Wo und gegen wen findet eigentlich der wahre Krieg statt?

25. Juni 2026von 7,6 Minuten Lesezeit

Überall in der Welt wird gezündet, bombardiert, sanktioniert, entführt, und immer häufiger wächst das Risiko, dass aus einem lokalen Krieg ein wirklich großer Krieg wird. Aber die Fronten sind vage. Zwar wird immer wieder von „links“ und „rechts“ geredet, oder von „Demokratie“ und „Diktatur“, andere reden von Rohstoffen. Aber ist es das wirklich, was all diese Kriege und möglicherweise einen ganz großen Krieg auslöst, z.B. angesichts der immer schärferen Eingriffe der NATO in den Ukraine-Konflikt. Eine Meinung, die davon abweicht.

Im Jahr 2006 saß der Schauspieler und Wirtschaftskolumnist Ben Stein beim Investor Warren Buffett in dessen schlichtem Büro in Omaha, Nebraska. Das Gespräch drehte sich um Steuern. Was Buffett dabei sagte, klingt noch heute wie eine Selbstanklage: „Es gibt Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die reiche Klasse, die Krieg führt – und wir gewinnen. Buffett meinte das als Warnung, als Kritik am Steuersystem. Doch das Zitat beschreibt mittlerweile mehr als eine Steuerdebatte. Es beschreibt die Architektur einer globalen Machtverschiebung.

Die Zahlen lügen nicht

Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar 2026 veröffentlichte Oxfam seinen jährlichen Ungleichheitsbericht unter dem Titel „Resisting the Rule of the Rich“. Das Ergebnis ist ernüchternd: Das Gesamtvermögen aller Milliardärinnen und Milliardäre weltweit ist im Jahr 2025 um 2,5 Billionen US-Dollar gewachsen – auf den historischen Rekordwert von 18,3 Billionen Dollar. Dieser Zuwachs in einem einzigen Jahr entspricht nahezu dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung. Gleichzeitig leben rund 3,8 Milliarden Menschen von weniger als 8,30 Dollar pro Tag. Das reichste Prozent der Menschheit besitzt 43,8 Prozent des weltweiten Vermögens. Die ärmere Hälfte hält zusammen 0,52 Prozent.

Das Wachstum hat sich beschleunigt. Mit rund 16 Prozent wuchs das Milliardärsvermögen 2025 dreimal schneller als in den fünf Jahren zuvor. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 hat es inflationsbereinigt um 81 Prozent zugelegt. Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, verdient in vier Sekunden so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem Jahr.

Südamerika: Das Labor des neuen Klassenkriegs

Nirgends lässt sich diese Verschiebung derzeit plastischer beobachten als in Lateinamerika. Argentiniens Präsident Javier Milei hat sich zur globalen Galionsfigur eines Rechtspopulismus gemacht, der sich selbst als „libertär“ bezeichnet, aber in Wahrheit eine radikal marktfundamentalistische Agenda verfolgt. Im Oktober 2025 gewann er die Zwischenwahlen. Im Dezember desselben Jahres flog sein chilenischer Amtskollege José Antonio Kast unmittelbar nach seiner Wahl nach Buenos Aires, um sich an Mileis Seite zu zeigen – ein Bild mit Signalwirkung.

Milei arbeitet seither an einem regionalen Bündnis aus rechten Staatschefs. In einem CNN-Interview erklärte er, rund zehn Länder seien bereit, sich zu einer Allianz zusammenzufinden, um „den Krebs des Sozialismus in seinen verschiedenen Versionen“ zu bekämpfen. Die Koalition soll unter anderem Ecuador, Bolivien, Paraguay und El Salvador umfassen und sich gegen die linkeren Regierungen Brasiliens, Venezuelas und Kolumbiens stellen. Bloomberg schreibt bereits von einer blauen Welle, die Lateinamerika 2026 vollends erfassen könnte: Konservative Siege in Ecuador, Honduras und Bolivien hätten 2025 die Weichen gestellt, der Rest solle folgen.

Doch was genau soll da ausgerottet werden? Milei selbst ist kein Ideologe des klassischen Antikommunismus. Er bekämpft nicht die Sowjetunion – die gibt es nicht mehr. Er bekämpft den Wohlfahrtsstaat, den öffentlichen Sektor, die Gewerkschaften, die Umweltregulierung, die Genderforschung und alle internationalen Institutionen, die Umverteilung ermöglichen. Das Carnegie Endowment for International Peace dokumentiert, wie Mileis Regierung in der UN systematisch gegen Resolutionen zu Frauenrechten, indigenen Rechten, häuslicher Gewalt und nachhaltiger Entwicklung stimmt.

