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Politik

Warum eine Reise in die Vergangenheit die Kriege von heute erklärt

21 Kommentare 6. Juni 2026 9 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

Ein internationales Grabungsteam hat gestern den Fund eines fast 4.500 Jahre alten, versiegelten Grabes nahe der Stufenpyramide von Sakkara bekannt gegeben. Da Grabräuber die Kammer über die Jahrtausende nie fanden, ist sie in einem makellosen Zustand. Das Ganze ist wie ein Brief aus der Vergangenheit an die Gegenwart. Und wir erkennen, dass der heutige Kampf um Kernwaffen eigentlich nur die Fortsetzung des Streits der Kulturen ist.

Gestern gab das ägyptische Tourismus- und Antikenministerium den Fund eines unberührten, fast kompletten Grabbeigaben-Sets in Heliopolis (Kairo) bekannt, die über 4500 Jahr alt sein soll. Die Wandmalereien zeigen Alltagsszenen, Opfermessen und Handwerker in so leuchtenden Farben, als wären sie gestern gemalt worden. Forscher fanden seltene Holzstatuen und eine komplette Sammlung von Grabbeigaben, die unschätzbare neue Daten über das tägliche Leben im alten Ägypten liefern. Der Fund wird direkt für die Öffentlichkeit konserviert und soll im neuen Grand Egyptian Museum ausgestellt werden.

Details der Funde

Gefunden wurden die historischen Artefakte bei Ausgrabungen in der antiken Nekropole unterhalb eines Schlammziegelgrabes im historischen Stadtteil Ain Shams / Matariya. Das Besondere: Es handelt sich um das Grab eines Mannes namens Panehsy, und das Set ist das erste nahezu vollständig erhaltene Ensemble, das je in dieser historisch so bedeutenden Region entdeckt wurde.

Archäologen legten einen fein gearbeiteten Kupferspiegel frei. Dazu kamen zwei Alabaster-Gefäße für Kohl (antiken Lidstrich), deren Deckel noch perfekt saßen und die sogar noch Reste der originalen Schminke enthielten. Ein drittes Kosmetikgefäß besticht durch seine Seltenheit, da es aus tiefschwarzem, vulkanischem Obsidian gefertigt wurde. Heliopolis war im alten Ägypten das absolute Zentrum des Sonnenkultes um den Gott Re. Funde dieser Qualität sind dort extrem selten, weil das moderne Kairo die antiken Stätten heute fast vollständig überlagert.

Der Fund erinnert an den Kampf Ägyptens um gestohlene Artefakte

Die Rückführung (Restitution) von Kulturgütern nach Ägypten ist ein hochgradig ungleicher Kampf, der auf zwei völlig verschiedenen Ebenen verläuft. Während das Land bei illegal geschmuggelten Artefakten der jüngeren Zeit enorme Erfolge feiert, beißen sich ägyptische Behörden und Aktivisten an den ikonischen Hauptwerken in westlichen Museen seit Jahrzehnten die Zähne aus.

Tausende Rückgaben von geschmuggeltem Raubgut

Ägypten hat eine extrem aggressive und erfolgreiche Rückholstrategie für Objekte entwickelt, die illegal über den Schwarzmarkt außer Landes gebracht wurden. Allein zwischen 2011 und 2021 wurden knapp 30.000 Artefakte zurückgeholt.

Die kolonialen „Filetstücke“

Sobald es um Artefakte geht, die während der Kolonialzeit oder des Imperialismus (19. und frühes 20. Jahrhundert) nach Europa kamen, schalten westliche Museen auf stur. Da koloniales Unrecht im Völkerrecht oft nicht rückwirkend verboten ist, berufen sich die Museen meist auf „damals geltendes Recht“. Drei prominente Beispiele zeigen den aktuellen Stillstand:

Die Büste der Nofretete (Berlin): Der berühmte Ägyptologe Zahi Hawass hat eine neue Petition gestartet, die Hunderttausende Unterschriften sammelt. Sie argumentiert, die Büste sei 1913 durch Täuschung der deutschen Ausgräber illegal nach Deutschland verschifft worden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz lehnt eine Rückgabe jedoch weiterhin strikt ab und beharrt auf dem legalen Erwerb.

Der Stein von Rosetta (London), und Der Tierkreis von Dendera (Paris): Das Meisterwerk antiker Astronomie wurde 1821 von den Franzosen buchstäblich aus der Decke eines Tempels herausgesägt. Es befindet sich bis heute im Louvre.

Das stärkste Argument Ägyptens: Das Grand Egyptian Museum (GEM)

Jahrzehntelang nutzten westliche Museen das (oft rassistisch gefärbte) Argument, afrikanische Staaten könnten die Schätze gar nicht sicher lagern oder konservieren. Dieses Argument hat Ägypten mit der Eröffnung des Grand Egyptian Museum (GEM) in Giza komplett entkräftet. Es ist das weltweit größte archäologische Museum, das einer einzelnen Zivilisation gewidmet ist.

Der Druck auf den Westen wächst rasant und moralisch hat sich das Blatt gewendet. Doch während der Kleinkram kistenweise zurückfliegt, bleiben die kolonialen Hauptattraktionen in Berlin, London und Paris vorerst politisch blockiert.

Die Artefakte der Kolonialländer

Wenn man 4.500 Jahre zurückgeht (also in das Jahr 2500 v. Chr.), zeigt sich das koloniale Paradoxon in seiner ganzen Härte:

Während Ägypten zu dieser Zeit bereits die monumentalen Pyramiden von Gizeh baute, eine komplexe Bürokratie besaß und hochentwickelte Schrift und Kunst pflegte, steckte Nord-, West- und Mitteleuropa noch tief in der Jungsteinzeit (Neolithikum) oder am Beginn der Bronzezeit.

