EU-Parlament stimmt über Gentech-Verheimlichung ab: Neue „NGT-1“-Pflanzen ohne GM-Kennzeichnung – Weil Verbraucher sie sonst ablehnen

17. Mai 2026von 4,3 Minuten Lesezeit

Hinter den Kulissen bereitet die EU-Kommission die nächste Stufe der industriellen Kontrolle der Nahrungsmittel vor. Das EU-Parlament soll in diesen Tagen über eine neue Verordnung zu „New Genomic Techniques“ (NGTs) abstimmen, die ein Zwei-Klassen-System für gentechnisch veränderte Pflanzen einführt.

Die geplante EU-Verordnung zu New Genomic Techniques (NGTs) führt ein Zwei-Klassen-System für Pflanzen ein, die mit neuen gentechnischen Methoden (wie CRISPR) erzeugt werden. Das Ziel ist eine Lockerung der strengen GMO-Regeln für „konventionsähnliche“ Veränderungen. NGT-1-Produkte sollen künftig nicht mehr als Gentechnik gekennzeichnet werden müssen – mit der offenen Begründung, dass eine GM-Kennzeichnung „negativ wahrgenommen“ werde und zu „begrenzter Verbraucherakzeptanz“ führe. Übersetzt: Die Bürger sollen nicht wissen, was sie essen, damit sie es nicht ablehnen.

Zwei Klassen für die gleiche Gentechnik

Die neue Regelung unterscheidet zwischen NGT-1 (einfache Veränderungen, die angeblich auch natürlich oder durch konventionelle Züchtung vorkommen könnten) und NGT-2 (komplexere Eingriffe). NGT-1-Pflanzen und daraus hergestellte Lebensmittel sollen von den strengen GMO-Regeln weitgehend befreit werden: Keine verpflichtende Risikobewertung, keine Rückverfolgbarkeit im Endprodukt und vor allem keine Kennzeichnung für den Verbraucher. Lediglich das Saatgut muss gekennzeichnet werden. 

NGT-2 bleibt unter dem alten GMO-Regime mit Zulassung, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit. Kritiker sehen darin vor allem ein Geschenk an die Biotech-Industrie: Schnellere Markteinführung, weniger Kontrollen und die Möglichkeit, gentechnisch veränderte Erzeugnisse unauffällig in die Lebensmittelketten einzuschleusen.

Kriterien für die Einstufung:

  • NGT-1 (Kategorie 1)Pflanzen, die als äquivalent zu konventionell gezüchteten oder natürlich vorkommenden Varianten gelten.
    • Maximal 20 genetische Veränderungen (z. B. kleine Deletionen, Substitutionen oder Insertionen von maximal 20 Basenpaaren).
    • Die Veränderungen könnten theoretisch auch durch konventionelle Züchtung oder natürliche Mutationen entstehen.
    • Bestimmte Merkmale sind ausgeschlossen (z. B. Herbizid-Toleranz oder Produktion bekannter insektizider Stoffe) – diese werden automatisch NGT-2.
  • NGT-2 (Kategorie 2): Alle anderen NGT-Pflanzen mit komplexeren oder umfangreicheren genetischen Veränderungen, die die NGT-1-Grenzen überschreiten.

Regulatorische Behandlung:

Praktische Konsequenzen

  • NGT-1: Schnellere Markteinführung, geringere Kosten für die Industrie, keine Verbraucherkennzeichnung auf dem Teller. Die Industrie argumentiert, dass diese Pflanzen „nicht neu“ seien. Kritiker sprechen von versteckter Gentechnik und Verlust der Wahlfreiheit.
  • NGT-2: Bleibt praktisch unter dem alten GMO-Regime – teuer, langwierig und mit voller Transparenzpflicht.

NGT-1 ist die „leichte“ Schiene für kleinere, präzise Eingriffe, die weitgehend von den GMO-Vorschriften befreit werden. NGT-2 fängt alles auf, was darüber hinausgeht, und unterliegt weiterhin den strengen Regeln. Das Parlament soll in Kürze (voraussichtlich 18./19. Mai 2026) darüber abstimmen.

Diese Regelung ist hochumstritten: Befürworter sehen Chancen für klimaresistente und ertragreichere Pflanzen, Gegner warnen vor schleichender Entmachtung des Verbraucherschutzes und Abhängigkeit von Patentkonzernen.

„Verbraucherakzeptanz“ als Offenbarungseid

Die ehrliche Begründung der Befürworter ist besonders aufschlussreich: Man will die Kennzeichnung vermeiden, weil Verbraucher gentechnisch veränderte Produkte oft ablehnen. Statt Transparenz und Wahlfreiheit zu gewährleisten, wählt die EU den Weg der Täuschung durch Unterlassung. Das erinnert fatal an andere „grüne“ Projekte, bei denen die Bürger bevormundet werden, weil sie angeblich zu dumm oder zu ängstlich sind, die „richtigen“ Entscheidungen zu treffen.

