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Wissenschaft

Mittelmeer-Waldbrände: Was die Daten wirklich zeigen

12 Kommentare 28. Juli 2026 6 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Es ist ein vertrautes Ritual: Jeden Sommer brennt es irgendwo in Südeuropa, und pünktlich dazu erscheinen die Kommentare der Berufsbesorgten, die jeden einzelnen Waldbrand zur apokalyptischen Bestätigung der Klimakatastrophe umdeuten.

Besonders dreist treibt es diesmal Tim Stanley im Telegraph, der in einem Kommentar vom 26. Juli 2026 die „Online Right“ ermahnt, endlich die Zeichen der Zeit zu erkennen: „Schaut nur aus dem Fenster. Der Klimawandel ist keine Spekulation mehr: Die Waldbrände Europas, erbarmungslos und anhaltend, sind die Art, wie wir jetzt leben.“ Stanley begeht dabei den Kardinalfehler, den er mit dem gesamten klimapolitischen Journalismus teilt: Er verwechselt Wetter mit Klima. Und er verlässt sich auf seinen subjektiven Eindruck statt auf Daten. Das ist schlechter Journalismus, getarnt als moralische Überlegenheit.

Was die Zahlen tatsächlich sagen

Schauen wir uns die Fakten an, die Paul Homewood auf ClimateDepot zusammengetragen hat — unter Berufung auf Analysen von ClimateSkeptic.org.

Ja, die Waldbrände in Europa liegen in diesem Sommer über dem Durchschnitt. Aber das ist kein Trend, sondern schlicht Wettervariabilität. Es gab in der Vergangenheit bereits Jahre, die genauso schlimm oder schlimmer waren. Der entscheidende Punkt, den Stanley und der gesamte alarmistische Medienkomplex geflissentlich ignorieren: Die Daten seit 1980 zeigen eindeutig, dass Waldbrände rund um das Mittelmeer nicht zunehmen.

Die European-Fire-Datenbank, die Homewood zitiert, zeichnet ein klares Bild: Die verbrannte Fläche im Mittelmeerraum zeigt über vier Jahrzehnte keinen statistisch signifikanten Aufwärtstrend. Es gibt Schwankungen von Jahr zu Jahr — manche Sommer sind heißer und trockener, andere feuchter —, aber von einer systematischen Verschlechterung kann keine Rede sein. Wer etwas anderes behauptet, hat entweder die Daten nicht angesehen oder lügt bewusst.

Stanleys typischer Faktenfehler

Besonders erheiternd ist Stanleys Behauptung, Frankreich habe in früheren Zeiten „ungefähr 15 Brände pro Jahr“ erlebt. Die tatsächliche Zahl liegt, wie Homewood trocken anmerkt, bei rund 100 Bränden pro Jahr. Das ist keine Kleinigkeit — das ist eine Fehlerquote von über 500 Prozent.

Wenn jemand, der über Waldbrände schreibt, nicht einmal die grundlegendsten Fakten über Waldbrände kennt, warum sollte man ihm dann beim Klima glauben? Die Antwort lautet: Weil er die richtige politische Gesinnung transportiert. Fakten sind in diesem Milieu optional.

Das Skript der Alarmindustrie

Stanleys Artikel folgt einem abgenutzten Drehbuch, das Jahr für Jahr neu von Politik und den Mainstream Medien aufgeführt wird:

  1. Ein Extremwetterereignis tritt ein — ein Waldbrand, eine Hitzewelle, eine Überschwemmung.
  2. Journalisten erklären es sofort zur Klimakatastrophe — ohne Kontext, ohne historische Einordnung, ohne statistische Signifikanz.
  3. Diejenigen, die auf die fehlende Evidenz hinweisen, werden als Leugner diffamiert — in Stanleys Fall pauschal als „Online Right“ abgestempelt, die sich „in Ecken wütender Irrelevanz“ verrenne.
  4. Niemand korrigiert die Fehler im Nachhinein — der nächste Sommer kommt, und das Skript beginnt von vorn.