Links“ bedeutet in diesem Kontext: alles, was dem ungehinderten Fluss von Kapital in die Hände der Reichsten im Wege steht.

 Warum China und Russland im Fadenkreuz stehen

Die Frage, warum die Feindschaft gegenüber China und Russland so intensiv ist, lässt sich mit geopolitischen Erklärungen allein nicht beantworten. Beide Staaten sind autoritär geprägt. Doch es gibt eine wirtschaftliche Dimension, die in westlichen Medien selten benannt wird:

In beiden Ländern hat der Staat die Fähigkeit behalten, private Vermögenskonzentration zu begrenzen und Oligarchen zur Unterordnung zu zwingen.

In Russland markierte die Verhaftung von Michail Chodorkowski im Jahr 2003 eine Zäsur. Der damals reichste Russe und Chef des Yukos-Konzerns hatte begonnen, mit US-Ölmultis über den Verkauf von Unternehmensanteilen zu verhandeln – und politische Ambitionen gehegt. Putin ließ ihn verhaften. Beobachter wie die US-Analysefirma Stratfor sahen darin den Aufbau einer staatlich gelenkten Wirtschaft, die die Oligarchen der Jelzin-Ära demontierte. Unabhängig davon, wie man Putins Motive bewertet: Das Ergebnis war eine Zurückdrängung westlich vernetzter Privatkapitalisten aus strategischen Sektoren.

In China führte Xi Jinping ab 2020 einen spektakulären Tech-Crackdown durch. Alibaba-Gründer Jack Ma verschwand nach einer öffentlichen Kritik an den Finanzaufsehern für Wochen von der Bildfläche. Xi persönlich soll den Börsengang von Mas Finanztochter Ant Group – der damals größte weltweit geplante – untersagt haben. Milliardenvermögen wurden durch Kartellstrafen beschnitten, Unternehmen zur Unterordnung unter Parteiziele gezwungen. Das DGAP-Memo „Xiconomics“ beschreibt dies als staatskapitalistisches System, das unternehmerische Autonomie strukturell begrenzt. Seit Anfang 2025 lockert Xi den Druck wieder, um das Wirtschaftswachstum zu beleben – aber die Partei behält die Kontrolle.

Für westliche Finanzeliten sind solche Staaten keine Bedrohung wegen ihrer Ideologie, sondern wegen ihres Beispiels. Ein Staat, der Milliardäre zähmt, ist ein schlechtes Vorbild.

 Die Neucodierung des Klassenkampfs

Der klassische Klassenkampf des 19. und 20. Jahrhunderts war sprachlich klar: Kapital gegen Arbeit, Bourgeoisie gegen Proletariat. Dieses Vokabular ist heute weitgehend aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden – nicht weil die Realität dahinter verschwunden wäre, sondern weil sie erfolgreich umkodiert wurde. Der Feind heißt nun „woke„, „links„, „sozialistisch„, „globalistisch“ oder – besonders effektiv – „deep state„. Der Angreifer tarnt sich als Volksvertreter.

Milei ist dafür ein Lehrbuchfall. Er hat in Argentinien eine Regierung gebildet, die die ärmsten Schichten des Landes mit radikalen Ausgabenkürzungen trifft, gleichzeitig aber mit einem antiestablishment-Jargon operiert, als sei er der Vertreter des kleinen Mannes gegen „die Kaste„. Das Carnegie Endowment beschreibt dieses Muster präzise:

Mileis Politik „ruht auf einer moralischen Zweiteilung statt auf programmatischem Dissens: La casta ist nicht einfach ineffizient, sondern parasitär, räuberisch und vorsätzlich zerstörerisch. Die echten Nutznießer seiner Politik sind die Reichsten des Landes. Die Rhetorik aber zielt auf die Wut der Ärmsten.

Das Muster ist kein argentinisches. Trump in den USA, Bolsonaro in Brasilien, Orbán in Ungarn, Meloni in Italien: Überall dasselbe Grundprinzip. Steuergeschenke für Vermögende, Abbau von Sozialleistungen, Schwächung unabhängiger Institutionen, Angriffe auf Medien und Justiz – kombiniert mit kultureller Empörungspolitik, die die Aufmerksamkeit der Bevölkerung woanders hinlenkt.