Die Kolonialländer (wie Großbritannien, Frankreich oder Deutschland) haben aus dieser Epoche ihrer eigenen Geschichte keinerlei schriftliche Zeugnisse, keine namentlich bekannten Herrscher und keine Paläste. Die Artefakte, die sie aus ihrer eigenen 4.500 Jahre alten Kultur besitzen, sind völlig anderer Natur. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen:

Monumente aus Stein (Megalithkultur)

Großbritannien (Stonehenge): Genau vor 4.500 Jahren (um 2500 v. Chr.) bauten die Menschen auf der Salisbury-Plain die riesigen Sarsen-Steine von Stonehenge auf. Es ist ein astronomischer Kalender und Kultort – doch die Erbauer hinterließen keine einzige Zeile Text.

Frankreich (Carnac): In der Bretagne stehen Tausende Hinkelsteine (Menhire) in langen Reihen. Sie stammen aus derselben Epoche, doch ihre genaue Bedeutung bleibt bis heute ein Rätsel.

Werkzeuge und die „Glockenbecherkultur“

In Mitteleuropa (dem heutigen Deutschland und Frankreich) gab es damals keine Königreiche, sondern archäologische Kulturen, die Historiker nur nach ihren Hinterlassenschaften benennen können.

Glockenbecher: Das typischste Artefakt aus dieser Zeit in Europa sind kunstvoll verzierte Tonbecher, die wie umgedrehte Glocken aussehen. Sie wurden als Grabbeigaben genutzt.

Erste Metallurgie: Die Menschen besaßen einfache Kupferdolche, Pfeilspitzen aus Feuerstein und steinerne Streitäxte. Es war eine Kultur von Bauern, Viehzüchtern und beginnenden Metallhandwerkern, die in einfachen Holzhütten lebten.

Sensationelle Ausnahmen: Kosmische Kunst

Ganz seltener und seltsamer Fund: Die Himmelsscheibe von Nebra (Deutschland): Sie ist zwar etwas jünger (ca. 3.600 Jahre alt), gilt aber als die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit.

Das koloniale Paradoxon

Als europäische Mächte im 19. Jahrhundert Ägypten kolonisierten, sahen sie sich selbst als die „Krone der Zivilisation“ und die Ägypter als „unterentwickelt“. Gleichzeitig plünderten sie die Gräber einer Kultur, die bereits ein hochentwickeltes Weltreich war, als die eigenen europäischen Vorfahren noch in Stammesgesellschaften ohne Schrift lebten.

Wie war es passiert, dass so weit entwickelte Kulturen plötzlich kolonialisiert wurden?

Die Situation drehte sich nicht an einem einzigen Tag, sondern in drei großen historischen Wellen. Die Entwicklung von Waffen, Militärtechnologie und vor allem die Organisation von Gewalt spielten dabei die absolute Hauptrolle.

Ägypten war jahrtausendelang eine geopolitische „Insel“: geschützt durch Wüsten, reich durch den Nil. Diese Isolation wurde dem Land zum Verhängnis, als andere Regionen technologisch aufrüsteten und neue Waffensysteme entwickelten.

Welle 1: Der technologische Schock aus Asien (ca. 1650 v. Chr.)

Bis zum Mittleren Reich kämpften Ägypter im Grunde wie in der Steinzeit: mit Holzspeeren, einfachen Bögen und Stein- oder Kupferbeilen. Sie brauchten keine besseren Waffen, weil es kaum äußere Feinde gab.

  • Die Wende: Die Hyksos (ein Volk aus Vorderasien) fielen in Ägypten ein.
  • Die Waffen-Revolution: Die Hyksos brachten drei Technologien mit, die Ägypten völlig überrumpelten: den Pferde-Streitwagen, den hochentwickelten Kompositbogen (der die doppelte Reichweite hatte) und Waffen aus harter Bronze statt weichem Kupfer.
  • Die Folge: Ägypten wurde zum ersten Mal kolonialisiert. Zwar kopierten die Ägypter diese Waffen später, vertrieben die Hyksos und bauten selbst ein Imperium auf – aber der Mythos der Unangreifbarkeit war dauerhaft zerstört.

 Welle 2: Der Sprung in die Eisenzeit (ca. 1200–500 v. Chr.)

Um 1200 v. Chr. kam es zum sogenannten Kollaps der Bronzezeit im gesamten Mittelmeerraum. Hungersnöte und Völkerwanderungen erschütterten die Welt. Zur gleichen Zeit entwickelte sich im Nahen Osten und Europa eine neue Schlüsseltechnologie: die Verhüttung von Eisen.

Eisen war billiger, härter und schärfer als Bronze. Wer Eisen hatte, konnte riesige Massenheere mit tödlichen Schwertern ausstatten.

Ägypten besaß kaum eigene Eisenerzvorkommen und vor allem kein Holz, um die extrem heißen Schmelzöfen zu befeuern. Das Land blieb technologisch in der Bronzezeit stecken. Man vergleiche die Situation mi Deutschland ohne nenneswerte Uran, seltene Erden, Öl- oder Gasvorkommen.

