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Technologie

Schleichende Einführung der EU-Identitäts-App schreitet voran

13 Kommentare 10. September 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

Bis 2030 will die EU auf jedem Smartphone der Bürger ihre EU-App installiert haben, damit jeder eine digitale Identität hat. Unter anderem ist Österreich mit der ID Austria dabei Vorreiter. Andere Länder auf dem ganzen Kontinent ziehen nach.

Auch wenn die EU hauptsächlich mit ihrem Stellvertreterkrieg in der Ukraine beschäftigt ist, werkelt sie weiter an der digitalisierten Kontrollgesellschaft. Ein wesentliches Element dafür (neben dem digitalen Euro) ist die digitale Brieftasche für den EU-Bürger: eine App, auf der alle Ausweise, Dokumente, letztlich auch das digitale Geld, der Impfpass und anderes zentral gespeichert sind.

Österreich ist mit der ID Austria hier schon besonders weit; sie wird bald in die EU-App integriert. In anderen Ländern gehen die digitalen ID-Wallets erst in die öffentliche Einführung über. Auch Nicht-EU-Länder sind betroffen.

Das Magazin Biometric Update gibt einen Überblock, wie sich in ganz Europa die digitalen Identitäten entwickeln: „Regierungen starten Apps, verabschieden die nötigen Gesetze und binden die Wallets in Banken und die öffentliche Verwaltung ein.“

In Rumänien hat das Innenministerium ROWallet vorgestellt, das erste offizielle digitale Identitäts-Wallet des Landes. Die App ist für iPhone und Android verfügbar und soll Ausweise, Führerscheine und Diplome auf dem Smartphone speichern. Der schrittweise Rollout beginnt im Oktober, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant.

Italien hat nationale Leitlinien und einen Versuchsrahmen für das IT-Wallet genehmigt. Technische Spezifikationen sollen während der Testphase erarbeitet und aktualisiert werden. Das erklärte Ziel ist die vollständige Angleichung an die EU-Vorschriften. Die Zeit drängt – die EU macht mit ihren Vorschriften Druck.

Deutschland arbeitet auf eine Frist im Januar 2027 hin, weitet Pilotprojekte aus und bindet Entwickler stärker ein. Trotz Bedenken wegen technischer Komplexität und gesetzgeberischer Verzögerungen hat die Regierung 79,3 Millionen Euro (rund 91 Millionen US-Dollar) bis 2026 bereitgestellt und betont, dass der Rollout im Zeitplan bleibt.

Das Fachmagazin für Biometrie diagnostiziert erfreut: „Europas digitale ID-Wallets verlassen die Testphase und kommen in den Alltag. Regierungen setzen sie ein, um Bürokratie zu reduzieren, Transaktionen abzusichern und Bürgern den Zugang zu Behörden- und Bankdienstleistungen mit mehr Vertrauen und Effizienz zu ermöglichen.“

Weiter erläutert man, wie die staatlichen Wallets zunehmend auch in den Privatsektor drängen; man spricht von „Einführungen und der Integration in Banking und öffentliche Dienste.“ Hier ist etwa Moldau interessanterweise ganz vorne dabei. FinComBank und Moldindconbank haben als erste Banken das staatliche EVO-Wallet integriert. Kunden können sich damit per QR-Code identifizieren. Offizielle Stellen sehen darin die erste Nutzung der nationalen digitalen ID-Infrastruktur im Privatsektor. Geplant ist, das Angebot von derzeit 20 auf 200 Dienste im kommenden Jahr auszubauen.

All das passiert ohne jegliche öffentliche Debatte. Die Digitalisierung der Identitäten und die kommende EU-Brieftaschen-App gelten als fixe Tatsache. Es wird kommen wie ein Naturgesetz. Weder wird es hinterfragt (bis auf einen kleinen Teil der Opposition), noch gibt es größeren politischen Widerstand dagegen; auch die souveränistischen Parteien zeigen hier kaum Vorbehalte.


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13 Kommentare

  1. jilse2
    Antworten

    Es waere hoechste Zeit fuer ein Gesetz, dass das Recht der Buerger auf ein „analoges Leben“ ohne „digitale ID“ mit Bargeld statt CDBC, auf Wunsch auch ohne Smartphone oder sonstiges „digitales Anhaengsel“ garantiert. Eigentlich muesste dieses Gesetz sogar vorschreiben, dass die „digitale ID“ eines Buergers nur mit *expliziter Zustimmung (sprich „Opt In“) angelegt werden darf. Schade, dass es mit einer Regierung aus den „Alzparteien“ nie eine solche Garantie geben wird.

  2. alter Mann
    Antworten

    Mal paarr zusätzliche Gedankenspiele zu @local.man.
    Ich habe eine Sammlung von Reisepässen, denn wenn man Visa (speziell Dienstvisa) von bestimmten Länden hat, lassen andere Länder Einen nicht einreisen. Da bekommt man gar nicht erst das notwendige Visa auf dem Konsulat oder Botschaft. Smartphone privat habe ich nicht und bekomme nur für bestimmte dienstliche Aufgaben was zugeteilt (Thema security rules) der besorgten Aufpasser. Habe aktuell den Zwischenstand zu dem Softwarechaos in Berlin bekommen – Alle tappen noch in vielen Bereichen richtig im Dunkeln, egal ob Microsoft, BSI oder anere hochdotierte Dienste. Die Einfallstür ist gefunden aber danach stochern im Wald. So, und nun schauen wir uns mal auf der Welt um. Egal ob Rußland, China USA, Indien, Australien, Kanada, Iran oder oder oder. Feind oder Freund alle basteln an identischen Systemen für Bevölkerungskontrolle – meint Jemand, dies wäre Zufall oder arbeiten Alle an der selben Agenda? Wer könnte hinter Allem stecken? Ach ja, jetzt ruft garantiert Jemand ZUFALL.

