Eskalation im Krieg NATO/EU gegen Russland – China weist Vorwürfe zurück

21. April 2026von 4,1 Minuten Lesezeit

Russland droht mit Angriffen auf europäische Drohnenfabriken, wegen verstärkten Angriffen aus der Ukraine tief in russische Gebiete. China weist US-Vorwürfe im UN Sicherheitsrat scharf zurück.

Angesichts des Krieges der USA gegen den Iran und die dadurch verursachte weltweite Energie- und Wirtschaftskrise ist der zweite US-Krieg in der Ukraine etwas in den Hintergrund gerückt. Aber auch da droht Eskalation. Die USA werfen China vor Russland zu unterstützen, während immer klarer wird wie massiv sich NATO und europäische Staaten in den Krieg einschalten. Zumindest durch Waffenlieferungen nicht nur seitens der USA, sondern auch durch europäische Staaten bergen erhebliches Potenzial zur Eskalation.

Bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Ukraine am Montagnachmittag wies Chinas stellvertretender Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen (UN), Sun Lei, die Wiederholung alter Vorwürfe und die Verbreitung falscher Anschuldigungen durch den US-Vertreter entschieden zurück, wie das chinesische Staatsfernsehen CCTV am Dienstag berichtete.

Sun wies laut dem CCTV-Bericht deutlich darauf hin, dass jeder Versuch, die Verantwortung auf China abzuwälzen oder China in der Ukraine-Frage anzugreifen und zu diffamieren, unverantwortlich sei und keinen Erfolg haben werde.

Tatsächlich seien es seit Ausbruch der Krise die USA – und nicht China – gewesen, die seit langem Waffen an die Konfliktparteien geliefert und versucht hätten, den Krieg zu verlängern, so der chinesische Gesandte. China fordere die US-Seite erneut auf, damit aufzuhören, die Schuld auf andere abzuwälzen und die Verantwortung weiterzugeben, und stattdessen eine konstruktivere Rolle bei der Erreichung eines Waffenstillstands, der Beendigung des Krieges und der Förderung von Friedensgesprächen zu spielen, sagte Sun.

Europäische Drohnen greifen Russland an

Mehrere russische Regierungsquellen haben ausdrückliche Warnungen bezüglich der europäischen Produktion und Lieferung unbemannter Kampfflugzeuge an die Ukraine ausgesprochen und in mehreren Fällen darauf hingewiesen, dass diese Anlagen zu Zielen werden könnten, berichten US-Militärmagazine. Der frühere Präsident und stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, erklärte kürzlich, dass Einrichtungen, die mit der Drohnenproduktion in Verbindung stehen, als „potenzielle Ziele“ für die russischen Streitkräfte angesehen werden könnten.

Das russische Verteidigungsministerium hatte eine Liste von Firmen und Einrichtungen in ganz Europa veröffentlicht, die an der Herstellung von Drohnen oder deren Komponenten beteiligt sind, und warnte, dass Drohnenlieferungen an die Ukraine „Europa tiefer in den Krieg hineinziehen“. Drohnenangriffe, die von ukrainischem Territorium aus gestartet werden, haben in Umfang und Reichweite rapide zugenommen, wobei die große Zahl unbemannter Flugzeuge, die gegen hochrangige Ziele eingesetzt werden, die russische Verteidigung vor immense Herausforderungen stellt.

Russische Analysten haben zunehmend auf die Unfähigkeit der Streitkräfte hingewiesen, eine wirksame Verteidigung gegen die immer häufiger werdenden groß angelegten ukrainischen Drohnenangriffe zu bieten. Ein wiederholter Angriff auf die Raffinerie in Tuapse, der von ukrainischen Streitkräften durchgeführt wurde, wurde beispielsweise unmittelbar nach Berichten über den Abschluss der Löscharbeiten nach dem vorherigen Drohnenangriff gestartet, wobei solche Angriffe eine kritische Bedrohung für die russische Wirtschaft und die Zivilbevölkerung darstellen.