Gleichzeitig wird die Landwirtschaft unter dem Vorwand von Klimaschutz und Nachhaltigkeit attackiert – siehe die aktuelle Methan-Hysterie. Während traditionelle Bauern mit immer neuen Auflagen und Steuern belastet werden, ebnet man den Weg für patentierbare, industriell hergestellte „Klima-resistente“ Gentech-Pflanzen. Das ist kein Zufall. Es ist die Fortsetzung der Agenda: Kontrolle der Saat, Kontrolle der Nahrung, Kontrolle der Menschen.

Risiken, Patente und Souveränität

Unabhängige Stimmen warnen vor unzureichender Risikobewertung, möglichen Langzeitfolgen und einem Patent-Dschungel, der traditionelle Züchter und Bauern von großen Konzernen abhängig machen könnte. Die ursprüngliche Forderung des Parlaments nach durchgängiger Kennzeichnung und stärkerem Verbraucherschutz wurde in den Trilog-Verhandlungen weitgehend aufgeweicht. Die Abstimmung im Plenum des EU-Parlaments ist für Mitte Mai (voraussichtlich 18./19. Mai) angesetzt. Sollte die Verordnung durchkommen, tritt sie nach einer Übergangsfrist in Kraft und wird die europäische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nachhaltig verändern – wahrscheinlich nicht zum Vorteil der Verbraucher und unabhängigen Bauern.

Es bleibt abzuwarten, ob genug Abgeordnete noch den Mut aufbringen, für Transparenz und echte Verbraucherrechte zu stimmen. Oder ob die Biotech-Lobby der Oligarchen wie Gates, Rockefeller, Rothschild, Ford und Co auch diese Runde gewinnen. Die Souveränität über unser Essen wird durch die EU immer mehr gefährdet.

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Bild von Sarah Richter auf Pixabay

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10 Kommentare

  1. Patient Null 18. Mai 2026 um 10:08 Uhr - Antworten

    Ich bin normalerweise kein Gegner von Gentechnik, die in die Kategorie 1 passt, aber ich möchte es wissen. Ohne hat man halt nicht mehr die Entscheidungsfreiheit.

    Die Gefahr die ich zudem sehe, es wird ja letztlich dazu benutzt um irgendetwas billiger zu machen. Wenn also Hersteller1 das einsetzt und damit mehr Gewinn macht, wirds irgendwann auch HerstellerX/YZ einsetzen müssen um konkurrenzfähig zu bleiben. Wir bekommen eine schleichende Infizierung des Gesamtmarkets.

    Unterm Strich muss man sagen das hier eine weitere Entmündigung des Bürgers stattfindet, wir die Elite entscheiden was ihr wissen sollt. Das was in den Medien bereits ständig gemacht wird, das einige wenige entscheiden über was der Bürger informiert wird, Propaganda durch weglassen, haben wir dann auch beim Lebensmittel. Insekten.. lässt grüßen.

    Eine Lücke gibts noch, solange man Bio kauft ist man frei davon.

  2. NN 18. Mai 2026 um 9:12 Uhr - Antworten

    Nun, es gäbe ja eine sehr einfache Möglichkeit, um das Ganze unproblematisch zu machen: Wenn NGT-1 äquivalent zu normaler Züchtung ist, sollte es auch nicht mehr patentierbar sein! Dann würde es sich jeder Pharma- und Saatgutkonzern sehr genau überlegen, ob er diesen Weg nutzt. Vermutlich würden sie dann gleich darauf verzichten und man hätte eine Komplikation in der Gesetzgebung eingespart.

    • Patient Null 18. Mai 2026 um 10:16 Uhr - Antworten

      Gute Idee. Wäre ich auch dafür. Das lässt sich auch gut begründen mit „die als äquivalent zu konventionell gezüchteten oder natürlich vorkommenden Varianten“.

  3. BAG ZEPHRODATEV 17. Mai 2026 um 23:33 Uhr - Antworten

    SO SHAMELESS 🤬

    Die entfesselte Korruption in den Institutionen ist wirklich unfassbar. Frei von Hemmungen. Ohne Limit. Keines der unverschämt gierigen und rückgratlosen „Gummibärchen“, welche sich dort im süßen Honigtopf sorglos herumsuhlen, verdient irgendeine Form von Respekt – ganz gleich welcher Art.

    Und ja, die Verbraucherhand darf keinesfalls zittern, und um das – absolut – sicherzustellen, werden die Menschen nicht einfach nur gezielt desinformiert – nein, sie werden mittlerweile 👉 ÜBERHAUPT NICHT MEHR informiert❗

    Brave New World 🎆

  4. Gabriele 17. Mai 2026 um 19:56 Uhr - Antworten

    Ist es nicht immer gleich „smart“ und verlogen? Eigentlich ein Intelligenztest… auch bei den „Impfungen“ durfte man nicht sagen, was drinnen ist, „weil die Menschen sie sonst ablehnen“. Und wenn sie sogar die anstandslos genommen haben, werden sie das bei Genlebensmitteln noch viel eher tun… bravissimo.
    Und sind wir ehrlich – die Wenigsten kratzt es, was genau sie essen… muss nur gut schmecken und billig sein.

