
Wettlauf um Ceuta: Was die Invasion der spanischen Stadt wirklich auslöste
Während Ceuta weiterhin um Normalität ringt und Tausende Migranten in der Enklave ausharren, bleibt die Frage offen, wer wirklich für die beispiellose Invasion verantwortlich ist: Israel und die USA? Die spanische Migrationspolitik unter Sánchez? Marokko mit seinen geopolitischen Interessen? Oder die unaufhaltsamen demografischen Realitäten Afrikas?
Der spanische Schauspieler Javier Bardem, Ehemann von Penélope Cruz, lautstarker Palästina-Unterstützer, machte auf Instagram rasch Israel, den Westen und Donald Trump für die Invasion von Ceuta verantwortlich. „Wir wissen nicht, wer diese Krise orchestriert hat“, schrieb er, „aber wir wissen, wer von einem geschwächten Spanien profitiert: Israel und die westliche Rechte, die Migration als Waffe gegen Muslime einsetzt.“ Spanien sei Europas lauteste Stimme gegen die USA und Israel und werde dafür bestraft.
Tatsächlich hat die sozialistische Regierung unter Pedro Sánchez eine harte Linie gegen den Iran-Krieg und Israels Gaza-Politik vertreten. Sie verweigerte den USA die Nutzung der Stützpunkte Rota und Morón, sperrte den spanischen Luftraum für amerikanische Flugzeuge und erkannte gemeinsam mit Irland und Norwegen den Staat Palästina an. Spanien warf Israel mehrfach Völkermord vor, stoppte Waffenexporte, rief den Botschafter zurück und drängte die EU zu Sanktionen – Madrid konnte all dies tun, ohne von Brüssel jemals gerügt worden zu sein (man vergleiche dies etwa mit Orbáns Ukraine-Politik).
Bardem relativierte später: Ceuta liege in Afrika, nicht in Europa; es handele sich nicht um eine Invasion des Westens. Vermutlich auch nach Kritik seiner antikolonialistischen Follower, die Ceuta als von Spanien besetzt betrachtet – ähnlich wie Palästina von Israel.
Ceuta gehört seit 1668 ausschließlich zu Spanien (zuvor ab 1415 portugiesisch) und gehörte bisher nie zu einem marokkanischen Staat – trotzdem liegt es, das kann man nicht abstreiten, in Afrika und nicht in Spanien. Von hier aus startete Francisco Franco 1936 den Aufstand, der zum Bürgerkrieg führte. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung sind arabisch-berberische Muslime. Marokko hat die spanische Souveränität nie anerkannt und fordert die Stadt – wie auch Melilla – zurück. Regelmäßige Migrantenströme und Krisen, zuletzt 2021 mit rund 10.000 Ankömmlingen, sind die Folge.
Obwohl die eigenen marokkanischen Interessen hier recht klar sind, zeigte der Finger schnell auf Israel. Als könnte Marokko ohne Israel und den USA eine solche Aktion nicht durchführen oder zumindest dulden (das ist eigentlich ein sehr eurozentrischer-kolonialistischer Gedanke: die Afrikaner als Marionetten des Westens ohne eigene Fähigkeiten).
Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie, wichtigster Anti-Zionist im MAGA-Lager, verwies auf den US-Gesetzentwurf HR 8595, der Marokko 40 Millionen Dollar zusagt und in einem Ausschussvermerk Ceuta und Melilla als „marokkanisches Territorium“ mit langfristigem Anspruch erwähnt.
Massie legte nahe, der Entwurf habe die Invasion „grünes Licht“ gegeben, ruderte später jedoch teilweise zurück.
Israelische Stimmen gossen Öl ins Feuer: Knesset-Mitglied Danny Danon erinnerte Spanien an seine „kolonialen Enklaven“. Ältere Posts von Netanjahus Sohn aus 2019 und ein Artikel des Middle East Forum von Michael Rubin, der Marokkaner zum unbewaffneten Eindringen mit Bulldozern aufforderte, wurden hervorgeholt. Rubin frohlockte später und forderte Sanktionen gegen Spanien, falls es amerikanische oder israelische Ausrüstung gegen die Migranten einsetze.
Die spanische Opposition sieht die Ursache beim politischen Gegner: bei Sánchez selbst. Anfang 2026 erließ seine Regierung per königlichem Dekret eine Amnestie, die zunächst eine halbe Million, schließlich 1,3 Millionen Illegale legalisieren sollte. Linke Politikerin Irene Montero sprach offen davon, Migranten sollten wählen und „Faschisten und Rassisten ersetzen“. Volksparteichef Miguel Tellado und Vox-Chef Santiago Abascal warfen Sánchez vor, das Signal gesendet zu haben: Wer kommt, wird bald Spanier. Abascal forderte sogar eine Strafverfolgung.