Was die geopolitische Erzählung verdeckt

Die Erzählung vom Kampf „des Westens“ gegen „autoritäre Mächte“ ist nicht falsch – aber sie ist unvollständig. Sie blendet aus, dass innerhalb des Westens die Demokratie durch Vermögenskonzentration und Medienmonopole erodiert. Oxfam macht in seinem aktuellen Bericht explizit darauf aufmerksam, wie Superreiche politische Macht kaufen: durch direkte Spenden an Parteien, durch Eigentum an Medien und durch direkten Zugang zu politischen Ämtern. „Wir befinden uns in der Ära der Milliardärinnen – und das ist keine gute Nachricht für die Welt, schreibt Oxfam-Vorständin Charlotte Becker.

Elon Musk hat Twitter/X gekauft und zu einem Propagandakanal der globalen Rechten umgebaut. Er war maßgeblich an Trumps Wahlkampf 2024 beteiligt und erhielt dafür milliardenschwere Staatsaufträge. In Lateinamerika ist Trump der erste US-Präsident seit Jahrzehnten, der offen rechte Kandidaten und sogar Wahlvorgänge kommentiert – Milei und den honduranischen Präsidenten Nasry Asfura unterstützte er öffentlich. Asfuras Sieg bezeichnete Milei als „vernichtende Niederlage des Narko-Sozialismus.

Was sich abzeichnet, ist eine transnationale Klasse von Superreichen, die über Staatsgrenzen hinweg Einfluss auf Politik, Medien und Institutionen nimmt – und jede Gegenmacht delegitimiert, die ihr im Wege steht. Demokratische Regulierung, Gewerkschaften, Steuerbehörden, internationale Normen: All das wird als „sozialistisch“ oder „globalistisch“ markiert und bekämpft.

Ein Krieg, der nicht so heißt

Warren Buffett hat das Verdienst, es 2006 offen ausgesprochen zu haben. Seither hat sich die Lage zugespitzt. Die Vermögenskonzentration hat ein historisches Ausmaß erreicht. Die politische Einflussnahme der Superreichen ist dokumentiert. Die rhetorische Verschleierungsmaschinerie ist ausgereifter denn je. Und der Widerstand – soziale Bewegungen, kritische Parteien, unabhängige Medien – wird in immer mehr Ländern systematisch demontiert.

Der Konflikt, der die Welt derzeit in Atem hält, ist nicht in erster Linie ein Kulturkampf zwischen liberal und konservativ, nicht ein geopolitisches Ringen zwischen West und Ost, nicht ein Zivilisationskonflikt zwischen Demokratie und Autokratie. Er ist – bei aller Komplexität und trotz aller Überlagerungen – in seinem Kern ein Kampf um die Frage, wem der gesellschaftlich produzierte Reichtum gehört. Wer die Regeln setzt. Und wer zahlt.

Buffett hat seinen Klassengenossen ungewollt das Programm zusammengefasst. Die Frage ist, wie lange es dauert, bis die andere Seite es versteht.

Bild: Screenshot Warren Buffet Wikipedia

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27 Kommentare

  1. Tabascoman 26. Juni 2026 um 14:30 Uhr - Antworten

    Es ist so. Die ohnehin Vermögenden stapeln Besitztümer ohne Ende. Aber wozu. Ihre DNA bestimmt auch für sie ein Ende. Und was haben diese, an unersättlicher Geld- und Machtgier Erkrankten dann erreicht. Nicht mehr als ein krankhafter Sammler von irgendwas. Der moralisch-ethische Maßstab der Menschheit muss sich ändern. Wir brauchen keine Parteien oder Regierungen wenn wir uns selber weiterentwickeln. Aber das müssen wir bewusst und aktiv tun. Was wären erste Schritte?

    • Waldgaengerin 26. Juni 2026 um 14:54 Uhr - Antworten

      Nicht mehr wählen. An keinen pol. EntscheidungsDingen teilnehmen, hinter denen Parteien stehen.
      Mainstream-Median und Glotze weg. Smartphone auch.
      Erlernen landwirtschaftl. Fähigkeiten inkl. Tierzucht. Dies setzt ländliche Wohngegend voraus. Lebt man nicht dort sollte man seinen Wohnort wechseln.
      Verbindung mit Selbstversorgern / Gleichgesinnten suchen.

