
Krieg von USA und Israel gegen Iran, Palästina, Gaza und Libanon – neue Eskalation
USA und Israel eskalieren gegen Iran — Zivilisten sterben, die Straße von Hormus bleibt dicht, und niemand spricht über Gaza. Während Trump „sehr harte“ Vergeltungsschläge befiehlt, sterben in Qeshm ein Ehepaar und ihr zweijähriges Kind. Die IRGC erklärt die Meerenge für geschlossen. Und in Gaza, Libanon und Syrien mordet Israel ungestört weiter.
Es ist der 30. Juli 2026. Die Welt schaut zu, wie sich die selbsternannte „regelbasierte Ordnung“ in einem Feuerball aus Raketen, zerbombten Wohnhäusern und toten Kleinkindern auflöst. Die Ereignisse der letzten 24 Stunden sind eine Chronik des Wahnsinns — und die westlichen Leitmedien tun wie immer, was sie am besten können: Sie zählen die Einschläge, nennen die Opferzahlen und verschweigen den Kontext.
Hier ist, was wirklich im Krieg in Westasien passiert. Was mit der Wirtschaft passiert, haben wir hier beleuchtet.
Qeshm: Als die „Präzisionsschläge“ eine fünfköpfige Familie trafen
In der Nacht auf den 30. Juli führte das US Central Command (CENTCOM) eine zweistündige schwere Angriffswelle gegen den Iran durch. Ziele waren angeblich militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen, Küstenüberwachung und maritime Fähigkeiten. So CENTCOM auf X.
Was tatsächlich getroffen wurde: Ein Wohnhaus im Chah-Tango-Viertel auf der Insel Qeshm, der größten Insel im Persischen Golf. Darin: eine fünfköpfige Familie.
Die Bilanz, dokumentiert vom stellvertretenden Gouverneur von Hormozgan, Ahmad Nafisi, und von Fars News bestätigt:
- Vater: tot
- Mutter: tot
- Zweijähriges Kind: tot
- Siebenjähriges Kind: verletzt, im Krankenhaus
- Neunjähriges Kind: verletzt, im Krankenhaus
Iranisches Staatsfernsehen (IRIB) zeigte am Donnerstag Aufnahmen von Rettungsteams, die in den Trümmern nach Überlebenden suchten. Die Hormozgan University of Medical Sciences bestätigte die Identität der Opfer.

Explosionen wurden außerdem gemeldet auf Kish Island, in Bushehr, an vier Orten in der Provinz Khuzestan — dem Herzen der iranischen Ölindustrie — sowie in Abadan, Bandar Abbas und Teilen des südlichen Ahvaz.
Al Jazeera berichtet, dass auf Qeshm zudem der Strom ausgefallen ist.
Das ist, was Trump einen „sehr harten“ Schlag nennt. Präzision. Verhältnismäßigkeit. Zivilisierte Kriegsführung.
Trump: „Wir werden sie sehr hart treffen“
Der Befehlshaber dieser Operation stand am Mittwoch vor Reportern im Weißen Haus und sagte wörtlich:
„Wir werden sie sehr hart treffen.“
Trumps statement, dokumentiert von Middle East Eye.
Der Anlass: Ein iranischer Raketenangriff auf US-Streitkräfte in Jordanien am Vortag. Was Trump nicht erwähnte: Dass dieser Angriff eine Reaktion war. Dass die USA seit Februar 2026 einen Angriffskrieg gegen den Iran führen. Dass Washington zuvor das Islamabad Memorandum of Understanding gebrochen hatte — ein Abkommen, das den Krieg eigentlich dauerhaft beenden sollte.
Dazu später mehr.
Die Straße von Hormus: „Nicht wieder zu öffnen“
Laut Tasnim News Agency hatte die IRGC-Marine bereits am Mittwochmorgen drei „eindringende“ Öltanker in der Straße von Hormus gestoppt, die „trotz unserer Warnungen weiter auf einer unsicheren und illegalen Route fuhren“.
