Jahrtausend-Ereignis: Doublet in Venezuela, Beben in Japan

25. Juni 2026von 3,5 Minuten Lesezeit

Venezuela wurde durch ein schweres Erdbeben getroffen, Tausende Menschen dürften tot sein. Es könnte sich um eine seismische Aktivität gehandelt haben, die nur einmal in etwa 1.000 Jahren vorkommt. Zwei Beben in Venezuela, direkt darauf ein Beben in Japan – außergewöhnlich.

Am Abend des 24. Juni 2026 ereignete sich eine ungewöhnliche Häufung starker Erdbeben auf der Erde. Innerhalb von etwa 25–30 Minuten trafen zwei große Beben in Venezuela und ein weiteres vor der Küste Japans ein. Ein US-Meteorologe beschrieb die Kombination aus einem seltenen „Doublet“-Erdbeben in Venezuela und einem zeitlich nahen starken Beben in Japan als extrem selten – grob geschätzt einmal in 1.000 bis 1.200 Jahren.

Am 24. Juni 2026 um 18:04 Uhr Ortszeit (22:04 UTC) erschütterte ein Erdbeben der Magnitude 7,2 (USGS) die Region Yaracuy im westlichen Venezuela. Nur 39 Sekunden später folgte ein Hauptbeben der Magnitude 7,5. Beide Epizentren lagen sehr nah beieinander (bei San Felipe/Yumare/Morón), in geringer Tiefe von etwa 10–22 km. Es handelte sich um ein klassisches Doublet-Erdbeben – zwei starke, ähnlich große Beben in extrem kurzer zeitlicher und räumlicher Nähe auf derselben Störungszone (Strike-Slip).

Die Schäden sind noch nicht vollständig absehbar, aber sie dürften verheerend sein. Man spricht von vielen Tausend Toten – internationale Hilfe ist angelaufen. Die Beben verursachten schwere Zerstörungen, besonders in der Hauptstadt Caracas und der Hafenstadt La Guaira. Mehrere Hochhäuser stürzten teilweise oder ganz ein, der internationale Flughafen Simón Bolívar wurde schwer beschädigt. Es kam zu Stromausfällen, Kommunikationsproblemen und einem landesweiten Notstand. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez sprach von mindestens 164 Toten und rund 971 Verletzten (Stand der Berichte). Die USGS schätzt, dass die Opferzahlen noch deutlich steigen könnten.

Für Venezuela war es das stärkste Beben seit 1900.Nur eine halbe Stunde nach dem venezolanischen Hauptbeben bebte die Erde in Japan. Dort traf ein Erdbeben der Magnitude 6,9 (teilweise als 7,2 gemeldet) die Region vor der Präfektur Iwate im Nordosten Japans (Tōhoku-Region). Die Tiefe lag bei etwa 44–52 km. Das Beben wurde in Teilen von Aomori und Iwate stark gespürt, auch in Tokio war es spürbar. Es gab mindestens zehn leichte Verletzungen.

Ein Doublet mit zwei so starken Beben in nur 39 Sekunden ist ungewöhnlich – solche Paare kommen vor, sind aber bei hohen Magnituden und so kurzer Zeitspanne selten. Die zusätzliche zeitliche Nähe zu einem weiteren starken Beben auf der anderen Seite der Welt fällt dabei besonders auf.

Wissenschaftlich lässt sich kein kausaler Zusammenhang erklären: Die Ereignisse ereigneten sich an völlig unterschiedlichen tektonischen Plattengrenzen (Karibische Platte vs. pazifische Subduktionszone). Meteorologe Noah Bergren spricht von einer Seltenheit von etwa einmal alle 1.000 bis 1.200 Jahre. Das sei aber eine grobe, schnelle Rechnung:„Erinnert euch, die Erde bebt da unten immer. Und es ist eine Schätzung zur Seltenheit. ‚Doublet‘-Erdbeben passieren, aber so kurz nacheinander ist der wirklich seltene Teil. Und zufällig ein weiteres ca. 7,0-Erdbeben weniger als 30 Minuten später auf der anderen Seite der Welt.“

Die Erde hatte einen historisch unruhigen Tag. Solche Ereignisse erinnern uns daran, wie unvorhersehbar und variabel die tektonische Aktivität sein kann – es muss zunächst nichts Übernatürliches oder Menschengemachtes dahinterstecken. Schwere Naturkatastrophen sind so alt wie die Menschheit; für den Planeten sind 1.000 Jahre weit weniger als für unsere Zivilisationen.

Freilich kursieren aber schon jetzt auch andere Theorien: Im Netz werden die USA beschuldigt, sie hätten mit HAARP oder einer ähnlichen geheimen Technologie das Doublet absichtlich ausgelöst. Mit dem Beben wolle man Chaos erzeugen und eine direkte US-Intervention erleichtern. Andere fragen, ob die USA eine unterirdische Atombombe gezündet hätten, um auch die Nähe zum Japan-Beben zu „erklären“. Faktische Grundlagen für diese Theorien gibt es keine. Es handelt sich um Spekulationen, oft auch bereits garniert mit KI-Videos. Die außergewöhnlich seltenen Ereignisse sind jedoch Tatsache.

