Mysteriöse Verhaftung von Ebola-Virologen

5. Juni 2026von 2,5 Minuten Lesezeit
Am Flughafen von Detroit wurden im Januar zwei Virologen festgenommen, die Erreger aus dem Kongo im Gepäck gehabt haben sollen. Nun wurden die Wissenschaftler angeklagt, unter anderem wegen Verschwörung zum Schmuggel regulierter Pathogene.

Es ist ein Video der französischen Genetikerin Alexandra Henrion-Caude, das den Fall so richtig an die Öffentlichkeit bringt. Zwei Wissenschaftler, die gerade aus der Demokratischen Republik Kongo zurückkehrten, wurden bei der Einreise in die USA mit einer erstaunlichen Menge an biologischem Material in ihren Koffern erwischt.

Alexandra Henrion-Caude lässt allerdings aus, dass die Verhaftung bereits im Januar stattgefunden hatte – nun wurde jedoch Anklage erhoben. Der Fall wirkt trotzdem wie aus einem billigen Hollywood-Actionfilm. Die französische Wissenschaftlerin schildert:

„Mitten in der Aktualität zwei Wissenschaftler, die aus der Demokratischen Republik Kongo zurückkommen – mit Zwischenstopp in Paris. In Detroit angekommen, öffnet man ihre Koffer: Fast 113 Fläschchen wurden in ihren Koffern gefunden.

Jedenfalls, wenn man die Namen dieser Wissenschaftler sucht: Einer von ihnen, Vincent Munster, ist trotzdem ein sehr bekannter Virologe, sehr bekannt dafür, dass er an Ebola arbeitet. Es sind nicht weniger als sechs Veröffentlichungen seit 2025 zu diesem Thema, über einen Impfstoff gegen diese Art von hämorrhagischem Fieber, insbesondere ein anderes Virus, das schrecklich ähnlich wie Ebola ist, nämlich Lassa. Und wenn er nicht daran arbeitet, arbeitet er an anderen – an einer ganzen Menge anderer Viren. Und natürlich hat er an SARS-CoV-2 gearbeitet, an MERS, an H5N1, na ja … und dann an Viren, die durch Mücken übertragen werden, die schrecklich ähnlich sind – wieder wie Chikungunya, Dengue, nämlich das Oropouche-Virus.

Also, ich lasse euch allein urteilen, ob all das trotzdem an schlechte Filme erinnert oder ob es einfach ganz normal ist.“

Munster leitet eine Virologie-Sektion am NIH-Hochsicherheitslabor (P4) in Montana und gilt international als einer der führenden Experten für hämorrhagische Fiebererreger. Seine Arbeit zu Ebola, Lassa, Coronaviren und arboviralen Erregern ist in Fachkreisen bestens bekannt – ebenso wie seine Beteiligung an SARS-CoV-2-Forschung.Der zweite Beschuldigte, der kamerunische Wissenschaftler Claude Kwe, war als assoziierter Forscher mit Munster unterwegs.

Die Verhaftung fand im Januar 2026 statt. Anfang Juni erhob die Justiz nun Anklage wegen illegalen Imports regulierter Pathogene und falscher Angaben gegenüber den Zollbehörden. Von den untersuchten Proben sollen 17 deaktiviertes Monkeypox-Virus enthalten haben.

Das US-Justizministerium spricht von einem Verstoß gegen strenge US-Importvorschriften für biologische Materialien. Henrion-Caude, bekannte Corona-Kritikerin, die gerne auch zu Übertreibungen neigt, stellt jedoch eine durchaus berechtigte Frage: Warum waren ausgerechnet zwei derart profilierte Virologen mit einer solchen Menge an Proben unterwegs – und warum wurde der Vorfall erst Monate später öffentlich?

Die beiden Wissenschaftler riskieren bis zu fünf Jahre Haft. Weitere Einzelheiten zu den genauen Absichten oder zum Verbleib der Proben wurden bisher nicht veröffentlicht.


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2 Kommentare

  1. VerarmterAdel 5. Juni 2026 um 13:31 Uhr - Antworten

    Muss es nicht „Mysteriöse Verhaftung von Ebola-Wirrolügen“ heißen?

  2. Glass Steagall Act 5. Juni 2026 um 12:37 Uhr - Antworten

    Die eigentliche Frage sollte lauten, in welchem Auftrag und für welchen Auftraggeber sie gehandelt haben? Und wer sind die Geldgeber? Vielleicht die Bill & Melinda Gates Foundation?

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