  2. local.man 26. Juni 2026 um 5:20 Uhr - Antworten

    Sehr wahrer Artikel.. Leider läuft es so.. Dieser Konflikt besteht schon Ewigkeiten. Im Grunde schon seit tausenden Jahren. Aber wieder wirklich versklavend war es seit Beginn der industriellen Revolution, das ist schon einige Jahrhunderte her.. Seit dem haben sich die eh schon immer pyramidalen Zustände mal wieder massiv maximiert gegen die breite Masse der Menschheit.
    Der Trick der Gangster ist dieses Mal aber viel subtiler und breitet sich in den Köpfen der Opfer aus. Denn sie halten diese Zustände für eine Normalität. Man hat ihnen die kritische Sicht völlig abtrainiert durch ausgefeilte Manipulations- und Indoktrinationstechniken.

    Der Sklave der seine Käfigtür von Innen selbst zu hält und sich frei und Selbstbestimmt wähnt, wenn er im Gefängis seine Zelle selbst wählen kann und die Farbe seiner Gitterstäbe immer mal wieder mitbestimmt..

  3. Waldgaengerin 25. Juni 2026 um 17:11 Uhr - Antworten

    @Glass Steagall Act:
    „Am Beispiel Argentinien hätte ich gern eine Begründung dafür. Ich kann seine Argumentation gut nachvollziehen. Die Zahlen sprechen auch für sich. Dass irgendwer Federn lassen muss, ist klar, aber der Dauerzustand unserer schlechten Politik lässt sich auch nur mit der „Kettensäge“ beseitigen!“

    OK hier herrscht Nachholbedarf in Bezug auf Neoliberalismus:

    1947 wurde der Grundstein für den Neoliberalismus gelegt – so nennt sie der Betreiber der oben verlinkten webseite: „gestörte kapitalistische Psychopathen mit Gottkomplex“, dem ich eher zustimmen würde – heute nennt sich diese Bewegung Atlas Network –
    Das Atlas Network:

    Das Wirken dieses „Netzwerkes“ in Großbritannien und Chile:

    „Ein aktuelleres Beispiel ist Großbritannien und der Brexit. Die Organisation „UK Atlas“ (zuständig für UK), sowie die Tochterorganisationen „Legatum Institute“ und „Institute of Economic Affairs“ brachte die britische Regierung hinter den Kulissen zu Fall und setzte den Brexit durch.

    Ich brauche wohl nicht zu erläutern, wie es den Menschen auf der Insel seitdem ergeht. Doch der Brexit reichte offenbar nicht aus. Zuletzt wurde Liz Truss aus dem Nichts zur Premierministerin ernannt. Ihre Amtszeit war die kürzeste in der britischen Geschichte, aber hatte es in sich. Über Nacht wurde sie in Windeseile ihres Amtes enthoben. Wäre sie nur 24 Stunden länger Premierministerin geblieben, wären die Rentenkassen zusammengebrochen und möglicherweise sogar ein Bürgerkrieg ausgebrochen.“ Zitat Ende.

    Javier Milei, der sich selbst als Schüler der jüdischen Tora bezeichnet, mit seinem Kahlschlag in Argentinien: Abschaffung aller Ministerien, Privatisierung sämtlicher Bereiche, Kürzung aller Sozialausgaben und Steuersenkung – Folgen: Steigende Armut und um Brot bettelnde Menschen –

    Zwei zentrale Organisationen des Atlas-Netzwerkes in der Brd: Die Hayek-Gesellschaft und das Prometheus-Institut – dort finden sich u.a. F. Schäffler und Linder (Fdp), Weidel, von Storch, Boehringer (alle Afd), Maaßen (WerteUnion), Krall (Bündnis Deutschland), Lengsfeld (ehemals SED und CDU) [für die Ossis] – Weidel trat dann irgendwann mal aus, das tut der Sache als Ganzes aber keinen Abbruch, schließlich bezeichnet W. selbst die Afd als neoliberal.

    • Hello 25. Juni 2026 um 17:44 Uhr - Antworten

      Ich erkläre Ihnen gerne, wie Sie antworten können, ohne immer ganz oben als Kommentar aufzuscheinen.

