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Politik

„NAZA“: Wie ein Film Israel entlarvt

15 Kommentare 11. September 2026 6 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

Immer wieder hörte man im Westen, Israel verteidige sich nur, oder es tue alles, um zivile Opfer zu schonen. Dass dies offensichtlich eine Lüge war, konnten Menschen in der ganzen Welt live im Internet verfolgen. Aber nun ging ein Dokumentarfilm weiter und erlaubte einen Blick hinter die Kulissen der israelischen Gewalt und zerstört die letzten Reste von Glaubwürdigkeit der „Verteidigung“.

Für „NAZA“ haben Yuval Abraham und Rachel Szor über drei Jahre hinweg nächtliche Gespräche auf den Dächern Tel Avivs mit 24 israelischen Soldaten geführt, überwiegend Geheimdienstoffizieren, die von ihren Bildschirmen aus an der Kriegsführung in Gaza beteiligt waren. Die Regisseure betonen, dass sie diese Zeugenaussagen nicht brauchten, um selbst zu wissen, was in Gaza geschah – jeder, der die Zerstörung im Gazastreifen gesehen oder den Palästinensern zugehört habe, hätte das längst erkennen können. Der eigentliche Zweck des Films ist ein anderer: Aussagen von Offizieren und Soldaten aus jener Armee, die Gaza verwüstet hat – von Leuten, die selbst überwacht, kalkuliert und freigegeben haben –, sollen es unmöglich machen, die Verbrechen weiterhin zu leugnen. Die Seite +972 erklärt Details.

Wie der Film die „Schutz“-Erzählung widerlegt

Der zentrale Begriff des Films ist „NAZA„, das hebräische Militärkürzel für „Kollateralschaden„. Genau an diesem Begriff setzt die Entlarvung an: Die Geheimdienstoffiziere hatten im Voraus präzise Informationen darüber, wie viele Zivilisten bei einem bestimmten Angriff sterben würden – sie kannten die Familienstrukturen, wussten, dass Häuser bewohnt waren, hörten in Echtzeit Alltagsgeräusche wie ein Gespräch, eine laufende Fernsehsendung, ein betendes Familienmitglied oder ein weinendes Baby. Trotzdem gaben sie die Freigabe zum Bombardieren. Ein Offizier erklärt im Film auf die Frage, warum das mögliche Vorhandensein eines einzelnen Zielobjekts genügte, um ganze Familien mitzutöten, sinngemäß, dass die Zerstörung selbst der Zweck gewesen sei – nicht ein unbeabsichtigter Nebeneffekt.

Damit widerlegt der Film unmittelbar die offizielle israelische Sprachregelung, wonach zivile Opfer ein tragischer, unbeabsichtigter „Nebenschaden“ eines Kriegs gegen die Hamas seien. Die Dokumentation zeigt stattdessen:

Das erwartete Ausmaß ziviler Opfer war nicht nur bekannt, sondern in das Zielsystem selbst eingepreist und wurde routinemäßig in Kauf genommen – in vielen Fällen, obwohl sich später herausstellte, dass das eigentliche Zielobjekt (etwa eine gesuchte Person) gar nicht anwesend war. Aus Sicht der Regisseure verkehrt das die offizielle Logik: Nicht die getöteten Zivilisten waren das „Kollaterale„, sondern das genannte militärische Ziel wurde zum bloßen Vorwand – die Tötung selbst war die eigentliche Absicht.

Die Autoren ziehen daraus den Schluss, dass es sich nicht um Kriegsversehen, sondern um Anordnungen, Richtlinien und wiederkehrende Handlungsmuster eines Systems handelt. Genau deshalb, so verweisen sie, hätten eine UN-Kommission, führende Menschenrechtsorganisationen sowie palästinensische, israelische und internationale Wissenschaftler das Geschehen als Genozid eingestuft.

Wer spricht – und wer nicht zur Sprache kommt

Die im Film gezeigten Soldaten stammen überwiegend aus der israelischen Bildungselite und dienten in angesehenen Geheimdiensteinheiten. Einige äußerten sich, weil sie selbst von der Schwere der begangenen Taten überzeugt waren und hofften, damit die gesellschaftliche Mauer aus Verleugnung und Rechtfertigung zu durchbrechen; andere entschieden sich erst nach monatelangem Zögern zum Reden – aus Schuldgefühl, Scham oder sogar aus einer Art beruflichem Stolz auf das technisch Geleistete.