Erst überannten die Assyrer mit ihren disziplinierten Eisen-Armeen das Nil-Reich, später die Perser. Ägypten konnte militärisch nicht mehr mithalten und musste fortan griechische Söldner einkaufen, um sich überhaupt noch zu verteidigen. Ab 332 v. Chr. (Alexander der Große) wurde Ägypten nie wieder von ethnischen Ägyptern regiert, sondern wurde zum Spielball europäischer und asiatischer Mächte.

Welle 3: Die „Militärische Revolution“ Europas und das Schießpulver (1500–1798 n. Chr.)

Der endgültige, dramatische Absturz in die absolute Bedeutungslosigkeit im Vergleich zu Europa passierte in der Frühen Neuzeit. Während Europa durch ständige Kriege gezwungen war, seine Waffentechnik rasant weiterzuentwickeln, erstarrte der Orient in alten Traditionen.

Im Jahr 1517 eroberten die osmanischen Türken Ägypten. Die dortige Elite (die Mamluken) bestand aus stolzen Elite-Reitern, die das Schießpulver als „unritterlich“ ablehnten. Die Osmanen hingegen nutzten bereits moderne Kanonen und Musketen – und fegten die ägyptische Armee mühelos hinweg.

Der finale Schock (1798): Als Napoleon Bonaparte 1798 in Ägypten landete, prallten zwei Welten aufeinander. Die ägyptischen Mamluken-Reiter ritten mit Prachtgewändern und arabischen Schwertern gegen die französischen Truppen an. Napoleon ließ sie einfach systematisch aus der Distanz mit Artillerie und perfekt organisierten Musketen-Salven zusammenschießen („Schlacht an den Pyramiden“).

Der Einfluss von Völkerwanderungen

Völkerwanderungen hatten einen massiven und katalytischen Einfluss auf diese Entwicklung. Sie funktionierten in der Geschichte oft wie ein Brandbeschleuniger: Sie zerstörten alte, träge Großreiche und zwangen die Überlebenden zu radikalen technologischen und militärischen Sprüngen. Aber das spengt diesen Artikel.

Ägypten fiel zurück, weil seine Geografie im Altertum ein Segen (Schutz), in der Moderne aber ein Fluch war (Mangel an Rohstoffen wie Eisen und Holz). Europa hingegen, das vor 4.500 Jahren noch „zurückgeblieben“ war, entwickelte durch die ständige Konkurrenz seiner Kleinstaaten eine aggressive, hocheffiziente Kriegsmaschinerie und Naturwissenschaft, gegen die das isolierte Ägypten am Ende keine Chance mehr hatte.

Die Atombombe, Kernwaffen, waren nur ein weiterer Schritt in dieser Dominanz durch Waffen. So wie einst Eisen, dann Schießpulver Eroberungen möglich machte, waren es nach dem Krieg Raketen und „die Bombe“. Aber wer sie hatte, musste versuchen, ein Monopol darauf zu behalten, ansonsten verliert der Atombombenbesitzer die Möglichhkeit, mit der Waffe zu erpressen, oder andere davon abzuhalten, anzugreifen. Heute sehen wir, wie die USA und Israel versuchen den Iran davon abzuhalten Kernwaffen und Raketentechnologie zu entwickeln, weil sich das Land dann unangreifbar macht. Und wir sehen eine neue Völkerwanderung. Nur ein kleiner weiterer Schritt in der Geschichte der Menschheit.

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21 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner
    Antworten

    Keilschrifttafeln

    Ist nicht besonders originell,
    was Politclowns heute ‚rumschwafeln,
    ihr verbales Hundegebell,
    findet sich schon auf Keilschrifttafeln.

    Konnten in Tausenden von Jahren
    Menschen in Angst und Dummheit halten,
    und wenn die zu rebellisch waren,
    den Teufel an die Wand sie malten.

    Drohten mit Geistern und Dämonen,
    dass einmal tagt das Gottgericht,
    begründeten so Repressionen,
    glaubten die eig’nen Märchen nicht.

    Zurzeit kann, wer das will, feststellen,
    der Mensch hat sich gar nicht gewandelt,
    schöpft die Macht aus alten Quellen,
    um Namentausch es sich nur handelt.

    So dröhnen heute die Propheten
    der Macht und die, die nach ihr gieren,
    nicht mehr von Hölle und Kometen,
    neue Popanze sie kreieren.

    Je weniger alten Göttern glauben,
    so mehr werden herangeschafft,
    ersetzen alte Daumenschrauben
    und nennen das dann Wissenschaft.

    Beherrscht jemand Grundrechenarten
    und bückt sich nicht vor neuen Götzen,
    muss von den Dienern er erwarten,
    dass die massiv gegen ihn hetzen.

    Glaubt wer stattdessen woke zu sein,
    weil neue Götzen er anbetet,
    ist geistig nur ein armes Schwein,
    hat Macht ihn sich zurechtgeknetet.

    Wenn Keilschrifttafeln zeigen klar,
    wie dumm die Menschen damals waren,
    wird heut’ge Dummheit offenbar,
    hoffe, nicht erst nach tausend Jahren.