Dass ausgerechnet der Telegraph, einst eine respektable konservative Zeitung, nun Kolumnisten beschäftigt, die den Lesern erklären, sie sollten ihren eigenen Augen mehr trauen als wissenschaftlichen Daten, zeigt den intellektuellen Bankrott des Klimajournalismus.

Nicht fehlen dürfen natürlich Politiker. Lauterbach kann es wie üblich nicht unterlassen haarsträubenden Unsinn abzusondern:


Waldbrände im historischen Kontext

Was in der gesamten Debatte systematisch ausgeblendet wird: Waldbrände sind ein natürliches Phänomen mediterraner Ökosysteme. Die Vegetation hat sich über Jahrtausende an periodische Feuer angepasst. Viele mediterrane Pflanzen benötigen Feuer sogar zur Keimung.

Hinzu kommt ein Faktor, den Klimaaktivisten nie erwähnen: Missmanagement der Wälder. Jahrzehntelange Brandbekämpfung ohne kontrolliertes Abbrennen hat in vielen Regionen zu einer gefährlichen Akkumulation von Brennmaterial geführt. Wenn es dann brennt, brennt es heißer und unkontrollierbarer — aber nicht wegen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre, sondern weil der Waldboden voller trockenem Unterholz ist.

Die Europäische Umweltagentur selbst hat in früheren Berichten darauf hingewiesen, dass Landnutzungsänderungen — insbesondere die Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen und die daraus folgende Verbuschung — ein wesentlicher Treiber für die Brandanfälligkeit sind. Aber „Bauern hören auf, Felder zu bewirtschaften“ klingt weniger dramatisch als „Klimakatastrophe“.

Die Methode Stanley

Was Stanley und seinesgleichen betreiben, ist keine Analyse, sondern Atmosphärenmanagement. Es geht nicht darum, die Realität zu beschreiben, sondern eine bestimmte emotionale Reaktion zu erzeugen: Angst, Dringlichkeit, und vor allem die Bereitschaft, politische Maßnahmen zu akzeptieren, die bei nüchterner Betrachtung der Daten nicht zu rechtfertigen wären.

Dass er dabei die „Online Right“ attackiert, ist reine Ablenkung. Die eigentliche Spaltung verläuft nicht zwischen links und rechts, sondern zwischen denen, die Daten betrachten, und denen, die sich von ihren Gefühlen leiten lassen. Homewood und ClimateSkeptic.org gehören zur ersten Kategorie. Stanley zur zweiten.

Mehr Daten, weniger Panik

Die Mittelmeer-Waldbrände 2026 sind ein reales Problem für die betroffenen Menschen — keine Frage. Aber sie sind kein Beleg für einen beschleunigten Klimawandel. Sie sind Wetter, nicht Klima. Und die langfristigen Daten zeigen, dass sie Teil eines natürlichen Schwankungsmusters sind, das sich seit mindestens 44 Jahren nicht signifikant verändert hat.

Wer das Gegenteil behauptet, soll bitte die Daten zeigen. Stanley hat keine. Er hat nur moralische Empörung und einen Faktenfehler, der ihn disqualifiziert.

Die „Online Right“ mag ihre eigenen Probleme haben — aber in der Klimadebatte hat sie zumindest die Zahlen auf ihrer Seite.

Auswirkungen des EU-Klimaalarmismus sind derzeit in Frankreich zu beobachten. Einsatzfahrzeuge können nicht kontinuierlich gegen die Brände kämpfen, weil sie immer wieder AdBlue für ihre Fahrzeuge nachtanken müssen – zum Schutz von Klima und Umwelt. Und die Russland Sanktionen der EU verhindern, dass Spanien seine wirkungsvollen russischen Hubschrauber zur Brandbekämpfung einsetzen kann.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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12 Kommentare

  1. Wolliku
    Antworten

    Und dann machen sogar die Chefapokalyptiker auch noch Urlaub in der Hölle wie jetzt Stefan Rahmsdorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Gebiet Bordeaux. Wenn das mal nicht Katastrophentourismus vom Feinsten ist? Vermutlich alles auch noch bezahlt vom deutschen Steuerzahler zzgl. Spesen und ggf. Gefahrenzulage. Und der ehemalige dt. Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach reist vermutlich auch noch mit seinen Bodentemperaturmessgeräten hinterher, um den Selbstverbrennungsprozess der Menschheit durch CO2 in altbewährter Art und Weise dokumentieren zu können.

