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Wissenschaft

Die Sonne heizt die Erde – das Erdinnere und CO2 sind statistisches Rauschen

4 Kommentare 14. September 2026 5 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Die Klimadebatte krankt an einer fundamentalen Schieflage: Während Politik, Medien und die notorisch gefügige „Wissenschaft“ gebetsmühlenartig CO₂ als großen Klimatreiber beschwören, bleiben die tatsächlich entscheidenden Faktoren — Sonne und Ozeane — in den IPCC-Modellen grotesk unterbelichtet.

Nicht weil sie unwichtig wären, sondern weil sie sich dem politischen Steuerungsanspruch entziehen. Das habe ich bereits ausführlich in Warum die Ozeane dem CO₂-Narrativ den Boden entziehen dargelegt. Dort geht es um die optische Asymmetrie: Kurzwelliges Sonnenlicht dringt Meter bis dutzende Meter tief in den Ozean ein und heizt die Deckschicht, während langwellige Wärmestrahlung — und damit auch jede „Gegenstrahlung“ aus CO₂ — schon in der mikrometerdünnen Wasserhaut stirbt.

Doch selbst diese Einsicht bleibt unvollständig, wenn man nicht klärt, woher die Energie überhaupt kommt, die den Planeten erwärmt. Die Antwort ist so simpel wie vernichtend für jede klimapolitische Verzerrung: Praktisch alles kommt von der Sonne. Auch der Beitrag aus dem Erdinneren ist für die Oberflächentemperatur physikalisch irrelevant.

Die Zahlen lügen nicht

Die Erde empfängt von der Sonne auf ihrer Querschnittsfläche rund 173.000 Terawatt. Nach Abzug der Reflexion (Albedo, ~30 %) und Umverteilung auf die gesamte Kugeloberfläche absorbiert das System im Mittel etwa 240 Watt pro Quadratmeter — das entspricht einer absorbierten Gesamtleistung von rund 122.000 Terawatt.

Der geothermische Wärmefluss aus dem Erdinneren beträgt dagegen lediglich 44 bis 47 Terawatt — im Mittel rund 0,09 W/m². Das sind 0,04 Prozent der absorbierten Sonnenenergie. Die menschliche Energieproduktion liegt noch darunter.

Mit anderen Worten: Mehr als 99,96 Prozent der Energie, die Erdoberfläche und Atmosphäre erwärmt, stammt von der Sonne. Der Restwärme aus Erdentstehung und radioaktivem Zerfall in Mantel und Kruste kommt geologisch eine Rolle zu — für Plattentektonik, Vulkanismus und Erdbeben. Für die Oberflächentemperatur ist sie statistisches Rauschen.

Warum die Sonne im Blaugrünen ihr Maximum hat

Die Photosphäre der Sonne strahlt näherungsweise wie ein schwarzer Körper mit der effektiven Temperatur

T≈5772 K

Die spektrale Strahldichte Bλ​ hat nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz ihr Maximum bei

λmax⁡=b/T, b ≈ 2,898×10³mK

Eingesetzt:

λmax⁡≈2,898×10⁻³ / 5772 m≈ 502 nm.

Das liegt im Blaugrün. Kein Zufall der Atmosphäre, sondern direkte Folge der Planck-Kurve bei dieser Temperatur: heißer → Maximum zu kürzeren Wellenlängen, kälter → ins Infrarot.

Zwei Einschränkungen sind wichtig: Das Maximum hängt von der Darstellung ab. Plottet man dieselbe Strahlung pro Frequenzintervall Bν​, liegt das Sonnenmaximum bei etwa 883 nm (nahes IR). „Maximum im Grünen“ meint fast immer Bλ. Und die Sonne sieht nicht grün aus — das Auge integriert das ganze Spektrum; links und rechts vom Peak kommt genug Blau und Rot, die Mischung wirkt weiß.

Warum Wasser dort am wenigsten absorbiert

Reines flüssiges Wasser hat ein enges Transparenzfenster im Sichtbaren. Das Absorptionsminimum liegt bei etwa 418 nm (Blau) mit einem Koeffizienten von nur rund 0,0044 m⁻¹ — das entspricht einer Abschwächungslänge von etwa 227 Metern. Rot, nahes IR und UV werden viel stärker geschluckt.

Ursache ist die Lücke zwischen zwei ganz verschiedenen Anregungen des H₂O-Moleküls: Elektronische Übergänge sitzen im UV (starker Anstieg unterhalb von ~200 nm), Schwingungen im Infrarot (OH-Streck bei ~3400 cm⁻¹ ≈ 3 µm, Knick bei ~1645 cm⁻¹ ≈ 6 µm). Im Sichtbaren existiert kein erlaubter Fundamentalübergang — was dort schwach absorbiert, sind Obertöne und Kombinationsbanden der OH-Schwingungen. Das anharmonische OH-Potential macht jeden weiteren Schwingungsquant etwa 10- bis 20-mal schwächer. Deshalb fällt die Absorption vom IR über Rot und Grün nach Blau hin ab und erreicht im Blau ihr Minimum.