  2. Daisy
    Antworten

    Alle Kriege erklärt man am besten über die Verhaltensforschung. Aber zuerst müsste man mal festhalten, dass wir alle Menschen sind…

    Im Krieg wähnt sich jeder im Recht. Es gibt die Vergeltung der Vergeltung etc. Die Rache! I want to take off this uniform and leave the show…

    Warum gestritten wird: Um Land und Besitz. Aber oftmals geht es auch um Religion bzw. Ideologie. Da unten geht es um Religion und um Erdöl. Bei Russland geht es um Bodenschätze und um Ideologie…

    Leider … wer angegriffem wird, muss sich zweifelsohne verteidigen. Man lässt seine Besitztümer nicht offen herumliegen, sondern sichert sie..ja, das ist jedenfalls ganz klar, dass man immer von Dieben bedroht wird. So sind sie, die Schimpansen, aber eh auch alle anderen Tiere…

    Was der Mensch aber anders macht. Er hat Waffen, die die Txtungshemmschwelle ausschalten, Fernwaffen wie die Steinschleuder. Feig wirft er Bomben ab und sieht nicht, was sie anrichten.

    Er hat Soldaten. Der Mensch, der die Besitztümer des anderen begehrt, setzt Diener und Hunde ein.

    Von je her meine ich daher, es wär schon viel geholfen, wenn die Kriegsgeilen selbst in den Krieg zögen. ZB eine Stragzi aif dem Taurus reitend, das wärs halt. Der Mörds kann auch auf einer Kanonenkugel reiten usw. Unser Putin-Liebling wäre gut ausgebildet, aber er ist alt. S..stein hat Muckies, aber er ist nicht ausgebildet. Btw, die Kleinen trainieren immer viel. Das sind die Komplexe.

    Naja, und wir hätten dann wohl jüngere Präsidenten. MMn war der Sport, die Olympiade eh ein guter Ersatzkrieg…ja auch Fußball oder der Songcontest, bei dem aber zu viel geschoben wird. Irgendwie genügt das nicht..schade…

    1. rudifluegl
      Antworten

      Nicht mit der Verhaltensforschung! Eventuell am Rande!
      Die beinhaltet auch andere Möglichkeiten. Die legt nichts fest!
      Auch zu sehen in stammesgeschichtlichen Zeiten!
      Die Sesshaftwerdung des Menschen ist es, den der neoliberale Wahnsinn am direktesten zugrunde liegt.
      Das ist etwas für Kulturanthropologen.
      Die Verhaltungsforschung_ die Evolution des ratiomorphen Apparates – Die Biologie der Erkenntnis- Rupert Riedl-Schüler von Lorenz – macht Erklärungsversuche – stellt Theorien.
      Die Rückseite des Spiegels-Lorenz -besagt dass (Fulguration) Systeme die zusammenkommen- Die Sesshaftwerdung kann als neues kulturelles System gesehen werden- die Sammlerkulturen( _ gegen die sogenannten edlen Jäger lebe ich hier wieder einmal meine Vorurteile aus!!!_ )als andere Systeme, lassen etwas sehr neues entstehen, in dem Erlärungsmodelle- Übertragungen, einer neuen Aufstellung bedürfen. Die sogenannten Experten können von vorne anfangen. Wenn diese nicht in Vorurteilen, fest geschmiedet auch durch indoktrinierte Wissenschaftsmethoden, gefangen bleiben, kann auch so etwas wie Wissen in „Verhaltungskunde“ weiterhelfen!
      Ausgrabungen- Spurensuche- Schriften – Kunst- Überlieferungen- Sprachwissenschaften und was weiß ich, tun weiteres.
      Siehe Kotrschal- Ein wirklich netter weiterer Erbe von Lorenz- einer der wenigen Top Wissenschafter der(die) es wagte sich bei TKP mit Vollnamen zu melden! Der Glaubenskodex an den Alpha, Beta oder was weiß ich Wolf! (die hier auch nicht gerade unwichtigen Wölfinnen zu vergessen)
      In realiter hüpft der/die Rumpelstilchenalpha sinnlos vor den sich am Rücken räkelnden U, V, W, Zets!
      Das wäre mal eine Vorlage fürdie Menschheit!!!

      1. Varus

        Die Sesshaftwerdung des Menschen ist es, den der neoliberale Wahnsinn am direktesten zugrunde liegt.

        Möchten Sie wirklich ein Nomadenleben wie vor Tausenden Jahren führen? Chipproduktion im Zelt auf Wanderung kann ich mir nicht vorstellen, also schon mal Nix Internet.

      2. rudifluegl

        —vergessen wäre eine Frechheit—

      3. rudifluegl

        Varus?
        Wieso sollte angedeuteter Wunsch in diesem etwas anderem Standpunkt stecken. Irgendeinen möglichen Wunsch habe ich mir doch durch meinen Zusatz zu Sichtweisen „doch“ schon erfüllt!
        Von mir aus kann aus Grund für Kriege auch “ es werde Licht auf Erden“ angeführt werden.
        Wenn aber hier ein weiterer Zusatz bezüglich Wunschutopien auftaucht und Utopien nicht zwangsläufig die Unveränderlichkeit vorherrschender „Fakten“ bedeuten, weder a priori noch a posteriori, wünsche ich mir einen Professor von und zu „Rumpelchippchen“ dessen Hüpfen ein
        sonniges Boot antreibt, während die seelenwandernden gemütlich mitreisenden, am Rücken liegend, mittels Bidschirmchen Ihre Spielchen treiben oder gar wagen kritisches zu lesen während sie unbekannten Gestaden ruckelnd zu treiben und wippende Angeln vor allem nahrhaften Tang fangen!

      4. rudifluegl

        Varus!
        Könnte es sein, dass Sie ein Popper Fan mit der besten aller möglichen Welten sind und andere nur bei eingeschränker Denkmöglichkeit möglich sind.
        Ich denke die Eingeschränktheit findet genau „andersherum“ statt!
        Da birgt der neue Mitmenschenslang mit „Du Opfer“ ja ungeahnte Weisheiten!

