
Rechenzentren und Laborfleisch – beide schaden der Umwelt und der Gesundheit
Rechenzentren und Laborfleisch haben mehr miteinander zu tun als man auf den ersten Blick glauben mag. Dahinter stehen die gleichen Investoren und Eigentümer, beide nutzen Energie sehr schlecht, sie machen Menschen krank, schaffen Unordnung, und sind als Herrschaftsinstrumente konzipiert. Sie floppen beide wegen der Grenzen, die ihnen die Physik setzt.
Gehen wir die Themen der Reihe nach durch. Zuerst die Investoren und Eigentümer. Mosa Meat ist ein in Holland ansässiges Unternehmen, das Fleisch in der Retorte in großem Stil produzieren soll. Am 8. Mai 2023 eröffnete das Unternehmen eine neue „Scale-Up-Anlage“ in Maastricht. Das Unternehmen wurde 2016 gegründet. Die Wissenschaftler, die die Methode entwickelt haben wurden von Google Mitgründer Sergey Brin finanziert. Bis März 2021 hatte Mosa Meat 70 Millionen Dollar an Kapital von verschiedenen Investoren erhalten. Am 22. Dezember 2025 berichteten Medien Mosa Meat, habe 15 Millionen Euro für die Entwicklung seiner Technologieplattform aufgebracht – nur wenige Tage, nachdem die Start-ups Meatable und Believer Meats ihren Betrieb eingestellt hatten, weil sie kein neues Kapital beschaffen konnten.
Wir sehen, dass mit Google-Co-Gründer Sergey Brin die Tech-Branche, die heute riesige Rechenzentren baut, beteiligt war. Und der Bericht wirft ein Schlaglicht auf die Branche, denn angesichts „der jüngsten düsteren Nachrichten wird die Tatsache, dass es einem Unternehmen in diesem Bereich gelungen ist, neue Mittel zu beschaffen, von manchen als Hoffnungsschimmer gewertet werden, dass zumindest einige Investoren an das Potenzial der Technologie glauben“.

Laborfleisch Burger
Die Beyond Meat Aktie ist richtig abgestürzt: Der Hersteller pflanzlicher Proteine startet unter neuem Namen, während die Nasdaq eine Kursuntergrenze durchsetzt. Das Unternehmen kämpft mit Verlusten und einer Sammelklage.
Neben Sergey Brin haben auch andere Milliardäre in die industrielle Produktion von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln investiert, wie Amazon Gründer Jeff Bezos, der mehr als 1,27 Milliarden Dollar aus dem Bezos Earth Fund für die Herstellung von mehr „pflanzlichem, im Labor gezüchtetem ‚Fleisch’“ investiert hat. Und natürlich via Amazon noch mehr in Rechenzentren.
Ein von Microsoft Co-Gründer Bill Gates finanziertes Unternehmen namens Savor hat eine Butteralternative aus Kohlendioxid und Wasserstoff entwickelt, die vollständig ohne traditionelle Landwirtschaft und Milchproduktion auskommt. Es wird bald in den Verkauf kommen und Schokolade soll folgen. Gates investiert auch in andere ähnliche Unternehmen, Microsoft massiv in Rechenzentren.
Ultra-verarbeitete Lebensmittel (UVL) und die Energie
Im April 2023 erschien dazu eine Preprint Studie mit dem Titel „Environmental impacts of cultured meat: A cradle-to-gate life cycle assessment“ (Umweltauswirkungen von kultiviertem Fleisch: Eine Ökobilanz von der Wiege bis zur Bahre).
Die Autoren kommen zum Schluss, dass diese Art der Produktion wesentlich schädlicher für Umwelt und Klima ist, als Viehzucht.
Bei der Umweltbetrachtung werden entscheidende Faktoren unter den Tisch fallen gelassen oder verheimlicht. So ist die Herstellung der Nährflüssigkeitsbestandteile wie Zucker (Glukose), Aminosäuren, Vitamine, Wachstumsfaktoren, Salze und Mineralstoffe ziemlich energieintensiv, wie die gleichen Autoren in einer weiteren Studie schreiben (Cradle to production gate life cycle assessment of cultured meat growth media: A comparison of Essential 8™ and Beefy-9). Das hatte einen nicht unerheblichen Anteil an der schlechten Ökobilanz von Laborfleisch, wie in der oben erwähnten Studie errechnet und beschrieben.
„Die Studie ergab, dass die Zugabe von Antibiotika/Antimykotika (10.000 μg/ml) zu den Wachstumsmedien die Umweltkennzahlen, wie den kumulativen Energiebedarf und das Treibhauspotenzial, um zwei Größenordnungen erhöhte.“
Industriell erzeugte Lebensmittel sind gesundheitsschädlich – so die Gesetze der Physik
Das zeigen uns immer mehr Studien, wie gestern über einige davon berichtet. Aber das beweisen uns vor allem auch die grundlegendsten Gesetze der Physik.