    1. Vortex
      Antworten

      In weltlichen Abläufen gibt es keine Zufälle!

      Hypothesen: Der ewige Kampf zw. Gut und Böse
      1) Gewisse negative Aliens (tinyurl.com/392jbvrc) haben einen Pakt (+ Agenda) mit der global vorherrschenden Elite.
      2) Geklonte seelenlose Personen (tinyurl.com/3473xvfj) sind jeweils in den höheren Positionen der Gesellschaft installiert und somit ausführende Befehlsempfänger der gleichen Agenda.
      3) Positive Ausserirdische sollen in Zukunft sofort erkannt und ihre Hilfeleistungen für die Menschheit unterbunden werden, damit die globale Kontrolle weiterhin auf der dunklen Seite bleibt.
      4) Möglicherweise kommt bald die Erntezeit für die Menschheit, somit darf keiner entkommen, daher die Installation all dieser Kontrollsysteme.
      5) Eine Chance besteht noch für jene Menschen, die sich an der persönlichen Weggabelung für den innerlich richtigen, beseelten Weg entscheiden.

      1. jilse2

        Das wahrscheinlichste ist „Machtgeilheit der Eliten“, ganz ohne „Ausserirdische“ …
        Nur mit „digitalen Waehrungen unter deren direkter oder indirekter Kontrolle“ und der Zuordnung zu den natuerlichen Personen (fuer letzteres braucht es die „digitale ID“) und der Vollstaendigkeit halber einem kompletten Ueberblick ueber alle Lebensumstaende (dafuer werden dann auch noch Versicherungsdaten, „Gesundheitsdaten“, … integriert) ist wirklich vollstaendige Kontrolle gewaehrleistet.

  3. Andreas_Sch.
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    Bin ich gespannt, wenn denen um die Ohren fliegt, dass sie technische Volltrottel sind! 😂 Die haben immer so hochfliegende Pläne und dann scheitert es schon an den Grundlagen. Am Ende wird man sich diese „Wallet“ ausdrucken müssen, weil man sie sonst nicht an die Behörden faxen kann … Alles so lächerlich!

    1. Pusteblume
      Antworten

      Dem Darsteller-Dilettanten-Senat von Berlin ist seine Datenschutz-Arglosigkeit oder -Schlampigkeit aktuell um die Ohren geflogen und das ist auch gut so.

    2. jilse2
      Antworten

      Sei froh, wenn die Inkompetenz sich nur auf die Hasndhabung der EUDID beschraenken wuerde. Ich gehe davon aus, dass bei der Datensicherheit, den Zugriffsrechten, … mindestens genauso geschlampt werden wird, und dann kann man nur jedem dringend davon abraten, sich so einen Mist aufdraengen zu lassen.

  4. VerarmterAdel
    Antworten

    „Bis 2030 will die EU auf jedem Smartphone der Bürger ihre EU-App installiert haben, damit jeder eine digitale Identität hat“ und die Daten von jedem Kriminellen gestohlen und ins Netz gestellt werden können, während der Kunde nicht mehr der König ist sondern zum Bittsteller wird.

  5. local.man
    Antworten

    Habe kein Smartphone und will auch keines.
    Also entweder wird man schlussendlich wie immer da rein genötigt, oder man wird mir eines dieser Stasi-Werkzeuge bereitstellen müssen, samt aller Nebenkosten an Strom, Verträge, Ersatz, was auch immer..
    Und dann wird es nur da verwendet, wo es ohne nicht geht, ansonsten bleibt es abgeschirmt und aus, irgendwo im Keller oder Schuppen liegen zu 99,99 Periode Aus.

    Aber wir wollen ja keine Mauer bauen nicht wahr?
    Dabei geht es die ganze Zeit darum um vollzubeherrschen.
    Die Technik ermöglicht es, also bekommen wir in diesem neo Feudalsystem eben auch die digitale Brandmarke verpasst, passend zum Status was wir alle sind, ohne es zu begreifen.

    1. rudifluegl
      Antworten

      Detto!

    2. Pusteblume
      Antworten

      Zwingen, ein Smart-Telefon zu nutzen, wird mich niemand, wie mich niemand zwingen konnte, mir die „C“-Spritzmittel geben zu lassen.

      1. jilse2

        Die Ausgrenzung (von der ich als „ungespritzter“ mit „Maskenbefreiungsattest“ besonders betroffen war) hat mich 8psychisch) krank gemacht, und da alle Psychotherapeuten bis zum Anschlag ausgelastet waren, gab es fuer ich auch keine Therapie (und stationaere Therapie fuer „maskenbefreite“ gab es nirgends). Ich wurde daher als „nicht therapierbar“ eingestuft. Ich bin noch immer krank geschrieben, habe meinen Job verloren, …

    3. jilse2
      Antworten

      Das Problem ist nicht das Smartphone. Das Problem ist die Nutzung von Diensten und Apps, die nahezu unkontrolliert Daten sammeln. Ich habe ein Smartphone, speichere aber keine wichtigen Daten darauf ab, nutze weder „X“ noch „Whatsapp“ oder „social Media“ mit dem Ding, nutze es nicht fuer „Online Banking“ oder fuers „bezahlen“, die wichtigste Anwendung von dem Ding ist fuer mich das telefonieren wenn ich unterwegs sein sollte und „PKW Navigation“ (mit lokal auf dem Geraet gespeicherten Daten). Und die „EUDID“ werde ich garantiert nicht freiwillig installieren.

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