Bewusst verzichtet der Film darauf, sich lange mit den Motiven dieser Männer aufzuhalten. Im Zentrum steht die Tötung selbst und die Mechanismen, die sie ermöglichten – nicht die moralische Innenschau der Täter, die sonst leicht von den eigentlichen Opfern ablenken würde.

Die zweite Ebene: Tel Aviv als Kontrastfolie

Neben den Zeugenaussagen richtet „NAZA“ die Kamera auch auf das nächtliche Tel Aviv selbst – auf eine Stadt, in der das normale Leben nur 60 Kilometer von der Zerstörung in Gaza entfernt ungestört weiterläuft. Die Regisseure nutzen diesen Blick, um Mechanismen der gesellschaftlichen Anpassung und Gleichgültigkeit sichtbar zu machen, die ein solches Ausblenden erst ermöglichen. Sie ordnen das ausdrücklich in eine historische Fragestellung ein, wie sie schon frühere Generationen nach anderen Völkermorden gestellt hätten:

Wie kann eine Gruppe von Menschen die vollständige Entmenschlichung einer anderen Gruppe hinnehmen?

Dabei richtet sich Kritik auch nach innen, in Richtung des liberalen Lagers Israels: Ein erheblicher Teil der Tötungen sei gerade von Soldaten aus dessen Mitte ausgeführt worden – von Offizieren der angesehensten Geheimdienst- und Luftwaffeneinheiten. Während sich Piloten oder Infanteriesoldaten auf Befehlsgehorsam oder den „Nebel des Krieges“ berufen könnten, lasse sich das bei Geheimdienstpersonal nicht behaupten: Sie hätten mit eigenen Augen und Ohren erlebt, dass die als Ziel „belasteten“ Häuser voller Familien waren, und gewusst, dass die massenhaften „NAZA-Freigaben“ in keinem Verhältnis zu einem nennenswerten militärischen Nutzen standen – und dennoch praktisch ohne Verweigerung oder Widerstand mitgewirkt.

Premiere in Venedig: Rekordapplaus

„NAZA“ feierte am 10. September 2026 bei den 83. Filmfestspielen von Venedig als einziger Dokumentarfilm im Wettbewerb um den Goldenen Löwen seine Weltpremiere. Übereinstimmenden Presseberichten zufolge (u. a. Variety, AFP, Al Jazeera, The National) erhielt der Film im Anschluss eine stehende Ovation von rund 24,5 bis 25 Minuten – laut mehreren Medien der längste Applaus in der Geschichte des Festivals, noch vor den knapp 24 Minuten für „The Voice of Hind Rajab“ im Vorjahr.

Abraham und Szor nahmen den Applaus den Berichten zufolge sichtlich bewegt und eher zurückhaltend entgegen: Sie wirkten ernst, wischten sich mehrfach Tränen aus den Augen, während Teile des Publikums palästinensische Flaggen hochhielten. Der ausführende Produzent Jonathan Glazer („The Zone of Interest„) umarmte die beiden und feuerte sie während der minutenlangen Ovation an. Von längeren Ansprachen der Regisseure ist in den Berichten nicht die Rede – sie erscheinen eher als still-ergriffene Empfänger des Applauses denn als aktive Redner in diesem Moment.

Bild: Screenshot von Video über den Film

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15 Kommentare

  1. Jochen Mitschka
    Antworten

    UPDATE 13. September:
    Zitat: Der Kulturminister Israels, Miki Zohar, erklärte am Sonntag, er werde daran arbeiten, die Staatsbürgerschaft der Oscar-prämierten Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor zu entziehen, nachdem ihr Dokumentarfilm „NAZA“ den Sonderpreis der Jury beim Filmfestival von Venedig gewonnen hatte.

    Der Film untersucht, was er als Israels „geplante Massentötung“ palästinensischer Zivilisten in Gaza beschreibt, und enthält Zeugenaussagen von IDF-Geheimdienstoffizieren und Soldaten.

    Zohar bezeichnete den Film als „verabscheuungswürdig“ und sagte, er „stelle einen Verrat dar“. (Quelle: Haaretz)

  2. Satya
    Antworten

    Das Judentum hat die besten Voraussetzungen um sich vergiften zu lassen und der Grund dafür ist die Abrahamitische Religion, die vom Vatikan über die gesamte Welt, wie ein Gift ausgeschüttet wurde. Zum Beispiel beten die meisten Gläubigen (Katholiken, Protestanten) in der westlichen Welt den ausländischen Gott der Juden an. Es ist sehr aufschlussreich sich mal genauer mit dem „Alten Testament“ zu befassen, welches von Papst Pius den ersten als christich eingestuft und befohlen wurde.Dort und im Talmud liegt der Hund für all den Hass begraben!