Die Produktion von Laborfleisch, Kunstbutter und alle UVLs erfolgt in vielen Schritten, bei denen jedes Mal Energie aufgewendet werden muss. Am Feld und im Garten kommt die Energie von der Sonne und wird in chemische Energie umgewandelt, indem aus CO2 und Wasser Zucker erzeugt wird. Essen wir es direkt, so kommt uns die Sonnenenergie mit nur einer Umwandlung zugute. Fleisch und alle Koch- und anderen Verarbeitungsvorgänge entfernen das Lebensmittel weiter von der Sonnenenergie.
Warum das von Bedeutung ist, erklärt Physik Nobelpreisträger (2020) Roger Penrose in seinem Buch Fashion, Faith, and Fantasy in the New Physics of the Universe (Kapitel 3). Dort erklärt er präzise den Zusammenhang zwischen der niedrigen Entropie (= hohe Ordnung) des Sonnenlichts, der Ernährung von Pflanzen und Tieren und dem Funktionieren des Lebens auf der Erde.
Die Details der Erklärung von Penrose hier in diesem Anhang:
Roger Penrose über Entropie und Ernährung
Penrose erklärt, dass wir zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Verhinderung von körperlichem Verfall Energie möglichst hoher Ordnung, also geringer Entropie, benötigen.
Diese liefert das Sonnenlicht, die Entropie nimmt aber zu mit jeder Umwandlung: Vom Blatt zum Tier, durch Kochen und generell durch jeden Schritt der Verarbeitung. Je mehr verarbeitet ein Lebensmittel, desto höher seine Entropie und desto geringer sein Nutzen bei der Aufrechterhaltung der Ordnung des Körpers.
Frisch zubereitet ist gesünder als aufgewärmt, der rohe Salat oder wenig gegartes Gemüse sind gesünder als länger gekochtes. Das sagt uns der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik.
Mit Worten des Physik-Nobelpreisträgers:
„… die einfallenden Photonen [haben] eine viel niedrigere Entropie als die ausgehenden. Die grünen Pflanzen nutzen diesen Vorteil und verwenden die niedrig-entropische einfallende Energie, um ihre Substanz aufzubauen, während sie hoch-entropische Energie abgeben (z. B. Körperwärme). Wir nutzen die niedrig-entropische Energie in den Pflanzen, um unsere eigene Entropie niedrig zu halten, indem wir Pflanzen essen oder Tiere, die Pflanzen gefressen haben. Auf diese Weise kann das Leben auf der Erde überleben und gedeihen.“
So einfach ist das!
KI-Rechenzentren und Entropie
Diese haben im Grunde das gleiche Problem wie Laborfleisch. Sie schaden sowohl der Umwelt als auch direkt den Menschen, wie mittlerweile in einer Reihe von Artikeln dargelegt:
- Experten warnen davor, dass Rechenzentren eine enorme Belastung für lokale Ressourcen wie Wasser- und Stromnetze darstellen. Rechenzentren verursachen bereits etwa 5 % des weltweiten Stromverbrauchs. Aber sie sind noch eine weit größere Gefahr durch den Infraschall den sie aussenden: Akustikwaffe Rechenzentren
- Kürzlich lief eine Doku auf ARTE. Sie zeigte die katastrophalen Folgen für die Bevölkerung Chiles durch den Bau von KI-Datenzentren. Laut einer Studie befinden sich zwei Drittel der nach 2022 errichteten Rechenzentren in Regionen mit Wasserknappheit: Hoher Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren verursacht Dürre und beeinflusst das Klima – Studie
- Die gute Wärme kommt von KI-Rechenzentren, die schlechte von Sonne CO2, oder? Jedenfalls verursachen die wie Pilze aus dem Boden wachsenden Rechenzentren enorme Umweltschäden, wie Infraschall, Wasserverbrauch und Belastung für Stromnetze. Und dazu eine deutliche Erwärmung der Umgebung bis zu 9 Grad: Rechenzentren verursachen laut Studie enorme Temperaturanstiege im Umkreis von mehreren Kilometern
TKP-Gastautor Felix Abt hat kürzlich das Buch ‚Thermoeconomics in a Time of Monsters‘ vorgestellt. Darin präsentiert Professor Warwick Powell ein kraftvolles, integrierendes Rahmenwerk, das offenbart, warum Gesellschaften aufsteigen und zerfallen, warum die alte Weltordnung zerbricht und warum die Kontrolle über Energieflüsse zum ultimativen strategischen Imperativ unserer Zeit avanciert ist.