Am Donnerstag legte die IRGC nach. Press TV zitiert die Erklärung im Wortlaut:
„Die Straße von Hormus ist unser Territorium, und die tapferen Männer der IRGC-Marine kontrollieren sie vollständig. Kein Außenstehender, der von Tausenden Kilometern entfernt gekommen ist, wird sich einmischen dürfen.“
Und dann der entscheidende Satz:
„Die Straße von Hormus ist nicht wieder zu öffnen, solange die übertriebene Rhetorik und die Drohungen der US-Beamten sowie ihre Einmischung in maritime Bewegungen in der Region andauern.“
Die IRGC warnte zudem Länder, die den „Aggressor“ unterstützen: „Wenn sie ihr Verhalten nicht korrigieren, werden sie eine harte Antwort erhalten.“
Die Straße von Hormus ist die wichtigste Öl-Schlagader der Welt. Durch sie fließt rund ein Fünftel des globalen Ölhandels. Und sie ist zu. Seit Monaten. Mit den absehbaren Konsequenzen für die Weltwirtschaft — Die kommende Energiekrise – Märkte manipuliert, Vorräte schwinden, Wirtschaft auf dem Prüfstand
Der gebrochene Frieden: Das Islamabad Memorandum
Um zu verstehen, warum dieser Krieg weitergeht, muss man das Islamabad Memorandum of Understanding kennen — jenes Abkommen, das den Krieg beenden sollte und das Washington zerrissen hat.
Das Memorandum anerkannte Irans Rechte und Souveränität über die Straße von Hormus an und legte fest, dass Iran für die Aufhebung der Beschränkungen verantwortlich sei, die es seit Kriegsbeginn gegen Schiffe von Aggressoren und deren Unterstützern verhängt hatte.
Doch die USA versuchten, Irans Souveränität zu untergraben, indem sie einen „unsicheren Korridor“ nahe der omanischen Küste einrichteten — eine illegale Passage, die Irans Kontrolle umgehen sollte. Die iranische Antwort war die erneute Verhängung von Beschränkungen für die Straße von Hormus.
Teheran stellt klar: Jede Bewegung durch die Meerenge muss unter iranischen Regelungen erfolgen. So steht es im Abkommen. Washington hält sich nicht daran.
Saudi-Arabien: „Netanjahu drängt auf Eskalation“
Besonders aufschlussreich ist, was Axios unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete: US-Präsident Trump traf sich am Mittwoch mit dem saudischen Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman zu dringenden Gesprächen — unmittelbar nach den gemeinsamen US-saudischen Luftangriffen auf den Irak.
Die Botschaft aus Riad, überbracht von Kronprinz Mohammed bin Salman an Vizepräsident Vance, war bemerkenswert:
„Der Kronprinz wollte Vance mitteilen, dass die Angriffe im Irak nicht bedeuten, dass Saudi-Arabien für Eskalation ist, sondern dass es bereit ist, sich notfalls zu verteidigen.“
Und dann der entscheidende Satz:
„Prinz Khalid sagte Vance, dass Netanjahu auf Eskalation mit dem Iran drängt, während Saudi-Arabien Deeskalation will, weil das ein fruchtbarerer Weg ist.“
Selbst Saudi-Arabien — kein Freund Irans — warnt die USA davor, dass Benjamin Netanjahu der Eskalationstreiber ist. Dass Israel den Krieg ausweiten will. Dass die USA sich vor den Karren einer fremden Macht spannen lassen, die kein Interesse an Frieden hat.
Gaza: Der vergessene Völkermord
Während alle Augen auf den Iran gerichtet sind, geht das Massaker in Gaza unvermindert weiter.
Mitte der Nacht zum Donnerstag intensivierte die israelische Armee ihre Angriffe im gesamten Gazastreifen. Israelische Hubschrauber griffen ein Zelt im Westen von Khan Younis an, das der Familie al-Balawi gehörte — drei Tote, darunter ein junges Mädchen.
Im Al-Shati-Flüchtlingslager in Gaza-Stadt wurden sieben Menschen verletzt, als Israel am späten Mittwoch ein Wohngebäude angriff.
Die Gesamtbilanz seit Oktober 2023: Über 73.335 Tote, 174.052 Verletzte.
Völkermord. In Echtzeit. Live übertragen. Von der Weltöffentlichkeit mit einem Schulterzucken quittiert.
Libanon: Bomben trotz „Friedensgesprächen“
Auch der Libanon wird weiter attackiert — während parallel Friedensgespräche zwischen Tel Aviv und Beirut laufen.
Middle East Eye meldet israelische Bombardierungen in Mansouri, Majdal Zoun und Mazraat Beit al-Sayyad sowie Artilleriebeschuss nahe Wadi al-Hujair und Wadi al-Salouqi.
In Tyre griffen israelische Drohnen das Gebiet Mashaa al-Mansouri an. Über Opferzahlen ist noch nichts bekannt. Tyre ist mit 6000 Jahren eine der am längsten besiedelten Städte.