Ende März bestätigte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, dass ukrainische Langstrecken-Drohnen begonnen hätten, eine direkte Bedrohung für Regionen tief im Inneren Russlands darzustellen, darunter das strategisch wichtige Industriegebiet im Ural, was die Möglichkeit nahelegt, dass sich der Umfang der Luftangriffe erheblich weiter ausweiten wird. Das Tempo der Entwicklung und des Einsatzes ukrainischer unbemannter Systeme habe das Sicherheitsumfeld verändert, stellte er fest und warnte: „So war der Ural bis vor kurzem für Angriffe vom ukrainischen Territorium aus unerreichbar, und heute befindet er sich bereits in der Zone unmittelbarer Bedrohung.“

Die ukrainischen Angriffe auf wichtige strategische Ziele in Russland haben enorme Unterstützung aus der gesamten westlichen Welt erhalten, insbesondere aus Europa und da vor allem aus Deutschland. Im Juli 2025 sprach sich beispielsweise der deutsche Generalmajor Christian Freuding für weitere ukrainische Angriffe auf russische Flugplätze und verteidigungsrelevante Produktionsanlagen aus. „Setzen Sie Luftwaffenmittel mit großer Reichweite ein, um Flugzeuge und Flugplätze anzugreifen, bevor sie eingesetzt werden. Nehmen Sie außerdem Waffenproduktionsstätten ins Visier“, erklärte er damals.

Die von der Deutschen Leyen geführte EU-Kommission und deutsche Politiker arbeiten offenbar intensiv daran, neuerlich gegen Russland in den Krieg zu ziehen. Der französische Historiker Emmanuel Todd sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Russophobie und Protestantismus, was eine Erklärung der Kriegslust eines Teils der Deutschen bieten könnte. Auch die Evangelikalen in den USA neigen dazu permanent Krieg zu führen.

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8 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 21. April 2026 um 15:05 Uhr - Antworten

    There could be peace since May 2025 if Zelensky wanted to
    New York Post
    Trump gives Zelensky dire warning on Russia-Ukraine war — accept peace or risk
    ‚losing the whole country‘
    2025_04_23
    https://nypost.com/2025/04/23/us-news/trump-gives-zelensky-dire-warning-on-russiaukraine-war-accept-peace-or-risk-losing-the-whole-country/

    If you still believe that Russia started this conflict in 2022, then you are either
    corrupt, ignorant, or brainwashed.
    over 2 hours
    2025_03_10
    https://x.com/ivan_8848/status/1899194698448638397

    The Spy War: How the C.I.A. Secretly Helps Ukraine Fight Putin –
    The New York Times
    2024_02_25
    https://www.nytimes.com/2024/02/25/world/europe/cia-ukraine-intelligence-russiawar.html

    New York Times report demolishes the narrative of the “unprovoked war” in Ukraine
    2024_02_26
    https://www.wsws.org/en/articles/2024/02/26/nrdz-f26.html

  2. Der Zivilist 21. April 2026 um 13:14 Uhr - Antworten

    Die Westeuropäischen Mächte waren einst erfolgreich mit Entdeckung, Eroberung & Unterwerfung der Welt, in Konkurrenz miteinander haben sie Produktivkräfte & Destruktivkräfte entwickelt, die Konkurrenz zueinander hat sie in zwei Weltkriegen die Führungsrolle gekostet und ihre letzte Chance, als Nordeurasien eine führende Rolle in der Welt zu spielen, haben sie verpaßt, heute schwächt die westeuropäische Führung Westeuropa, um Russland zu schwächen. Diese Sabotage Nordeurasiens nützt nur den Angloamerikanern in ihrem Ringen mit China.

    Dumm gelaufen

  3. Jan 21. April 2026 um 10:40 Uhr - Antworten

    Eine der Drohnenfabriken soll außerhalb von München angesiedelt werden. In klassischen Fluchtsimulationen kommt ein Flüchtlingstreck über Slowenien und Italien über die A2 nach München, ein zweiter über die Donauroute. Dort könnten sich sechs Millionen Menschen hinbewegen. Gleichzeitig könnten Flüchtlinge über Prag und Warschau kommen, was einen gewissen Druck ausüben würde.