Er präsentiert darin die neue Messgröße EROEI (Energy Return on Energy Invested – Energieertrag pro Energieaufwand), die misst, wie viel nutzbare Nettoenergie nach Abzug der für Förderung, Verarbeitung und Infrastruktur eingesetzten Energie übrig bleibt. Ein sinkender EROEI bedeutet, dass immer mehr Energie investiert werden muss, nur um die gleiche Menge nutzbarer Energie zu gewinnen. Powell bringt es auf den Punkt: Ein fallender EROEI ist „the arithmetic of socio-economic entropy“ – die unsichtbare Mathematik des gesellschaftlichen Verfalls. (Steigende Entropie ist Unordnung, also Verfall.)

KI-Mega-Rechenzentrum von Google
Rechenzentren schneiden dabei extrem schlecht ab, sie geben einen bisher nie dagewesenen hohen Anteil von Wärme und anderen hoch-entropischen Energieformen an die Umgebung ab – produzieren aber NICHTS was Energie enthält. Wie der große Mathematiker Norbert Wiener feststellte: „Information ist information – not matter or energy“ „Information ist Information, weder Materie noch Energie.“
Das rasante Wachstum der Rechenzentren, des Energiebedarfs und der Schäden
Anfang bis Mitte 2026 verzeichnet die weltweite Rechenzentrumslandschaft ein explosives Wachstum, das von KI, Cloud Computing und der Nachfrage im Hyperscale-Bereich angetrieben wird – die genauen Zahlen variieren jedoch je nach Definition (z. B. kleine Edge-Einrichtungen vs. große Hyperscale-Campus) und Datenquelle. Weltweit in Betrieb befindliche Rechenzentren Schätzungen zu aktiven/in Betrieb befindlichen Rechenzentren reichen weltweit von etwa 8.800 bis über 12.000:
- Rund 11.000–11.038 aktive Einrichtungen im März 2026 (basierend auf der Erfassung von Data Center Map in 174 Ländern).
- Andere aktuelle Schätzungen gehen von 11.800 bis über 12.000 in Betrieb befindlichen Rechenzentren aus.
Die Vereinigten Staaten dominieren mit etwa 3.960–5.400 Rechenzentren (mehr als die nächsten 14 Länder zusammen). Weitere führende Länder sind das Vereinigte Königreich (498), Deutschland (470) sowie wachsende Knotenpunkte in China, Japan und Indien.
Hinweis: Diese Zahlen umfassen Colocation-, Hyperscale-, Unternehmens- und kleinere Einrichtungen. Hyperscale-Betreiber (Amazon, Microsoft, Google, Meta usw.) machen einen wachsenden, aber kleineren Teil aus – weltweit gab es Anfang 2025 rund 1.189 große Hyperscale-Standorte, seitdem sind weitere hinzugekommen.
Rechenzentren im Bau oder in Planung: Genaue weltweite Zahlen zu „im Bau befindlichen“ Einrichtungen sind schwerer zu ermitteln, da Ankündigungen oft schneller erfolgen als der tatsächliche Baubeginn und viele Projekte aufgrund von Stromengpässen, Netzbeschränkungen, und ähnlichem nicht gebaut werden oder sich verzögern.
Analysten verfolgen die Pipeline eher in Gigawatt (GW) als anhand der reinen Anzahl an Anlagen. Es wird erwartet, dass zwischen 2026 und 2030 fast 100 GW an neuer Kapazität ans Netz gehen werden, was die derzeitige weltweite Kapazität in etwa verdoppeln würde .
Im Jahr 2026 sollen mindestens 16 GW an Großkapazität, das sind Projekte mit mehr als 50 MW, oft mit Schwerpunkt auf KI im Rahmen von ~140 Projekten weltweit ans Netz gehen.
Diese Rechenzentren sind ebenfalls für steigende Strompreise verantwortlich.
Und wozu das Ganze?
Sie produzieren keine materiellen Werte, sondern wandeln hochwertige niedrig-entropische elektrische Energie in hoch-entropische Wärme um. Sie erwärmen damit die Umgebung und verdunsten das Wasser. Sie produzieren Infraschall, der den Menschen schadet. Und sie vernichten vor allem hochwertige Arbeitsplätze.
Meine persönliche Prognose ist, dass die KI- und RZ-Blase in nicht allzu ferner Zukunft genauso platzen wird wie die für Laborfleisch und andere minderwertige Nahrungsmittel. Und eine Menge Unordnung hinterlassen.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
Diese zentralisierten Systeme sind entgegen der Kaninchen im Keller oder Henderln im Hof auch ein Machtfaktor! Resiliente Systeme verlagern die Produktion an den Konsumenten. Dies wird nur durch Leyensche Überregulierung verhindert, da es die Nachbarn störe, wenn der Hahn kräht. Die Hühner des Nachbarn können aber innerhalb von Wochen vermehrt werden, Laborfleischanlagen nicht. Wie viele Freiflächen der Gemeinde gäbe es, wo sich ein mobiler Hendlstall aufstellen ließe?
