
Vor einem CIA-Putsch gegen Kuba?
Tucker Carlson hat in seiner Morning Note auf eine brisante Entwicklung hingewiesen: Die CIA baut ihre Geheimdienstpräsenz in Kuba seit Monaten gezielt aus. Wobei Geheimdienst beschönigend ist, tatsächlich geht es um Terror, Mord und Krieg gegen das nächste Land.
Das berichtet Politico unter Berufung auf zwei mit den Plänen der Trump-Administration vertraute Quellen. Die USA haben in den vergangenen Monaten zusätzliche „Geheimdienst-Assets und Spione“ nach Kuba entsandt. Eine Quelle spricht von einer erhöhten „Präsenz“ der Terrororganisation CIA. Beide Informanten bleiben anonym, weil es um sensible Operationen geht. Offizielle Sprecher des Weißen Hauses, der Defense Intelligence Agency, des Office of the Director of National Intelligence und der CIA selbst verweigerten jede Stellungnahme.
Die verstärkten Aktivität könnte laut den Quellen verschiedene Ziele haben: von der Anwerbung kubanischer Beamter und Bürger bis hin zu den Vorbereitungen für eine mögliche militärische Operation. Die Insel liegt nur 90 Meilen vor der US-Küste. Erhöhte Geheimdienstaktivität geht in der amerikanischen Praxis häufig direkten Interventionen voraus – zuletzt sichtbar bei der gezielten Verfolgung und Festnahme von Nicolás Maduro in Venezuela, an der die CIA maßgeblich beteiligt war. und früher in Chile wo der gewählte Präsident Salvador Allende weggeputscht wurde und durch den Massenmörder und Faschisten Pinochet ersetzt wurde.
Rubios Priorität
Als treibende Kraft gilt Außenminister Marco Rubio. Der kubanischstämmige Politiker betrachtet den Regimewechsel in Havanna als „erste Priorität“. Bereits im Mai reiste CIA-Direktor John Ratcliffe persönlich nach Kuba und überbrachte die Botschaft, dass die USA zu Gesprächen über Wirtschaft und Sicherheit bereit seien – aber nur, wenn das Regime grundlegende Veränderungen vornehme.
Parallel dazu hat die Trump-Administration die Energieblockade verschärft, die die Insel weitgehend im Dunkeln lässt, und Anklagen gegen den ehemaligen Präsidenten Raúl Castro erhoben. Ähnliches war im Iran dem Angriffskrieg vorangegangen.
Das Muster und der Widerspruch
Carlson erinnert an ein bekanntes Schema: Zuerst steigt die Geheimdienstaktivität, dann folgen oft handfeste Maßnahmen und offener Terror oder Bomben auf die Zivilbevölkerung. Die Idee einer US-Invasion in Venezuela oder dem Iran galt vor nicht allzu langer Zeit noch als abwegig – bis sie Realität wurde. Nun deutet vieles darauf hin, dass Kuba als Nächstes an der Reihe sein könnte.
Besonders auffällig ist der Widerspruch zu Donald Trumps Wahlversprechen „no more foreign wars“. Während der Präsident laut einer Quelle weiterhin die diplomatische Option bevorzuge, treiben einflussreiche Kräfte in seiner Umgebung – allen voran Rubio – eine Politik der maximalen Druckausübung voran, die militärische Optionen keineswegs ausschließt.
Die Geschichte amerikanischer Regime-Change-Versuche auf Kuba ist lang und von spektakulären Fehlschlägen geprägt, angefangen bei der Schweinebucht-Invasion. Ob die aktuelle CIA-Offensive lediglich dem Druckaufbau dient oder bereits den Boden für handfesten Terror und Krieg bereitet, bleibt offen. Die parallelen Muster und das Schweigen der Behörden lassen jedoch wenig Raum für Naivität.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Besitzt Kuba etwa seit neuestem Öl? Nope, also können sich die US-Amis das überhaupt nicht leisten, weil die ROI negativ wäre (ROI: return of investment). Also alles förz.
hoffentlich erwartet sie eine schweinebucht 2.0