Genau das färbt Wasser blau: Rot wird bevorzugt geschluckt, Blau bleibt übrig. In einem Glas sieht man das nicht; über Meter bis dutzende Meter im Ozean schon. Schweres Wasser D₂O liefert den sauberen Beweis — seine Schwingungen liegen wegen der größeren Masse bei niedrigerer Frequenz, die Obertöne rutschen aus dem Sichtbaren, und D₂O ist praktisch farblos.

Ozean ist nicht nur reines Wasser

Im offenen, nährstoffarmen Ozean dominiert reines Wasser: Minimum im Blau, Farbe tiefblau. In Küsten- und Planktongewässern kommen Phytoplankton (Chlorophyll absorbiert Blau und Rot und baut damit Zucker und letztlich Pflanzen und Lebewesen), gelöste organische Stoffe (CDOM) und Schwebstoffe hinzu — das Absorptionsminimum wandert ins Grün. Deshalb wirken Schelfmeere grün, der klare Ozean blau.

Zufall — aber folgenschwer

Sonnenmaximum bei ~500 nm und Wasserfenster bei ~400–550 nm sind unabhängig: Das eine folgt aus der Sonnentemperatur, das andere aus den Eigenfrequenzen von H₂O. Dass sie überlappen, ist für Klima und Leben entscheidend: Sichtbares Licht dringt tief in den Ozean, heizt die Deckschicht und treibt Photosynthese; IR stirbt in den obersten Mikrometern, UV ebenfalls rasch. Das sichtbare Fenster der Sonne und das sichtbare Fenster des Wassers liegen an derselben Stelle.

Die Konsequenz

Die Erde wird von der Sonne erwärmt — und zwar dort, wo es physikalisch am wirksamsten ist: in den Ozeanen, die 71 Prozent der Oberfläche bedecken und den weitaus größten Teil der Energie speichern. Das Erdinnere liefert einen Beitrag, der in jeder seriösen Energiebilanz unter der Messgenauigkeit verschwindet.

Bemerkenswert ist dabei, wie die alarmgetriebene Klimawissenschaft mit absoluten Größenordnungen umgeht. Wer die Sonne — den dominanten, unbestreitbaren Energielieferanten — in den Modellen zur bloßen Randnotiz degradiert und stattdessen ein Spurengas mit einstelligem Prozentanteil am Strahlungseffekt zum Hauptschalter erklärt, hat die Beweislast längst umgedreht. Die Sonne diktiert die Temperatur. Alles andere ist politisches Beiwerk.

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4 Kommentare

  1. Eva Schumacher
    Antworten

    Natürlich wärmt die Sonne! Können wir jedoch ausschließen, dass es nicht dennoch mehr Faktoren sind, die an der Erderwärmung noch zusätzlich beteiligt sind?
    Wie lange haben wir weltweit diese Hitze? Seit ein paar Jahrzehnten. Ungefähr so lange wir ein Ansteigen von EMF elektromagnetischen Feldern durch Handys, Laptops, Tablets haben? Diese Mikrowellen sind messbar. Ich habe Messgeräte, die diese Wellen messen können und den Unterschied klar zeigen: Mit und ohne WLAN, mit Kabel oder mit Funk.
    Der Anteil in der Atmosphäre von CO2 beträgt 0,04%. Wir erhalten 80% des Sauerstoffs von den Pflanzen und 20% O2 durch die Meere. Die Pflanzen wiederum benötigen unser CO2 das wir ausatmen. In der Biologie nennt man das Symbiose.
    Wir sollten uns mit den Ursachen der Erderwärmung beschäftigen, anstatt sinnlose Kämpfe gegeneinander zu führen. Denn es geht um unser Überleben und das der nächsten Generationen.

  2. Glass Steagall Act
    Antworten

    Schon vor 10 Jahren hatte ich Klimagläubigen gesagt, die Sonne mit ihren Zyklen ist für die Klimaschwankungen auf der Erde verantwortlich und nicht das gehypte CO2., welches nur der Temperatur folgt! Bis heute glauben die meisten noch immer an die Propaganda des menschengemachten Klimawandels, weil Propaganda so schön einfach und glaubhaft und selbstständiges Denken so anstrengend ist. Und die Politik braucht die Lüge, weil sich damit viel Geld aus den Bürgern herauspressen lässt!

  3. Jurgen
    Antworten

    Das ist sehr interessant! Und ich wusste das mit den H2O Spektralfenster und der guten Überlappung mit der Sonnenstrahlung so auch noch nicht. Im unteren 400nm Bereich liegt ja auch eine der großen Absorptionslinien des Chlorophylls, die andere große Linie liegt im Rotbereich.

  4. VerarmterAdel
    Antworten

    Die Sonne wärmt? Seit wann? Also ehrlich.

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