  3. Der Zivilist
    Antworten

    Der Zionismus vergiftet das Judentum, abgesehen von dem sonstigen Schaden.

    Kann man jede Gesellschaft so vergiften ?

    1. Varus
      Antworten

      @“Kann man jede Gesellschaft so vergiften ?“

      Wie auch TKP öfter berichtet, aktuell wird in Westeuropa versucht, gegen Russland zu hetzen. Viele Leute plappern die Narrative gedankenlos nach.

    2. Waldgaengerin
      Antworten

      „Nicht der Zionismus, sondern fast 2000 Jahre Diasporajudentum, also die Infiltration, Zerstörung und Übernahme der nichtjüdischen Völker von innen heraus, machten nicht nur den bloßen symbolischen Akt der Inbesitznahme Palästinas, sondern den der ganzen Welt möglich. [Zerstörung und Übernahme im Sinne des oben Geschriebenen: Der Messias der Juden kommt erst dann, wenn die Zerstörung allgegenwärtig ist.]

      Die Fokussierung auf den Zionismus verschleiert in beabsichtigter Weise, dass der Judaismus als Ganzes ein Problem für uns „Gojim“ und insbesondere „Edom/Amalek“ darstellt. …

      Für die „Auserwählten“ ist Deutschland. schon längst herrenloses Land, das nach Lust und Laune (bzw. nach Anweisung des j. Drehbuchs mit Afrikanern und Arabern) neu besiedelt werden muß, da „Amalek“, also wir Deutschen zur restlosen Auslöschung bestimmt sind; siehe Esther-Rolle aus dem 18. Jahrhundert. …

      Von einem freien Willen des Menschen ausgehend, gibt es nicht „das Böse“, keine die Menschen sich bemächtigende Entität, sondern der Mensch bestimmt selbst, wofür er sich entscheidet.“

  4. Jochen Mitschka
    Antworten

    Das Narrativ beginnt sich zu verändern. Der Völkermord in Gaza wird bald nicht mehr bestritten werden, sondern als „notwendiges Übel“ erklärt.

    Und irgendwann in 10 Jahren wird auch ein Urteil von irgendeinem internationalen Gericht gefällt werden, das dann längst von der Realität überrollt wurde.

    Das ist die neue Realität der „regelbasierten“ Ordnung:
    „„So funktioniert die Welt nicht mehr. Wir sind jetzt ein Imperium, und wenn wir handeln, erschaffen wir unsere eigene Realität. … Wir sind die Gestalter der Geschichte… und Sie, Sie alle, werden nur noch untersuchen können, was wir tun.“ https://nytimes.com/2004/10/17/mag

    1. 1150
      Antworten

      in syrien ist ein einst gesuchter, einst mit kopfgeld prämierter und heute ein im westen verehrter,
      sowie umschmeichelter terrorist und kopfabschneider an der macht.
      können sie mir bitte den unterschied zwischen einem islamisten und zionisten erklären –
      schliesslich wollen beide schwerwiegende psychische störungen auf kosten und leben anderer
      die welt beherrschen ….

      1. 1150

        @hr. mitschka, bitte bemühen sie sich nicht mehr, mir den unterschied zwischen
        einem islamisten und einem zionisten zu erklären,
        ich bin mittlerweile selbst daraufgekommen:
        zionisten schlachten ausschliesslich araber
        islamisten schlachten unterschiedslos alle, juden, christen und auch araber

      2. Varus

        In Libanon meucheln die Zionisten auch Christen – immerhin 40% der Landesbevölkerung. Es gab mindestens zwei Fälle, wie IDF-Soldaten Christus-Statuen zertrümmerten und es sogar filmten – die wurden in vielen Medien bekannt.

    2. Varus
      Antworten

      @“wird bald nicht mehr bestritten werden, sondern als „notwendiges Übel“ erklärt.“

      Auch das muss man nicht akzeptieren. Die wichtige Frage ist allerdings, ob andere Länder genug tun, es zu stoppen? Die USA nicht, Westeuropa nicht – wieso arabische Länder kaum, müsste man tiefer analysieren.

      1. peru3232

        jeder hat andere Motive – meist aus Angst oder Habgier – zumindest ersteres muss nicht von Dauer sein, speziell wenn sich die Hegemonalkräfte als wirklich verwundbar erweisen und nicht Allmächtig. Das Hause Saud bspw. hat keine Wahl – spielt es nicht mit, ist der ganze Prunk weg und damit auch die Macht und es wird wohl bald zu einem Umsturz kommen können. Es darf nur spekuliert werden, ob die USA nicht dort bereits an einer alternativen Junta arbeiten, die dann übernehmen kann…

      2. Waldgaengerin

        „Die wichtige Frage ist allerdings, ob andere Länder genug tun, es zu stoppen?“

        warum sollten jüdisch dominierte Länder irgend etwas stoppen, was Israel tut?

