Kanadier melden sich für Veranstaltung zu COVID-Impfschäden im Parlament

14. August 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Ein kanadischer Abgeordneter hat eine viertägige Anhörung im Parlament organisiert, bei der Kanadier mit Impfschäden eine Plattform bekommen. Über 1.000 Bürger haben sich gemeldet.

Der konservative Abgeordnete Dean Allison (Niagara West) leitet ab dem 8. September 2026 eine viertägige Anhörung auf dem Parliament Hill in Ottawa. Die „Allison Inquiry“ soll Kanadiern, die nach COVID-19-Impfungen gesundheitliche Schäden erlitten haben, eine öffentliche Plattform bieten. Bereits jetzt haben sich über 1.000 Bürger beworben, um unter Eid aussagen zu dürfen. 50 Betroffene werden ausgewählt; die Sitzungen werden live übertragen.

Allisons Weg der „Corona-Aufarbeitung“ ist sanft: Er wolle weder Schuldzuweisungen noch eine Neubewertung der COVID-Politik. Stattdessen gehe es ums Zuhören:

„Hunderte Kanadier aus dem ganzen Land haben sich gemeldet und von physischen, emotionalen, finanziellen und persönlichen Herausforderungen berichtet, mit denen sie bis heute leben“, erklärte er bereits im Juli. Die Inquiry ist ausdrücklich nicht parteipolitisch angelegt und wird von der gemeinnützigen Covid Testimony Association unterstützt. Am Ende können die Panelmitglieder Fragen an das Parlament weiterleiten – verpflichtet sind sie dazu nicht.

Laut offiziellen Zahlen des kanadischen Gesundheitsministeriums wurden bis Januar 2024 etwa 58.000 unerwünschte Ereignisse nach COVID-Impfungen gemeldet, davon mehr als 11.000 als schwerwiegend (rund 0,011 Prozent aller Dosen). Nicht wenige vermuten aber, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte.

Das Impfschadenprogramm erhielt über 3.500 Anträge; nur 252 wurden bis 2025 bewilligt. Insgesamt wurden 21 Millionen Dollar entschädigt.

Eine der geplanten Zeuginnen ist Carrie Sakamoto. Nach der zweiten Impfung 2021 erlitt sie eine Bellsche Lähmung, lag 17 Tage im Krankenhaus und erhielt 62.000 Dollar Entschädigung. Sie kämpft aber weiter mit Folgeproblemen und Berufungsverfahren. „Ich bin nicht gegen Impfungen“, sagt sie. „Aber ich habe Fragen zu diesem einen Impfstoff wegen meiner eigenen Erfahrung.“

Ähnliche Berichte kommen von Michelle Worton von der Unterstützungsgruppe CANrise19, die nach der zweiten Dosis schwere neurologische und systemische Symptome entwickelte und mit 46 Jahren in den medizinischen Ruhestand gehen musste.

Schon jetzt gibt es von liberaler Seite Kritik an der Veranstaltung. Sie sei einseitig, sei nicht vom Parlament autorisiert, habe keine behördlichen Befugnisse und liefere keine „ausgewogene“ wissenschaftliche Bewertung. Bisher unterstützen nur Konservative die Initiative aktiv. Der Rest will offenbar nichts davon wissen.

Allison sieht die Anhörung als ersten Schritt, um Stimmen Gehör zu verschaffen, die lange marginalisiert wurden. Die Termine: 8. bis 11. September 2026 auf dem Parliament Hill. Hier ein Artikel darüber in der kanadischen Presse.

Bild KI

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