Die KI ist durchaus ein sehr gutes Werkzeug, wenn es entsprechend angewandt wird. Ich will viele der heutigen Entwicklungen von Einst, nicht missen. Aber es kommt eben darauf an, wer hier die Fäden zieht und die Kontrolle hat und für wen es am Ende arbeiten wird.
Die KI ist schon mächtig, auch für einen selbst. Aber sie dient eben schlussendlich der Unterwerfung, zumindest im aktuellen System.
Mit dem Laboressen, ist das was völlig anderes. Dies hat keinen gesundheitlichen Mehrwert. Man erhält Kalorien und noch 3 weitere nutzbare Dinge, aber 1000 Sachen die den Körper dahinraffen werden.
Es soll als Skalvenfutter für die Masse dienen, die irgendwo weggesperrt gehalten werden soll… Daran wird man schnell sterben, alsbald krank und müde/kraftlos sein.
Der Körper wird es eine Weile wegstecken und ablagern, aber man sich nie so richtig fitt fühlen, bis hin zu neuen Krankheiten.
Keiner kann lebendig und tot zu gleich sein. Auch die Nahrung nicht. Wenn ich sie erhitze, vernichte ich schon das Leben darin und entsprechend wird sie nachteiliger sein. Ich kann mich auch nicht in kochendes Wasser legen, weil das mit dem Leben nicht vereinbar ist.
Wenn wir keine lebendigen Dinge essen, geht der Körper ein. Unser Körper kann einen Teil des zerstörten Lebens wieder rekonstruieren, also Totenbeschwörung betreiben und die tote Nahrung wieder nützlich machen, was ihn Energie kostet, aber das funktioniert vielleicht zu 50%. Je mehr es verändert und je höher erhitzt bis hin zu Asche, desto unmöglicher wird es.
Je weiter weg es von natürlichen Zustand liegt, desto weniger Wert besitzt es und desto mehr wird es uns zerstören.
Daher ist Farbiknahrung auch kein Lösung, sondern der Niedergang.
Statt hier Energie, Ressourcen zu verbrauchen, sollte, ja muss damit richtige Nahrung erschaffen werden, also das was aus dem Boden wächst, wie Obst-Plantagen, Gemüsefelder. Am besten Saatecht und mit natürlichen Schutzmechanismen, um die Ernte zu bewahren.
Das was man hier als gutes Essen verkaufen will mit dieser Industriepampe in Form gebracht.. Ist ein Vernichtungsfeldzug gegen uns alle und das noch mit Profitabsichten.
„Rechenzentren und Laborfleisch – beide schaden der Umwelt und der Gesundheit“
Interessiert das die Politik? Ja. Einen Dreck.
Wer wählt, wählt seinen Untergang.
Wer nicht wählt, auch.
@Laborfraß: Dazu haben sie ihre Marionetten, dass man ernsthaft gesundes Fleisch vom Markt verdrängen möchte, weil es angeblich „klimaschädlich“ sei.
Im Supermarkt gibt es ja eine Abteilung für Veggiefraß. Damit wollte man das Fleisch verdrängen. ZB gibts keine Bio-Hühnerleber mehr. Überhaupt gibt es sehr wenig Bio-Fleisch bei Billa & Co. Woran man sieht, es geht nicht um weniger Tierleid oder um unsere Gesundheit. Es geh auch nicht ums Klima, sondern nur ums Geschäft. Multimilliardäre wie Gäts wollen die Kontrolle über unsere Ernährung übernehmen, um uns sukzessive vergiften bzw. irgendwelche Substanzen verabreichen zu können. „Wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert die Menschen.“
Doch mittlerweile wird die Abteilung Veggie wieder kleiner. Offenbar mags keiner…
Wann machen Sie tkp wieder KI-frei?
Es gibt auf diesem Planeten bald keinen Winkel und keinen Ort mehr – bis hinein ins Weltall – der nicht gefüllt ist mit allem Schädlichen, das man den Menschen antun kann. Woher kam eigentlich so plötzlich dieser unfassbare Irrsinn? Diese technische Basisverblödung, all die Gier und Hybris? Wenn es sata…ische Mächte gibt, dann sind sie nun voll am Werk. Kapern die Gehirne der Verrückten und machen sie zu Hampelmännern des absolut Bösen…. und da soll man der Bibel nicht glauben, die eben das vorhersagt?