übergangen haben, denn wir werden nie wissen, ob diese Länder wirklich sicher gewesen wären.

    https://germanhistorydocs.org/de/ein-neues-deutschland-1990-2023/wir-schaffen-das-angela-merkel-ueber-die-aufnahme-von-fluechtlingen-31-august-2015

    Und die Tatsache, dass das Bilderbergtreffen 2025 in Stockholm Depopulation und Migration auf ihrer Agenda hatten, kann natürlich niemand wissen, obwohl das immer öffentlich zugänglich war und ist.

    https://bilderbergmeetings.org/meetings/meetings-overview/2020

    Und durch die Liste der Teilnehmer steht auch fest, dass so ziemlich alle Länder ganz genau wissen warum und wieso….

    https://bilderbergmeetings.org/meetings/meeting-2025/participants-2025

    Und durch Lukas Kantor – Karls-Universität Prag, Institut für Politikwissenschaft, Abteilung Internationale Beziehungen, können wir hier ein wenig mehr über diese „Individuen“ erfahren: von 2024

    https://www.academia.edu/120147696/Bilderbergers_head_EU_NATO_IMF_and_UN

    Die Bilderberger führen EU, NATO, IWF und UN an. Eine oft übersehene Ursache für Ungleichheit liegt in der Exklusivität elitärer Netzwerke und der Vetternwirtschaft unter ihren Mitgliedern.

    Seit 2019 werden EU, NATO, IWF und UN von Personen geleitet, die vor ihrer Ernennung an vertraulichen Bilderberg-Konferenzen teilgenommen haben. In der EU bekleiden Bilderberger auch andere Spitzenpositionen – die Leitung des Europäischen Rates, der Europäischen Zentralbank und der Eurogruppe. Der französische Präsident Macron ist Bilderberger, und einen Tag nach seiner Amtseinführung wurde Bilderberger Philippe Premierminister. Macrons Kandidatin, Bilderberger Georgieva, leitet den IWF dank geänderter Auswahlregeln. Diese und weitere Anzeichen von Vetternwirtschaft in den Eliten werden in einer neuen, von Fachkollegen begutachteten Studie in der Fachzeitschrift „International Politics“ zusammengefasst und interpretiert.

    Seit 1954 fungiert die Bilderberg-Gruppe als eine der Plattformen für transatlantische Elitenetzwerke und -Koordination. Der Club organisiert jährlich informelle und hochkarätige Konferenzen für etwa 130 Politiker, Geschäftsleute und Intellektuelle, hauptsächlich aus Europa und Nordamerika und in geringerem Maße aus der Türkei. Die letzte, 70. Konferenz fand 2024 vom 30. Mai bis 2. Juni in Madrid statt.
    Die Studie argumentiert, dass die Zugehörigkeit zur Bilderberg-Gruppe bis zu einem gewissen Grad als Karrieresprungbrett dienen kann. Die Teilnehmer der Treffen können wertvolle Kontakte knüpfen und Insiderinformationen erhalten.
    Und sie erhalten mitunter Unterstützung im Berufsleben von ihren Clubkollegen.

    „Ursula von der Leyens Verbindungen zur Bilderberg-Gruppe sicherten ihr den Sieg.

    Insbesondere die EU ist stark von Mitgliedern der Bilderberg-Gruppe geprägt, die Spitzenpositionen innehaben: 1) Präsidentin der Europäischen Kommission (Ursula von der Leyen), 2) Mitglieder der Europäischen Kommission (Juta Urpilainen, Margrethe Vestager), 3) Präsidentin der Europäischen Zentralbank (Christine Lagarde), 4) Präsident der Eurogruppe (Paschal Donohoe), 5) Präsident des Europäischen Rates (Charles Michel).“