Spanische und marokkanische Behörden machen dagegen Schlepper und soziale Medien verantwortlich. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Juni erleichtert die schnelle Abschiebung nur bei Landankünften über Zäune, nicht bei Seewegen. Im Laufe des Julis verbreiteten sich in den marokkanischen sozialen Medien die Nachricht: Nach Ceuta schwimmen umgehe die Rückführung.
Marokko erklärt, nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs Spanien vor den Folgen gewarnt zu haben. Gleichzeitig sollen spanische Geheimdienste (CNI) Madrid mehrmals über das Risiko einer massiven Migrantenwelle nach Ceuta informiert haben – unter anderem durch die Entdeckung relevanter WhatsApp-Gruppen. Der Innenminister bestreitet jedoch konkrete Warnungen über das Ausmaß.
Unwahrscheinlich ist, dass eine solche Aktion dieser Größenordnung ohne Wissen Rabats stattfand (und einzelne Videoaufnahmen legen dies nahe.) Marokko hat eigene Gründe: Die Krise 2021 fiel mit Spannungen zu Algerien zusammen, ausgelöst durch Spaniens medizinische Behandlung des Polisario-Führers Brahim Ghali (West-Sahara-Konflikt). Ähnlich jetzt: Am 20. Juli besuchte Sánchez Algerien, nannte es „strategischen Partner“ und kündigte einen Gipfel an. Kurz darauf erleichterte das spanische Parlament die Einbürgerung für Sahrauis aus der früheren Kolonialzeit. Das verärgerte Rabat, das West-Sahara weitgehend annektiert hat und Algerien als Rivalen sieht.
Geopolitik ist komplex, und Online-Narrative sind kurz, prägnant, polarisierend und verhärten sich schnell zu Dogmen. Zugleich ist der Ansturm auf Ceuta Teil eines größeren „Wettlaufs um Europa“, wie der Autor Stephen Smith 2019 schrieb. Afrika ist demographisch bereits ein Milliardenkontinent und wird es in dreißig Jahren noch stärker sein.
Vier von zehn Afrikanern zwischen den Wendekreisen sind unter 15, sieben von zehn unter 30. Viele junge Menschen sehen über Satellitenfernsehen und Internet den Wohlstand des Nordens und machen sich auf den Weg. Ceuta zeigt, was bevorsteht: Millionen, vielleicht Hunderte Millionen, werden nach Europa drängen – getrieben vom Versprechen eines besseren Lebens. Wenn Brüssel von „kontrollierter Zuwanderung“ spricht, ist das naiv.
Die Lage in Ceuta bleibt indes weiter angespannt. Anders als der Medienapparat behauptet hat, finden sich noch immer mehrere Tausend Migranten in der Enklave. Aufnahmezentren sind kollabiert, viele campieren an Stränden oder verstecken sich in den Hügeln. Die Stadt ringt um Normalität unter Polizei- und Militärpräsenz; Spanien stellt Millionen Euro für die Versorgung bereit. Mindestens 75 Menschen ertranken, niemand will für die Toten verantwortlich sein.
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Israel hat schon ein massives Interesse, die spanische Vox-Partei durch solche „Beweise“ unkontrollierter Migration durch die aktuelle Regierung zu stärken. Der Vorsitzende der Vox-Partei Santiago Abascal unterhält enge Verbindungen zu Netanjahu und zur Likud-Partei. Finanzielle Zahlungen Israels an die Vox-Partei konnten nie nachgewiesen werden, aber es gibt einen Bericht in der Zeitung El Pais, Abascal und die Vox-Partei hätten in den Anfangsjahren der Partei finanzielle Unterstützung von einer exil-iranischen Oppositionsgruppe „National Council of Resistance of Iran“ erhalten und wer hinter diesen Geldern steht kann man natürlich rätseln…
ISrahell, routes and resources. Amiland ist fertig, und wird jeden Tag mehr fertig gemacht, schaut euch, wo die überall am Zündeln sind, was teilweise sehr wörtlich zu nehmen ist.
Schaut euch mal Greater ISrahell an, und sucht Meerengen in der Region, und überlegt, wie es ISrahell gelungen ist, die USA zum Schlachtblock zu führen.
Und denkt daran, in welchen Technologien das kleine Dercksland führend ist, wo diese Technologien überall eingesetzt wird, und wo sie überall Hintertüren drin haben, und vergesst sich nicht die geistesgestören Noahide Laws dieser Irren.
Und dann dieser Tokenisierungs-Irrsinn, weg von echten Wertpapieren wie Aktien, die zwar auch nur noch digital sind im Gegensatz zu früher aber immerhin: Aktien gebündelt in Tokens, die sie in Sekunden weltweit verschieben können. Keine Börse, nix notwendig.
Video YT-Kanal „Adapt2030“: „2026 The Year Privacy & Private Ownership Died“