      In diesem Fall zB wählen Sie die Antwortfunktion von
      Jochen Mitschka
      25. Juni 2026 um 15:47 Uhr – Antworten

      Dabei bekommen sie ein Antwortfeld unterhalb von Glass Steagall Act
      25. Juni 2026 um 16:27 Uhr

      Jetzt können Sie mit
      @Glass Steagall Act
      25. Juni 2026 um 16:27 Uhr
      Ihre Antwort schreiben und jeder erkennt gleich den Zusammenhang.

      • Waldgaengerin 25. Juni 2026 um 20:43 Uhr

        Ich erzähle jetzt zum letzten Mal, daß in den Kommentaren zu den Kommentaren oft der Antwort-Button fehlt. Nicht immer.
        Warum das so ist, weiß ich nicht, es ist aber so. Finden Sie sich damit ab.

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 22:52 Uhr

        @Waldgaengerin
        25. Juni 2026 um 20:43 Uhr
        Jep, ab der zwoten Ebene gibt es keinen „Button“ mehr. Deswegen klicke ich immer auf den letzten der Zwoten (klingt iwie nach Borg oder Filmtitel 🤔) und kopiere dieses @-Gehampel oben rein.

      • Hello 26. Juni 2026 um 8:59 Uhr

        @
        Andreas_Sch.
        25. Juni 2026 um 22:52 Uhr

        Mein Beispiel zeigt genau das auf, was Sie schreiben.
        Vielleicht hat sie es durch Sie kapiert. Ich bezweifle es leider. Wer so von sich eingenommen ist, kann und will nicht dazu lernen.

    • Glass Steagall Act 25. Juni 2026 um 18:59 Uhr - Antworten

      Laut Herrn Krall geht es den Menschen in Argentinien insgesamt besser als vor Milei. Mehr Menschen sind stehen in Arbeit, höhere Renten, aufsteigende Wirtschaft und abbauende Schulden. 80 Jahre Sozialismus hatten das Land abgewirtschaftet. Das droht übrigens Deutschland genauso! Was soll an der neuen Richtung in Argentinien falsch sein? Arme Menschen gibt es überall und außerdem dauert es eine Weile, bis die Entwicklung alle erfasst.

  4. Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 16:54 Uhr - Antworten

    Anmerkung am Rande: Wenn so ein „Überflieger“ das verseuchte Getränk da vor ihm tatsächlich trinkt, kann mit dem nicht so viel los sein.

  5. Waldgaengerin 25. Juni 2026 um 15:49 Uhr - Antworten

    Neoliberal ist natürlich alles kontrollierte Opposition. Dazu schrieb ich schon was. Hat damals mit Thatcher in GB angefangen.

    Die Schein-Show gegen den Sozialismus/Kommunismus ist auch so gewollt. Von jener charmanten Ethnie die nicht so gerne im Rampenlicht steht.
    Die Meisten fallen leider drauf rein. Hinter jedem ismus steckt eben diese Ethnie. Die sind da sehr erfinderisch, die finden für jedes Tierchen ein „Plaisierchen“, denn teile-und-herrsche ist ihr Lieblingsspiel.

    So verhindert man ernsthaften großflächigen Widerstand.

    Die Lösung liegt jenseits jedes „ismus“ – aber das verstehen noch weniger Leute. Im Selbermachen, im Autark Sein, liegt die Lösung. Herrschaft ist abzulehnen, Führertum auch, es sei denn es beruft sich auf Wissen, Erfahrung. Die derzeit vorhandenen Polit-Clowns sind vom System gewollte Befehlsausführer – deshalb ungeeignet. Menschen, die korrupt sind, sind nicht autark, Menschen, die abhängig sind, können nicht frei entscheiden und damit ungeeignet, sie sind Sklaven, und Wahlen bringen deshalb nichts anderes hervor, das können sie auch nicht und sie sollen es nicht. Die Menschen glauben gerne die Demokratie-Lüge, genau so wie sie gerne an die „Mileis“ der Welt glauben.
    Selber machen, autark sein, dazu haben die weitaus Meisten keine Lust.

    Deshalb muß man zu diesem Thema nichts weiter schreiben.