    „Von der Leyen und Michel nahmen 2015 an derselben Bilderberg-Konferenz teil und bekleideten im selben Jahr, 2019, beide die höchsten Positionen in der EU“, betont die Studie (Kantor, 2023: 1225). Ursprünglich war Manfred Weber als designierter Präsident der Europäischen Kommission vorgesehen. Doch er verfügte nicht über die entsprechenden Kontakte. Selbst die etablierten Medien erkannten den Beitrag der Bilderberg-Konferenz zu von der Leyens Aufstieg an. Die Studie zitiert Politico (11.7.2019), wo es hieß: „Bilderberg. Davos/WEF. München. (…) Ursula von der Leyen (…) hat sich still und leise ein umfangreiches internationales Netzwerk in Politik und Wirtschaft aufgebaut – Verbindungen, die ihr die Kandidatur für den Spitzenposten der EU einbrachten. (…) (…) Dank ihres internationalen Netzwerks ist ihre politische Karriere weiterhin im Gange.“

    „Die Untersuchung der Bilderberg-Gruppe liefert ähnliche Belege oder zumindest Indizien für Vetternwirtschaft. Untersucht wurden genutzte Daten aus Teilnehmerlisten von 30 Bilderberg-Konferenzen zwischen 1990 und 2019. Dies führte zu einem neuen Datensatz über 133 (hauptsächlich europäische und sowohl rechte als auch linke) Politiker, die nach ihrer Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz befördert wurden. Aus dieser Gruppe wurden 42 Personen Ministerpräsidenten, Präsidenten oder hochrangige Vertreter internationaler Organisationen. Beispiele hierfür sind die kanadischen Premierminister Paul Marín und Stephen Harper, die britischen Premierminister Tony Blair und Gordon Brown, die deutschen Premierminister Angela Merkel und Olaf Scholz, die schwedischen Premierminister Stefan Löfven und Magdalena Andersson, der italienische Premierminister Enrico Leta, der spanische Premierminister Pedro Sánchez, der österreichische Premierminister Alfred Gusenbauer oder der niederländische Premierminister Wim Kok.“

    Nun, man sollte das wirklich alles lesen – nichts geschieht unvorbereitet, weil ALLE untereinander verbunden sind und exakt wissen, was geplant und was zu tun ist. Und instruiert werden diese Menschen von Geldgebern, deren Reichtum so enorm groß ist und den sich der Normalverbraucher absolut nicht vorstellen kann – diese Geldgeber fungieren im Hintergrund(logisch) und scheuen das Tageslicht, wie z. Bsp. der „Club of Rome“, bei dem nie wirklich jemand wissen wird, wer genau diesem angehört, oder das Komitee der 300, welches noch immer von einem Großteil der Menschheit verleugnet, nicht wahrgenommen und als Verschwörung abgetan wird, da so gut wie nie davon berichtet wird – beide sind die Urheber der NWO, die schon sehr sehr lange geplant und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurde, nichts, was in den letzten Jahren geschehen ist und noch kommt, wird dem Zufall überlassen – um es kurz zu beschreiben „Die alte Ordnung stirbt – Folge: Dekadenz in Politik, Sozialverhalten, Musik, Presse, Moral und Stil“ – nun, das Meiste davon ist ja bereits eingetreten….. aber so lange die Menschheit nichts sehen, nichts hören will, nicht in ihrer Bequemlichkeit des Denkens gestört werden will, um Zusammenhänge zu erkennen und ihre Stimme nicht gemeinsam erhebt, haben all diese skurrilen „Figuren“ auf dem Schachbrett der Welt die uneingeschränkte Chance, dieses abartige und zerstörerische Spiel zu gewinnen.

  3. 1150 5. August 2026 um 17:43 Uhr - Antworten

    mittlerweile wurde auch schon putin’s pass in ceuta gefunden …….

  4. VerarmterAdel 5. August 2026 um 17:24 Uhr - Antworten

    ISrahell kann es ja nicht sein…

    ISahell steckt ja auch überhaupt nicht hinter Europa müsse multikulti werden UM ZU ÜBERLEBEN!

    Immer das Gegenteil von dem denken, was diese Irren propagieren.

    Man gehe auf die Seite von Larry Romanoff ( https://www.bluemoonofshanghai.com/ ) um zu verstehen, mit wem es die Welt hier zu tun hat.

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