      5. Varus

        Aha. Woanders-Medium heute: „Kritik aus Afrika an Annalena Baerbock: „Herablassendes und respektloses Verhalten““; dort lese ich: „… Deutschland fällt international vor allem durch Besserwisserei, moralische Hybris und Belehrungen auf. Nach der Abstimmungsniederlage bei den Vereinten Nationen gerät nun Deutschlands ehemalige Außenministerin in die Kritik. Baerbock mangele es an interkultureller Kompetenz. … Masisi warf Baerbock vor, sich statt auf klassische Diplomatie auf belehrende Einmischungen konzentriert zu haben. Konkret kritisierte er die Versuche, den „Nigerianern vorzuschreiben, wo sie ihre Toiletten bauen sollen“ und Afrikanern zu erklären, „wie sie mit Elefanten umgehen sollen“. Dieses Verhalten habe Deutschland Stimmen aus Afrika gekostet. Er sprach von einem „herablassenden und respektlosen Verhalten“ Deutschlands gegenüber afrikanischen Partnern und zeigte sich darüber erleichtert, dass Baerbock nicht mehr im Amt der Außenministerin sei. …“

        Hat sich denn Grandioses Westeuropa mit dieser Expetenden:in für 360-Grad-Wenden und Strom-Speichern in Leitungen nicht redlich verdient, überall sonst für reverse überlegen gehalten zu werden? Da im Topic von Kriegen die Rede ist – die hat auch schon mal Russland den Krieg erklärt. Ein Pharao würde niemals derart wild plappern.

      6. Daisy

        Naja, die Eichhörnchen sammeln auch und vergraben es, damit es nicht geklaut wird. Sind die neoliberal? ;-)
        Das kommt häufig im Tierreich vor, dass es Räuber gibt, die die Vorräte der anderen fladern.

        Der Mensch wurde so erfolgreich, weil er das Problem mit der Ernährung effizient gelöst hat. So hatte er Zeit, sich anderen Dingen zu widmen, wie etwa den schönen Künsten, der Technik usw. Das kam auch zum Teil durch das Fleisch essen, denn es liefert viel mehr Energie als den ganzen Tag Gras zu fressen. Durch Ackerbau und Viehzucht wurde der Mensch sesshaft. Lorenz spricht dann von der „Verhausschweinung“ :-)

        Aber was wollen Sie? So sind wir halt. Das ist unsere Art. Wir sind nicht deppert, aber manchmal gestört bzw. irgendwie rauschig, kommt mir vor. Das ist wohl der Überfluss, den wir geschaffen haben. Wir sind zu effizient. Wir wissen nicht, wanns genug ist. Das zB haben andere Kulturen wie die Indianer ja nicht getan. Sie waren Jäger und Sammler, aber nicht sesshaft. Sie folgten dem Büffel und haben alles von ihm verwertet. Sie nahmen, was sie brauchten und das durchaus bewusst. Für sie war alles heilig. So bedankten sie sich zB beim Tier, das sie aßen.

        Der Weiße aber rxttete die Büffel beinahe aus, um den Indianern zu schaden. Sie knallten sie vom Feuerross heraus ab und bekamen Prämien dafür. Überall lagen die Kadaver. Die Indianer waren zutiefst verletzt und irritiert deswegen…nun, heute reut es uns, was wir getan haben. Aber manches ist nicht mehr gut zu machen. Wir lernen daraus. Aber wenig hat man gelernt, wenn man immer den anderen die Schuld gibt….

        Aber Kriege haben sie auch geführt gegen andere Stämme. Das machen auch die Schimpansen. Und weil ich sagte, Soldaten, die haben alle Tiere, die im Rudel leben. Nicht nur Wölfe jagen gemeinsam, auch Löwen. Sie müssen sich dabei verständigen.

        Es gibt immer mal Streit. Die für den Menschen beste Gruppengröße ist eh ein Indianerstamm oder das Dorf. Wir sind jetzt zu viele, da kommt es auch zu Konflikten. Das hat man an Ratten untersucht. Sie beißen sich gegenseitig oder eng gehaltene Hühner neigen zu Kannibalismus, sie pecken sich blutig. Also das ist es mit der notwendigen Distanz. Städte passen nicht zu unserem arteigenen Verhalten. Das ist wie Käfighaltung.

        Aber der Krieg, wie ihn die Menschen führen, hat schon ganz andere Dimensionen mit der modernen Technik. Da ist viel dabei, was unsere Art für immer auslöschen könnte.

        Ich weiß nur den Rat, den Lennon besungen hat: Geh nicht hin. Verweigere dich. Wenn sie keine Soldaten haben, können sie nicht so viel anstellen. Aber bald auch nicht mehr, sie bauen ja schon Robotersoldaten. Ist das ein Irrsinn? Die kämpfen dann ewig gegeneinander und alle Drohnen und Raketen werden abgefangen und verdampfen in der Luft.

        Ja, es gibt zu viele Menschen auf der Welt. Ich weiß, das hôren Sie nicht gern. Lorenz hat auch immer vor der Überbevölkerung gewarnt. Ich denke, das vertragen wir nicht. Vielleicht dient der Krieg der Regulierung?

        Ich jedenfalls will die Menschen nicht ändern. Man muss nur lernen, mit uns richtig umzugehen…

        Varus, jetzt hängen Sie mir schon die Beerbegg als „den Westen“ um. Ich bitt Sie, lossns den Schmoan sein…sonst häng ich Ihnen den Koksi als „den Osten“ um und den Dschingiskhan :-)
        Ja, sie ist eine arrogante Funse und da sie meint, eine Gut:in zu sein, wird ihr das nie auffallen. Die ist wirklich ein „Nachfahre“, wenn Sie verstehen, was ich meine.