  6. VerarmterAdel 25. Juni 2026 um 15:30 Uhr - Antworten

    Herr Mitschka hat sich stets bemüht…

  7. alter Mann 25. Juni 2026 um 15:23 Uhr - Antworten

    Wer sich irgendwie mal mit BIS / EZB und FED / IWF / Weltbank / WHO / WTO / WEF / OECD / FSB / RAND und CFR usw, / Trilaterale Kommission / Bilderberger / UNO und UN beschäftigt hat bzw. beruflich in diese Richtungen Kontakt hatte (wie auch immer geartet) der sitzt eigentlich nur noch in seinem Alterssessel, hat die Beine oben und schaut sich den Film weiter an. Man kann sich etwas vorbereiten und erkennen wohin der Hase rennen wird hat aber keinen Einfluß. Die Menschen sind lebend oder tod nur deren Spielfiguren zur Zielerreichung. Und ja, natürlich gibt es da Auseinandersetzungen, weil Mancher der Beste sein möchte und zwei Staaten (Rußland und China) sind deren Problemchen wegen der Spielweise. Das Ende des Spieles ist noch nicht ganz sicher, wenn ich auf die jüngsten militärischen / wirtschaftlichen / wissenschaftlichen und politischen Entwicklungen in China und den mit China mehr oder weniger verbundenen Ländern schaue aber die „Eliten“ wollen keinen zerdepperten Planeten haben aber wesentlich weniger Menschen, welchen man Zufriedenheit vorgaugeln kann. Und immer daran denken, es ist wie bei der Steuererklärung – es muß klar sein aber nicht wahr sein.

  8. therMOnukular 25. Juni 2026 um 14:44 Uhr - Antworten

    „…..Das Muster ist kein argentinisches. Trump in den USA, Bolsonaro in Brasilien, Orbán in Ungarn, Meloni in Italien: Überall dasselbe Grundprinzip. Steuergeschenke für Vermögende, Abbau von Sozialleistungen, Schwächung unabhängiger Institutionen, Angriffe auf Medien und Justiz – kombiniert mit kultureller Empörungspolitik, die die Aufmerksamkeit der Bevölkerung woanders hinlenkt……“

    Da ist der Autor einmal auf der richtigen Spur, verliert er sie auch schon wieder. Exakt dasselbe geschieht doch auch in rot-grün dominierten Ländern. Das betreibt die SPÖ wie die SPD gleichermaßen, die Grünen sowieso….etc.

    Alles im Universum ist gravimetrisch verbunden. Überall im Universum streben die Dinge in Richtung der größten Haufen. Warum also sollte das bei Geld & Macht anders sein?

    • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 16:51 Uhr - Antworten

      In der Natur, dem Universum gilt aber auch: Ungebremstes Wachstum ist ein Zeichen von Krankheit!
      Menschen streben auch instinktiv zu den großen Haufen, haben aber die Möglichkeit Maß zu halten. (Was die eigentliche Bedeutung ist, wenn manche meinen, der „natürliche Mensch“ sei ein „Feind GTTES“.) Das *Maß ist ein Streben nach Gleichgewicht

      • therMOnukular 25. Juni 2026 um 19:15 Uhr

        Natürlich. Ich wollte damit nicht sagen, dass es ein unausweichliches Naturgesetz ist. Es bedeutet lediglich, dass dafür nicht zwingend eine dunkle Agenda nötig ist – die einige Menschen sicherlich trotzdem betreiben.

        Es wird immer sofort automatisch davon ausgegangen, dass negative polit./gesellsch. Prozesse (bzw Prozesse mit auch negativen Auswirkungen) die Folge böser Absichten sind. Aber auch genau dieses Denken führt nicht nur in die Irre, sondern in die Spaltung und ändert in Wahrheit nur die Vorzeichen, aber nicht die Gleichung.

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 21:48 Uhr

        @therMOnukular
        25. Juni 2026 um 19:15 Uhr
        Volle Zustimmung!
        Ich habe zum Scherz immer gern gesagt: Vielleicht sollten die Leute aufhören gut sein zu wollen, denn so viel Mist wie dabei herauskommt, kann jemand der böse sein möchte gar nicht anrichten! 😂
        Die Logik des Misslingens … Ja, meinen Dörner habe ich auch gelesen.

      • therMOnukular 26. Juni 2026 um 4:07 Uhr

        Ich muss gestehen, ich lese überhaupt nicht gerne, aber ansonsten bin ich wiederum ganz bei Ihnen.