    • Daisy 17. Mai 2026 um 20:42 Uhr - Antworten

      Besonders den Goodies, die den Veggie-Industriefraß äh essen, ist sowieso nicht zu helfen.
      Ich esse nur noch bio…

      Als nächstes wird die EU wohl verbieten, dass gekennzeichnet wird, ob Käfer drinnen sind, weils sonst auch keiner mag….
      Die vergiften uns. Die Angriffe kommen von allen Seiten…

      • Pusteblume 18. Mai 2026 um 1:35 Uhr

        Bill-the-killer-Gates hat hier seine dreckigen Pfoten und sein Schandmaul mit drin. Weshalb dieser Vogel noch nicht auf dem elektrixchen Stu.l gelandet ist und dort ordentlich durchgeschüttelt wurde, wissen allein die Götter.
        Ansonsten: Bitte dasselbe vorstehend bezeichnete Schicksal den meisten der Europa-Abgeordneten-Darsteller. Sollen die und soll bitte Bill-the-killer-Gates diesen Fraß fressen.

  5. local.man 17. Mai 2026 um 17:51 Uhr - Antworten

    Die Kontrolle über die Lebensmittelproduktion muss in die Hände der Menschheit, also vergesellschaftet sein, weg von privaten Interessen und den Machtstrukturen.
    Dieses Industrienahrung, ist nicht mehr natürlich, also für unsere Körper zusehens schädlich und er wird auch entsprechend damit umgehen und reagieren, weil der Schlüssel in unserem Körper nicht mehr mit dem Schloss in den Pflanzen zusammenpasst. Essen ist kein reine Spaßangelegenheit oder zum Befüllen des Magens gedacht, schon gar nicht um Profite zu maximieren.
    Unsere Nahrung ist ein Zusammenspiel der Organismen. Sie sind darauf ausgelegt und haben Enzyme und Bakterien im Darm usw. welche diese Nahrung bis ins Atom aufspalten und dann wieder passend für sich zusammenbauen.
    Wenn hier eine unnatürliche, also für den Körper fremde Struktur vorhanden ist, dann passt die Synergie nicht mehr. Der Einklang und die Harmonie sind gestört und es wird zu Problemen kommen, von immer schwächer werden und Verfall, bis zu ernsten Krankheiten, oder plötzlichen aggressiven allergischen Reaktionen, Schocks und Todesfälle, je nach dem wie heftig der Körper darauf reagiert.
    In den USA sollen schon Kinder an Gennahrung verstorben sein, weil die Reaktion auf diese Nahrung(Gift für den Körper in dem Falle) so heftig war.
    Ich gehe davon aus, dass die Herrschenden diese Dinge nicht essen werden und sich weiter ihre Extraextra-Klasse an Nahrung zuführen.

    Ich schlage folgende Regelung vor.
    Alle die für diese illegale/kriminelle Aktion stimmen(weil die Menschen darüber keine Mitsprache haben), werden als Kontrollgruppe, 15 -25 Jahre, darüber können wir uns noch einigen, zusammen mit den Erzeugern dieser Nahrung, sowie denen die es Finanzieren und erschaffen haben, es für uns testen.
    Alle anderen bleiben solange bei guten alten Salatblatt oder dem Apfel alter Sorten.

    Sollte diesen Menschen es nach der Zeit absolut großartig gehen und es gab keine Probleme, können wir alle nochmal darüber abstimmen, ob wir es so durchlassen.

    Ansonsten muss ich hier den Krieg gegen die Menschen, mit in Kauf nehmen von Todesfolge, klar erkennen.
    Dazu keine Kennzeichnung ist gelinde gesagt Schwerstverbrechen.
    Aber selbst wenn es sie gäbe, ist es wie bei der analogen oder digitalen Welt.
    Es braucht dann eben auch eine klare Wahl ohne Nachteile und ein entsprechendes erstklassiges Angebot. Sonst ist die Kennzeichnung auch sinnlos, wenn man eh nichts anderes mehr vorfindet.

    Wie wir wieder sehen, ist dieses System nicht tragbar und wird immer gefährlicher. Es braucht einen Wandel und den Bruch mit dieser Machtpyramidenstruktur und der erschaffenen Scheinwelt entsprechend.

  6. VerarmterAdel 17. Mai 2026 um 17:30 Uhr - Antworten

    Endlich kann jede „Impfung“ in jedem Nahrungsmittel enthalten sein. Ach, sie meinen es so gut mit uns. Man sollte ihnen einen Strick um den Hals legen als Zeichen der Wertschätzung.

    • Pusteblume 18. Mai 2026 um 1:38 Uhr - Antworten

      Daran hatte ich noch nicht gedacht: dass die Giftspritzmittel ins Fressen gemischt werden. Da haben Sie recht und ich gebe Ihnen recht: zuerst muss Bill-the-killer-Gates und Lallerbach diesen Fraß zu sich nehmen – und Auskotzen dieses Fraßes ist für diese beiden vorbezeichneten Halunken und Massenm.rder selbstverständlich verboten!

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