        Ich bin übrigens nicht neoliberal, sondern liberal, am liebsten lieberal…:-)

      7. rudifluegl

        Daisy! die 7 Todsünden des Menschen _ Verhausschweinung- ein Ausdruck der besonders von
        Doron Rabinovici aufgegriffen wurde um Rassismus und Nazigedankengut zu unterstellen, verblasst, wenn die Bücher, Interviews, Schüler, Lebensstationen Freundschaften genau gelesen und gehört werden.
        Auch im Falter zum Beispiel wurden Lorenzsche Begriffe verkürzt und eigenen Zwecken dienend dargestellt. Es können auch andere sein. Für Lorenz war es Kant (Achtung „für seine“ Studenten). Für mich waren es dadurch beide. Bei Lorenz durch örtliche Nähe seiner antibürgerliche Motorradrennfahrerei und tiefe Freundschaft zu einem Juden mit gleichen Ideen! Und seine Achtung vor der Natur und Tieren und Handwerk!
        Bleiben wir/Sie dabei, dass es Biologismen gibt, dass diese zu Selbstzwecken dienen, so wie Bibelaussagen sogenannten Menschenfreunden zu Manipulationsszwecken!
        Beispiele aus der Natur scharf umgelegt auf menschliches Verhalten waren immer schon absurd, da hier ohnehin alles gefunden wird oder gegensätzliches unterdrückt wird,
        Eichhörnchen_neoliberal_ Wölfe, Manager Jagd_Fleisch_ Aas_Nüsse_ Feuer, Kochen,Raben und täuschen, Löwen,die Weibchen jagen_Katzen, doch sehr soziales Verhalten, Verhalten von Babys, Naturstämme_ da werde ich nicht mehr fertig! Schimpansen, viel Menschennäher sind Bonobos, usw.. Wie gesagt wir werden hier nicht fertig!!!
        „Ziehen“ Sie sich „Die Rückseite des Spiegels Lorenz_ die Biologie der Erkenntnis- Rupert Riedl „rein.“ Ich wünsche Ihnen Zeit dafür!
        Für mich sehr wichtige Bücher in diesem Zusammenhang. Beschäftigen Sie sich mit dem Begriff „Fulguration- Blitzschlag“ um nicht nur plötzlich „Neues“ bei komplexen Dingen zu erkennen, sondern auch um zu verstehen was bei sogenannten sicherem Wissen überkommen sein könnte!
        Sie werden es schaffen weiter Beispiele aus der Natur zu bringen, um Zusammenhänge zu verdeutlichen.
        Sie werden weiter Gleichsetzungen und letzte Beweise _ die es eigentlich gar nicht gibt _ anhand welcher beliebten oder gefürchteten Vorbilder/Dogmen/Überlieferungen, die obendrein oft sehr verzerrt dargestellt werden, bemühen.
        Das alles ist natürlich kein Grund, Meinungen nicht mittels verschiedenster Hilfsmittel und Modelle darzustellen.
        Aber auch kein Grund irgendwelche Wahrheitspachten zu haben. Lorenz, plus Schüler -ein treffender Titel ist „die Rückseite des Spiegels“ zeigen dies und verhelfen mit anderen Beobachtern von Verhaltensweisen, zur Reflexion_vor allem des selbst. Und andere werden durchs reflektieren durchscheinender. ein Lichtgewinn eben.
        Das gereicht selten zu jemandes Schaden!

      8. rudifluegl

        Und dann noch extra für Sie,da Sie umfangreiches angerissen haben!
        Kriege waren bisher für die Demographie uninteressant – Siehe Gunnar Heinsohn. Söhne und Weltmacht.
        Neoliberale als die ärgste Ausformung des Kapitalismus-verantwortlich für die auseinanderklaffendste Schere bezüglich Resourcenaufteilung der Geschichte- Thomas Piketty-Kapital. Eichhörnchen vernichten keine anderen!
        Mensch und erfolgreich? Viele Gründe! Aufrechter Gang, Soziale Gemeinschaft, freie Hände Werkzeug-Sprache, Feuer?
        Gehirnentwicklung – Aas, Nüsse, Insekten, Gewürm? Edle Jägerrecken? Nichts ist für alleinigen Grund gesichert!
        Die Verhausschweinung hat mit der Sesshaftwerdung wenig bis nichts zu tun. Das ginge auch -als absurdes Beispiel mit Sinti. im Roma im Wohnwagen!
        Büffel-Fellsammler-Fleisch für Eisenbahnbau usw. Die Ausrottung hatte andere Gründe!
        Dann für Ihre Natur Menschenhaltungsbeispiele. Der Mensch hat die höchste Anpassungsfähigkeit. Die leben z.b. auch sehr lange auf Booten am Meer!
        Überbevölkerung? Wie wär mit Altersversorgung und Bildung für alle Frauen?
        Die Überbevölkerung reicht von bis. Niederlande 400 pro km² Monaco 18000 Ösis 100 DE 250 so ungefähr halt. Mongolei 2 Nordamerika 20.
        Das hat ja eine gewaltige Aussagekraft bezüglich emotionalem Verhalten! Oder?
        Lorenz warnte vor den „goldenen Nockerl“ Wo schrieb er explizit über Demographie?
        Er stellte in den 8 Todsünden, eine gewiße Entmenschlichung bei großer Nähe am Bahnhof im Stadion etc. dar. Das ist ja wohl etwas anderes, Oder?
        Außerdem habe wir hier wohl das populär wissenschaftlichste Werk!
        Konrad Lorenz macht gleichermaßen Anklage gegen einen ungehemmten Kapitalismus und den Aufruf zu einem menschengemäßen, nachhaltigem Wirtschaften für alle!!! Da schreibt er wohl auch gegen neoliberale Eichhörnchen?
        Schimpansen Krieg-Bonobos sind menschenähnlicher – Liebe, dafür weniger Widerstand als der Mensch gegen dominante!
        Die für Menschen beste Gruppengröße bezüglich Kommunikation und Verstehen sind wohl 5 Personen. Das bezieht sich auch auf Freundschaften!
        Menschen ändern? das geht im normalen wohl nicht! Leider! das abnormale will kein „Normaler“!
        welch Glück!