    Es ist vielleicht keine gute Idee, Rüstungsstandorte ausgerechnet am Knotenpunkt der Flüchtlingsverteilung anzusiedeln?

  4. Glass Steagall Act 21. April 2026 um 10:32 Uhr - Antworten

    Ich denke sie brauchen den Krieg, um vom europäischen Finanzdesaster abzulenken und gleichzeitig um den digitalen Reset umzusetzen. Außerdem wollen sie an die Vermögen der Bürger und das geht nur mit einem großen furchteinflößenden Ereignis!

  5. Swiss-Tom 21. April 2026 um 10:30 Uhr - Antworten

    Klar auch Putin’s Schuld! Er führt ja „nur“ eine SMO und das ganz langsam und gemächlich. Vor 3-4 Jahren redete er immer von roten Linie, die der Westen nicht überschreiten darf. Der hat es dauernd getestet und ist immer weiter gegangen, Konsequenzen seitens Russland gab es nie. Das ist das Ergebnis. Es war schon 2022 klar, dass der Westen eine strategische Niederlage von Russland will und das nach wie vor. Abschreckung seitens Russland gab es nie. Nur „Strafen“ gegen die Ukraine. Aber das ist dem Westen völlig egal, die würden sogar wünschen, dass er eine Atombombe auf die Ukraine abwirft, wäre ein Geschenk für sie. Heisst die Ukraine und die Ukrainer sind dem Westen völlig egal. Je weniger, desto besser.

    Jetzt wird es schwierig, die Abschreckung wieder herzustellen. Dazu müsste er schon fast eine Atombombe abwerfen. Nein, den Krieg hat er viel zu lange geführt. Er hätte das 2022 schnell beenden sollen, da wäre es einfach gewesen. Jetzt ist ausser einem vollen Krieg fast nichts anderes mehr drin.

    Kein Wunder, kommt Putin nun massiv unter Druck. Das könnte ihn am Schluss den Job kosten und Hardliner werden übernehmen und dann wird es verdammt ungemütlich.

    • Varus 21. April 2026 um 10:55 Uhr - Antworten

      Dazu müsste er schon fast eine Atombombe abwerfen.

      Aufstände und Krawalle in Westeuropa würden es auch richten – in vielen Ländern ist die Stimmung bereits am Kochen. Wenn hiesige Muslime mit organisierter Guerilla gegen Obrigkeiten anfangen würden, bekämen diese gewaltige Probleme. Der Westen organisiert ja seit Jahren Anschläge in Russland.

      Sollten die Amis Kuba direkt angreifen, können die Kubaner beliebig Drohnen auf den gesamten Süden und Osten der USA abschießen.

  6. Varus 21. April 2026 um 10:01 Uhr - Antworten

    Ende März bestätigte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, dass ukrainische Langstrecken-Drohnen begonnen hätten, eine direkte Bedrohung für Regionen tief im Inneren Russlands darzustellen, darunter das strategisch wichtige Industriegebiet im Ural, was die Möglichkeit nahelegt, dass sich der Umfang der Luftangriffe erheblich weiter ausweiten wird.

    Böses Medium brachte kürzlich einen Artikel darüber – eine der Möglichkeiten wären etwa Kamikaze-Drohnen, welche gegnerische Drohnen jagen. Die Russen müssten wohl schleunigst wichtige Betriebe mit solchen ausstatten, am besten in automatisierten Stationen.

    Irgend etwas könnte auch verdeckt gegen westliche Betriebe unternommen werden – wenn man etwa von Iran aus schiessen würde… Erst so etwas würde vermutlich Westeuropa ausnüchtern.

  7. Hausmann_Alexander 21. April 2026 um 9:48 Uhr - Antworten

    Krieg bedeutet Chaos und bei Chaos werden z.B Corona und Epstein Akten nie aufgeklärt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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