        Es ist amS egal welche Herrschafts- oder Regierungsform man betrachtet, es kann jede gekauft werden. Die Währung ist dabei völlig egal, was auch immer zu jenem Zeitpunkt den Menschen wertvoll erscheint. Wer über Werte verfügte und über das Geschick, diese noch zu vermehren, der konnte immer schon diese Werte in die Macht „investieren“. Es liegt einfach am Wesen des Menschen und hauptsächlich seiner Angst vor Ausschluss aus der Gruppe.
        Das führt irgendwann dazu, dass nur noch käufliche „Charaktere“ entscheiden, bzw Entscheidungen der Käufer umsetzen. Und auch die kommen ohne böse Absichten aus, weil sie die Wünsche der Käufer zB selbst für klug halten.
        Das wird immer so sein und pendeln. Die destruktiven Verwicklungen entstehen mAn erst daraus, dass auf jeder Seite des Pendels eine Gruppe hockt, die alles tut das Pendel am (zurück-) Schwingen zu hindern, was die andere Gruppe erst recht anspornt, es denen zu entreissen.
        Die, um die es hier geht, sind aber kein Teil dieser Gruppen, sondern eben die Käufer und Besitzer des Pendels – und die haben einfach beide Seiten gekauft, schon alleine, weil es logisch und möglich ist.
        Nach einer Revolution entstehen einfach nur neue Gruppen, die man dann auch neu anwerben muss. Diese kurzen Fenster waren oft die Phasen der Demokratie. Auch unsere Phase scheint vorerst beendet, mal sehen wie lange die Käufer dieses Mal durchhalten, bevor sie sich verschlucken oder gegenseitig fressen.

  9. Glass Steagall Act 25. Juni 2026 um 14:10 Uhr - Antworten

    Herr Mitschka, Dr. Markus Krall ist voll des Lobes bezüglich Milei in Argentinien! Er sagt das Land kommt aus seiner Schuldenkrise heraus, die Renten haben sich seit Milei verdreifacht, die Menschen finden wieder Arbeit und die verfilzten Strukturen von Staatsbediensteten hat er mit der Kettensäge entfernt, so dass das Land sich jetzt im Wachstum befindet! Genau so etwas brauchen wir hier auch!

    • Jochen Mitschka 25. Juni 2026 um 15:47 Uhr - Antworten

      Der Herr Krall sagt viele kluge Sachen, aber sowohl bei Milei als auch bei Israel liegt er voll daneben.

      • Glass Steagall Act 25. Juni 2026 um 16:27 Uhr

        Voll daneben? Am Beispiel Argentinien hätte ich gern eine Begründung dafür. Ich kann seine Argumentation gut nachvollziehen. Die Zahlen sprechen auch für sich. Dass irgendwer Federn lassen muss, ist klar, aber der Dauerzustand unserer schlechten Politik lässt sich auch nur mit der „Kettensäge“ beseitigen!

      • Jochen Mitschka 25. Juni 2026 um 19:08 Uhr

        @glass…. Begründungen findet man hier auf tkp zu hauf. Beispiel:
        https://tkp.at/2026/06/25/chinas-goldstrategie-papiergold-raus-physisches-metall-rein/
        https://tkp.at/2025/08/27/javier-milei-und-die-rekolonialisierung-argentiniens/
        Natürlich hatte Milei auch recht:
        https://tkp.at/2024/09/25/milei-am-un-gipfel-lockdown-war-verbrechen-gegen-menschlichkeit/
        Aber das ist die Gefahr von Fans: Sie unterscheiden nicht zwischen einzelnen Aussagen und Taten sondern verherrlichen automatisch eine Leitfigur.

      • Andreas_Sch. 26. Juni 2026 um 0:08 Uhr

        Jochen Mitschka
        25. Juni 2026 um 19:08 Uhr
        „Aber das ist die Gefahr von Fans: Sie unterscheiden nicht zwischen einzelnen Aussagen und Taten sondern verherrlichen automatisch eine Leitfigur.“
        Das ist in der Tat ein sehr wichtiger Aspekt! Den Satz kann man glatt einrahmen und über dem Schreibtisch aufhängen.

      • local.man 26. Juni 2026 um 5:41 Uhr

        Da haben sie absolut Recht Herr Mitschka.

        Ich halte nicht so sonderlich viel von Leuten wie Herrn Krall. Oder Portalen die stetig igendeine Schweinerei der Besitzenden und des Kapitals als Sozialsmus verbrämen, wie Report24 z.B.