      9. rudifluegl

        Eine Todsünde habe ich unterschlagen! Da muss ich gleich mal nachschlagen!

      10. Daisy

        Das ist sehr umfangreich. Danke für den Tipp, das Buch steht eh in der Bibliothek. Vieles weiß ich, zB von den Bonobos oder dass es mehr Überlegungen gibt, die versuchen zu verstehen, wie der Mensch sich „höher entwickeln“ konnte, etwa dass er die Hände durch den aufrechten Gang frei bekam. Es ist gewiss das, was Lorenz als Kultur betrachtet, die mir wie ein eigener Organismus erscheint. Es ist ein riesiger Koffer voller Wissen. Der Mensch muss nicht immer wieder das Rad neu erfinden, sondern kann dort weitermachen, wo seine Vorfahren aufgehört haben. Das bezieht sich aber leider nur auf die Kulturtechniken, nicht aber auf sein Verhalten als Mensch. Die Erfahrungen muss jede Generation neu machen, da kann sie leider nicht von den Alten lernen und das ist wohl auch gut für den Pioniergeist, doch auch eine große Bremse in der Entwicklung.

        Es ist die Bildung, das Lernen. Und dazu braucht man die Sprache und die Schrift, die die Tiere nicht haben. Wir haben die längste Erziehungszeit von allen Tieren, eine sehr lange Kindheit. Wohl gibt es auch bei den Schimpansen Gruppen, die zB Werkzeug gebrauchen und diese Technik den Kindern beibringen, aber im Vergleich zu diesen ersten Ansätzen ist unser angehäuftes Wissen riesig. Die Bibliotheken quellen über. Da geht schon einer ein halbes Leben lang studieren, wenn nicht noch länger….um das alles zu lernen.

        OK, ich werde das Buch mal hervorkramen. Ich mag Lorenz natürlich sehr und auch seine Schüler. Die Eigenschaft, dass der Mensch ein stark lernendes Tier ist, macht ihn auch anfällig für Manipulation und sogar Rückentwicklung, die man heute beobachten kann. Es ist eine enorme Volksverblödung im Gange. Ja, so wie man die Menschen kluger machen kann durch Wissen, so kann man sie auch verblöden…

        Sind wir dennoch beim Krieg, so zählt er nur in den verwendeten Mitteln, den Bomben und den StarLinks, zur „Kultur“. Was die Motive betrifft, sind es die alten animalischen Triebe, die niedrigen Instinke, die ihn auslösen. Den einen schwillt der Kamm, die anderen laufen mit. Die Buben ballern gerne und träumen vom großen Abenteuer…when will they ever learn…
        Danke für das Gespräch, war sehr anregend…:-)

  3. Andersdenkender
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    Wenn dann Archeologen in 4,5 ka die Überreste der Windmühlenkultur ausgraben, wird man sicherlich herausfinden, daß die Bewohner damals ihren Feinden mit Beschwichtigungsbeauftragten entgegentraten. Freilich, daß man keine weiteren Aufzeichnungen finden wird, da die Fettspuren vom Wischen auf dem smart phone die Zeit nicht überdauert haben werden oder von in ihrer Endzeit hungernd Vegetierenden abgeschleckt wurden.

  4. Varus
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    Die Kolonialländer (wie Großbritannien, Frankreich oder Deutschland) haben aus dieser Epoche ihrer eigenen Geschichte keinerlei schriftliche Zeugnisse, keine namentlich bekannten Herrscher und keine Paläste.

    Die Kolonialländer nicht, doch im Warschauer Urlaub Ende Mal erfuhr ich von einer Ausstellung, dass heutiges Südpolen in dieser Zeit eine Festung hatte. Einfach nach „Karpacka Troja” googeln – in der Wikipedia lese ich (maschinell vom Polnischen übersetzt): „… Anfang September 2015 gaben Archäologen aus Krakau die Entdeckung der ältesten Steinmauer bekannt, die den Hügel dieser Kultur in Maszkowice in der Nähe von Łącek umgibt. Es wäre dann die älteste Steinkonstruktion in der Geschichte des Baus auf polnischem Land, vorläufig zwischen 1750 und 1690 v. Chr. datiert …“