Bild Telenord, Sismos Venezuela Earthquake VenezuelaCC BY 4.0

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7 Kommentare

  1. Jurgen 27. Juni 2026 um 21:23 Uhr - Antworten

    Wenn das mal keine PNET legalisierten, unterirdischen A-Sprengungen im Doppeltakt waren, um die venezuelanischen Ölvorkommen weiter aufzuweiten… scheiß Geheimnistuerei darum, einfache Vorwarnung hätte viele Leben gerettet.

  2. local.man 26. Juni 2026 um 4:59 Uhr - Antworten

    Mal sehen ob das seltene Ereignis das alle 1k-1,2k Jahre mal auftritt, nicht doch eine plötzliche massive Reduzierung erfährt auf alle paar Jahre oder 1x im Jahrzehnt. Wundern würde mich das nicht.
    Erdbeben die recht Oberflächen nah sind, sind generell verdächtig künstlich zu sein.

    Da es sich bei solchen Ereignissen aber im solche Kräfte handelt, muss man mit solchen Behauptungen aufpassen. Ein Großteil der Menschen würde sofort abwinken. Ich bin mir nicht sicher, ob der Mensch technologisch soweit ist, solche Beben erzeugen zu können in dem Ausmaß. Die Technik ist dazu jedenfalls vorhanden, aber ob sie diese Stärke erreichen kann.. Was aber machbar ist, ist vorhandene Naturgewalten zu verstärken, oder abzuschwächen. Soweit reicht es auf jeden Fall, vor allem im Bereich Stürme, Regen… Ebenso sind Waldbrände relativ leicht künstlich aufgelöst zu werden.
    Die meisten Waldbrände sind sowieso nicht natürlich. Die Zahlen gehen da, wenn ich nicht irre, bis in die 90 Prozent hinein, 95 oder 96% weltweit betrachtet. Also kurz, fast alle Waldbrände sind gelegt, mindestens aber verschuldet.

    • Waldgaengerin 26. Juni 2026 um 6:32 Uhr - Antworten

      „Erdbeben die recht Oberflächen nah sind, sind generell verdächtig künstlich zu sein.“

      stimmt. Bertell: Kriegswaffe Planet Erde.
      Bei dem Venezuela-Doppler vermute ich das. Bei dem Japan-Beben eher nicht, das lag tiefer.

  3. Jochen Mitschka 25. Juni 2026 um 19:00 Uhr - Antworten

    Ich hatte gerade den Anruf von einem Freund, der derzeit in Venezuela ist. Er schläft nun auf einem Feldbett in der Botschaft. Es gibt aber nicht viele Deutsche in Venezuela, welche die Botschaft benötigen. Er befand sich zum Zeitpunkt des Bebens glücklicherweise am Strand. Er berichtet, dass die Bewegung des Bodens so heftig war, dass man sich nicht auf den Beinen halten konnte. Viele große Gebäude sind zerstört, viele eingestürzt mit hunderten Toten darin. Wenn nicht viele Menschen im Freien auf einem Fest gewesen wären, hätte es noch wesentlich mehr Todesopfer gegeben.

  4. Waltraud 25. Juni 2026 um 17:28 Uhr - Antworten

    Nun ja, bei allem, was derzeit geschieht … , ich kann mir durchaus vorstellen, dass da „nachgeholfen“ wurde. Siehe Dr. Rosalie Bertells Buch „Kriegswaffe Planet Erde“ (mit einem Vorwort der Physikerin & Menschenrechtsaktivistin Dr. Vandana Shiva).

    • alter Mann 25. Juni 2026 um 20:56 Uhr - Antworten

      @ Waltraud – Richtig, man kann Erdbeben „künstlich“ auslösen mit bzw. bei entsprechenden Rahmenbedingungen. Dies war hier definitiv nicht der Fall. Im gewissen Rahmen sind Beben teilweise schon vorhersagbar aber nicht mit Datum, Uhrzeit und Stärke. Als Nächstes muß / sollte man überlegen ob man bestimmtes Wissen weitergibt, denn man könnte Unheil anrichten. Die letzten Ereignisse begannen am 25.05. und da konnte man auf Basis des vorhandenen Wissens eine Grobvorhersage erstellen, wobei der Auslöser für Venezuela Kuba gewesen sein könnte, wobei aktuell die beiden Beben zwei unterschiedliche Ursprünge haben aber das Erste das Zweite schon ausgelöst hat. Aber dies ist noch nicht das Ende der damaligen Grobvorhersage, wobei es nicht so spektakulär weiter gehen muß.

  5. alter Mann 25. Juni 2026 um 15:03 Uhr - Antworten

    Na, die seismischen Unruhen mit schon eingetretenen Erdbeben wurde aber teilweise vorhergesagt (Veröffentlichung Ende Mai) und soll noch bis Anfang Juli anhalten.

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