        „Warum fand dieses Jahr eine CDU-Präsidiumssitzung in einer Synagoge statt und was für ein Leben führt Larry Fink, der CEO von BlackRock? – Antwort: Larry Fink führt ein „jüdisches Leben in Amerika“. Was für ein Leben führt der Ex-US-Außenminister Anthony Blinken? – Auch er führt ein „jüdisches Leben in Amerika“. Selenskyj führt ein jüdisches Leben in der Ukraine. Die Frau des polnischen Außenministers Sikorski, Anne Applebaum, führt ein „jüdisches Leben in Polen“. Ihr Ehemann bedankte sich am Tag nach der Nordstream-Sprengung auf Twitter bei den USA – „Thank you, USA!“. Am selben Tag nahm die „Baltic Pipe“ zwischen Norwegen und Polen ihren Betrieb auf. Was für ein Leben führt Benjamin Netanyahu? – Blöde Frage. Was für ein Leben führen George Friedman von „Stratfor“, Trumps Großspenderin Miriam Adelson, Larry Ellison, Mark Zuckerberg und Jared Kushner? Welches Leben führte Jeffrey Epstein? – Allesamt führen und führten sie ein „jüdisches Leben“. Mit welchem Leben ist Victoria „F*ck the Eu!“ Nuland verheiratet, die US-Beauftragte für den Maidan-Putsch in der Ukraine 2014? – Sie ist mit dem „jüdischen Leben“ von Robert Kagan verheiratet. Hat Robert Kagan einflußreiche Geschwister bis hinein in den US-Supreme-Court? – Hat er. Alle „jüdisches Leben“ in den USA.
        Kann es sein, daß sich „jüdisches Leben“ Goys einkauft, die dann zu Edelgoys aufsteigen? Oder haben die Einkäufer ein „zionistisches Leben“, welches sie hinter ihrem jüdischen Leben verstecken? Argentinien: „Javier Milei ist getaufter Katholik, lehnt jedoch die Autorität der römisch-katholischen Kirche ab und zeigt eine starke Faszination für das Judentum.“ (Wikipedia) – ist Milei ein solcher Edelgoy? Ist Merz einer?
        Das sind alles so Fragen, wenn man bedenkt, daß das „jüdische Leben in der Welt“ insgesamt nur 0,2 Prozent einer Weltbevölkerung ausmacht, deren eine Hälfte aus etwa zwei Milliarden Christen und zwei Milliarden Muslimen besteht. Das ist nämlich verdammt viel „jüdisches Leben in internationalen Entscheiderpositionen“. Da stellt sich dann auch die Frage, wer etwas zu gewinnen hätte, wenn sich Christen und Muslime in die Haare bekommen und ob es schon einmal jemanden gegeben hat, der in einem Krieg beide Seiten finanziert hat. Wer hat nochmal Al Qaeda, den IS und die Hamas finanziert? Und wer hat dafür gesorgt, daß er es tut? Ist der „War On Terror“ nach 9/11 in Wahrheit ein noch laufender „War Of Terror“? Wenn ja, zu wessen Gunsten? Welches Leben führte Larry Silverstein, der das WTC kurz vor seinem Einsturz erworben hatte und hernach eine gigantische Versicherungssumme kassierte? – Ein „jüdisches Leben“ führte Larry Silverstein. Wer berichtete dieser Tage – nicht als erster – über Netanyahus Kenntnis eines bevorstehenden Angriffs am 7.Oktober 2023? – Die israelische Zeitung „Ha’aretz“. Für wen arbeitet Friedrich Merz?
        Und warum konnte Alice Weidel in ihrem mißglückten Live-Talk mit Elon Musk Anfang 2025 das englische Wort für „Gazastreifen“ nicht korrekt aussprechen, obwohl sie es zu dem Zeitpunkt seit mindestens 14 Monaten tagtäglich hätte vernommen haben können? Es hätte ihr eigentlich sehr flüssig über die Lippen kommen müssen. „Pronunciation“ hätte sie bspw. falsch aussprechen können, aber doch nicht „Gaza Strip“. Nicht Anfang des Jahres 2025. Wer regiert die westliche Wertewelt – und in wessen Auftrag werden ihre sufferänen Bewohner abgezockt?“

        Wichtige Fragen die ganz dringend öfter gestellt werden müssen.