  5. Wahrheitssucher
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    Dieses Argument über die Rückständigkeit z. B. in Deutschland im Vergleich zu den Sumerern oder wie hier, den Ägyptern vor langer Zeit kommt immer wieder. Dabei hat das nichts mit den Menschen zu tun. Die ersten sogenannten „Hochkulturen“ konnten nur da entstehen, wo sie historisch auch entstanden sind, nämlich in einem Teil der Erde, das furchtbare Böden, viel Sonne und Wasser hatte. Das war in Ägypten der Fall, aber auch Zweistromland. Die Hochkultur habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil das Ergebnis eine Ausbeutung der Natur war durch künstliche Bewässerung und damit auch zum Teil ihrer Zerstörung. Und warum das alles? Weil man durch den Überschuss an Nahrung ein stehendes Heer halten konnte und die Nachbarvölker bekriegen konnte. Was hatten die Menschen vom Überfluss?? Krieg. Bei uns in Deutschland ging es fast immer nur um das tägliche bzw. Überleben durch die Jahreszeiten. Analysiert man die Knochen von Germanengräber, so kann man an Hand der Harrislinien die Hungersnöte klar nachweisen. Um so erstaunlicher ist, dass trotzdem dann schon mit den Kelten eine Hochkulter entstand, die aber immer noch nicht als solche wahrgenommen wird. Das liegt an der fehlenden Aufzeichnung. Überliefert ist,dass die Ausbildung zum Druiden 21 Jahre dauerte und dass die Römer vor den Druiden einen Heidenrespekt hatten. Erstaunlich ist auch die erwähnte Himmelsscheibe von Nebra. Ein hervoragendes Kulturvolk, man denke an die klassische Musik, die in Tokia wie auch Peking gespielt wird, sind wir geworden, als auch hier, der Fokus nicht mehr auf den täglichen Überlebenskampf beschränkt war.

    1. Varus
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      Bei uns in Deutschland ging es fast immer nur um das tägliche bzw. Überleben durch die Jahreszeiten.

      Heute hat man keinen Überfluss, doch es werden auf Pump Kriege für die Grandiose Unsere Demokratie angetrieben. Damals waren es eh eher Kelten, die heute schon weg sind – die Zeit vor 3500-4500 Jahren ist spannend, doch die heutige noch spannender. Wenn bald die Hälfte kaum lesen und erst recht nicht schreiben kann, geht es wieder mal ins Dunkle Mittelalter wie vom 6. bis zum 9. Jahrhundert. Aus dieser Zeit ist in Westeuropa so wenig geblieben, dass sie nach manchen Theorien bloß erfunden wurde.

      Meine Frau erzählte mit, in polnischen Schulen wurden Hausaufgaben abgeschafft, wozu sich Mühe geben? In Buntschland wurde das Dividieren aus den Schulen gestrichen. Was hysterisiert man hier ob der Muslime, wenn westliche „Zivilisation“ sich eigenhändig abschafft?

      1. Andreas_Sch.

        Wenn nicht mehr jeder „Pleppo“ lesen und schreiben kann, dann steigt eventuell auch wieder die Qualität dessen, was dann gelesen und geschrieben wird … 🤔

  6. Varus
    Antworten

    Jahrzehntelang nutzten westliche Museen das (oft rassistisch gefärbte) Argument, afrikanische Staaten könnten die Schätze gar nicht sicher lagern oder konservieren. Dieses Argument hat Ägypten mit der Eröffnung des Grand Egyptian Museum (GEM) in Giza komplett entkräftet.

    Es kreist immer wieder um dieses Thema – der Grandiose Westen sei als „Garten“ dem „Dschungel“ überlegen, was dieser „Dschungel“ mit Anbetung zu schlucken habe. Dass in Finnland im Westen die PISA-Ergebnisse in den Keller gehen, hat TKP selber kürzlich geschrieben. Woanders habe ich gelesen, dass in Buntschland 40% kaum noch lesen können (vor ein paar Jahren noch 32% – rasanter Anstieg). Was will man mit einer Tafel mit Texten in drei Sprachen anfangen dort, wo die Leute in keiner einzigen lesen können?

  7. local.man
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    Den Fortschritt hält man also eher nicht auf. Die Frage lautet dann wohl, wie geht man damit um?
    Heute stehen wir aber immer mehr an der Grenze zu dem, was vom WEF herab tönt. Der Mensch wird durch Technik ersetzt.
    Frauen gebären bald keine Kinder mehr, diese gibts aus künstlichen Gebärmüttern und der Roboter stillt dieses Kind? Hat es noch eine Seele?
    Das Kind mit einem Chip versehen, passend genetisch vorangepasst, zum herrschen, zum arbeiten, als Organspender und wenn ja für wen?

    Was soll uns also die Geschichte lehren und wie vereinbaren wir es mit der aktuellen Entwicklung, wenn wir nicht gänzlich aussterben wollen?
    In welche Hände gehört dann die Technik(der Fortschritt technologisch) und brauchen wir neue politische Ordnung, wo nicht Könige und Kaiser bestimmen, sondern eben alle, oder eher jeder für sich und trotzdem frei in einer Gesellschaft?

    Braucht es Gesetze für Freiheit(Überbegriff), oder ist es ok, wenn die Technik in Händen weniger am Ende alles unterjocht?
    Darf ich analoges Leben fordern, oder wenigstens die Kontrolle darüber wie weit ich mitmachen will ohne Nachteile und in Sicherheit und versorgt?

    1. Waldgaengerin
      Antworten

      Fortschritt, was ist das? Wenn der Mensch technisiert wird, nach und nach durch Technik ersetzt wird, hat sich die Diskussion sowieso erledigt.

      Was ist eine Seele?
      Seele ist Bewußtsein ist Kultur ist Kampf.
      Nur der Kulturlose kämpft nicht mehr.

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