Syrien: Artillerie auf Quneitra
Auch Syrien bleibt nicht verschont. Staatliche syrische Medien (SANA) berichteten von israelischem Artilleriebeschuss auf das südliche Umland von Quneitra. Drei Artilleriegranaten wurden in Richtung Tel al-Ahmar al-Sharqi abgefeuert. Keine Opfer gemeldet — diesmal.
Jordanien: Fünf iranische Raketen abgefangen
In Jordanien, wo der iranische Angriff auf US-Streitkräfte stattfand, der Trumps jüngste Eskalation auslöste, meldete ein Armeesprecher, dass fünf aus dem Iran kommende Raketen „entdeckt, abgefangen und abgeschossen“ wurden.
Auf der Muwaffaq Salti Air Base waren Explosionen zu hören — Berichte, die Middle East Eye nicht unabhängig verifizieren konnte.
Munitionsengpass: Das Pentagon am Limit
Ein Detail, das in der Kriegsberichterstattung gerne unter den Tisch fällt, ist die schiere materielle Erschöpfung des US-Militärs.
AP berichtet unter Berufung auf eine US-Quelle, dass der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine, Präsident Trump mitgeteilt habe, dass die Munitionsbestände die militärischen Operationen im Iran beeinträchtigen könnten.
Eine Analyse des Washingtoner Think Tanks Center for Strategic and International Studies (CSIS) kommt zu dem Schluss, dass der Iran-Krieg die ohnehin bereits geschrumpften Bestände an Patriot- und THAAD-Abfangraketen weiter dezimiert hat — was US-Truppen einem erhöhten Risiko aussetzt, sollte der Konflikt andauern.
Die IRGC-nahe Zeitung Javan argumentierte ähnlich: Die US-Offensivfähigkeiten zeigten Anzeichen „struktureller Ermüdung“. Jedes Zögern würde Washington erlauben, regionale Luftverteidigungsnetzwerke und Nachschublinien wieder aufzubauen.
Mit anderen Worten: Der große, unbesiegbare US-Militärapparat geht auf dem Zahnfleisch.
Die Fakten dieses Tages
- Eine fünfköpfige Familie auf Qeshm — Vater, Mutter, Kleinkind — ausgelöscht durch einen US-„Präzisionsschlag“
- Zwei weitere Kinder (7 und 9) im Krankenhaus, aus den Trümmern gerettet
- Die Straße von Hormus bleibt dicht — mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft
- Netanjahu drängt laut Saudi-Arabien auf weitere Eskalation
- Gaza brennt weiter — 73.335 Tote, und es hört nicht auf
- Libanon wird bombardiert, während Friedensgespräche laufen
- US-Munitionsbestände gehen zur Neige
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Es ist so armselig! USrael handelt wie Karl der große Sachsenschlächter, 30000, man offeriert Friedensgspräche und schlachtet die daran Teil nehmenden hinterhältig ab. Methoden des Vatikans aus dem tiefsten Mittelalter und im wilden Westen immer wieder neu nachgespielt. Man vermutet die wahren Drahtzieher(familien), die so garnichts dazu gelernt haben…
Wären die USA nicht so ein arroganter, gieriger und moralbefreiter Dickkopf, würden sie sich kleinlaut wieder aus der Golfregion zurückziehen! Denn, je länger das Desaster dort dauert, umso so schlimmer die Folgen für die USA und die Welt! Die USA wollen einfach nicht verstehen, dass es dort keine militärische Lösung mehr gibt!
Ich persönlich denke, das wird ihr letzter militärischer Krieg sein, denn sie sind erledigt!
@,
er wird sich nahtlos in die reihe der grossartigen militärischen erfolge einfügen …..
selbst der überfall auf grenada 1983 war nur ein lauwarmer °°erfolg°°
Erfolgreicher sind sie im Weltraum, bei KI, Cyberwar, bei der Manipulation von der Finanzwelt, in der Spionage und der Zerstörung von Regierungen und Ländern. Das ist billiger und effektiver. Beim Iran hatte auch das alles nichts genützt und deswegen versuchen sie es wohl noch einmal militärisch, auch wenn es teuer ist.
Müsste sich Syrien mit dem gewissen allerbestesten Freund des Westens nicht gegen Isr wenden, woher Granaten kommen? Dortiges Fußvolk müsste empört sein?
Noch kürzlich wollte Mileikowski Syrien gegen Hisbollah hetzen.