    3. Jochen Mitschka
      Antworten

      @1150 „zionisten schlachten ausschliesslich araber“ Die Aussage ist falsch. Alles was im Wege steht wird eliminiert. Israel hat christliche Gemeinden in Palästina/Gaza und im Libanon ebenso angegriffen wie muslimische. Nur sind die in den bisher beanspruchten Gebieten noch viel geringer vertreten, weshalb man weniger davon hört.

      In Gaza lebt eine sehr kleine, schrumpfende christliche Minderheit (vor Oktober 2023 ca. 1.000 Personen), die fast vollständig in Gaza-Stadt ansässig ist. Während der militärischen Konfrontationen wurden mehrere Vorfälle von Kirchenbehörden dokumentiert:
      • Die Pfarrei der Heiligen Familie (Katholisch): Im Dezember 2023 beschoss das israelische Militär laut Angaben des Lateinischen Patriarchats das Gelände der katholischen Pfarrei in Gaza-Stadt. Dabei wurden zwei christliche Frauen (Mutter und Tochter) von Scharfschützen auf dem Kirchengelände getötet.
      • Die St.-Porphyrios-Kirche (Griechisch-Orthodox): Im Oktober 2023 traf ein israelischer Luftangriff ein Nebengebäude des historischen orthodoxen Kirchenkomplexes, in dem Hunderte von Zivilisten (sowohl Christen als auch Muslime) Zuflucht gesucht hatten. Bei dem Einsturz wurden 18 palästinensische Christen getötet.
      • Kulturelle und soziale Einrichtungen: Auch das Kulturzentrum der Orthodoxen Kirche in Gaza sowie christliche Schulen und Krankenhäuser (wie das Al-Ahli-Arab-Krankenhaus, das von den Episkopalkirchen betrieben wird) erlitten bei verschiedenen Luftangriffen erhebliche Zerstörungen.

      Westjordanland und Ostjerusalem
      Im Westjordanland und in Jerusalem richtet sich die Sorge christlicher Institutionen weniger gegen großflächige Militärschläge, sondern primär gegen die Ausweitung jüdischer Siedlungen und extremistische Übergriffe:
      • Angriffe durch israelische Siedler: Organisationen wie das Rossing Center for Education and Intercultural Encounter veröffentlichen jährliche Berichte über Angriffe auf Christen in Israel und Ostjerusalem. Für das Jahr 2023 und folgend dokumentierten sie eine erhebliche Zunahme von physischen und verbalen Belästigungen, Spuckattacken auf Geistliche sowie Vandalismus gegen Kirchenbesitz und christliche Friedhöfe.
      • Bedrohung christlicher Dörfer: In jener Region sind christliche Gemeinden zunehmend von der Gewalt radikaler Siedler betroffen. Kirchenvertreter verurteilten beispielsweise Übergriffe auf die Bewohner des traditionell christlich geprägten Dorfes Taibeh. Zudem führt der Bau der israelischen Sperranlage in Gebieten wie dem Cremisan-Tal nahe Bethlehem zur Enteignung von Land christlicher Familien.
      Libanon
      Im Libanon, wo Christen etwa ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, geraten christliche Dörfer im Südlibanon regelmäßig geografisch zwischen die Fronten des Konflikts zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz:
      • Kollateralschäden im Südlibanon: Bei den israelischen Luftangriffen und Artilleriefeuer im Zuge der Eskalationen ab Ende 2023 wurden auch christliche Grenzdörfer (wie Rmeich, Debel oder Ain Ebel) beschädigt oder mussten auf Befehl der IDF evakuiert werden, werden zerstört..
      …. Aber ist natürlich immer irgendwo Hamas oder Hisbollah schuld (Satire aus)

      1. 1150

        daher finde ich, raus mit juden, moslems und negern aus europa
        und maximal eine zeitlich begrenzte einreise mit visa und krankenversicherung
        sollen sie sich woanders ihre konflikte austragen
        nach 2 weltkriegen brauchen wir keine fremdvölkischen brandstifter mehr

  5. OMS
    Antworten

    Die „Totenkopf“ Divisionen sind auferstanden. Sie wüten unter der Fahne Israels! Die Welt schaut zu und die USA und insbesondere Europa mit Deutschland ermöglichen es! Eine Schande! Müssen wieder Millionen sterben, vertrieben und entrechtet werden? Erlittenes Unrecht kann nicht mit Unrecht rückgängig gemacht werden! Es bleibt Unrecht!

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