  2. Daisy
    Antworten

    Für die meisten Waldbrände sind die „Green Comicals“ verantwortlich. Ein Fall für Sektenbeauftragte, wenn die nicht auch „Melonen“ wären…

    Firefighters are fighting fire. Peacefighters fighting peace….früher mal waren die meisten Brandstifter Feuerwehrleute…

  3. Informationsbefreier
    Antworten

    Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?
    Wenn es Waldbrände gibt, dann liegt es am Klima.
    Wenn es keine Waldbrände gibt, dann liegt es am Wetter.

    1. Siegfried der Drachenkoeter
      Antworten

      Klima kann nur aus der Klimaanlage kommen, ist also immer innen. Wetter hingegen ist immer draußen.

  4. Jurgen
    Antworten

    Bei Trockenheit brennt es halt besser weiter. Deshalb die meisten Brände im Sommer. Und es soll ja (angeblich) Pflanzen geben, die ihre Samen erst auswerfen, wenn es gebrannt hat, weil dadurch die Konkurrenz weg ist und die Versorgungslage optimal. Natürlichen Zyklen drückt der Mensch halt immer sein eigenes Angstverhalten auf, wie es scheint, anstatt sich daran anzupassen und feuerfest zu bauen…

  5. Konrad Kugler
    Antworten

    Waldbrände entstehen durch Blitzschlag oder Brandstiftung. Bei Trockenheit brennts halt besser.

    1. Leontinger
      Antworten

      @Konrad Kugler
      Genau das fehlt im Artikel:
      Brandstiftung und Blitzschlag!

  6. Glass Steagall Act
    Antworten

    Immer wenn ein Waldbrand entsteht, ist meist der Mensch als Brandstifter dafür verantwortlich! Eine Ausnahme ist ein Blitzeinschlag von einem Gewitter, aber nur wenn es nicht gleichzeitig sofort und ausgiebig regnet! Und da es in Südeuropa zur heißen Zeit praktisch keine Gewitter gibt, denn das bekommen wir in Mittel-und Nordeuropa ab, ist in den meisten Fällen Brandstiftung die Ursache der Waldbrände und nicht das ominöse Klima! Im Übrigen lieben es die Südeuropäer zu Grillen, deswegen wimmelt es dort nur so vor Grillplätzen. Einmal unvorsichtig und schon ist der Brand in Gang gesetzt! Und wer weiß, wieviele Klimaspinner oder Pyromanen absichtlich einen Brand legen, wie es in Kalifornien und auch in Europa immer wieder geschieht! Aber die unseriösen Mainstream Medien suchen natürlich für die Ursache ausschließlich einen Grund, um ihre eigene Klimaideologie zu bestätigen!

  7. Jan
    Antworten

    In Italien und Spanien ist es aktuell auffällig heiß! Vermutlich hat die Schwankung der Sonnenintensität durch die Erdlaufbahn regionale Effekte. Aufforstungs- und Wassermanagement oder Unterlassung zeigen ebenfalls Wirkung. Schildbürger gibts auch in Südeuropa!

  8. VerarmterAdel
    Antworten

    Wie auch immer. Fakt ist jedenfalls, dass sie können, wenn sie wollen, und sie haben es insbesondere in den USA vielfach bewiesen.

    Hell on Earth – by Pasheen Stonebrooke – Diva Drops – https://divadrops.substack.com/p/hell-on-earth

    „DECLASSIFIED 1970 MILITARY REPORT REVEALS FOREST FIRES WERE DEVELOPED AS A WEAPON — AND THEY’RE USING IT RIGHT NOW A formerly classified U.S. military report from June 1970 details how to turn forests into weapons of mass incineration. It explains how to prepare vast areas of forest for extremely intense fires by spraying desiccants and defoliants for months in advance, essentially setting the stage for maximum destruction. The report even includes data on the best timing for engineered forest fire incineration in different U.S. regions. Between chemical spraying, mysterious fog, and the sudden explosion of wildfires, a lot of people are starting to connect the dots.“

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