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Politik

Ukrainische Seedrohnen gefährden die Schifffahrt weit außerhalb des Kriegsgebietes

2 Kommentare 6. Juni 2026 5 Minuten Lesezeit von Jochen Mitschka

Eine ukrainische Seedrohne explodierte am frühen Morgen des 5. Juni 2026 im rumänischen Schwarzmeerhafen Constanța, ohne Opfer zu fordern. „Hätte die Drohne im Hafen 2–3 Sekunden später abgedreht, wäre er direkt zum Lager der Stickstoffdünger gelangt“. Im Westen spricht man von „russischen Cyber-Einwirkungen„. Was wirklich hinter der fehlgeschlagenen Operation der ukrainischen Marine im Bereich des Hafens von Constanța steckte.

Gestern konnte man in TKP.AT, in polnischen und internationalen Medien lesen, dass eine ukrainische Seadrohne, die im rumänischen Hafen von Constanța am Schwarzen Meer explodierte, zufällig dorthin gelangt sei, weil Russland Mittel der elektronischen Kriegsführung eingesetzt habe. So verkündeten Ihnen die Überschriften der Artikel, die unkritisch die Version der ukrainischen Seite wiederholten. Im Folgenden die Wahrheit darüber, was sich tatsächlich im Hafen von Constanța und in seinen umliegenden Gewässern ereignet hat.

Der Ablauf

Am frühen Morgen des 5. Juni 2026, gegen 05:00 Uhr Ortszeit, schlich sich eine von Operatoren der ukrainischen Marine gesteuerte Seedrohne der Klasse Sea Baby in der Führungs- und Aufklärungsversion, ausgestattet mit Starlink und hochwertigen Geräten zur Bildaufzeichnung, heimlich in den Hafen von Constanța ein. Die Aufgabe des ukrainischen Drohnenoperators bestand nach Aussage von Analysten darin, den im rumänischen Hafen vor Anker liegenden Tanker „Safeena Elona“ unter Marshallinselnflagge ausfindig zu machen und zu identifizieren. Das genannte Schiff gehört zur russischen „Schattenflotte“, die Russland nutzt, um westliche Sanktionen gegen sich zu umgehen. Die „Safeena Elona“ sollte an diesem Morgen aus Constanța in Richtung Noworossijsk auslaufen. In der Nähe des Hafens von Constanța warteten bereits drei weitere ukrainische Drohnen des Typs Sea Baby in der Kampfverson, ausgestattet mit jeweils etwa 100 kg Sprengladung.

Etwa zwischen 5:30 und 5:50 Uhr Ortszeit verwickelte sich die ukrainische Drohne in ein schwimmendes System zur Eindämmung von Öllecks. Das Ereignis geschah wahrscheinlich aufgrund eines GPS-Signalfehlers oder eines Operatorenfehlers. Wegen dieses Fehlers bog der Drohnenoperator 2–3 Sekunden zu früh nach links in Richtung Terminal ab, 30 Meter vor dem Ende des Wellenbrechers, und streifte dadurch zufällig eine schwimmende Barriere zum Schutz vor Öllecks, die sich 3 Meter vom Ufer entfernt befand. Hätte die Drohne im Hafen,  2–3 Sekunden später abgedreht, wäre sie direkt zum Lager der Stickstoffdünger gelangt, was eine ungeheure Explosion, hundertmal stärker als die der Drohne selbst, hätte auslösen können. Wir erinnern uns an den schrecklichen Unfall im Libanon.

Die Folge

Aufgrund des Festsetzens der aufklärungs- und führungsverantwortlichen „Mutterdrohne“ des ukrainischen Angriffsteams musste die Seeoperation der ukrainischen Marine abgebrochen werden, und der russische Tanker verließ gegen 09:20 Uhr ruhig den Hafen von Constanța und nahm anschließend Kurs auf Noworossijsk. Die in der Nähe des Hafen Eingangs befindlichen ukrainischen Kampfdrohnen konnten ihn nicht angreifen, da sie wahrscheinlich ohne die Beobachtungsdrohne, die auch als Relaisstation diente, Schwierigkeiten der Orientierung hatten. Gegen 10:30 Uhr traf das ukrainische Marinekommando die Entscheidung zur Selbstzerstörung der in der Ölleckbarriere verwickelten Drohne. Dies geschah, um Beweise für die absichtliche Verletzung rumänischer Hoheitsgewässer zu vernichten.

Etwa eine halbe Stunde vor der Selbstzerstörung wurden die rumänischen Behörden von der ukrainischen Seite über die Notwendigkeit einer Evakuierung des Gebiets informiert. Über 1000 Personen wurden von den Stränden im Bezirk Constanța evakuiert. Auch der Hafenbetrieb und das Funktionieren der Stadt selbst wurden erheblich gestört. Gegen 11:00 Uhr wurden die drei verbliebenen ukrainischen Angriffs-Drohnen in der Nähe des Hafens von Constanța – darunter eine in ihren Hoheitsgewässern – ebenfalls ferngesteuert von ukrainischen Operatoren zerstört. So endete die Operation der ukrainischen Marine im Bereich von Constanța.

Warum russische Einwirkung unwahrscheinlich ist

Hätte Russland die Drohnen vor der Küste entdeckt, wären sie vernichtet worden. Die Störung von Signalen ist äußerst schwierig, und in der Vergangenheit konnten ukrainische Drohnen sogar russische Häfen und Schiffe angreifen. Wie sollte Russland eine Cyber-Waffe einsetzen in einem Gebiet, mit dem man kaum mit dem Einsatz von solchen Drohnen gerechnet hat?

Schon am 11. Mai 2026 fanden griechische Fischer in der Nähe der Insel Lefkada im Ionischen Meer eine andere ukrainische Seadrohne. Griechische Medien identifizierten das Fahrzeug als Kozak-Mamai-Modell. Hier war der Grund sicher ein Ausfall des Steuerungssystems. Aber bei vier Seedrohnen gleichzeitig dürfte das unwahrscheinlich sein. Aufgrund eines Ausfalls des Steuerungssystems war sie wahrscheinlich aus Misrata in Libyen dorthin getrieben, wo sich eine ukrainische Basis für Operatoren dieser Drohnen befinden soll. Nach diesem Vorfall stellten die griechischen Behörden einen offiziellen Protest in den Weg, und der griechische Verteidigungsminister erklärte öffentlich, dass es sehr tragische Folgen hätte haben können, wenn die antriebslos treibende Seedrohne ein Kreuzfahrtschiff mit Passagieren gerammt hätte.

Fazit

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis zum ersten Mal eine ukrainische Seedrohne eine überfüllte Fähre oder anderes Passagierschiff versenkt.

Bild: Screenshot eines Videos von Türkiye Today

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2 Kommentare

  1. Satya
    Antworten

    Die Sicherheit für die Bürger ist in dieser Welt zur Verkommenheit gereift. Hier ist eine völlig neue Art der Beschneidung nötig.

  2. Varus
    Antworten

    Werden die Dinger von Palantir gesteuert? Russland muss nicht mal die angekündigte Vergeltung an Ukrostan-Unterstützern üben – das übernehmen anscheinend die Banderas selber.

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