        IdR. kann man bei diesen Leuten etwas unterschwellig erkennen und ableiten.
        Im Grunde sind sie gar keine echten Widerständler.. Sondern nur soweit an einer Änderung interessiert, dass sie selbst vom Damokles-Schwert befreit sind und die anderen 80-85% der Menschen, sollen dann wieder unterworfen bleiben.
        Diese Kettensägen-Politik, reduziert die breite Masse der Menschheit stetig weiter unter die Knute des Feudalsystems und macht deren Leben schlechter.
        Berichten zufolge direkt vor Ort in z.B. Argentienen, erzählen eine ganz andere Story.
        Und hier muss man wieder Herrn Wolff zustimmen, der diese wahren Zustände offen beschreibt und der klar zum echten Widerstand zu zählen ist. Man kann diese Infos auch aus Medien vor Ort erfahren. Amerika21de z.B. ist sogar auf Deutsch..
        Und natürlich erfolgt auf dem Papier nach einem radikalen Abriss, irgendwann dann erstmal wieder eine Erholung.. Dies nutzen dann die Schein Oppisitionellen, für ihre Werbung, wie toll Kettensäge ist.
        Jede Verschlechterung des Sozialstaates, ist ein direkter Angriff auf die Errungenschaften gegen das Plündersystem.
        Man stelle sich vor, wir hätten keine Absicherung, dann müsste jeder alles tun egal was und das ohne eine Option Nein… Wer davon wohl profitiert ist leicht beantwortet. Ebenso würde es die Kriminalität praktisch über Nacht ver x-fachen und der Ruf nach mehr Kontrolle und Überwachung wäre Tür und Tor geöffnet.
        Reiche Menschen sind reich durch Diebstahl und Umverteilung, Korruption oder sonstige kriminelle Aktivität. Diese mögen jegliche Regulierung nicht, sie hassen Sozialstaat, es sei denn er schützt sie und sie mögen das Nein des Bürgers nicht.
        Daher tun sie alles, um dies immer weiter zu enfernen und schlussendlich jeden zwingen zu können und zu erpressen nach deren Pfeife zu tanzen.
        Das man hier die Migranten in die Sozialsysteme lässt, hat nichts mit Hilfe zu tun, sondern mit Zerstörung genau dieser Schutzzäune gegen die Auslieferung an das Kapital.. Die Menschen sollen am Ende ihre eigenen Schutzräume hassen, weil sie teuer aussehen und besonders kritisch behandelt werden in Medien vor allem, aber auch durch die permanente negativ-Propaganda durch Politiker..
        Wenn das aber weg ist, wird man sich bis aufs letzte Hemd an die Plünderer verkaufen müssen und einem riesigen Heer an Mitopfern auch noch als Konkurrenz gegenüberstehen..

        Es ist genau jener Weg, den es zu beenden gilt und den Fortschritt zur Freiheit zu nutzen.. Die Herrschenden/Besitzenden gehen logischerweise immer genau den gegenteiligen Weg.
        Das sieht man auch an der aktuellen Rentenreform.. Schlussendlich will das Kapital jetzt auch an das sicherer System der Umlegung heran, aus dem der Fortschritt eh ausgerechnet wird, da man sonst im Paradies wäre.. Mit der Fehlrechung durch Nichtbesteuerung der Maschinenarbeit, aber immer mehr Verdrängung der Arbeits durch Maschinen, geht die Rechnung nicht mehr auf.
        Jetzt heisst es Kapital gedeckte Altersvorsorge.. Also das spielen mit dem Geld an der Börse.. also dem Bereich in dem die Herrschend ie Oberhand haben und die Menschen verarmen werden.. Insiderhandel ist dort Alltag, genauso wie die Manipulation der Märkte…
        Und die Marionetten-Politiker tun mal wieder ihren eigentlichen Job und verkaufen uns an die Besitzenden, von denen sie instruiert werden…

  10. Elias O. 25. Juni 2026 um 13:46 Uhr - Antworten

    Großgrundbesitzer, Landwirte mit Massenmastvieh – nichts anderes ist die politische Elite gegenüber den Bürgern. Rahm abschöpfen, Honig gegen Zucker austauschen, das Vieh zur Schlachtbank führen.
    Leider begreifen die Menschen das nicht … sind zu gutgläubig, naiv und im Konsumwahn gefangen.

    • K Kaefer 25. Juni 2026 um 15:11 Uhr - Antworten

      Deswegen sind es auch Tierärzte die Chefs beim PEI oder war es RKI und Pfizer sind.

      • Andreas_Sch. 25. Juni 2026 um 16:56 Uhr

        Das erklärt in der Tat so Einiges… 🤔

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